21.05.2026

Peppi ….

ist verstorben. Nach der Fortbildung wollte ich in der Mittagspause wieder nach ihm sehen. Peppi kam am 15.09.25 in die Station

wurde am 27.11.25 ins Überwinterungsgehege nach Dortmund Husen verlegt und durfte am 04.04.2026 in die Freiheit.
Er kam wohl zum Sterben nach Hause. Er lag gestern auf der Nachbarswiese vom Auswilderungsgehege, Susanne hat mich gleich informiert. Ich konnte ihn mit dem Kescher einfach aufnehmen, der Kescher wäre gar nicht nötig gewesen, er hätte sich nicht gewehrt. Ein stattlicher Eichkater von 380g. Keine offensichtlichen Verletzungen, ein paar Flöhe, der Popo sah super aus, also kein Durchfall. In der Nacht alles versucht, alle 2 Stunden nach ihm geschaut. Er war ein Herzenshörnchen, total lieb, sogar gestern noch, er hat mich wohl an der Stimme erkannt …. oder war schon so geschwächt, dass es ihm egal war, aber er kam „nach Hause“!

Mach es gut mein Kleiner!
Mein aktuell einziger Trost: du hattest hoffentlich eine tolle Kindheit in der Station und konntest den Winter in Husen genießen. Es war immer eine Freude dir zuzusehen. Ich habe keine Ahnung, was du hattest, auf jeden Fall nichts offensichtliches. Die Vorstellung, dich jetzt nach Arnsberg zu geben, ist für mich gruselig, es hilft mir ja auch nicht weiter, es macht dich nicht wieder lebendig.
Du wirst heute abend auf dem Balkon begraben, ich muss aber erst noch einen Blumentopf kaufen, die anderen sind schon belegt mit Eichies und Degus. Das mache ich, sehr gerne. Es tut mir so leid, dass dein Leben nach der Rettung so kurz war.

20.05.2026

.. meine 2 Eichies unterhalten sich weiter …

„Sag mal, ich weiß, ich nerve, aber was war denn heute los?“

„Wieso, alles im grünen Bereich!“

„Hä? Frühstück erst um 6 Uhr“

„Ok, ich habe keine Frühstückzeiten, ich habe Fütterung „on demand“, ihr Milchkinder seid da natürlich noch benachteiligt. Ich weiß nur, dass Swiffy fluchend aus dem Zelt ins Hörnchenzimmer kam und irgendwie der Wecker (sprich das dauer-unter-akkute Handy) nicht das getan hat, was es sollte. Ich glaube, das flog auch mal durchs Zelt. Andererseits, gönnen wir ihr mal eine Mütze Schlaf mehr!“

„Ok, könnte ich mich daran gewöhnen! Dann heute wieder ganz viel Selbstgespräche, ich verstehe da nur Bahnhof, das muss ich nicht wissen?“

„Nein, das sind menschliche Probleme, uns könnte nur der aktuelle Waldzustandsbericht interessieren, denn der sieht nicht gut aus. Sprich, unsere Überlebenschancen hängen an unserm Wohnort, den musst du sehr gut auswählen, entweder eher „urban“ oder du gehst in den Wald mit den entsprechenden Gefahren.“

„Aber ich kann das doch gar nicht entscheiden! Swiffy setzt mich doch in Husen oder im Wildwald aus!“

„Moment, beide Standorte haben schöne Habitate für uns, Futter, Wasser werden geliefert und die bisher ausgewilderten Hörnchen haben schon vorgearbeitet, da findest du bestimmt Kobel, die du ausbessern und beziehen kannst!“

„Aber ich habe mitbekommen, dass einer aus Husen wieder hier ist! Weißt du was genaueres?“

„Nein, leider noch nicht, nur das Swiffy wieder über Flöhe geflucht hat, aber das ist normal und völlig in Ordnung. Es ist definitiv ein Bube, der in Husen ausgewildert wurde. Susanne hat ihn entdeckt und Swiffy angerufen, die dann mit dem Kescher kam. Irgendwas hat er, aber wir wissen noch nicht was. Aber das ist doch schön, wenn man bei Problemen immer wieder zurückkehren kann und einem dann geholfen wird. Susanne & Heiko und die Nachbarn sind alle sehr aufmerksam und melden das dann gleich!“

„OK, dann drücke ich da mal die Daumen, dass er es schafft.
Weißt du was über den Fuchswelpen, der hier auch die Station beschäftigt?“

„Ja, habe ich über den Hörnchenflurfunk auch mitbekommen. Ein Fuchswelpe in der Nähe des Wildwaldes Vosswinkel. Die Finderin hat sich ihm angenommen und ihn betreut, er muss jetzt „nur noch“ zu Charly kommen, das wird gerade organisiert. Anneli kann da vielleicht helfen“

„Wer ist denn jetzt Charly? „

„Tja, leider haben wir kein Internet, aber Charly ist Wildtierpflege und schutz e.V. in Dormagen und sie kümmert sich dann um den Fuchswelpen. Swiffy & Charly haben in den letzten Tagen gefühlt stundenlang telefoniert.“

„Aber was haben Füchse mit Eichhörnchen zu tun?“

„Oh, da kann es schon Berührungspunkte geben, ich hatte nur den Begriff Cystoisospora gehört, aber frag mich nicht, keine Ahnung!

„Ohje, das hört sich gruselig an, will ich nicht haben! Ich glaube ich habe genug für heute gelernt und schaue mal, wann es morgen Frühstück gibt! Und dann gibt es hoffentlich auch wieder Bilder von uns, die lagern hier auf der Canon und dem Handy ….“

18.05.2026

Montag (Arbeitstag!) in einer Eichhörnchenstation, 2 Eichies unterhalten sich:

„Boah, sag mal, warum werden wir um 5 Uhr zum Frühstück geweckt? Geht das nicht später? Die Mitternachtssuppe gab es doch erst um 0 Uhr??? Kann die Pflegekraft in ihrem Zelt nicht mal länger schlafen, dann würde sie nicht so verknittert aussehen?“

„Nee, geht nicht! 6.30 Uhr ist Dienstbeginn und bis wir alle durchgefüttert, gewogen und unsere Karteikarten aktualisiert sind, das dauert nun mal! Und ihr zappelt ja auch noch rum, das macht es nicht schneller!“

„Ok, dann muss ich das wohl hinnehmen! Ich habe aber noch ganz andere Fragen: heute morgen sagte sie noch was von Wäsche anstellen mit Timer? Was bedeutet das? Werden wir jetzt gewaschen? Müssen wir in die Waschmaschine? Die putzt und kämmt uns doch eh immer wieder durch und wehe da hängt ein Köttel oder ein Milchfleck irgendwo im Fell, da wird die ganz fuchsig!“

„Du bist noch ein Jungspund, und kennst den Ablauf hier nicht. Hier müssen alle unsere Decken regelmäßig durchgewaschen werden. Um 5 Uhr eine Waschmaschine im Keller anzuwerfen, wird den Nachbarn gar nicht gefallen, also rennt sie erst 3 Stunden später los. Eine KI-Waschine gibt es hier noch nicht im Haushalt. Das Gleiche dann mit dem Wäschetrockner. Dann kommt noch alles unten auf die Wäscheleine, weil die Sachen nicht zu 100% trocken aus dem Wäschetrockner rauskommen (ich glaube, da wird auch gerne mal „überladen“). Und dann kommt das wieder oben in den Schrank und kann von dort in unsere Laufställe wandern.“

„Und dieser Brummer der hier rumfährt?“

„Das ist Robby, der Saug- und Wischroboter (bitte nicht verwechseln mit Robby und Mike in der Transportbox, das sind Hörnchen!), völlig ungefährlich. Man kann sich da auch draufsetzen und mit rumfahren!“

„Oh, habe ich noch nie versucht, aber aus dem Laufstall kann ich nicht ausbrechen!“

„Glaubst du echt? Bamboo und Simba haben es oben wieder geschafft, schwupps im Zimmer unterwegs. Da sie aber sowieso in einen größeren Laufstall umziehen sollten und der schon fertig eingerichtet war, sind sie nach einer Schmipftirade von Swiffy und der Entfernung des kleinen Laufstalls selbständig da eingezogen. Größer, schöner, weiter! Die Zipper sind jetzt auch wieder gesichert!“

„Und dieser komische Geruch ab und zu?“

„Das sind die Desinfektionsmittel, denn Neuankömmlinge, so wie ihr es ja auch ward, müssen in die Quarantäne und dazu müssen dann eure Ankunftssachen desinfiziert werden, ich will mich ja nicht von Euch Neuankömmlingen anstecken lassen … und Flöhe und Milben mag ich auch nicht und unsere Pflegekraft meckert immer höchst fürchterlich über Krabbeltiere!“

„Und das „Gebrumme hier untendrunter oder nebenan?“

„Ok, das kann Vielfältiges sein! Entweder die Kaffeemaschine, der Wasserkocher oder die Spülmaschine!“

Aber wir dürfen doch gar kein Kaffee trinken und Spülmaschine brauchen wir doch auch nicht!“

„Dummerchen! Der Kaffee ist für Pflegekraft Swiffy, der Wasserkocher um unsere Milch anzurühren, die Spülmaschine macht unsere Milchgläschen und die ganzen Utensilien sauber!“

„Führt Swiffy denn permanent Selbstgespräche?“

„Nee, die muss für uns die Nüsschen und Geld verdienen, die hat Vikos, Telefongespräche und versucht den Mitarbeitern mit den DV-Problemen zu helfen?“

„Vikos? Telefon? DV-Probleme? Ich verstehe nur Bahnhof!“

„Alles gut, das müssen wir nicht wissen. Wir haben ja auch kein WhatsApp und Mailaccount, den brauchen wir im Wald nicht! Wir brauchen Futter und Wasser und damit haben wir mehr als genug zu tun!“

„Eine letzte Frage: letzte Woche sind welche ins Auswilderungsgehege umgezogen, das verstehe ich gar nicht, müssen wir auch noch umziehen?“

„Ja klar, du willst ja nicht bis zu deinem Lebensende hier in der Station bleiben! Es gibt 2 Stück davon: eins im Wildwald Vosswinkel und eins bei Susanne & Heiko in Dortmund Husen. Die Verteilung macht Swiffy, aber wir gehen immer in unseren „Gruppen“, du bist da nicht allein, also keine Angst! Dort lernst du Geräusche, Regen, Sturm, vielleicht auch Hagel kennen. Irgendwann dürfen wir von dort aus in die Freiheit, in den angrenzenden Wald! Aber mehr kann ich dir auch nicht dazu sagen, denn ich sitze ja auch noch hier!“

„Noch eine allerletzte Frage: was ist das mit Lina, die hat ja irgendwie einen Sonderstatus hier?“

„Ja, das habe ich auch nur so über den Hörnchenflurfunk mitbekommen, persönlich kenne ich sie nicht. Lina kam Mitte März und hat dann im April hier 3 kleine Nachkommen geboren. Sie zieht sie aktuell komplett alleine auf und versorgt sie mit Milch. Am Donnerstag werden sie 4 Wochen alt und machen dann bald die Augen auf. Das ist wirklich sehr selten und Lina wird von Swiffy immer gelobt, sie macht das klasse!“

„Und jetzt wirklich die letzte Frage: wer hat den da gerade so fürchterlich gepfiffen, das war ja gruselig!!!“

„Das war wahrscheinlich Blonko, der hat sich den Abszess aufgekratzt oder er ist geplatzt, das weiß ich nicht. Swiffy sagte nur: ‚Ach du Sch …‘ und hat gespült, gedrückt und die Wunde versorgt … und ist dann an den Rechner … Wunde sehr tief, da muss die TA mitschauen, der Bengel hat natürlich nicht stillgehalten, das darf sie später noch alles sauber machen!“

„Puh, jetzt bin ich müde vom Fragen und deinen Antworten!“

16.05.2026

… Überblick … ohne Bilder ..

Anruf einer ganz lieben Freundin:

„Sag mal, wieviele Nager hast du denn jetzt gerade da? Ich habe irgendwie im Blog den Überblick verloren …“
„140 Pfoten!“
„Waassss????“

Sprich, ich muss mal „aufdröseln“ ….

Auswilderungsgehege Wildwald Vosswinkel: Amy, Florian, Frodo = 12 Pfoten
Aktuelle Wetterlage noch bescheiden für „Klappe auf“, deshalb, abwarten ….

Auswilderungsgehege Dortmund-Husen: Jaan, Inge, Don, Nepp, Schnuffel, Fips, Speedy, Fritz, Holly = 36 Pfoten
Das war die Auswilderung am Feier-/Vatertag. Da ist mir tatsächlich ein Lapsus unterlaufen. Holly hätte nicht unbedingt schon mit in die Auswilderung ziehen müssen, weil sie aber zum verwechseln ähnlich mit Inge war, merkte ich am Freitag: Moment, warum ist Inge noch da, sie ist der Sparringspartner zu Jaan gewesen. Geht also gar nicht. Holly zurückholen machte kein Sinn (sie ist auch „schwer“ genug), also zog Inge am Freitag noch hinterher. 9er-Gewusel in Husen …

Wohnzimmer: Fluffy, Sofie, Frieda & Freddy
Wie ruhig das im Wohnzimmer geworden ist! Aber die 4 werden auch bald noch „Gas geben“. Aktuell finden sie sich noch ein, der ein oder andere läuft schon durchs Laufrad und die Lieblingsschlafplätze müssen noch ausgekundschaftet werden.

Quarantänestation: Lina & 3x Nachwuchs = 16 Pfoten
Der Nachwuchs ist am Donnerstag 3 Wochen alt geworden. Bilder, nada, morgen muss ich definitiv wieder kontrollieren, aber sie macht einen coolen Job! Weiter so!

Laufstall: Blonko = 4 Pfoten
Blonko kämpft mit seinem Abszess. Aktuell sieht es aber danach aus, dass der Abszess sich unter das Kinn verlagert und reift. Teilweise schon von ihm aufgekratzt. Sprich, abwarten. Er sitzt tatsächlich noch alleine, weil er regelmäßig seine Medies bekommen muss und … ich glaube, er hasst mich wie die Pest! Es ist ein täglicher K(r)ampf ihm die Medies zu geben, aber egal, muss er & ich durch, er soll in die Freiheit. Wir kämpfen täglich gegeneinander.

Laufstall: Simba und Bamboo = 8 Pfoten
Noch von den anderen getrennt, ziehen hoffentlich morgen in einen größeren Laufstall um.

Transportbox: Robby & Mike = 8 Pfoten
Mike steht gut im Futter und, wie erwartet/gehofft, zieht er seinen Bruder Robby so ein bisschen mit. So langsam fangen sie auch an durch die Transportbox zu klettern. Da wird auch bald ein Laufstall nötig sein.

Fehlen aber immer noch welche: ein 6erWurf … gestern, 4-5 Wochen alt, Augen auf, Oberzähne noch nicht durchgebrochen,, 4 Jungs /2 Mädels: Willy, Eli, Simon, Alvin, Nussi, Fispsi = 24 Pfoten

Deshalb auch der Grund, dass es aktuell noch nicht viele Bilder gibt. Die haben mich in der letzten Nacht „auf Trab“ gehalten. Mussten entfloht werden, den ganzen Kobel über das Ozongerät „entfloht“, wiegen, in Karteikarten aufnehmen, nach Verletzungen schauen, usw. … dann den ganzen Abend/Nacht versucht die 6 zu füttern: „Bäh, was ist das für ein blöder Sauger?“ ; „Die Milch schmeckt nicht wie bei Mami!“ Ein Kampf. Bei allen Pipi sehr gelb, wie bei uns auch, wenn wir zu wenig Flüssigkeit aufnehmen. Alle 3 Stunden, 1 Stunde brauchte ich schon zum füttern … blieb nicht viel für mich übrig und die anderen Hörnies brauchten ja auch Support. Heute morgen ähnlich. Füttern nur über die „Parkgarage“ möglich, dass ich weiß, wer schon Milch bekommen und Pipi gemacht hat und wer noch nicht. Die Wende kam dann heute vormittag. Ich glaube, die haben sich abgesprochen: plötzlich wird wie wild mit den Vorderpfoten gegen den Sauger getreten (Milchtritt), vor lauter Milchgier mit beiden Vorderpfoten den Sauger von der Spritze abgezogen und die Milch ins Leere geht (super, sieht Hörnchen & ich gut aus!), am Kolben gezogen, dass ich den schon abbremsen muss, weil sie sich sonst eventuell verschlucken, mit den Hinterpfoten werde ich getreten, wenn ich nicht schnell genug bin wieder für Nachschub zu sorgen und überhaupt werde ich von Einzelnen „ausgepfiffen“! Ufzh, egal, ich lasse mich auspfeifen, Hauptsache sie trinken erst mal. Pipi sieht bei allen mittlerweile besser aus.

Na und die restlichen, fehlenden 16 Pfoten? Die Degus: Lemmi, Speedy, Chappy und Chippy ….

Bilder sind da, müssen aber noch bearbeitet werden, liefere ich nach …. muss gleich wieder füttern!

Ach, und fast hätte ich es vergessen: unsere Lebendfalle ist auch wieder unterwegs, in Unna, in der Carl-Zuckmeyer-Straße bei Frank: ein Eichhörnchen, Gesundheitsstatus „ungeklärt“ … wir hoffen, dass das richtige Hörnchen in die Falle geht. Vielen, vielen Dank für das nette Gespräch, für die Spende und eventuell Neumitglied im Verein Aktion Eichhörnchen!

14.05.2026

… kurz vor dem „Auszug“ …

2 Sachen, die gestern mal „so eben“ passierten:

Noch vor Dienstbeginn ein Anruf, aus einer Kita in Lünen, da soll ein ehemaliges Spechtloch zugemacht werden, in dem sich „danach“ ein Eichhörnchen eingenistet hat und das offensichtlich jeden Tag da ein und aus geht. Nachwuchs? Nicht erkennbar, in 5 Meter Höhe. Gemeldet als Gebäudeschaden, korrekt, ist der Mieter verpflichtet dazu! Die erste Metallplatte wurde von der Stadt (Gebäudeeigentümer) an die Holzkonstruktion geklebt und fiel wieder ab, Gott sei Dank!. Also wir (Pflegestelle Flo in Lünen-Brambauer auch befragt) interveniert: Ordnungsamt, Veterinäramt, Untere Naturschutzbehörde etc… und argumentiert, es gibt nun mal § 17 TSchutzG (NRW 50.000€ einen Kobel von Eichhörnchen zu zerstören). Irgendwann nachmittags der „erlösende“ Anruf. Loch bleibt bis Oktober auf und wird erst dann verschlossen. Danke an alle Beteiligten!

Lina hat sich in den 2. Kobel in der Quarantänestation begeben und ging nicht mehr zurück zu den Kleinen. Ist sie schon in den 2. größeren Kobel umgezogen? Sie darf sie doch nicht verhungern lassen! Da schrillten in der Mittagspause die Alarmglocken. Ok, hilft nichts, kontrollieren…. Lina im 2. größeren Kobel, ich hole mir den kleineren Kobel (Geburtskobel) raus. Alle 3 lebendig, ganz kurzes Foto, wie sie gewachsen sind und sehen richtig gut aus.

Ganz schnell wieder zurück. Dauervideoüberwachung mit Aufnahme (meine Festplatte ächzt bei den Datenmengen) und siehe da, wenige Stunden später geht sie wieder zurück zu ihren Kindern. Ufzh…. Lina, du bist klasse!!! Jedes Mal bevor ich das Badezimmer betrete, schaue ich auf die Webcam. Wenn Lina draußen ist, am fressen oder trinken, ist das absolute Tabuzone! Ich glaube, das ist eine gute Strategie. Maximales „in Ruhe lassen“!

Dann noch ein großes Dankeschön an Sebastian für die Lieferung der Seegraskobel, 2 wandern heute gleich mit nach Husen, mit hoffentlich den richtigen Hörnchen. So, jetzt heißt es Transportboxen richten und sie davon überzeugen da rein zu gehen …

Und noch eine kurze Meldung: Blonko, die Backe ist jetzt richtig dick und wandert zum Kinn, sprich, der Abszess reift, die neuen ABs scheinen besser zu wirken. Jetzt kann ich nur hoffen, dass er sich das selbst „aufkratzt“, wie in der Natur, dann muss ich/wir nicht mehr eingreifen. Sobald ich das sehe kommt Manukasalbe darauf, dann ist vielleicht alles durch. Armer Blonko, sehr tapfer und der Kampf morgens um 5 Uhr mit den Medies ist für uns beide Stress pur, aber hilft nix, du sollst und willst in die Freiheit.

Und, wie ich das schreibe, kommt gerade Lina aus dem Geburtskobel, frisst, trinkt … braves Mädchen! Bitte, bitte, mach weiter!!!

12.05.2026

... und weiter …. ein bisschen durcheinander

Blonko: leider wird seine eitrige Backe nicht besser, er selbst ist von mir schon so „angep…“ und pfeift mich regelrecht aus! Fotos unmöglich. Ich konnte für meine TA wenigstens ein Video drehen, dass sie sich die Backe ansehen konnte, jeder Transport zu ihr ist unheimlicher Stress für ihn, das wollen wir in der aktuellen Situation vermeiden. Wir wechseln das AB und warten, ob es eine Besserung gibt. Offensichtlich hat sich ein Teil des Abszesses verkapselt, d.h. den würden wir dann nur mit OP aufbekommen. Das Problem: diese „durchgeknallte Knalltüte“ schlafen zu legen wird spannend, vor allem so lange, dass wir mit aufschnippeln, durchspülen, Wunde versorgen … fertig sind…. Deshalb, ABWechsel in der Hoffnung, dass das Wirkung zeigt.

Robby, zusammen mit Mike, macht sich langsam, ganz langsam. Kot untersucht, nix drin, er ist halt einfach klein. Immerhin Robby bei 72g, Mike bei 86 g … es geht gaaaannnnzz langsam aufwärts.

Lina: ihr Nachwuchs wird am Donnerstag 3 Wochen alt. Aktuell frisst sie sehr gut, also muss ich davon ausgehen, dass der Nachwuchs auch ordentlich versorgt ist. Manchmal liegt sie mit dem „Schwanz nach draußen“ im Kobel. Wird der Kobel zu eng? Der 2. Kobel ist größer, dann müsste sie nur umziehen. Abwarten, mehr kann ich nicht tun. Frischfutter mag sie gar nicht …

Holly, Fluffy und Sofie (Mrs. Sofie auch genannt)
sitzen oben noch im Laufstall, warten auf den Auszug im Wohnzimmer. Moment, da war was heute: Irgendwann hörte im Dienst „komische“ Geräusche … um 16.30 Uhr gehe ich in den ehemals, derzeit nicht genutzten Sportraum, hopst Holly außerhalb des Laufstalls. Wie auch immer sie wieder rausgekommen ist, sie war draußen und hat mal ordentlich Unrat verteilt. Einfangen? Also mit Hektik gar nicht, da braucht man viel Geduld. Kescher aus dem Keller, Leckerlie da rein und gewartet…. als sie drin war, durfte sie direkt ins Wohnzimmer umziehen, Fluffy und Mrs Sofie werden am Donnerstag folgen. Und da sind wir schon beim Wohnzimmer:

Die stellen die Bude auf den Kopf, egal, fitte Eichies, hier gibt es einfach nur eine Bildershow:

Für einen Teil von ihnen heißt es am Donnerstag „Auszug“, wie ich das gestemmt bekomme, wer geht, wer nach Husen und wer noch in den Wildwald geht, entscheide ich am Donnerstag. Morgen ist erst mal ein „letzter“ Tag im Kindergarten Föhrenweg!

Und da sind wir in den Auswilderungsgehegen: in Husen sind ja die Hackschnitzel von Heiko & Susanne verteilt worden. Den Rest haben wir dann in den Wildwald transportiert. Dank des Supports von Anneli und dem Wildwaldteam, musste ich nicht vom Parkplatz schleppen, denn sie haben es mit ihren „Wägelchen“ nach hinten gebracht. Vielen Dank dafür. Alles neu eingestreut. Amy, Fridolin und Frodo fanden das nicht so toll, dass ich da „rumgewerkelt“ habe, verzogen sich aber recht schnell in ihre Kobel, dann war alles gut …

Und auch Lina hat einen Schwung in der Quarantänestation abbekommen:

Bamboo & Simba werden mit dem Auszug von Fluffy und Mrs. Sofie in den großen Laufstall wechseln. Aktuell sieht alles sehr gut aus, aber durch die Kryptos braucht es hier eine strengere „Überwachnung“. Bilder dann erst aus dem großen Laufstall.

Und wenn man denkt, so ein Blog ist ja mal eben geschrieben, nein leider nicht: ich hatte über 800 Bilder auf der Kamera, dazu noch die Bilder/Videos auf dem Handy. Muss alles aussortiert, gesichtet, umbenannt und mit Wasserzeichen versehen werden. Die Software, die ich habe, ist eigentlich gut, aber ich glaube, bei den Mengen kommt sie langsam an ihre Grenzen, zumindest die Freewareversion. Ab und zu fliegt dann mal das Handy und die Funkmaus durch das Zimmer – aber immer in Richtung der Stoffhörnchen, passiert also nix!

Nächster Blog erst am Wochenende!

10.05.2026

... an der Grenze …

heute kamen 4 Eichies hier in die Station, 2 mit Schnappatmung, 2, deren Rettung „augenscheinlich“ noch möglich war. Bei Schnappatmung/Maulatmung, können wir quasi nichts mehr tun, sie sind schon über der Regenbogenbrücke, sie bekommen eine ruhige Box, ggfs. Schmerzmittel und dürfen gehen.

Sammy ging schon innerhalb einer Stunde, erst unauffällig, dann Schnappatmung, übervoll mit Zecken und Milben. Trotz Erstversorgung und Zeckenmittel, da waren die Blutsauger schneller als ich.

Dann Hope, ist blöderweise in ein Katzengehege „eingebrochen“ und wurde gepackt. Eine tiefe Wunde, rechte Vorderpfote nicht benutzbar, ansonsten sah er gut aus. Blutung gestillt, alles ausgespült und eine Erstversorgung durchgeführt. Den geplanten Käfig für ihn habe ich „links liegen gelassen“, denn es war klar, dass er die Pfote erst mal nicht nutzen soll/kann. Die Katze hat direkt in die Vorderpfote/Gelenk reingehauen.
Nächste Fütterung, (obwohl er auf einem Wärmepad lag), „eiskalt“. Pflegehörnchen, oder überhaupt Hörnchen, müssen sich immer „wärmer“ auf unserer Hand anfühlen. Wenn ich jetzt schreibe „eiskalt“ bedeutet das, kälter als meine Hand. Also, ab in den Keller, Inkubator hoch und Hope rein. Bei der nächsten Fütterung …. Hope immer noch kalt, trotz Inkubator…. versucht in ein bisschen warmzurubbeln, Kreislauf in Schwung zu bekommen, er verstarb 20 Minuten später in meiner Hand…

Ich versucht „runterzukommen“ … und meine liebe Kollegin Flo angerufen, noch völlig aufgelöst von dem Tag… und während wir telefonieren, verliert sie selbst ein Eichhörnchen !!! … Krämpfe und Regenbogenbrücke, Shari hatte sich wärend des Telefonats um das Hörnchen gekümmert.

Klar, wir wissen alle, dass wir nicht alle Eichhörnchen retten können, auch so sehr wie wir es uns wünschen! Aber, bei 4 Eichhörnchen, die ich jetzt alle begraben werde, fragt man sich „Habe ich eigentlich genug Ahnung? Habe ich was falsch gemacht? Was habe ich nicht gesehen?“ Die Selbstzweifel sind in dem Moment das Schlimmste! Klar, sie sind richtig und notwendig, denn wir müssen unsere Fachkompetenz immer wieder überprüfen. Qualifizierte Wildtierschulungen gibt es leider nicht viele, da ist viel Eigenstudium auch gefragt… ich wüsste nicht, wo ich hier bei der Erst-/Notfallversorgung einen Fehler gemacht haben könnte.

Flo sagte einfach nur: „Schau mal in dein Wohnzimmer, 10 super fitte Eichhörnchen“! Und ja, da sind sie und gehen bald nach Husen … 10 Gerettete…. ein Tropfen auf dem berühmten heißen Stein! Aber es zeigt, wie auf meiner Seite „Pflegestelle“ erläutert, Resilienz gehört verdammt noch mal dazu!

Danke Dir Flo!

09.05.025

… mir fällt keine Überschrift für das Chaos ein …

Gestern kamm noch Mia zu mir, Jungtier, aber der Schwanz schon schön aufgepuschelt. Wurde mir von Kristin gebracht, sie waren vorher sogar noch bei der TA Praxis Hohmann in Menden. Es wurden Kokzidien festgestellt, ansonsten war Mia aber auch schon sehr schwach, vielmehr als ich sie in ihre Quarantänestation umgestetzt hatte. Sie verstarb leider in der Nacht. Kokzidien sind häufig eine Sekundärinfektion, die vor allem auch durch Stress ausgelöst wird. Auch z.B. wenn man Eichies von „zu Hause“ in die „Auswilderungsvolieren“ bringt, das bedeutet ja wie für uns ein „Umzug“, und ich glaube wir wissen alle, was das für ein Stress sein kann und die Hörnies müssen keinen Hausrat und Möbel schleppen. Mia musste also auch noch eine andere Erkrankung gehabt haben, oder die Kokzidien hatten sich schon in der Leber angesiedelt. Schade um Mia, sie war eine wunderschöne Eichkatze, aber da muss noch mehr als die Kokzidien gewesen sein. Mach es gut Kleine, und habe immer eine Nuss zu viel. Grüße die anderen da oben! Und ein großes Dankeschön an Kristin, die mir mit ihrem Gatten die kleine Maus gebracht hat!

Akion „Hackschnitzel“ … Dank Claudis Hilfe haben wir die Hackschnitzel vom Gehege in Husen in mein Auto bzw. die „Luxusgarage“ abtransportiert. Die müssen jetzt „nur noch“ in den Wildwald Vosswinkel wandern. Anneli vom Wildwald hat schon signalisiert, dass sie helfen können, da es vom Parkplatz bis zum Gehege doch eine Strecke zu laufen ist. Schauen wir mal, da bin ich aber dran… dann müssen auch noch die Paletten und BigPacks zurück zu Scheipers Mühle!

Der positive Effekt: in der Garage und im Auto riecht es richtig schön nach „Wald“!!!

Heute morgen natürlich auch wieder Frodo, Amy und Fridolin besucht. Bilder, unmöglich, das Video, total chaotisch, weil die nur noch vor mir wegrennen, eindeutig nicht menschlich „fehlgeprägt“! Voraussichtliche Auswilderung am nächsten Wochenende, je nach Wetterlage. Daneben natürlich noch die Futterstationen aufgefüllt, Schleuse aufgeräumt usw…

Wie geht es in Husen weiter? Ich liefere heute noch neue Kobel, die Alten nehme ich mit zum reinigen und desinfizieren. Seile & Futter liefere ich heute auch noch an und dann kann es da losgehen. Mindestens 5 Hörnies sollten das Wohnzimmer verlassen und machen Platz für die Nächsten.

Und in der Station:

Leider Sorgenkinder Blonko und Robby …

Blonko, trotz Medigabe bleibt die Backe noch „geschwollen“; sprich, der Eiter läuft nicht richtig ab. Ich muss ja jetzt eh bis Montag warten und beobachte das, evtl. muss doch noch eine „OP“ das Ganze richten, abwarten.

Robby, das kleine Microhörnchen, das bei seinem Bruder Mike sitzt, kommt irgendwie nicht vorwärts. Das Gewicht steigt zwar, aber nur sehr, sehr langsam. Ich habe deshalb eben um 9 Uhr seine Milchzusammensetzung „geändert“, die hat er sehr gerne getrunken. Insgesamt ist er aber nach wie vor von der Körpertemperatur zu kalt. Deshalb hat die Box jetzt eine Wärmeplatte darunter und steht teilweise in der Sonne, dort sitzt er auch gerne. Die Augen sind „glasig“ und nicht klar. Da brütet was. Wenn die Baumaffen mir doch mitteilen könnten, was ihnen fehlt, das würde es sehr viel einfacher machen.

Beide brauchen gedrückte Daumen.

Dem Rest hier geht es gut. Es ist Wochenende und dann habe ich Zeit auch mal wieder Bilder zu machen.

Ach, jetzt hätte ich fast Lina vergessen. Lina sehe ich normalerweise auf der WebCam, mit Ausnahme der letzten 48 Stunden. Die Kleinen habe ich auch nicht gehört, der Futternapf nur mäsig abgefressen. Hm, also eben auch die berühmte „Reissleine“ gezogen, nachschauen, nicht dass alle nicht mehr leben! Lina flitzte sofort aus dem Kobel, Kobel kurz aufgemacht, es sind definitiv 3 und wie sie gewachsen sind! Ein einziges Foto und dann Deckel wieder zu!!! Unscharf, kaum zu erkennen, aber ich will Lina nicht stören, ich musste jetzt einfach wissen, ob die Familienbande noch lebt! Das tut sie, jetzt gibt es wieder absolute Ruhe und …. gleich bekommt Lina noch Hackschnitzel in ihre Station, dann riecht es auch im Bad nach „Wald“, frische Tannenzweige kommen dann auch noch rein.

Aber jetzt, ab an die Arbeit!

07.05.2026

… zu viel zu berichten ….

Als Erstes möchte ich von Quiara berichten. „Quiara“ ist ein ELO wie „Dickel“ und lebte mit Wenke bei Ilona & Wolfgang (Mitglieder im Verein Aktion Eichhörnchen), gut behütet, betütelt, einfach nur ein schönes Umfeld. Die Beiden haben uns damals zu „Dickel“ verholfen … Quiara leidete an der sog. Kupferspeicherkrankheit und wurde jetzt 9 Jahre. Die Krankheit war wahrscheinlich nicht die ursächliche Todesursache, aber ein geschwächter Körper zieht alles Mögliche nach. Ilona und Wolfgang mussten sie letzte Woche Mittwoch gehen lassen. Was für ein schlimmer Schritt und was für ein Ärztehopping, das sie und Quiara in den Tagen davor durchgemacht haben, immer zwischen „Hoffen & Bangen“. Es ist leider vorbei und ich danke Ilona, dass sie mich heute persönlich informiert hat. Es tut mir sehr leid. Hier meine Lieblingsbilder von Quiara

Jetzt zu den Hörnchennachrichten, die sich hier wahrlich „stapeln“:

Den 3 Auswilderern im Wildwald Vosswinkel (Amy, Fridolin, Frodo) geht es gut, ich habe sie heute in der Mittagspause besucht, das Buffet ist geplündert, also alles nachgefüllt, Frodo war sogar in der Mittagspause aktiv und rapste durch das Gehege. Bilder, sorry, hatte die Kamera vergessen … hole ich am Wochenende nach, muss am Wochenende öfters in den Wildwald, aber dazu später!

Vor ein paar Tagen hatte ich ja noch geschrieben, dass ich nicht verstehe, warum in den Welpenlaufställen die Zipper der Reissverschlüsse sowohl von innen als auch von außen angebracht sind. Gestern habe ich es verstanden! In meiner aktuellen 3erMädels-Gruppe (Holly, Fluffy und Sofie) ist Holly, will eigentlich keine Milch mehr (nicht schlimm), muss aber noch „Pipi gemacht kriegen“, kann sie nicht alleine. Die Dame ist nicht sehr zugänglich. Also nur eine Chance, ich rein in den 1,5m Laufstall, Zipper von innen zu und die Dame in die Hände kriegen. Klappt! Also dafür sind die Zipper von innen!!! Und Videos, nein, das wäre zu peinlich, aber bestimmt lustig!

Blonko ist und bleibt leider ein kleines Sorgenkind. Ich war am Mittwoch noch mal mit ihm bei der TA, aber auch, weil seine Backe anschwillt. Er hat einen Abszess, der aber „inwändig“ schon abläuft. Er braucht 10 Tage Antibiotika und Medies, damit der Eiter besser abläuft. Kauen ist im Moment für ihn wahrscheinlich nicht so toll, aber ein Butterkeks geht immer. Er ist von Holly, Fluffy und Sofie deshalb aktuell getrennt, bis wir mit der Behandlung durch sind. Sollte die Backe nicht komplett abschwellen, muss er sediert werden und die Backe, oder vielmehr der Abszess von außen geöffnet werden. Kenne ich schon, Alexa war 2018 die erste, die durch diese Tortour musste, aber sie war später auch wildbahnfähig. Seine unteren Schneidezähne sehen besser aus, auch wenn einer wieder „abgebrochen“ ist, aber sie stehen schon „fast“ nebeneinander. Leider ist er auch ein ganz zappeliger, eben ist er mir mal wieder durchgegangen und bei den Degus „eingebrochen“, da konnte ich ihn relativ schnell wieder einfangen.

Neuzugänge:

„Zappel“, das Hörnchen aus der Regenrinnenröhre mit dem SHT, hat es leider nicht geschafft. Trotz spritzen, füttern wollte er nie trinken bzw. abschlucken, wurde immer schwächer und ist dann eingeschlafen und über der Regenbogenbrücke. Ich vermute, da war mehr „kaputt“ als ich gesehen habe, bei Tieren können wir nur „symptomatisch“ arbeiten, sie können uns nun mal nicht erzählen wo es „zwickt“ oder was „weh tut“. Mach’s gut mein Kleiner, du hattest so wunderschöne Ohrpüschel, die hätte ich gerne lebend irgendwo in einem Auswilderungsgehege gesehen. Hat leider nicht geklappt!

Neuzugang„Nussi“, leider auch kein „leichter“ Kandidat: Zecken, Flöhe und vor allem Milben, ganz kritisch, Pfotenballen schon weiß, hat die Nacht nicht überstanden, obwohl ich ihn noch gespritzt habe. So langsam gehen mir die Kanülen aus, aber Ersatz ist jederzeit in der Apotheke beschaffbar, Logistik „on demand“. Vielen Dank an die Finder, die den weiten Weg auf sich genommen haben und vor allem auch für die Spende!!!

Und der nächste Neuzugang „Mike“ aus dem Föhrenweg, sprich aus meiner Straße! Bruder zu Robby. Auch er Microhörnchen, immerhin 10g schwerer als sein Bruder. Trinkt auch sofort super gut. Ich habe mir noch mal den „vermutlichen“ Baum angesehen, in dem der Kobel sein sollte. Spechtloch. Wie da eine trächtige oder erwachsene Eichhörnchenmama rein- und rauskommen soll, ist mir völlig schleierhaft. Der Ort ist nur eine Vermutung. Aber, Robby hat seinen Bruder Mike …. und das zählt!

Und der Rest?

Bamboo und Simba im Laufstall, wollen auch keine Milch mehr …. extreme Selbstversorger, wollen nichts mehr von mir wissen und meckern mich an/aus, wenn ich sie in die Parkgarage setzen muss, weil das Gehege eine Reinigung braucht!

Das Wohnzimmer? Ein einziges Chaos …. da habe ich noch die meisten Bilder …. alle topfit. Sobald Husen „steht“, gehen die Ersten nach Husen (Jaan, Inge, Don, Nepp, Schnuffel). Sie einfangen … wird lustig … also 5 aus 10 …(Fips, Speedy, Fritz, Frieda, Freddy bleiben noch). Entweder ganz viel Geduld, unendlich Leckerlies oder ich muss „nachts“ zuschlagen oder vielmehr „zugreifen“. Ich werde berichten! Aber wie gesagt, allen geht es super!

Was ist mit Lina? Lina hat jetzt einen 2. Kobel in die Quarantänestation bekommen. Seit heute müssten die Kleinen 2 Wochen alt sein. Wie viele? Mindestens 3, könnten auch mehr sein. Sie selbst frisst sehr gut, ab und zu höre ich die Kleinen. Eichhörnchenmamas ziehen nach einer gewissen Zeit aus dem Geburtskobel in einen anderen Kobel, weil der Geburtskobel nicht mehr „sauber“ genug ist. Deshalb hat sie jetzt einen 2. Kobel.

Ich muss abwarten. Ich habe keine Bilder, ich störe sie nicht. Sie bekommt täglich frisches Futter und Wasser, mehr kann ich aktuell nicht für sie tun. Absolute Ruhe, Tür immer zu, Überwachung nur per WebCam.

Und sonst … Hackschnitzel nach Dortmund-Husen geliefert und Heiko und Susanne haben schon verteilt. Ein Teil blieb übrig, der soll in den Wiwa, Anhänger leihen? Keine Chance, nicht kurzfristig, also hole ich/wir (Claudi) das „portionsweise“ am Wochenende ab, nehmen dann auch noch die 2 Holzpaletten mit, lagere in der Garage (was ich nicht darf, weiß ich) und dann gesammelt in den Wildwald bzw. zurück zu Scheipers Mühle in Dortmund. Danke wieder an Heiko & Susanne …

Und, mal auch so nebenbei:

Heute kam das Ergebnis: der bei mir gestrandete Feldhase hat keine Tularämie, also auch da alles im grünen Bereich:

Unsere Vereinsbuchführung geht voran. Claudi hat jetzt ihre eigene Bankkarte, d.h. ich schubse die Belege nur noch zu ihr rüber und sie macht den Rest. Eine „Zeiterleichterung“, und so nebenbei steht dann von ihr was vor der Tür! Danke Dir!!!!

04.05.2026 (Teil 2)

Am Samstag kamen noch 2 Notfälle, leider konnte ich beiden nicht mehr helfen, sie verstarben in der Nacht. Sind beide hier begraben, „Rocket“ und „Ahli“, die Finder sind bei Ahli sogar aus Ahlen nachts noch hierher gefahren, leider kam bei beiden die Hilfe zu spät. Vielen Dank an die ‚Finder:innen für die Unterstützung!

Dann haben unsere Vereinsmitglieder aus Dortmund noch im Rombergpark ein schwaches Jungtier entdeckt, konnten es leider aber nicht einfangen. Habe ich dann am Sonntag versucht, habe es aber nicht gesehen. Das Treiben im Rombergpark ist aber schon „sehenswert“!

Am 02.05. wieder ein Anruf aus der „Lorzingstraße“ hier in Unna, der Kleine ist in einem Regenfallrohr abgestürzt. Regenfallrohr ist in sofern immer doof, dass Eichhörnchen in den Röhren keine Chance haben sich so zu drehen, dass sie auf den Pfoten landen. Der kleine „Zappel“, ca. 7-8 Wochen, ist komplett auf die Nase gefallen und und hat sich ein SHT zugezogen (SHT=Schädel-Hirn-Trauma), sprich, der dreht sich im Kreis, wie ein Kreisel. So, und da sind wir dann auch mal wieder bei so einer Sache. Den zu versorgen ist echt schwierig: füttern ist fast gar nicht möglich und Zappel bräuchte gerne ein paar mehr Gramm auf den Rippen, also muss ich ihm zumindest Flüssigkeit ins Fell spritzen. Da bräuchte man 4 Hände, festhalten und spritzen, mit 2 Händen fast unmöglich, aber da muss ich mir jetzt mit Tricks helfen, geht, aber nicht schön. Zappel ist aktuell in einer Minibox untergebracht, er soll und darf sich möglichst nicht bewegen, das Gehirn muss zur Ruhe kommen, für mich gruselig anzusehen, aber es ist seine einzige Chance! Er steht bei Lina in der Quarantänestation, der ruhigste Bereich, aber auch da in der kleinen Box, obwohl mit einem dunklen Handtuch abgedeckt, er dreht und dreht sich. Der Kopf muss zur Ruhe kommen, vorher habe ich keine Chance. Wir hatten schon mehrere dieser Hörnchen Triesel, meine geliebte Lilly usw., das dauert … Sorge bereitet mir sein Gewicht, er ist zu dürre, wie alle Hörnchen.

Dann kam heute noch überraschend Robby. Ich wohne im Föhrenweg, Robby kam aus dem Föhrenweg, allerdings Straßenseite Kirschbaumallee. Patricia hatte mit ihrem Hund den Kleinen gesehen, Peter war sofort auch zur Stelle und ein mir nicht bekannter Nachbar machte den Kleinen im Garagehof dann ausfindig. Was soll ich sagen, auf die Nase gefallen, Microhörnchen (6 Wochen, 54 g, klapperdürr). Wir haben eine Idee, wo der Kobel ist (Spechthöhle in einer Birke) und werden das beobachten, ob da noch mehr rumflitzen. Rückführung bei der blutigen Nase brauchen wir gar nicht versuchen. Herzlich willkommen Robby ….

Über alle anderen Hörnies in der Station berichte ich morgen (wenn ich diese elendigen Probleme mit dem neuen WordPress-Update auf die Reihe bekomme, 1.500 Bilder auf der Kamera, die wollen aber nicht rüberwandern usw., usw.), die nächsten Fütterungen stehen an, die Hackschnitzellieferung ging heute leider schief, ist jetzt für morgen anvisiert. Morgen um 5 Uhr geht es via Wildwald, schauen, was die Auswilderer machen. Und ich bleibe bei allem gaaaannnnzzz ruhig …. Keep Calm!!!

Aber, an alle Finder:innen: es geht allen gut! Mehr morgen!