29.05.2026
Wie man Swiffy zum lachen bringt …
Ich, Lilo, darf mal wieder erzählen:
„Freitag war ja mal wieder ein kurzer Arbeitstag, ich habe den Vormittag wieder im Schlauchschal verbracht, diverse Telefonate, Videokonferenzen und ganz viel Tastaturgeklapper … um 13.20 Uhr war Schluss, war ja auch Zeit für die Mittagsmahlzeit. Irgendwie fing es aber komisch an, da wurde mein Laufstall auf Vordermann gebracht, alles aufgefüllt, größerer Futter- und Wassernapf … Hä? Dann kam ich endlich an die Milchspritze und habe meine Portion getrunken.
Dann sollte ich in eine „Parkgarage“, waasss zur Hölle ist das denn???? So, dann kam mein Einsatz! Die Spritze wurde kaum weggelegt, raste ich über beide Schultern und ab in meine Parkgarage „Schlauchschal“! Swiffy hat wirklich herzlich gelacht, ich durfte dann auch erst mal da bleiben.
Dann wurden die anderen gefüttert und in die Parkgarage gesetzt. Nachdem alle durch waren, musste ich in den Laufstall. Wie? Wo willst du hin? Einkaufen? Husen? Wildwald? Da darf ich grundsätzlich nicht mit! Ich wäre doch so friedlich im Schlauchschal. Hm, so weit geht das Vertrauen dann doch nicht!
Und dann, kam erst ein Hörnchen in den Laufstall, dann 2, dann 3 …. insgesamt 6 neue Bewohner. Sie sind alle sehr freundlich, kennen sich wohl untereinander sehr gut. Da habe ich mich dann erst mal verkrochen. OK, muss man sich als Einzelkind wohl daran gewöhnen, aber ein früherer Zeitpunkt war ja auch nicht möglich. Mein Fliegenlarven/-maden-Problem ist wohl gelöst … und mein kürzerer Schwanz durch den Schwanzabriss kein Grund mich nicht auszuwildern. Also ab ins Getümmel!!
Anmerkung von Swiffy: Lilo ist nicht mehr in der 6er-Gruppe, er hat sich da absolut unwohl gefühlt…. er ist ein kleines Sensibelchen und das wird dann bedingungslos akzeptiert, es gibt noch genügend Hörnies hier, er bleibt nicht alleine … aber dazu gleich mehr….
Auswilderungsgehege Husen: am Samstag stand die große Auswilderung an, für Jaan, Inge, Don, Nepp, Schnuffel, Fips, Speedy, Fritz, Holly wurde die Klappe in die Freiheit geöffnet. Hier die letzten Bilder aus dem Gehege ….
















Auswilderungsgehege Wildwald Vosswinkel: Amy hatte einen extremen Drang nach draußen, tanzte vor der Schleusentür auf und ab, sie habe ich vorab rausgelassen. Sie ist in Freiheit. Zurück blieben Frodo und Fridolin, die mal noch so gar nicht raus wollten. Also bekamen sie jetzt Besuch von Fluffy, Sofie, Frieda & Freddy, die sich jetzt zu ihnen gesellen, damit ist auch das Gehege im Wildwald voll besetzt. Bilder noch rar, da die Neuankömmlinge noch scheu sind!



Hier die letzten Bilder aus dem Wohnzimmer:



Weiter geht es mit:
Blonko, aktuell immer noch alleine im Laufstall, er darf sich auch noch nicht so viel bewegen, sein rechtes Hinterbein hat bei einem ungewollten Ausflug etwas abbekommen, es ist aber nichts gebrochen und es wird täglich besser. Sobald alles gut ist, darf er dann zu den anderen. Leider auch sehr, sehr kamerascheu, was aber auch kein Wunder ist. Seine Abszessbacke hat ihm ja mehrere TA-Besuche und Autofahrten beschert, er hat noch nicht „begriffen“, dass ich ihm nichts Böses tun will. Es ist ok, daher, keine Bilder. Ich vermeide es aktuell ihn zu stressen, er soll wieder Vertrauen fassen. Eventuell kommt dann Lilo zu ihm, aber wir haben natürlich auch noch Neuankömmlinge:
Die Jüngsten (ca. 1 Woche), aus dem Dachgiebel gefallen, Rückführung erfolglos: Plumpsi & Platschi. Plumpsi kam am Freitag, Platschi am Samstag. Ein Geschwisterpaar. Ein Drittes hat den Sturz, obwohl alles mit Decken und Kissen abgesichert war, leider nicht überlebt.




Die Beiden liegen aktuell noch im Inkubator mit Peanut.



Peanut habe ich im letzten Blog schon vorgestellt. Er hat gestern und heute die Augen aufgemacht, also 4 Wochen alt. Er darf jetzt in Kürze aus dem Inkubator ausziehen und wahrscheinlich zu Lilo … und zusammen mit „Timmy„, der aktuell noch in der Quarantäne ist.

Timmy ist leider auch ein Microhörnchen: 67,5 g bei der Ankunft, oberen Schneidezähne schon durchgebrochen, aber megaklein. Er müsste doppelt so groß und schwer sein. Die 3 versuche ich zusammenzuziehen. Leider hat Timmy auch noch ein „Pipi-Problem“, das Pipi immer noch sehr gelb, er musste eben mal auf einen Harnteststreifen pinkeln, das Ganze geht gleich zur TA zur Begutachtung, irgendwas ist da nicht in Ordnung. Leukos zu hoch, da schwelt eine Entzündung, die TA muss entscheiden, wo wir „ansetzen“. Aber alles ganz in Ruhe, ohne Hektik.
Und wie ich so den Blog schreibe, bringt mir Gudrun noch das „A-Hörnchen„, ggfs. kommt auch noch ein B-Hörnchen …. A-Hörnchen kam direkt zu Timmy, dann können sie die Quarantäne gemeinsam verbringen und sich die Flöhe teilen …


So, wen habe ich jetzt noch vergessen:
Bamboo und Simba, sind oben im Laufstall, leider auch sehr, sehr kamerascheu, toben aber wie die Wilden durch den Laufstall, da gibt es leider nur Videos, aber es geht ihnen gut. Sie fressen wie die Scheunendrescher. Sind aber absolut nicht mehr handzahm.
Und natürlich der 6er-Wurf: Willy, Eli, Simon, Alvin, Nussi, Fispsi, wachsen rasend schnell, sind sehr milchhungrig, das durfte Claudi, die heute zum Probefüttern hier war, auch erleben. Durch den Auszug aus dem Wohnzimmer, das jetzt gerade „grundgereinigt“ wird, dürfen sie bald dort in den ganz großen Laufstall umziehen und dann später im Wohnzimmer ihr Unwesen treiben. Voraussetzung ist aber, dass sie selbständig Pipi machen können. Nicht auszudenken, sie dafür im Wohnzimmer erst einfangen zu müssen. Hier Bilder von ihnen, meist aus der „Parkgarage“:






Und Lina? Macht einen super Job! Heute hat mal der erste kleine Nachwuchs aus dem Kobelloch geschaut, wurde aber direkt „zurückbeordert“. Ich habe jetzt noch eine Kork-Ausstiegshilfe an dem Kobel angebracht, dass die Kleinen besser raus- und wieder reinklettern können.


Gesehen habe ich sie nur durch das Kobelloch, aber das ist in Ordnung. Sie werden sich irgendwann zeigen. Die Drei heißen übrigens Linus, Lukas und Leo ….
25.05.2026 – Teil 2
„im Auftrag von Swiffy“
Mike ist auch über der Regenbogenbrücke … gleiche Symptome wie bei Robby, heute morgen an Gewicht abgebaut; Swiffy dachte, vielleicht der Verlust von Robby, alleine sein … Mike war ganztägig nicht mehr so aktiv wie auf den Videos mit Robby … eben Blut gespukt und weg war er, wieder in Swiffys Hand. Die Beiden waren so zutraulich und aus dem Föhrenweg, ich glaube, das ist jetzt das Schlimmste, dass sie den Beiden nicht zu einem längeren Leben verhelfen konnte. Mach´s gut Mike, ich hätte dich gerne kennengelernt!

… und deshalb erst mal das:

und aktuell keine weiteren Neuaufnahmen; das Notruftelefon bleibt natürlich besetzt, aber hier muss erst mal Ruhe einkehren. Fluffy und Holly sind schon im Wildwald, Fips und Freddy fehlen noch … wir berichten, zu gegebener Zeit.
Euer Lilo
25.05.2026
Notstand bei allen Pflegestellen … verzögerter Blog
Es ist leider unglaublich, wie die explodierenden Temperaturen nicht nur uns, sondern auch die Wildtiere stressen. Deshalb, die große Bitte, weil die nächsten Tage immer noch sehr warm bleiben sollen, stellt flache (!) Trinkschalen auf, am Besten mit Kieselsteinen drin, damit auch unsere Insekten trinken können. Der BUND, Nabu und viele andere haben dazu sehr viele unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten.
Die Natur braucht uns!
Kommen wir zu den Neuankömmlingen:
Ein Notruf aus Unna hat mich Tage beschäftigt. Eine Rollade wurde aufgrund der Hitze heruntergelassen, es flitzte eine Eichiemama raus und ein Kleines fiel raus. Gesichert. Ein Zweites folgte. Es war unklar, ob Mama zurückkommt. Mama wurde mit dem Babyrufton gelockt, erst passierte nichts, dann aber gegen abend kam sie, holte den Rest aus dem Rolladenkasten und nahm die beiden im „Erdbeerkörbchen“ auch noch mit. Super, tolle Mama!
Der nächste Notruf gestern morgen 4.17 Uhr … Ilker kam von der Arbeit und sah in der Hofeinfahrt eine Katze. Die lies was fallen und verschwand. Ein kleines Eichhörnchen. Er rief an und brachte mir den kleinen Peanut. Er war ziemlich kalt, deshalb durfte er eine zeitlang in der Premiumpostition im Unterhemd bei mir verweilen. Inkubator ist super und toll, aber oft hilft auch unsere Körperwärme und unserer Herzschlag besser, um die Tiere zu beruhigen. Mittlerweile ist er im Inkubator und die Körpertemperatur stabil. Danke an Ilker für´s bringen und das nach der Arbeit!


Dann kommen wir zu Lilo und ich glaube, da lasse ich ihn mal sprechen:
„Hej, ich sitze hier, finde seit einem Tag meine Mama nicht und irgendwie geht es mir gar nicht gut! Ich brauche Hilfe! Ich verstecke mich im Unterholz und warte mal, wer da vorbei kommt…..
Oh, da kommt eine Familie, Veronika, die Mama, mit ihren Kindern Paulina und Matilda und Jagdhund Lumi. Hui, Jagdhund, der mag mich bestimmt nur als Futter! Risiko! Aber ich brauche doch Hilfe! Egal, ich versuch´s bei den Kindern. Auf den Schuh gehopst wieder runter in Unterholz, wieder zurück usw…. Veronika ist aufmerksam geworden, das kannte sie noch nicht, dass Hörnchen auch um Hilfe bitten.


Kurzerhand mich „eingepackt“, was mit 2 Kindern, einem Jagdhund, dessen Interesse geweckt, gar nicht so einfach war und dann den Weg nach Hause. Aber sie haben es alle gemeistert. Dann hat Veronika in so einer „Pflegestelle“ angerufen, was denn zu machen wäre. Es gab noch kurze Abstimmungsgespräche zwischen den Pflegestellen von „Aktion Eichhörnchen e.V.“ , in welcher wir landen können. Geklärt, es geht nach Unna! Dorthin wurde ich in einer Kiste mit Handtüchern ausgelegt und vielen Luftlöchern transportiert.

Eine Autofahrt, hatte ich in meinem kurzen Leben noch nie!
Dann wieder eine andere Wohnung, da hörte ich aber schon Hörnchengeräusche! Das hört sich gut an, ich bin nicht alleine! Dann hat mich Pflegekraft Swiffy aus dem Karton geholt, die Hände rochen komisch, ok, Latexhandschuhe, macht sie wohl, weil sie nicht wusste, was ich alles mitbringe. Kurz begutachtet, dass ich ein Eichkater bin und ein ganz besorger Blick: Fliegeneier, da ist höchste Eile geboten. Noch ein kurzes Pläuschen mit den Finderinnen (da entstand der Name Lilo), der pinkfarbene Kuschelball wurde mir überlassen (Danke!) und dann wurde es ruhig. Ich hörte es nur noch wuseln, da wurden Schränke geöffnet, komische Geräusche gemacht, ich wusste gar nicht was da jetzt auch mich zukommt. Wenige Minuten später wurde ich wieder aus der Minitransportbox geholt. Ich war aber so aufgeregt, dass sie mir ausnahmsweise erst mal was zu trinken gab: Elektrolyte, keine Ahnung, was das ist, aber war lecker, aber viel zu wenig, aber ich vermutete, da kommt irgendwann noch mehr, der erste Durst war gestillt! Dann kam sie mit einem Kamm. Ich war völlig verwirrt, verängstigt, hab´ gestrampelt wie blöde und Swiffy hat geschimpft, ich soll doch mal „stillhalten“. Sie kämmte diese gelben Schuppen aus dem Fell und das auch noch gegen den Strich!!! Dann wurden die Vorderpfoten angehoben, die Hinterpfoten … überall flogen „Holzspäne/Schuppen“ raus, ganze Nester!
„Aber pass´ bitte auf meinen Harnzapfen auf, der ist empfindlich!! “ Klar, hat sie auch gemacht, ganz vorsichtig und da habe ich dann auch stillgehalten. Ich habe da schon ganz viel mit ihr kommuniziert, aber irgendwie versteht sie mich nicht und ich versteh sie auch nicht, komische Sprache.
Und dann kamen wir zum Schwanz „auskämmen“, denn der war auch voller Fliegeneier. Dann wurde es plötzlich leiser, Swiffy entgleiteten die Gesichtszüge: „Sch …“, Schwanzabriss, Wunde offen, Fliegeneier dran. Und dann zupfte sie die Fliegeneier mit einer Zeckenzange, weil die so schön gebogen ist, aus der Wunde raus. Das war unangenehm, aber ich hoffte, dass sie weiß, was sie tat. Dann kam noch ein Spray und Salbe drauf. Danach wurde sie wieder hektisch. Ich wurde kurz in die Box zurückgelegt, ich hörte wieder Türen usw, ich kann die Geräusche gar nicht ausmachen … dann wurde ich wieder rausgeholt und es gab noch mal Elektrolyte, die schmeckten aber anders. Da ist wohl was dringewesen, dass, wenn die Maden schon durch die Wunde gekommen sind, die mich nicht von innen auffressen. Hilfe, das ist ein kleines Damoklesschwert über mir, da müsst ihr mir ganz fest die Daumen drücken!
Dann musste ich noch Pipi machen, da hat sie auch gesagt: „Das ist viel zu gelb, das muss besser werden!“
Und dann durfte ich erst mal Pause machen, bis zur nächsten Fütterung.

Auch da wieder durchgekämmt, gegen den Strich, vorwärts, rückwärts, Pfoten hoch … ich fühlte mich wie bei einer Verhaftung, die Schwanzwunde kontrolliert usw, usw. ….

Auch bei der nächsten Fütterung, gleiches Spiel … und dann sagte sie: „Ich glaube wir haben alles, inklusive der Flöhe!“ Oh schade, hatte mich gerade so an das kämmen gewöhnt, tut gut und ich habe voll stillgehalten, bin auch dafür gelobt worden.
Einzig meine Unterkunft ist noch ein bisschen klein, aber die wird heute vergrößert. Und wenn meine Quarantänezeit vorbei ist, darf ich zu Mike, denn, der hat gestern auch noch seinen Bruder Robby verloren, da hat Swiffy bitterlich geweint.
Swiffy: Robby, aus dem Föhrenweg, Microhörnchen. Ihre Lebensdauer ist auf jeden Fall geringer als bei normal großen Eichhörnchen, aber dass er nur so kurz lebt, damit habe ich nie gerechnet. Morgens ist mir schon aufgefallen, dass er von 92g auf 87g wieder zurückgefallen ist, hat aber noch mit seinem Bruder getobt und gekuschelt.




Als ich nachmittags die 6Linge füttern wollte, saß er auf dem Kletterhörnchen und blutete aus dem Mäulchen. Ihn sofort rausgeholt und nachgesehen. Beide waren Selbstversorger! Es dauerte keine 10 Minuten und er ist in meiner Hand eingeschlafen, für immer! Ich weiß nicht was schlimmer ist: Eichhörnchen plötzlich tot in der Box liegen zu sehen oder sie in der Hand sterben zu sehen. Das Ergebnis ist das Gleiche und es ist schlimm. Mach es gut mein Kleiner, auf Wolke 785, es tut mir so leid, dass dein Leben so kurz war!
Lilo: „Jetzt ist der arme Mike alleine und ich auch. Aber ich brauche noch ein paar Quarantänetage, aber dann … Ich kann Mike sehen, quer über die Küche, da sitzt er …. „
Swiffy: Aktuell läuft heute der Umzug von Fluffy, Sofie, Frieda & Freddy aus dem Wohnzimmer in den Wildwald Vosswinkel. Dort habe ich gestern Amy schon in die Freiheit ziehen lassen, sie tanzte stereo vor der Schleusentür. Frodo und Fridolin wollten noch gar nicht. Also gehen sie in die Verlängerung und die anderen vier kommen dazu, so ich sie denn eingefangen bekommen. Aber das ist der nächste Blog.
Allen anderen Findern, deren Hörnchen jetzt nicht erwähnt wurden, sei gesagt, es geht ihnen gut, ich werde berichten, aber die Umzüge, die Anzahl der Notrufe machen es aktuell nicht leicht nebenbei noch einen Blog zu schreiben, Bilder zu machen usw, usw…..

Zum Abschluss noch ein Tipp: es gibt die Internetseite „Wildtier SOS“ dazu auch eine App, die einen beim Auffinden von Wildtieren „berät“ und Pflegestellen in der Nähe anzeigt. Aktion Eichhörnchen ist natürlich auch gelistet. Sie ist sehr empfehlenswert und so schnell es meine Zeit erlaubt, wird sie auch hier auf der Internetseite und bei Eichhörnchen in Not verlinkt.
Ich wünsche euch einen sonnigen Pfingstmontag und immer ein kühles Fußbad am Fuß!
21.05.2026
Peppi ….
ist verstorben. Nach der Fortbildung wollte ich in der Mittagspause wieder nach ihm sehen. Peppi kam am 15.09.25 in die Station

wurde am 27.11.25 ins Überwinterungsgehege nach Dortmund Husen verlegt und durfte am 04.04.2026 in die Freiheit.
Er kam wohl zum Sterben nach Hause. Er lag gestern auf der Nachbarswiese vom Auswilderungsgehege, Susanne hat mich gleich informiert. Ich konnte ihn mit dem Kescher einfach aufnehmen, der Kescher wäre gar nicht nötig gewesen, er hätte sich nicht gewehrt. Ein stattlicher Eichkater von 380g. Keine offensichtlichen Verletzungen, ein paar Flöhe, der Popo sah super aus, also kein Durchfall. In der Nacht alles versucht, alle 2 Stunden nach ihm geschaut. Er war ein Herzenshörnchen, total lieb, sogar gestern noch, er hat mich wohl an der Stimme erkannt …. oder war schon so geschwächt, dass es ihm egal war, aber er kam „nach Hause“!

Mach es gut mein Kleiner!
Mein aktuell einziger Trost: du hattest hoffentlich eine tolle Kindheit in der Station und konntest den Winter in Husen genießen. Es war immer eine Freude dir zuzusehen. Ich habe keine Ahnung, was du hattest, auf jeden Fall nichts offensichtliches. Die Vorstellung, dich jetzt nach Arnsberg zu geben, ist für mich gruselig, es hilft mir ja auch nicht weiter, es macht dich nicht wieder lebendig.
Du wirst heute abend auf dem Balkon begraben, ich muss aber erst noch einen Blumentopf kaufen, die anderen sind schon belegt mit Eichies und Degus. Das mache ich, sehr gerne. Es tut mir so leid, dass dein Leben nach der Rettung so kurz war.
20.05.2026
.. meine 2 Eichies unterhalten sich weiter …
„Sag mal, ich weiß, ich nerve, aber was war denn heute los?“
„Wieso, alles im grünen Bereich!“
„Hä? Frühstück erst um 6 Uhr“
„Ok, ich habe keine Frühstückzeiten, ich habe Fütterung „on demand“, ihr Milchkinder seid da natürlich noch benachteiligt. Ich weiß nur, dass Swiffy fluchend aus dem Zelt ins Hörnchenzimmer kam und irgendwie der Wecker (sprich das dauer-unter-akkute Handy) nicht das getan hat, was es sollte. Ich glaube, das flog auch mal durchs Zelt. Andererseits, gönnen wir ihr mal eine Mütze Schlaf mehr!“
„Ok, könnte ich mich daran gewöhnen! Dann heute wieder ganz viel Selbstgespräche, ich verstehe da nur Bahnhof, das muss ich nicht wissen?“
„Nein, das sind menschliche Probleme, uns könnte nur der aktuelle Waldzustandsbericht interessieren, denn der sieht nicht gut aus. Sprich, unsere Überlebenschancen hängen an unserm Wohnort, den musst du sehr gut auswählen, entweder eher „urban“ oder du gehst in den Wald mit den entsprechenden Gefahren.“
„Aber ich kann das doch gar nicht entscheiden! Swiffy setzt mich doch in Husen oder im Wildwald aus!“
„Moment, beide Standorte haben schöne Habitate für uns, Futter, Wasser werden geliefert und die bisher ausgewilderten Hörnchen haben schon vorgearbeitet, da findest du bestimmt Kobel, die du ausbessern und beziehen kannst!“
„Aber ich habe mitbekommen, dass einer aus Husen wieder hier ist! Weißt du was genaueres?“
„Nein, leider noch nicht, nur das Swiffy wieder über Flöhe geflucht hat, aber das ist normal und völlig in Ordnung. Es ist definitiv ein Bube, der in Husen ausgewildert wurde. Susanne hat ihn entdeckt und Swiffy angerufen, die dann mit dem Kescher kam. Irgendwas hat er, aber wir wissen noch nicht was. Aber das ist doch schön, wenn man bei Problemen immer wieder zurückkehren kann und einem dann geholfen wird. Susanne & Heiko und die Nachbarn sind alle sehr aufmerksam und melden das dann gleich!“
„OK, dann drücke ich da mal die Daumen, dass er es schafft.
Weißt du was über den Fuchswelpen, der hier auch die Station beschäftigt?“
„Ja, habe ich über den Hörnchenflurfunk auch mitbekommen. Ein Fuchswelpe in der Nähe des Wildwaldes Vosswinkel. Die Finderin hat sich ihm angenommen und ihn betreut, er muss jetzt „nur noch“ zu Charly kommen, das wird gerade organisiert. Anneli kann da vielleicht helfen“
„Wer ist denn jetzt Charly? „
„Tja, leider haben wir kein Internet, aber Charly ist Wildtierpflege und schutz e.V. in Dormagen und sie kümmert sich dann um den Fuchswelpen. Swiffy & Charly haben in den letzten Tagen gefühlt stundenlang telefoniert.“
„Aber was haben Füchse mit Eichhörnchen zu tun?“
„Oh, da kann es schon Berührungspunkte geben, ich hatte nur den Begriff Cystoisospora gehört, aber frag mich nicht, keine Ahnung!
„Ohje, das hört sich gruselig an, will ich nicht haben! Ich glaube ich habe genug für heute gelernt und schaue mal, wann es morgen Frühstück gibt! Und dann gibt es hoffentlich auch wieder Bilder von uns, die lagern hier auf der Canon und dem Handy ….“
18.05.2026
Montag (Arbeitstag!) in einer Eichhörnchenstation, 2 Eichies unterhalten sich:
„Boah, sag mal, warum werden wir um 5 Uhr zum Frühstück geweckt? Geht das nicht später? Die Mitternachtssuppe gab es doch erst um 0 Uhr??? Kann die Pflegekraft in ihrem Zelt nicht mal länger schlafen, dann würde sie nicht so verknittert aussehen?“
„Nee, geht nicht! 6.30 Uhr ist Dienstbeginn und bis wir alle durchgefüttert, gewogen und unsere Karteikarten aktualisiert sind, das dauert nun mal! Und ihr zappelt ja auch noch rum, das macht es nicht schneller!“
„Ok, dann muss ich das wohl hinnehmen! Ich habe aber noch ganz andere Fragen: heute morgen sagte sie noch was von Wäsche anstellen mit Timer? Was bedeutet das? Werden wir jetzt gewaschen? Müssen wir in die Waschmaschine? Die putzt und kämmt uns doch eh immer wieder durch und wehe da hängt ein Köttel oder ein Milchfleck irgendwo im Fell, da wird die ganz fuchsig!“
„Du bist noch ein Jungspund, und kennst den Ablauf hier nicht. Hier müssen alle unsere Decken regelmäßig durchgewaschen werden. Um 5 Uhr eine Waschmaschine im Keller anzuwerfen, wird den Nachbarn gar nicht gefallen, also rennt sie erst 3 Stunden später los. Eine KI-Waschine gibt es hier noch nicht im Haushalt. Das Gleiche dann mit dem Wäschetrockner. Dann kommt noch alles unten auf die Wäscheleine, weil die Sachen nicht zu 100% trocken aus dem Wäschetrockner rauskommen (ich glaube, da wird auch gerne mal „überladen“). Und dann kommt das wieder oben in den Schrank und kann von dort in unsere Laufställe wandern.“
„Und dieser Brummer der hier rumfährt?“
„Das ist Robby, der Saug- und Wischroboter (bitte nicht verwechseln mit Robby und Mike in der Transportbox, das sind Hörnchen!), völlig ungefährlich. Man kann sich da auch draufsetzen und mit rumfahren!“
„Oh, habe ich noch nie versucht, aber aus dem Laufstall kann ich nicht ausbrechen!“
„Glaubst du echt? Bamboo und Simba haben es oben wieder geschafft, schwupps im Zimmer unterwegs. Da sie aber sowieso in einen größeren Laufstall umziehen sollten und der schon fertig eingerichtet war, sind sie nach einer Schmipftirade von Swiffy und der Entfernung des kleinen Laufstalls selbständig da eingezogen. Größer, schöner, weiter! Die Zipper sind jetzt auch wieder gesichert!“
„Und dieser komische Geruch ab und zu?“
„Das sind die Desinfektionsmittel, denn Neuankömmlinge, so wie ihr es ja auch ward, müssen in die Quarantäne und dazu müssen dann eure Ankunftssachen desinfiziert werden, ich will mich ja nicht von Euch Neuankömmlingen anstecken lassen … und Flöhe und Milben mag ich auch nicht und unsere Pflegekraft meckert immer höchst fürchterlich über Krabbeltiere!“
„Und das „Gebrumme hier untendrunter oder nebenan?“
„Ok, das kann Vielfältiges sein! Entweder die Kaffeemaschine, der Wasserkocher oder die Spülmaschine!“
Aber wir dürfen doch gar kein Kaffee trinken und Spülmaschine brauchen wir doch auch nicht!“
„Dummerchen! Der Kaffee ist für Pflegekraft Swiffy, der Wasserkocher um unsere Milch anzurühren, die Spülmaschine macht unsere Milchgläschen und die ganzen Utensilien sauber!“
„Führt Swiffy denn permanent Selbstgespräche?“
„Nee, die muss für uns die Nüsschen und Geld verdienen, die hat Vikos, Telefongespräche und versucht den Mitarbeitern mit den DV-Problemen zu helfen?“
„Vikos? Telefon? DV-Probleme? Ich verstehe nur Bahnhof!“
„Alles gut, das müssen wir nicht wissen. Wir haben ja auch kein WhatsApp und Mailaccount, den brauchen wir im Wald nicht! Wir brauchen Futter und Wasser und damit haben wir mehr als genug zu tun!“
„Eine letzte Frage: letzte Woche sind welche ins Auswilderungsgehege umgezogen, das verstehe ich gar nicht, müssen wir auch noch umziehen?“
„Ja klar, du willst ja nicht bis zu deinem Lebensende hier in der Station bleiben! Es gibt 2 Stück davon: eins im Wildwald Vosswinkel und eins bei Susanne & Heiko in Dortmund Husen. Die Verteilung macht Swiffy, aber wir gehen immer in unseren „Gruppen“, du bist da nicht allein, also keine Angst! Dort lernst du Geräusche, Regen, Sturm, vielleicht auch Hagel kennen. Irgendwann dürfen wir von dort aus in die Freiheit, in den angrenzenden Wald! Aber mehr kann ich dir auch nicht dazu sagen, denn ich sitze ja auch noch hier!“
„Noch eine allerletzte Frage: was ist das mit Lina, die hat ja irgendwie einen Sonderstatus hier?“
„Ja, das habe ich auch nur so über den Hörnchenflurfunk mitbekommen, persönlich kenne ich sie nicht. Lina kam Mitte März und hat dann im April hier 3 kleine Nachkommen geboren. Sie zieht sie aktuell komplett alleine auf und versorgt sie mit Milch. Am Donnerstag werden sie 4 Wochen alt und machen dann bald die Augen auf. Das ist wirklich sehr selten und Lina wird von Swiffy immer gelobt, sie macht das klasse!“
„Und jetzt wirklich die letzte Frage: wer hat den da gerade so fürchterlich gepfiffen, das war ja gruselig!!!“
„Das war wahrscheinlich Blonko, der hat sich den Abszess aufgekratzt oder er ist geplatzt, das weiß ich nicht. Swiffy sagte nur: ‚Ach du Sch …‘ und hat gespült, gedrückt und die Wunde versorgt … und ist dann an den Rechner … Wunde sehr tief, da muss die TA mitschauen, der Bengel hat natürlich nicht stillgehalten, das darf sie später noch alles sauber machen!“
„Puh, jetzt bin ich müde vom Fragen und deinen Antworten!“
16.05.2026
… Überblick … ohne Bilder ..
Anruf einer ganz lieben Freundin:
„Sag mal, wieviele Nager hast du denn jetzt gerade da? Ich habe irgendwie im Blog den Überblick verloren …“
„140 Pfoten!“
„Waassss????“
Sprich, ich muss mal „aufdröseln“ ….
Auswilderungsgehege Wildwald Vosswinkel: Amy, Florian, Frodo = 12 Pfoten
Aktuelle Wetterlage noch bescheiden für „Klappe auf“, deshalb, abwarten ….
Auswilderungsgehege Dortmund-Husen: Jaan, Inge, Don, Nepp, Schnuffel, Fips, Speedy, Fritz, Holly = 36 Pfoten
Das war die Auswilderung am Feier-/Vatertag. Da ist mir tatsächlich ein Lapsus unterlaufen. Holly hätte nicht unbedingt schon mit in die Auswilderung ziehen müssen, weil sie aber zum verwechseln ähnlich mit Inge war, merkte ich am Freitag: Moment, warum ist Inge noch da, sie ist der Sparringspartner zu Jaan gewesen. Geht also gar nicht. Holly zurückholen machte kein Sinn (sie ist auch „schwer“ genug), also zog Inge am Freitag noch hinterher. 9er-Gewusel in Husen …
Wohnzimmer: Fluffy, Sofie, Frieda & Freddy
Wie ruhig das im Wohnzimmer geworden ist! Aber die 4 werden auch bald noch „Gas geben“. Aktuell finden sie sich noch ein, der ein oder andere läuft schon durchs Laufrad und die Lieblingsschlafplätze müssen noch ausgekundschaftet werden.
Quarantänestation: Lina & 3x Nachwuchs = 16 Pfoten
Der Nachwuchs ist am Donnerstag 3 Wochen alt geworden. Bilder, nada, morgen muss ich definitiv wieder kontrollieren, aber sie macht einen coolen Job! Weiter so!
Laufstall: Blonko = 4 Pfoten
Blonko kämpft mit seinem Abszess. Aktuell sieht es aber danach aus, dass der Abszess sich unter das Kinn verlagert und reift. Teilweise schon von ihm aufgekratzt. Sprich, abwarten. Er sitzt tatsächlich noch alleine, weil er regelmäßig seine Medies bekommen muss und … ich glaube, er hasst mich wie die Pest! Es ist ein täglicher K(r)ampf ihm die Medies zu geben, aber egal, muss er & ich durch, er soll in die Freiheit. Wir kämpfen täglich gegeneinander.
Laufstall: Simba und Bamboo = 8 Pfoten
Noch von den anderen getrennt, ziehen hoffentlich morgen in einen größeren Laufstall um.
Transportbox: Robby & Mike = 8 Pfoten
Mike steht gut im Futter und, wie erwartet/gehofft, zieht er seinen Bruder Robby so ein bisschen mit. So langsam fangen sie auch an durch die Transportbox zu klettern. Da wird auch bald ein Laufstall nötig sein.
Fehlen aber immer noch welche: ein 6erWurf … gestern, 4-5 Wochen alt, Augen auf, Oberzähne noch nicht durchgebrochen,, 4 Jungs /2 Mädels: Willy, Eli, Simon, Alvin, Nussi, Fispsi = 24 Pfoten
Deshalb auch der Grund, dass es aktuell noch nicht viele Bilder gibt. Die haben mich in der letzten Nacht „auf Trab“ gehalten. Mussten entfloht werden, den ganzen Kobel über das Ozongerät „entfloht“, wiegen, in Karteikarten aufnehmen, nach Verletzungen schauen, usw. … dann den ganzen Abend/Nacht versucht die 6 zu füttern: „Bäh, was ist das für ein blöder Sauger?“ ; „Die Milch schmeckt nicht wie bei Mami!“ Ein Kampf. Bei allen Pipi sehr gelb, wie bei uns auch, wenn wir zu wenig Flüssigkeit aufnehmen. Alle 3 Stunden, 1 Stunde brauchte ich schon zum füttern … blieb nicht viel für mich übrig und die anderen Hörnies brauchten ja auch Support. Heute morgen ähnlich. Füttern nur über die „Parkgarage“ möglich, dass ich weiß, wer schon Milch bekommen und Pipi gemacht hat und wer noch nicht. Die Wende kam dann heute vormittag. Ich glaube, die haben sich abgesprochen: plötzlich wird wie wild mit den Vorderpfoten gegen den Sauger getreten (Milchtritt), vor lauter Milchgier mit beiden Vorderpfoten den Sauger von der Spritze abgezogen und die Milch ins Leere geht (super, sieht Hörnchen & ich gut aus!), am Kolben gezogen, dass ich den schon abbremsen muss, weil sie sich sonst eventuell verschlucken, mit den Hinterpfoten werde ich getreten, wenn ich nicht schnell genug bin wieder für Nachschub zu sorgen und überhaupt werde ich von Einzelnen „ausgepfiffen“! Ufzh, egal, ich lasse mich auspfeifen, Hauptsache sie trinken erst mal. Pipi sieht bei allen mittlerweile besser aus.
Na und die restlichen, fehlenden 16 Pfoten? Die Degus: Lemmi, Speedy, Chappy und Chippy ….
Bilder sind da, müssen aber noch bearbeitet werden, liefere ich nach …. muss gleich wieder füttern!
Ach, und fast hätte ich es vergessen: unsere Lebendfalle ist auch wieder unterwegs, in Unna, in der Carl-Zuckmeyer-Straße bei Frank: ein Eichhörnchen, Gesundheitsstatus „ungeklärt“ … wir hoffen, dass das richtige Hörnchen in die Falle geht. Vielen, vielen Dank für das nette Gespräch, für die Spende und eventuell Neumitglied im Verein Aktion Eichhörnchen!
14.05.2026
… kurz vor dem „Auszug“ …
2 Sachen, die gestern mal „so eben“ passierten:
Noch vor Dienstbeginn ein Anruf, aus einer Kita in Lünen, da soll ein ehemaliges Spechtloch zugemacht werden, in dem sich „danach“ ein Eichhörnchen eingenistet hat und das offensichtlich jeden Tag da ein und aus geht. Nachwuchs? Nicht erkennbar, in 5 Meter Höhe. Gemeldet als Gebäudeschaden, korrekt, ist der Mieter verpflichtet dazu! Die erste Metallplatte wurde von der Stadt (Gebäudeeigentümer) an die Holzkonstruktion geklebt und fiel wieder ab, Gott sei Dank!. Also wir (Pflegestelle Flo in Lünen-Brambauer auch befragt) interveniert: Ordnungsamt, Veterinäramt, Untere Naturschutzbehörde etc… und argumentiert, es gibt nun mal § 17 TSchutzG (NRW 50.000€ einen Kobel von Eichhörnchen zu zerstören). Irgendwann nachmittags der „erlösende“ Anruf. Loch bleibt bis Oktober auf und wird erst dann verschlossen. Danke an alle Beteiligten!
Lina hat sich in den 2. Kobel in der Quarantänestation begeben und ging nicht mehr zurück zu den Kleinen. Ist sie schon in den 2. größeren Kobel umgezogen? Sie darf sie doch nicht verhungern lassen! Da schrillten in der Mittagspause die Alarmglocken. Ok, hilft nichts, kontrollieren…. Lina im 2. größeren Kobel, ich hole mir den kleineren Kobel (Geburtskobel) raus. Alle 3 lebendig, ganz kurzes Foto, wie sie gewachsen sind und sehen richtig gut aus.

Ganz schnell wieder zurück. Dauervideoüberwachung mit Aufnahme (meine Festplatte ächzt bei den Datenmengen) und siehe da, wenige Stunden später geht sie wieder zurück zu ihren Kindern. Ufzh…. Lina, du bist klasse!!! Jedes Mal bevor ich das Badezimmer betrete, schaue ich auf die Webcam. Wenn Lina draußen ist, am fressen oder trinken, ist das absolute Tabuzone! Ich glaube, das ist eine gute Strategie. Maximales „in Ruhe lassen“!

Dann noch ein großes Dankeschön an Sebastian für die Lieferung der Seegraskobel, 2 wandern heute gleich mit nach Husen, mit hoffentlich den richtigen Hörnchen. So, jetzt heißt es Transportboxen richten und sie davon überzeugen da rein zu gehen …
Und noch eine kurze Meldung: Blonko, die Backe ist jetzt richtig dick und wandert zum Kinn, sprich, der Abszess reift, die neuen ABs scheinen besser zu wirken. Jetzt kann ich nur hoffen, dass er sich das selbst „aufkratzt“, wie in der Natur, dann muss ich/wir nicht mehr eingreifen. Sobald ich das sehe kommt Manukasalbe darauf, dann ist vielleicht alles durch. Armer Blonko, sehr tapfer und der Kampf morgens um 5 Uhr mit den Medies ist für uns beide Stress pur, aber hilft nix, du sollst und willst in die Freiheit.
Und, wie ich das schreibe, kommt gerade Lina aus dem Geburtskobel, frisst, trinkt … braves Mädchen! Bitte, bitte, mach weiter!!!
12.05.2026
... und weiter …. ein bisschen durcheinander
Blonko: leider wird seine eitrige Backe nicht besser, er selbst ist von mir schon so „angep…“ und pfeift mich regelrecht aus! Fotos unmöglich. Ich konnte für meine TA wenigstens ein Video drehen, dass sie sich die Backe ansehen konnte, jeder Transport zu ihr ist unheimlicher Stress für ihn, das wollen wir in der aktuellen Situation vermeiden. Wir wechseln das AB und warten, ob es eine Besserung gibt. Offensichtlich hat sich ein Teil des Abszesses verkapselt, d.h. den würden wir dann nur mit OP aufbekommen. Das Problem: diese „durchgeknallte Knalltüte“ schlafen zu legen wird spannend, vor allem so lange, dass wir mit aufschnippeln, durchspülen, Wunde versorgen … fertig sind…. Deshalb, ABWechsel in der Hoffnung, dass das Wirkung zeigt.
Robby, zusammen mit Mike, macht sich langsam, ganz langsam. Kot untersucht, nix drin, er ist halt einfach klein. Immerhin Robby bei 72g, Mike bei 86 g … es geht gaaaannnnzz langsam aufwärts.



Lina: ihr Nachwuchs wird am Donnerstag 3 Wochen alt. Aktuell frisst sie sehr gut, also muss ich davon ausgehen, dass der Nachwuchs auch ordentlich versorgt ist. Manchmal liegt sie mit dem „Schwanz nach draußen“ im Kobel. Wird der Kobel zu eng? Der 2. Kobel ist größer, dann müsste sie nur umziehen. Abwarten, mehr kann ich nicht tun. Frischfutter mag sie gar nicht …
Holly, Fluffy und Sofie (Mrs. Sofie auch genannt)
sitzen oben noch im Laufstall, warten auf den Auszug im Wohnzimmer. Moment, da war was heute: Irgendwann hörte im Dienst „komische“ Geräusche … um 16.30 Uhr gehe ich in den ehemals, derzeit nicht genutzten Sportraum, hopst Holly außerhalb des Laufstalls. Wie auch immer sie wieder rausgekommen ist, sie war draußen und hat mal ordentlich Unrat verteilt. Einfangen? Also mit Hektik gar nicht, da braucht man viel Geduld. Kescher aus dem Keller, Leckerlie da rein und gewartet…. als sie drin war, durfte sie direkt ins Wohnzimmer umziehen, Fluffy und Mrs Sofie werden am Donnerstag folgen. Und da sind wir schon beim Wohnzimmer:
Die stellen die Bude auf den Kopf, egal, fitte Eichies, hier gibt es einfach nur eine Bildershow:




































Für einen Teil von ihnen heißt es am Donnerstag „Auszug“, wie ich das gestemmt bekomme, wer geht, wer nach Husen und wer noch in den Wildwald geht, entscheide ich am Donnerstag. Morgen ist erst mal ein „letzter“ Tag im Kindergarten Föhrenweg!
Und da sind wir in den Auswilderungsgehegen: in Husen sind ja die Hackschnitzel von Heiko & Susanne verteilt worden. Den Rest haben wir dann in den Wildwald transportiert. Dank des Supports von Anneli und dem Wildwaldteam, musste ich nicht vom Parkplatz schleppen, denn sie haben es mit ihren „Wägelchen“ nach hinten gebracht. Vielen Dank dafür. Alles neu eingestreut. Amy, Fridolin und Frodo fanden das nicht so toll, dass ich da „rumgewerkelt“ habe, verzogen sich aber recht schnell in ihre Kobel, dann war alles gut …



Und auch Lina hat einen Schwung in der Quarantänestation abbekommen:

Bamboo & Simba werden mit dem Auszug von Fluffy und Mrs. Sofie in den großen Laufstall wechseln. Aktuell sieht alles sehr gut aus, aber durch die Kryptos braucht es hier eine strengere „Überwachnung“. Bilder dann erst aus dem großen Laufstall.
Und wenn man denkt, so ein Blog ist ja mal eben geschrieben, nein leider nicht: ich hatte über 800 Bilder auf der Kamera, dazu noch die Bilder/Videos auf dem Handy. Muss alles aussortiert, gesichtet, umbenannt und mit Wasserzeichen versehen werden. Die Software, die ich habe, ist eigentlich gut, aber ich glaube, bei den Mengen kommt sie langsam an ihre Grenzen, zumindest die Freewareversion. Ab und zu fliegt dann mal das Handy und die Funkmaus durch das Zimmer – aber immer in Richtung der Stoffhörnchen, passiert also nix!
Nächster Blog erst am Wochenende!
10.05.2026
... an der Grenze …
heute kamen 4 Eichies hier in die Station, 2 mit Schnappatmung, 2, deren Rettung „augenscheinlich“ noch möglich war. Bei Schnappatmung/Maulatmung, können wir quasi nichts mehr tun, sie sind schon über der Regenbogenbrücke, sie bekommen eine ruhige Box, ggfs. Schmerzmittel und dürfen gehen.
Sammy ging schon innerhalb einer Stunde, erst unauffällig, dann Schnappatmung, übervoll mit Zecken und Milben. Trotz Erstversorgung und Zeckenmittel, da waren die Blutsauger schneller als ich.
Dann Hope, ist blöderweise in ein Katzengehege „eingebrochen“ und wurde gepackt. Eine tiefe Wunde, rechte Vorderpfote nicht benutzbar, ansonsten sah er gut aus. Blutung gestillt, alles ausgespült und eine Erstversorgung durchgeführt. Den geplanten Käfig für ihn habe ich „links liegen gelassen“, denn es war klar, dass er die Pfote erst mal nicht nutzen soll/kann. Die Katze hat direkt in die Vorderpfote/Gelenk reingehauen.
Nächste Fütterung, (obwohl er auf einem Wärmepad lag), „eiskalt“. Pflegehörnchen, oder überhaupt Hörnchen, müssen sich immer „wärmer“ auf unserer Hand anfühlen. Wenn ich jetzt schreibe „eiskalt“ bedeutet das, kälter als meine Hand. Also, ab in den Keller, Inkubator hoch und Hope rein. Bei der nächsten Fütterung …. Hope immer noch kalt, trotz Inkubator…. versucht in ein bisschen warmzurubbeln, Kreislauf in Schwung zu bekommen, er verstarb 20 Minuten später in meiner Hand…






Ich versucht „runterzukommen“ … und meine liebe Kollegin Flo angerufen, noch völlig aufgelöst von dem Tag… und während wir telefonieren, verliert sie selbst ein Eichhörnchen !!! … Krämpfe und Regenbogenbrücke, Shari hatte sich wärend des Telefonats um das Hörnchen gekümmert.
Klar, wir wissen alle, dass wir nicht alle Eichhörnchen retten können, auch so sehr wie wir es uns wünschen! Aber, bei 4 Eichhörnchen, die ich jetzt alle begraben werde, fragt man sich „Habe ich eigentlich genug Ahnung? Habe ich was falsch gemacht? Was habe ich nicht gesehen?“ Die Selbstzweifel sind in dem Moment das Schlimmste! Klar, sie sind richtig und notwendig, denn wir müssen unsere Fachkompetenz immer wieder überprüfen. Qualifizierte Wildtierschulungen gibt es leider nicht viele, da ist viel Eigenstudium auch gefragt… ich wüsste nicht, wo ich hier bei der Erst-/Notfallversorgung einen Fehler gemacht haben könnte.
Flo sagte einfach nur: „Schau mal in dein Wohnzimmer, 10 super fitte Eichhörnchen“! Und ja, da sind sie und gehen bald nach Husen … 10 Gerettete…. ein Tropfen auf dem berühmten heißen Stein! Aber es zeigt, wie auf meiner Seite „Pflegestelle“ erläutert, Resilienz gehört verdammt noch mal dazu!
Danke Dir Flo!