04.12.2021

Bei uns aktuell: niemand
Im Außengehege: Schrebi, w, ca 18.Wochen alt

Schrebis Püschelhaare wachsen, das Fell verfärbt sich noch nicht, sie ist aktiv, versteckt sich aber, wenn Besucher vor dem Gehege stehen und lässt sich auch von uns nicht aus ihrer Schockstarre locken. Das war nicht immer so, entweder kommt so langsam das Wildtier durch oder sie hat traumatische Erfahrungen mit Menschen vor ihrem Gehege gemacht oder sie wird so langsam stereo. Da sie mich auch am Sonntag zwei Mal gebissen hat (nicht richtig aggressiv, aber geblutet hats schon), tippen wir mal auf die zweite oder dritte Möglichkeit, denn gleichzeitig turnt sie ohne Probleme unter der Jacke herum, klettert zum Ärmel wieder heraus und versucht, einen Nußkern im Ohr zu verstecken. Ansonsten ist sie fit, so richtig viel wachsen will sie nicht, sie war aber von Anfang an eher zierlich. Schrebi legt jetzt verstärkt Vorräte an in ihrem Gehege, dabei ist sie allerdings nicht sehr wählerisch, sie verbuddelt angeknackte oder geschälte Nüsse genau so wie original verschlossene. Sie gräbt sehr tief und häufelt anschließend akkurat einen Hackschnitzelhügel auf, vermutlich freuen sich die Mäuse darüber sehr.

Dieses Bild ist leider aus dieser Woche (es datiert vom 03.12.) das einzige, aus verschiedenen Gründen sind wir nicht dazu gekommen, später liefern wir aber noch mal nach…


Die „wilden“ Hörnchen lassen sich im Moment fast gar nicht sehen, ob das mit dem Weihnachtsmarkt-Aufbautrubel zu tun hat oder einfach mit den sinkenden Temperaturen oder dem Jagdbetrieb (aktuell im Wildschweinrevier), dafür sind Mäuse und Ratten aktiv, einen möglichen Eingang haben wir jetzt entdeckt und werden den schnellstens verstopfen. Meisen, Kleiber und Amseln werden immer dreister, ein Specht hat sich auch eingefunden, dafür sehen wir die Eichelhäher nicht mehr.
Am Sonntag gab es mal wieder eine Begegnung mit einer Besucherin und der (vermutlich) Enkelin, die Dame stand wohl auf dem Standpunkt, dass sie, weil sie ja Eintritt gezahlt hatte, auch Anspruch auf möglichst viele Tiersichtungen habe. Der Einwand, dass Schrebi selbst entscheide, wem sie sich zeige, kam nicht gut an und auch der Hinweis, dass der Uhu nun mal leider verstorben sei und ein Nachfolger noch nicht gefunden, wurde nicht akzeptiert; die anderen Tiere waren nicht genug und insgesamt war die Dame deutlich enttäuscht vom Freizeitwert des Wildwaldes und man beschloss, doch lieber jetzt auf den Weihnachtsmarkt woauchimmer zu gehen. Uff, solche Begegnungen kosten Kraft. Im WiWa gilt im Moment übrigens 2G, wie woanders auch müssen entsprechende Nachweise zusammen mit einem Personalausweis vorgelegt werden, auch das stößt bei einigen Besuchern auf erheblichen Unmut.

27.11.2021

Bei uns aktuell: niemand
Im Außengehege: Schrebi, w, ca 17.Wochen alt

Wir haben eine Anfrage von Antenne Unna bekommen, einem lokalen Radiosender, man wollte ein Interview mit uns machen. Erste Frage: wieviele Hörnchen haben Sie denn im Moment? Na keine, ist ja keine Saison im Moment. Schrebi als „Spätgeborene“ hat vermutlich Ende Juli das Licht der Welt erblickt, danach kommen nicht mehr viele Hörnchen, sie werden vielleicht auch nicht mehr gefunden, weil wegen des schlechter werdenden Wetters und der kürzeren Tage die Menschen nicht so viel draußen unterwegs sind. Hörnchen paaren sich im Dezember, nach 42 Tagen Tragezeit kommen die Hörnchen Ende Januar bis Mitte Februar, und unsere Notfallhörnchen treffen dann meist so ab Mitte März ein. Wir haben das Gespräch mit Antenne Unna auf den Saisonbeginn 2022 verschoben…


Im WiWa schreiten die Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt an den nächsten beiden Wochenenden voran, da werden Hütten zusammengebaut und Lichterketten aufgehängt, alles natürlich mit viel Lärm verbunden, das gefällt unseren Hörnchen gar nicht, und entsprechend rar machen sie sich. An den letzten Abenden war nur eines draußen, abwechselnd mal das rote oder das braune, Schrebi kommt aber immer noch aus ihrem Kobel, spätestens wenn wir das Gehege betreten. Ob der Weihnachtsmarkt wirklich stattfindet? Angesichts der rasant steigenden Inzidenzen und Belegung von Krankenhausbetten und jetzt auch noch die südafrikanische Omikron-Variante ist das wohl nicht ganz sicher, für Schrebi würde es auf jeden Fall eine Menge Aufregung bedeuten, wenn die Besucher an ihrem Gehege vorbei flanieren. Schaun wir mal.

Das Wetter in den vergangenen Tagen war nicht so richtig gut – viel Nebel, gern auch mal Regen, da hatte es nicht viel Licht zum Fotografieren.

20.11.2021

Bei uns aktuell: niemand
Im Außengehege: Schrebi, w, ca 16.Wochen alt

Die Tage werden immer kürzer, für uns wird es umso schwieriger, unsere Lieblinge im Wildwald zu betreuen. Von Mitarbeiterinnen haben wir gehört, dass mittlerweile mittags wieder einige Hörnchen zum Gehege kommen, abends sind es mitunter nur zwei. Und Schrebis Tagesablauf richtet sich nach der Sonne, sie ist abends im Kobel verschwunden, wenn es richtig dämmert. Also müssen wir früh genug los, das passt aber mit unseren Arbeitszeiten nur schlecht zusammen. Alle Tiere im Wildwald kommen scheinbar so langsam zur Ruhe, das haben sie auch redlich verdient, sie können sich wieder einigermaßen frei bewegen, Schafe und Gänse müssen nicht mehr weggeschlossen werden zu ihrem eigenen Schutz, dasselbe gilt für die Ziegen, allerdings wurde eine Gans vermutlich von einem Waschbären totgebissen. Übernachtungsgäste gibt es keine mehr, d.h. auch nachts ist es ruhig, Veranstaltungen sind auch keine mehr, lediglich der Weihnachtsmarkt steht noch bevor – wenn er denn stattfinden darf. Jagden finden allerdings schon statt, die Schußgeräusche führen leider dazu, dass sich alle Hörnchen zurückziehen, und die paar, deren Hunger größer ist als die Angst, sind sehr nervös.
Bei uns treffen immer noch Nußspenden ein, überwiegend kleine Mengen, 1-3 Kilo Walnüsse oder wie neulich mal 400 g Haselnüsse, und so bekommen wir unseren Vorrat für den Winter und den Beginn der neuen Saison zusammen.
Wir wurden von „Hasenfenster“, einem online-Familienmagazin für Paderborn und Umgebung, um die Beantwortung einiger Fragen gebeten, das Ergebnis ist hier zu sehen. Für uns war das ein supernetter email-Kontakt, offenbar sitzt dort ein Hörnchenfan in der Redaktion.

Bilder werden weniger, das Licht reicht kaum noch aus. Schrebi zeigt immer noch kein Winterfell, von Ohrpüscheln ganz zu schweigen. Unsere Suche nach dem Weg, auf dem Mäuse und Ratten ins Gehege kommen, war noch nicht erfolgreich, wir haben eine Kamera im Gehege platziert, vielleicht machen wir aus den Filmschnipseln noch ein Video…

13.11.2021

Bei uns aktuell: niemand
Im Außengehege: Schrebi, w, ca 15.Wochen alt

Vom Auswilderungsgehege haben wir mal die darauf liegenden Zweige und das Laub entfernt, dadurch wirds etwas heller im Innern, und das spärliche Blätterdach hält auch die Sonne nicht mehr fern, Schrebi kann sich an entsprechenden Tagen also auch ein wenig in der Sonne bewegen.

Die Kleine hat leider doch unerwünschten Besuch von Ratten in ihrem Gehege, mit Hilfe einer Kamera konnten wir das feststellen; wir bemühen uns, es den Tieren immer wieder zu verleiden, ins Gehege zu kommen, ob das auf Dauer Erfolg hat, wird sich zeigen. Jedenfalls zerstören wir immer wieder ihre Tunnel, entfernen Äste, die sie zum Erreichen der Futterschalen benutzen und versuchen alles, damit Schrebi nicht in Kontakt mit ihnen kommt.
Schrebi selbst ist immer noch sehr entspannt, wenn wir das Gehege betreten, sie hat immer noch volles Vertrauen, kennt noch die alten Rituale, klettert noch auf den Kopf oder unter die Jacke und schaut zum Jackenärmel raus. Ein tolles Eichkätzchen!

Draußen sind es auf einmal wieder 4 Hörnchen, die gleichzeitig erscheinen, wenn sie unsere Ankunft bemerkt haben, mit Anbruch der Dunkelheit endet aber ihre Aktivität, und die Sonne verschwindet immer früher. Es ist eine schöne Stimmung um diese Zeit im Wildwald…wenn nicht gerade ein Kindergeburtstag den Wildwald mit einem Vergnügungspark verwechselt.
Der WiWa baut jetzt schon fleißig um für den Weihnachtsmarkt Anfang Dezember, an Schrebis Gehege herrscht richtig Trubel, ständig laufen Menschen hin und her und tragen Tische und Bänke, Gruppen von Ausstellern und Funktionsträgern werden vorbeigeführt und eingewiesen. Danke übrigens für die knuffige Nußspende an den/die unbekannte/n Spender/in, die wir am Gehege gefunden haben, 400 g Haselnüsse in einem Netz, die können wir gut gebrauchen.

Wir haben jetzt die Vereinsbuchführung aktualisiert, einige Webseiten schon mal überarbeitet („Unsere Hörnchen“ und „Unsere Videos“ z.B.), auf der Startseite ist jetzt des letzte hochgeladene Video verlinkt, für solche Aktionen ist jetzt Zeit. Außerdem hat man uns gebeten, Postkarten mit unseren Eichhörnchenmotiven im WiWa-Shop anzubieten, dort ist wohl schon gefragt worden, ob es nicht so etwas gibt. Also: ab sofort gibts dort Postkarten mit Steffis Hörnchenfotos.

06.11.2021

Bei uns aktuell: niemand
Im Außengehege: Schrebi, w, ca 14 Wochen alt

Mit der Zeitumstellung und dem Beginn des Monats November hat der WiWa seine Öffnungszeiten geändert, damit kehrt nachmittags früh Ruhe ein, was dem Wald, den Hörnchen und allen anderen Bewohnern gut tut. Sie haben mit dem widrigen Wetter genug zu tun, allerdings sind sie ja auch als Wildtiere darauf vorbereitet. Leider gibt es aber auch Besucher, denen es schlicht egal ist, dass sie nach 15 Uhr den Wald nicht betreten sollen, und die dabei auch nicht davor zurückschrecken, Zaun oder Tor zu überwinden und dann mit Taschenlampen in die Gehege zu leuchten. Herr, lass bitte Verstand vom Himmel regnen…
Schrebi ist nach wie vor aktiv, besitzt aber leider auch immer noch kein Winterfell. Sie sucht noch unsere Nähe, wenn wir ins Gehege kommen, krabbelt unter die Oberbekleidung, turnt und spielt mit uns, eine Distanz ist bisher nicht spürbar. Ansonsten entwickelt sie sich prächtig, ist offensichtlich gesund und fit und würde wohl gern draußen herumtoben. Allerdings ist sie noch längst nicht so weit, sie ist halt noch ein Pimpf und hat keinerlei Anzeichen von Winterfell

Die wilden Hörnchen draußen kommen immer noch zum Gehege, um sich Nüsse abzuholen, allerdings sind ihre sessions dort nicht mehr so ausführlich und spielerisch, sie holen sich einige Nüsse, aber dann verschwinden sie auch wieder im Wald, spätestens wenn die Dunkelheit kommt. Vivi traut sich gar nicht mehr heran, sie bevorzugt die Futterstelle in dem ehemaligen Vogelhäuschen etwa 10 Meter vom Gehege entfernt, die wir auch immer bestücken. Mittlerweile lässt sich auch eine Wildkatze gelegentlich sehen, sie wirkt aber so bequem, dass wir nicht um die Hörnchen fürchten.
Wir bewegen uns auf den Winter zu, wenn die Temperaturen noch ein wenig fallen, werden unsere Schützlinge vermutlich in die Winterruhe wechseln, und nur noch kurz unterwegs sein, um zu fressen und Energie zu tanken. Im Moment sind wir aber noch täglich dort, allerdings sind unsere Besuche früher und deutlich kürzer als sonst.

Die Ratte hat sich übrigens nicht wieder sehen lassen, wir wären bereit gewesen, sie zu jagen…ob das allerdings funktioniert hätte, weiß der Himmel.

Wir bedanken uns ganz besonders herzlich für eine tolle Walnußspende bei Mira Schumacher und ihrer Mutter, wir haben Mira vor einigen Wochen kennengelernt, als sie uns für eine Schulaufgabe interviewt hatte. Mehrere Kilo Nüsse, sie sehen aus wie gemalt, und sind dabei garaniert bio und ungespritzt vom Baum des Opas.

30.10.2021

Bei uns aktuell: niemand
Im Außengehege: Schrebi, w, ca 12.Wochen alt

Der Wildwald Voßwinkel gibt uns wieder die Gelegenheit, im nächsten Jahr zum Thema „Eichhörnchen“ zu referieren, dieses Mal sind es sogar zwei Veranstaltungen am 07.05., eine für Kinder, eine für Erwachsene. Wir werden die Winterpause nutzen, um mit kundiger Hilfe ein didaktisches Konzept zu erstellen, damit Kinder aus unserer Veranstaltung auch „etwas mitnehmen“, denn die Kinder von heute könnten die Hörnchenretter von morgen sein. Auch unseren Erwachsenenvortrag werden wir überarbeiten und aufpeppen. Wir sind natürlich sehr froh und stolz, dass wir vortragen dürfen…


Wie nötig Aufklärung für Kinder, besonders in Bezug auf Benehmen im Wald, ist, haben wir gestern wieder an Schrebis Gehege gesehen: infernalisches Geschrei, Schläge gegen das Gegehegitter…Schrebi hat sich erschreckt, falsch gesprungen, dabei die Vorderpfote verletzt, die sie anschließend schonen musste. Die Kinderveranstaltung war organisiert, die erwachsenen Begleitpersonen sahen offensichtlich keinen Grund, einzugreifen und reagierten auf Ansprache ziemlich hilf- und ahnungslos. Wenige Minuten später mischte die Gruppe die anderen Gehegebewohner im Eingangsbereich auf…nichts dazugelernt. Mist.


Schrebi hat einen neuen Nachbarn unterm Gehege: Rattus Norvegicus, mit deutlichen Zeichen für Räude an den Ohren und scheinbar ziemlich dreist, selbst durch unsere Nähe ließ sie sich nicht stören, versuchte die Hörnchen-Leckerlibox zu plündern. Anzeichen dafür, dass sie ins Gehege kommt oder dort schon war, gibt es nicht, trotzdem wollen wir solche Nachbarschaft nicht für Schrebi. Schrebi selbst hat inzwischen scheinbar herausgefunden, wo der Weg raus aus dem Gehege langgeht, sie interessiert sich für die Schleuse und die Spalte an der Außentür, selbst den Riegel hat sie schon interessiert untersucht, wir müssen einige bauliche Nachbesserungen machen, die Holzkonstruktion arbeitet und bewegt sich, dadurch entstehen Zwischenräume, die zu Beginn noch nicht da waren. Wie wir allerdings das Gehege maus- und vor allem rattenfrei bekommen sollen – keine Ahnung.
Unsere wilden Hörnchengäste kommen nach wie vor, drei sind es meistens abends, wir haben aber von anderen Mitarbeiterinnen gehört, dass morgens und mittags auch welche da sind, nach der Beschreibung möglicherweise noch andere als die, die wir abends sehen.

23.10.2021

Bei uns aktuell: niemand
Im Außengehege: Schrebi, w, ca 12.Wochen alt

Am Dienstag waren wir mit einer Kindergruppe vom Kinderferienpass des Kinder- und Jugendbüros Unna im WiWa – eine runde Veranstaltung, die Kinder bekamen einige Hörnchen zu sehen, aber auch Wildschweine (toller Trubel bei der Fütterung), röhrende Hirsche und alle Gehegebewohner natürlich. Ein schönes Naturerlebnis mit netten Kindern…klasse.


Schrebi ist fit und gesund, allerdings scheint sie schon einige Langeweile zu schieben, aber sie ist definitiv noch zu klein für ihre Auswilderung. Unsere „wilden“ Hörnchen um das Gehege herum zeigen sich nicht mehr so zahlreich wie sonst, lediglich Polli und zwei, manchmal auch drei andere sind noch zu sehen. Sie bereiten uns nach wie vor viel Freude, genau so wie Schrebi, die sich auch gern noch ein wenig bespielen lässt.


Ansonsten sind wir mit der Beschaffung von Nüssen und anderem Futter beschäftigt, was wir jetzt nicht verbrauchen dient als Basis für die kommende Saison. Die Trocknung der Spenden gestaltet sich ein wenig schwierig, so viel Platz haben wir nicht, aber mit ein wenig Improvisation klappt das schon. Das letzte Schrebivideo ist jetzt bei Youtube, die Reaktionen aus der ganzen Welt sind ermutigend, scheinbar gibt es doch einige Menschen, die europäische Hörnchen genau so mögen wie wir.

16.10.2021

Bei uns aktuell: niemand
Im Außengehege: Schrebi, w, ca 11.Wochen alt

Schrebi ist toll, sie kommt gut im Auswilderungsgehege klar und beobachtet ganz genau, was außerhalb des Geheges vor sich geht, besonderen Anteil nimmt sie am Hörnchenleben, aber auch Besuchern zeigt sie sich ohne Scheu. Von Winterfell ist bei ihr nichts zu sehen, die kahle Stelle an der Nase ist ungefähr so groß wie ein Stecknadelkopf, sie kommt zu uns, wenn wir ins Gehege gehen um aufzuräumen oder Futter nachzulegen. Vorgestern waren draußen fast keine Hörnchen zu sehen, Polli kam nur einmal, um sich eine Nuß zu holen und die anderen wirkten nervös und angespannt. Wir wissen natürlich nicht, was tagsüber dort so gelaufen ist, vielleicht waren auch Raubvögel in der Nähe oder irgendein anderer Freßfeind. Schaun wir mal, wie sich das so entwickelt.


Die Walnußernte läuft, wir haben schon einige Spenden bekommen, überall liegen Nüsse zum trocknen, auch Maiskolben sind schon reichlich da, der Grundstock für die Saison 22 ist gelegt.
Wir nutzen die nächste Zeit, um die Webseiten zu überarbeiten, einige Videos haben wir noch hochgeladen (Schrebis Sportprogramm , Schrebi frühstückt , Schrebi und das Laufrad ), die sind allesamt zwischen 30 und 60 Sekunden lang. Die Buchführung muss noch finanzamtsgerecht bearbeitet werden und die Decken und Spielgeräte von Schrebi müssen noch gewaschen, gereinigt und ggf. desinfiziert werden. Es gibt also noch einiges zu tun. Mittlerweile haben wir auch wieder Hörnchenbesuch auf unserem Balkon, gestern Morgen war der Schlingel sogar im Wohnzimmer, wo bei offener Tür Sonnenblumen, Maiskolben und Walnüsse trocknen. Vielleicht erfreut er uns den Winter über, das wäre toll.

12.10.2021

Bei uns aktuell: niemand
Im Außengehege: Schrebi, w, ca 11.Wochen alt

Schrebi hat den nächsten wichtigen Schritt in ihrem noch jungen Leben prima geschafft – sie ist gestern nicht ganz freiwillig aus dem Spiel(Wohn)zimmer ins Auswilderungsgehege gezogen. Dort angekommen war sie voller Tatendrang und irre aktiv, ist gesprungen und geklettert, hat alles genau untersucht, und wir haben noch nie ein Hörnchen so intensiv schnuppern sehen wie sie. Zwischendurch suchte sie immer wieder den Kontakt zu uns, wir sind deshalb noch einige Zeit im Gehege geblieben. Jedes Hörnchen draußen vor dem Käfig wurde genau beobachtet, Besucher vorsichtig beäugt, Geräusche und Gerüche aufgenommen. Als wir nachmittags wieder hinfuhren konnte sie vor Müdigkeit kaum noch stehen und verzog sich dann nach auch bald in einen der eingebauten Kobel, die wir natürlich vorher mit Naturbaumwolle und ihren vertrauten Tüchern ausstaffiert hatten.


Diese Art des Umzugs am frühen Vormittag, wenn wir das Hörnchen einfach aufnehmen und in die Tragebox stecken, hat sich aus unserer Sicht bewährt, der Übergang ins Gehege fällt dem Tier viel leichter, als wenn wir es nachts mitsamt dem Schlafhäuschen verschleppen und bei Dunkelheit ins Gehege stellen.

Die anderen Hörnchen draußen kamen so in den Genuß von zwei Nußlieferungen, und sie waren alle da, Polli nahm auch direkt Kontakt zu Schrebi auf. Polli ist mittlerweile auch Publikumsliebling, sie nimmt von jedem Menschen Nüsse aus der Hand, selbst die Mitarbeiter/innen des Wildwaldes haben jetzt eine Nuß in der Jackentasche, falls sie ihr mal begegnen. Sie wird so langsam grau, sie ist mitten im Fellwechsel und fit wie ein Turnschuh.

Die Hörnchenpäppelsaison ist jetzt wohl vorüber, wir haben mal vorsichtig unsere Überlegungen wegen einer Gehegeerweiterung oder evtl. eines weiteren Geheges vorgetragen und sind zumindest auf Verständnis und Interesse gestoßen, interessant wäre eine „Übergangsunterkunft“ für ausgewilderte Hörnchen, die ja in der Regel zu jung sind, um sich einen Kobel zu bauen und sich irgend einen Schlafplatz suchen müssen. Für diese Tiere könnte ein Anbau an unser Auswilderungsgehege mit Zugängen von außen und innen und zwei Schlafkobeln innen etwas vom Umgewöhnungsstreß nehmen, und als Gehegebewohner/in könnten sie die Schlafplätze schon mal erkunden. Ideen haben wir genug und dank großzügiger Spenden könnte der Verein das auch bezahlen.


Nuß- und Futterspenden bekommen wir zur Zeit auch, die Walnussernte 21 hat begonnen, da kommt schon einiges rein, wir profitieren zur Zeit von Menschen, die einen Walnussbaum besitzen, aber mit den Nüssen nichts anfangen, auch einen Karton mit Maiskolben und Sonnenblumen haben wir bekommen. Allen diesen Menschen sind wir sehr dankbar und sie können alle ganz sicher sein, dass die Futterspenden alle an die Hörnchen gehen, spätestens mit Beginn der Hörnchensaison 22…

Im Wildwald ist jetzt wieder Herbstferientrubel, viele Familien mit Kindern sind bereits morgens dort, abends ist immer noch Hirschbrunfttourismus, wahrscheinlich können Wald und Bewohner auch so langsam etwas Ruhe gut gebrauchen. Oft ergeben sich am Gehege gute Gespräche, manchmal kann man auch nur den Kopf schütteln, wir sehen jetzt erst einmal dem Ferienende entgegen, die Tage sind ja auch schon deutlich kürzer.

An dieser Stelle berichten wir jetzt wieder einmal wöchentlich am Samstag über die aktuellen Entwicklungen, in den nächsten Tagen liefern wir noch einige Videos von Schrebi nach.

07.10.2021

Bei uns aktuell: Schrebi, w, ca 10 Wochen alt
Im Außengehege: niemand

Schrebis kahle Stelle an der Nase wird so langsam dunkler, von den Rändern aus scheinen Haare nachzuwachsen, sie ist aber einfach zu schnell und ruhelos, um genau untersucht werden zu können. Schrebis Umzugsdatum wird wohl der kommende Montag sein, vorher schaffen wir es nicht. Bis dahin kommt sie aber bestimmt noch im Wohnzimmer klar.

Im Auswilderungsgehege kann sie dann die anderen freilebenden Hörnchen bestaunen, die nach wie vor zu den Futterstationen kommen und sich versorgen. Fast bei allen hat der Fellwechsel deutlich sichtbar eingesetzt, es wachsen Ohrenpüschel, es gibt immer mehr graue Stellen im Fell, wegen der früher einsetzenden Dämmerung verschiebt sich unser Treffen dort weiter nach vorn, sie sind auch schneller fertig mit allem und ziehen sich früher zurück. Die großen Verfolgungsszenen gibt es so nicht mehr, es wird nur noch wenig gefaucht und gejagt. Nach wie vor gibt es Begegnungen mit großen und kleinen Besuchern am Gehege, viele sind begeistert und freuen sich, dass sie Hörnchen mal so nah bestaunen können, nur wenige haben so gar keinen Sinn für den Moment.


Über unseren Notruf haben wir jetzt schon einige Tage nichts mehr gehört, die letzten Patienten waren ohnehin meist ausgewachsene Tiere, die eigentlich nur zum sterben zu uns gekommen sind, einige davon hatten offenbar Rattengift gefressen. Die Eichhörnchensaison neigt sich dem Ende zu, über Schrebis Entwicklung werden wir sicher noch berichten, mit Fotos sieht es dann mau aus, dafür reicht dann am Gehege das Licht kaum. Vorerst berichten wir noch weiter…