17.05.2022

im Wohnzimmer:
Balou (m, 8 Wochen alt), Antonio (m, ca. 9 W), Alya und Flora (w, ca. 8 W), Lino (m, ca 6 W), Lina (w, ca. 5 W)
im Körbchen: Lilly & Fee (w, ca. 4 Wochen)
im Außengehege: niemand

Zu allerserst müssen wir eine traurige Nachricht überbringen:
Unser Puschel, den wir im letzten Jahr in das Residentengehege nach Erkelenz gebracht haben, ist überraschend am 16.05.2022 über die Regenbogenbrücke gegangen. Wir wussten alle, dass er angeschlagen war, die Sehkraft war nicht voll ausgebildet und er konnte sich nur in einem „bekannten“ Gehege bewegen. Michael hat ihm erst ein „Gehege im Gehege“ gebaut, dass er sich mit den beiden dort lebenden Eichkatern Woody und Shorty anfreunden konnte. Das hat alles geklappt und fortan lebte er mit den Zweien zusammen. Plötzlich hat sich, ohne irgendwelche Veränderungen, aber der Gesundheitszustand drastisch verschlechtert, der Gang zum Tierarzt war schon nicht mehr möglich, vorher ist er schon über die Regenbogenbrücke gegangen. Das macht so unfassbar traurig, denn er hatte dort ein ganz tolles Leben, im Residentengehege unter einer Trauerweide, mit Blick auf die belebte Pferdekoppel. Es tut uns so leid, sowohl für Michael & Andrea, die so viel für ihn getan haben, also auch für Puschel, dem wir dort ein langes Leben gegönnt hätten. Mach’s gut kleiner Puschel, wir werden dich nie vergessen!

Die 4 Großen im Wohnzimmer brauchen unbedingt einen Tapetenwechsel, wir werden sie morgen in die Auswilderungsvoliere im Wildwald Vosswinkel bringen, damit sie sich dort mit den Wetterverhältnissen (Regen, Nebel, Sonnenschein) und den Waldgeräuschen (derzeit Wildgänse, Käuzchen etc.) anfreunden können. Das Gehege ist vorbereitet, es fehlt nur noch die Naturbaumwolle in den Schlafkobeln.

Lino und Lina sind jetzt dauerhaft im Wohnzimmer, leider jagen ihnen die „stürmischen, wilden“ Großen, den ein oder anderen Schrecken ein. Da die morgen ausziehen, wird es für die Beiden dann auch ruhiger, sie können gelassen an das Buffet schreiten und sich bedienen, das kam in den letzten Tagen etwas zu kurz, was wir aber mit zusätzlichen Milchgaben aufgefüllt haben, die werden von den Beiden auch nach wie vor gerne genommen. Da zieht sich die kleine Lina mal eben 8ml Milch weg!

Mit Lilly (und natürlich Fee im Schlepptau) waren wir bei der TA. Sie hat ein Schädelhirntrauma, es war aber unklar, ob es wirklich nur das ist, oder ob nicht doch noch eine Schulterverletzung vom Sturz besteht. Um zu vermeiden, dass wir ein Eichhörnchen päppeln, dass später dann doch eingeschläfert werden muss, wollten wir Sicherheit haben. Und ja, es ist an den Knochen soweit alles in Ordnung, allein die Muskulatur ist durch die Kopfschiefhaltung degeneriert bzw. nicht wirklich vorhanden. Da ist baldiges Training angesagt … Und, zu guter Letzt hat Lilly heute ihr erstes Auge aufgemacht!

Tja, und unsere ausgewilderten, überaus wilden Eichhörnchen zeigen sich fast vollzählig an dem großen Vogelhäuschen gegenüber dem Auswilderungsgehege. Noch kann man friedlich zu dritt oder viert dort fressen, das wird sich in den nächsten Tagen/Wochen aber ändern. Sie werden immer mehr zu Einzelgängern und dann gibt es an der Futterstelle auch ordentlich Streitigkeiten. Das ist dann für uns der Zeitpunkt, die Futterstelle nicht mehr regelmäßig zu bedienen, sondern nur ab und an – auch für die Singvögel dort – etwas hinzulegen. Der Wald bietet aktuell genügend Futter, nur die ersten Tage wollen wir sie immer noch unterstützen. Eine Sorge für unsere kleinen Schützlinge weniger.

15.05.2022

Bei uns aktuell

==> im Wohnzimmer Balou (m, 7 Wochen alt), Antonio (m, ca. 8 W), Alya und Flora (w, ca. 7 W),
==> im Laufstall: Lino (m, ca 5 W), Lina (w, ca. 4 W)
==> im Körbchen: Lilly & Fee (w, ca. 3 Wochen)
==> im Außengehege: niemand

Die „ausgewilderten“ Hörnchen

zeigten sich in den letzten 2 Tagen tatsächlich zahlreich. Das ein oder andere Hörnchen erkannte mich noch so gut, dass es mir auf die Schulter sprang, schmerzhaft am Ohr knabberte und von da in das große Vogelhäuschen abzischte, das derzeit reich mit Futter bestückt wird. Sie sollen in den ersten Tagen sich nicht unbedingt um alles kümmern müssen. Einen Schlafplatz haben sie wohl in den umliegenden Gebäuden (z.B. Waldschule, Ziegenhotel) gefunden, da sie in dem Alter noch nicht in der Lage sind, einen eigenen Kobel zu bauen. Aber sie werden bestimmt auf die Erstbauwerke ihrer Vorreiter/innen zurückgreifen können, ein bisschen ausbessern hier, ein bisschen ausbessern da und fertig ist die Schlafstätte. Die Temperaturen sind zwar im Wildwald morgens um die 8 Grad, aber dafür reicht ein Sommerkobel. Für den Bau eines Winterkobels haben sie ja den ganzen Sommer Zeit zu üben.

Das Wohnprojekt von Lina und Lino ist auch fast abgeschlossen. Sie waren jetzt schon „stundenlang“ alleine auch im Wohnzimmer, ab und zu gibt es immer Gefauche, was aber nicht daher rührt, dass die beiden „angegriffen“ werden, sondern eher daher, dass die Großen auf sie „zustürmen“ und mit ihnen „spielen“ wollen. Sie sind aber nun mal „groß“ und das weckt Ängste. Aber gut, dass sie so reagieren, die „Großen“ schrecken dann tatsächlich ein bisschen zurück. Lernen aus Erfolg und Lernen aus Erfahrung.

Lilly und Fee sind nach wie vor im Schlaf-Fress-Modus. Das Schädelhirntrauma von Lilly scheint sich erst mal nicht zu bessern, aber, sie frisst besser und sie legt jetzt auch an Gewicht zu. Das sind erst mal gute Zeichen.

In den nächsten Tagen müssen wir festlegen, wann die 4 aus dem Wohnzimmer in das Auswilderungsgehege wechseln. Leider wird es nicht einfach, weil Alya und Flora nie wirklich „handzahm“ geworden sind. Balou und Antonio bekommen wir „spielend“, die beiden Mädels müssen überlistet werden. Schauen wir mal. Es ist und bleibt spannend in „Hörnchenhausen“!

12.05.2022

Bei uns aktuell

im Wohnzimmer Balou (m, 7 Wochen alt), Antonio (m, ca. 8 W), Alya und Flora (w, ca. 7 W),
im Laufstall: Lino (m, ca 5 W), Lina (w, ca. 4 W)
im Körbchen: Lilly & Fee (w, ca. 3 Wochen)
im Außengehege: niemand

Heute war der große Tag von Krümel, Kasimir, Keks, Lieselotte, Lydia und Hannah, sie durften in die Freiheit des Lüerwaldes abzischen. Naja, „abzischen“ nicht wirklich, bis auf Lieselotte, die als Letzte das Gehege verlassen hat, sie musste vorher unbedingt noch eine lange Runde im Laufrad laufen. Ob sie weiß, dass es ein Laufrad im Wildwald nicht gibt?

Als Erste hat uns Lydia, die Jüngste, verlassen, was aber dem geschuldet sein kann, dass sie schon sehr stereo war (das hat definitiv nichts mit dem Alter der Hörnchen zu tun) und dies ausgiebig am Schleuseneingang betrieben hat. Als Zweite folgte die kleine Hannah und dann kamen die Jungs mit Krümel, Kasimir, Keks – dessen Nasenscharte komplett mit Fell wieder zugewachsen ist – und wie geschrieben Lieselotte. Nach 1 1/2 Stunden waren alle draußen, wir konnten die Schlafkobel von der Wolle befreien, sie bleiben jetzt ein paar Tage zum „lüften“ offenstehen. Wir sind gespannt, wen wir morgen früh um die gleiche Uhrzeit am Gehege wieder antreffen. Gute Reise, Ihr seid ein tolles Team gewesen und passt auf Euch auf!!!

Lina und Lino hatten heute ihren Kennenlerntag im Wohnzimmer. Um 14 Uhr war erst nur noch Antonio unterwegs. Er hat sie gerne aufgenommen und die beiden zischten hinter ihm durchs Wohnzimmer. Ein Größenunterschied war da kaum zu sehen. Antonio wird immer ein kleiner Eichkater bleiben. Als später Balou noch vom Mittagsschläfchen erwacht war, gab es ein bisschen Gefauche, er lässt sich ungern beim Futtern stören, aber alles noch im Rahmen. Um 15.30 Uhr konnte der Eingewöhnungsversuch abgebrochen werden, alle Akteure waren „fast asleep“. Und morgen auf ein Neues, ist ja schließlich Wochenende!

Lilly und Fee sind bei der Nahrungsaufnahme mittlerweile konstant, außer fressen und schlafen gibt es von den Beiden noch nichts zu berichten.

11.05.2022

Bei uns aktuell: Balou (m, 6 Wochen alt), Antonio (m, ca. 7 W), Lino (m, ca 5 W), Alya und Flora (w, ca. 6 W), Lina (w, ca. 4 W)
Im Außengehege: Krümel (m), Keks (m), Kasimir (m) und Lieselotte (w), ca. 12 Wochen alt, Hannah (w, 11 Wochen alt), Lydia (w, 09 Wochen alt)

Kaum sind sie da, sind sie auch schon wieder weg!

Unser 6er Trupp im Auswilderungsgehege wird voraussichtlich am Freitag in die Freiheit des Lüerwaldes entlassen. Es wird für sie der letzte, menschlich begleitete, Schritt sein und sie werden sich dann entgültig von uns abwenden. Für uns immer ein Ereignis, das uns traurig, aber auch froh zurücklässt. Traurig, weil sie jetzt ohne unsere Hilfe auskommen müssen, froh, weil es mal wieder gelungen ist, 6 Hörnchen zu päppeln, sie möglichst mit allem auszustatten, was sie für ein Leben in der Freiheit benötigen und wir auch eine gewisse Verantwortung/Fürsorge für sie abgeben dürfen. Sie haben die „Waldschule“ verlassen und müssen ihr Leben meistern. Um so mehr freut es uns, wenn wir sie dann ab und an noch um das Gehege streifen sehen, sie vielleicht „aufmerken“, wenn wir sie ansprechen (die Stimmen werden sie noch ein paar Monate „kennen“). Wir werden von der Auswilderung natürlich noch ausführlich berichten.

Die einen gehen, die anderen kommen. Gestern kamen Lilly und Fee zu uns. 2 jetzt schon bildschöne Eichkatzen, 3 Wochen alt. In der ersten Nacht fanden sie alles doof: der Sauger ist doof, die Milch schmeckt nicht wie bei „Mutti“ und „Pipi machen lassen“ geht gar nicht. Nach 24 Stunden haben sie sich aber doch in ihr Schicksal eingefunden, nehmen gerne die angebotene Milch und den „Rest“ lässt man über sich ergehen. Ansonsten besteht ihr Leben derzeit nur aus Schlafen und Milch trinken.

Sobald das Auswilderungsgehege wieder frei ist, wird es grundgereinigt, die Kobel gelüftet und neu mit Wolle bestückt und wir können über den Einzug unserer Wohnzimmerbesatzung nachdenken. Sie sind auf jeden Fall „reif“ für die „Waldschule“. Da wird fleißig genagt, geknabbert, aber auch noch gespielt und rumgealbert. So soll es sein.

Lina und Lino sind noch im Laufstall, wir werden sie aber in Kürze zu den anderen ins Wohnzimmer bringen. Sie brauchen einen größeren Wirkungskreis und die Älteren werden sie nicht angreifen, sie haben den berühmten „Welpenschutz“.

Im Moment klingelt das Notruftelefon mehrmals am Tag. Leider. Am Abend wurde uns von der Kamener Feuerwehr auch noch ein Eichhörnchen gebracht. Es ist „erstversorgt“, aber die Chancen sind schlecht. Die nächsten Tage mit dem sehr warmen Wetter wird den Eichhörnchennachwuchs wegen „Hitze“ dazu bringen, dass sie aus den Giebeln stürzen …Eichhörnchen können nicht „schwitzen“, bzw. nur über Schwanz und Pfoten „Wärme ablassen“, fatal, wenn man eingesperrt unter dem Dach sitzt, da sucht man „das Weite“ und das geht dann in die „Tiefe“.

10.05.2022

Augen auf bei der Schlafplatzwahl

Bei uns aktuell: Balou (m, 6 Wochen alt), Antonio (m, ca. 7 W), Lino (m, ca 5 W), Alya und Flora (w, ca. 6 W), Lina (w, ca. 4 W)
Im Außengehege: Krümel (m), Keks (m), Kasimir (m) und Lieselotte (w), ca. 10 Wochen alt, Hannah (w, 9 W), Lydia (w, 8 W)

Allen Hörnchen, sowohl im Außengehege im Wildwald Vosswinkel (Kreks, Krümel, Kasimier, Lieselotte, Lydia und Hanna), als auch im Wohnzimmer (Balou, Antonio, Alya und Flora) und die beiden im Laufstall (Lino und Lina) machen sich prima. Derzeit alles im grünen Bereich. Die Großen brauchen nur noch Futter und Wasser und die abendliche Reinigungsaktion des Wohnzimmers (ok, die ist mehr für uns), morgens (6 Uhr) und nachts (0 Uhr) gibt es noch mal Milch, ansonsten wird fleißig geknabbert und geschreddert, mit den entsprechenden Folgen.
Gestern Nacht wurde ich aufgeschreckt durch einen etwas lauteren „Plumps“. Natürlich sofort nachgesehen. Die Hörnchen haben, sowohl beim Putzen als auch beim Schlafen, die Angewohnheit, sich immer irgendwo an den Abgrund zu setzen/legen – tierischer Thrill – und dabei muss Balou irgendwie den Abgrund heruntergeplumpst sein, schlecht gewählter Schlafplatz! Der Schlafplatz war aber nur highboardhoch und wie eine Katze fallen Eichhörnchen fast immer auf vier Pfoten. Sofort also die Nase untersucht, da war nichts, er ist ja auch alt genug, um in solchen Fällen die Nase nach oben halten zu können. Unsere kleineren Absturzopfer, die wir häufig aufnehmen müssen, haben deshalb sehr oft blutige Nasen, wie z.B. auch Lina sie gehabt hat, da klappt das noch nicht so ganz mit dem Kopf hochheben und das im freien Fall. Also den kleinen Balou erst zu nachtschlafender Zeit ein paar Minuten betüttelt. Dann strebte er doch wieder an seinen ursprünglichen, absturzgefährdeten Tatort (es gibt einige sehr viel bessere Kuschel-/Schlafecken) und kam „leider“ an der Nussschale mit den geschlossenen Nüssen vorbei. Schwups, eine mitgenommen und ab neben das große Schlafhäuschen. Und, jetzt hatte ich den falschen Schlafplatz: 20 Minuten eifriges Genage an der Nuss!

Bilder von Alya und Flora sind echt schwierig, entweder verschwommen oder nur Eichhörnchenteile …

07.05.2022_2

Bei uns aktuell: , Balou (m, 6 Wochen alt), Antonio (m, ca. 7 W), Lino (m, ca 5 W), Alya und Flora (w, ca. 6 W), Lina (w, ca. 4 W)
Im Außengehege: Krümel (m), Keks (m), Kasimir (m) und Lieselotte (w), ca. 10 Wochen alt, Hannah (w, 9 W), Lydia (w, 8 W)

Hier noch ein Sonderbeitrag zu unserem Einsatz im Kamener Dialysezentrum: letzten Samstag, am 30.04., wurden wir von dort angerufen, ein Eichhörnchen hatte sich in einen Lichthof verirrt, von wo es nicht mehr entkommen konnte. Der Lichthof war mit Kies belegt, einige Kugelleuchten befinden sich dort, aber nichts, was ein Eichhörnchen als Lebensraum braucht. Die Mitarbeiter/innen versorgten das arme Tier mit Futter und Wasser und verständigten uns. Unser erster Versuch mit Kescher war erfolglos, als der Schlingel uns sah, verschwand er sofort durch ein kleines Loch hinter der Wandpaneele und kam nicht mehr heraus.
Wir stellten eine Rattenfalle auf, was Besseres hatten wir nicht, und bestückten sie mit Futter – leider ohne Ergebnis, vielmehr wurde beobachtet, wie sich das Hörnchen nun diverser Krähenangriffe erwehren musste. Nach Rücksprache mit Stefan von Tiernotruf.de (unbedingt die Videos anschauen, dort wird tolle Arbeit geleistet!) kauften wir eine Marderfalle und stellten sie auf. 24 Stunden später war unser Kandidat gefangen, wir konnten das aufgeregte und kreuzunglückliche Hörnchen wieder in die Freiheit entlassen, zu sehen war nur noch eine rote Staubwolke, der nächste Baum wurde sofort erstürmt und dort erst einmal ausgiebig gefaucht und geschimpft. Hoffentlich findet das Tier wieder in seine gewohnte Umgebung und meidet den Weg in den Lichthof, allzu weit transportieren wollten wir es auch nicht, schließlich hat es ja vorher dort in der Umgebung gelebt und ist zu einem großen und stattlichen Hörnchen geworden, außerdem hätte es eine Autofahrt wohl viel zu sehr aufgeregt.
Viel Glück und ein schönes Leben wünschen wir Dir, hoffentlich sehen wir uns nicht wieder!

07.05.2022

Bei uns aktuell: , Balou (m, 6 Wochen alt), Antonio (m, ca. 7 W), Lino (m, ca 5 W), Alya und Flora (w, ca. 6 W), Lina (w, ca. 4 W)
Im Außengehege: Krümel (m), Keks (m), Kasimir (m) und Lieselotte (w), ca. 10 Wochen alt, Hannah (w, 9 W), Lydia (w, 8 W)

Lino hat eine Gefährtin bekommen – Lina, eine karottenrote Eichkatze, die zunächst bei einer anderen Pflegestelle war, dort aber nicht so recht Milch nehmen wollte. Bei uns klappte das ganz gut und heute ist sie ein tolles lebhaftes Mädchen, das sich prima entwickelt. Sie hatte eine kapitale Schwellung an der Nase und musste auch viel niesen, das ist aber nach einigen Tagen deutlich besser geworden.

Lino hat uns eine Menge Kummer gemacht, er hatte tagelang Durchfall und hat auch selbständig die Blase entleert, obwohl das noch nicht seinem Alter entsprach. Eine Untersuchung bei der TÄ ergab, dass er Blut in Stuhl und Urin hatte. Kein einziges der üblichen Mittel half, der Durchfall wollte nicht weichen, trotzdem nahm Lino zu und hat auch mit viel Appetit Milch genommen, oft gab er sie unten wieder her, während wir sie ihm oben einflössten. Nachdem wir die Milch durch milchfreien Brei ersetzten, wurde es besser, der Dünnpfiff verdünnisierte sich, und gestern konnten wir Lino und Lina zusammensetzen.
Zwischendurch hatten wir einen Notfall aus Lünen-Brambauer, eine kaum ein paar Tage alte Eichkatze, die aus dem Kobel gefallen war und von ihrer Mutter nicht zurückgeholt wurde. Obwohl sich alles gut anließ und die Kleine gut trank und lebhaft war, schlief sie überraschend und unerwartet am zweiten Tag bei uns ein.

Im Wohnzimmer haben sich Alya und Flora selbst mit Balou und Antonio bekannt gemacht, sie sind einfach aus ihrem Laufstall entwischt; das ist natürlich fatal, weil ein Vertrauensverhältnis von den beiden zu uns noch nicht da war, sie halten jetzt eine ziemliche Distanz und wollen so recht nichts mit uns zu tun haben. Leider haben sie an den ersten Tagen auch Antonio und Balou mitgezogen, die haben sich aber mittlerweile wieder besonnen und lassen sich von uns supporten. Die beiden Eichkatzen bekommen wir nur, wenn sie im Kobel liegen und es auf die Nacht zugeht, dann lassen sie sich merkwürdigerweise auch berühren oder füttern.

Balou hat sich toll entwickelt, der faule Strick hat eine ziemliche Kehrtwende gemacht, er ist aktiv, klettert, tobt, springt und ist jetzt ein Spielpartner für Antonio. Abends gibts auch gern mal gemischte Gruppen, es herrscht Friede, und das ist die Hauptsache.
Im Gehege machen uns die sechs viel Freude, sie sind aktiv, alle putzmunter und gesund, Keks ist schon ein wenig stereo. Hannah ist nach wie vor die aktivste, Lydia immer noch die schüchternste. Einer baldigen Auswilderung steht nichts entgegen, dann können sie mit Schrebi durchs Unterholz toben, die wir immer noch täglich am Gehege sehen, wo sie sich verpflegt. Sie sieht gut aus und macht einen fitten Eindruck.

01.05.2022

Bei uns aktuell: , Balou (m, 5 Wochen alt), Antonio (m, ca. 6 W), Lino (m, ca 4 W), Alya und Flora (w, ca. 5 W)
Im Außengehege: Krümel (m), Keks (m), Kasimir (m) und Lieselotte (w), ca. 9 Wochen alt, Hannah (w, 8 W), Lydia (w, 7 W)

Im Außengehege gibts nicht viel Neues – Keks scheint schon stereo zu sein, Lydia versteckt sich gern und kommt nicht raus, wenn wir die Gruppe besuchen, rund ums Gehege herrscht ordentlich Trubel, manchmal 5 Hörnchen gleichzeitig, Schrebi ist auch dabei.

Im Wohnzimmer residieren noch Balou und Antonio und vor allem Balou macht gute Fortschritte, er wird aktiver, ist auch mehr mit Antonio unterwegs, mittlerweile wiegt er über 150g (Antonio über 130).


Unser Neuzugang Lino aus Iserlohn macht uns gerade ein wenig Kummer, er hat tüchtig Durchfall, wir geben ihm Kohle und Dysticum und reduzieren die Milch etwas. Ansonsten ist er ein knuffiger Geselle, manchmal etwas brummig, eben typisch Eichkater, aber so langsam fasst er Vertrauen. Wir möchten ihn gern zu Antonio und Balou setzen, aber so lange er noch Durchfall hat, wird das nix.
Außerdem haben wir zwei weitere Neuzugänge: Alya und Flora, zwei schon etwas ältere Eichkatzen, vielleicht 5-6 Wochen alt, weitestgehend von der Milch entwöhnt – schauen wir mal, ob sie mit unseren beiden Eichkatern auskommen, für uns ist es natürlich schwierig, bei beiden noch Vertrauen aufzubauen, das klappt naturgemäß immer am besten, wenn sie noch kleiner sind. Eine von beiden zeigt unter Streß einen ziemlichen Kopfschiefstand.
Einen Hörnchennotfall haben wir in einem Krankenhaus in der Umgebung, dort hat sich ein erwachsenes Hörnchen in einen Innenhof verlaufen und kommt nicht mehr heraus, es versteckt sich hinter einer Wandverkleidung aus Metall. Bei einem kurzen Exkurs konnten wir es mit dem Kescher nicht schnappen, schauen wir mal, wie wir das lösen.

28.04.2022

Bei uns aktuell: , Balou (m, 5 Wochen alt), Antonio (m, ca. 6 W), Lino (m, ca 4 W)
Im Außengehege: Krümel (m), Keks (m), Kasimir (m) und Lieselotte (w), ca. 9 Wochen alt, Hannah (w, 8 W), Lydia (w, 7 W)

Die Bewohner/innen des Auswilderungsgeheges entwickeln sich prima, sie kommen mittlerweile mit der Situation gut zurecht, sind aktiv und gewöhnen sich an Temperaturen und Wetterkapriolen, sie hatten mittlerweile schon ordentlich Regen, Wind und Sonnenschein. Besucher scheinen sie nicht so sehr zu stören, jedenfalls toben sie einfach weiter durchs Gehege. Die bis letzten Samstag noch völlig normale Nähe zu uns wird weniger, wir dürfen uns zwar im Gehege bewegen, aber ihnen nicht zu nahe kommen. Krümel hat sich mal ganz bequem in die Vorratsbox mit Naturbaumwolle gelegt, die eigentlich nur den Nestbautrieb befriedigen sollte und ganz sicher nicht als Ruheplatz gedacht war. Nüsse knacken sie mittlerweile alle mehr oder weniger geschickt, Keks` Nase ist noch nicht verheilt, dort gibt es noch einen fast cent-großen kreisrunden unbehaarten Fleck.

Balou und Antonio, unsere Wohnzimmerbewohner, sind drollige Gesellen, Antonio ist ein Duracell-Hörnchen, immer unterwegs und auf Achse, und er frisst nahezu pausenlos. Balou macht seinem Namen immer noch alle Ehre – fressen und schlafen ist sein Tagesablauf, er lässt sich überhaupt nicht von Antonio animieren, noch nicht einmal kauen macht er ohne Not, am liebsten hätte er Milch bis zum Abwinken. Solch einen faulen Strick hatten wir noch nie. Wir sind ratlos, wie wir den Buben aktivieren können.

Vielleicht schafft das Lino, den wir gestern (Mittwoch) aus Iserlohn geholt haben, einen ca. 4 Wochen alten Eichkater, der ein Hämatom an der linken Brustseite hat und ansonsten wohl hauptsächlich erschöpft ist. Er wird die übliche Quarantänezeit abwarten müssen, dann stellen wir ihn den beiden Strategen vor. Mittlerweile kennt Lino Spritze und Sauger und verlangt gierig nach Milch, Krankheiten oder Beeinträchtigungen haben wir noch nicht entdeckt, er wiegt 82g und beherbergt noch einen oder zwei Flöhe. Die Finder sind so freundlich und schauen am Fundort nach, ob dort noch weitere Geschwister von Lino auftauchen.

In den letzten Tagen hat die Zahl der Notrufe abgenommen, woran auch immer das liegen könnte.

24.04.2022

Bei uns aktuell: , Balou (m, 5 Wochen alt), Antonio (m, ca. 6 W)
Im Außengehege: Krümel (m), Keks (m), Kasimir (m) und Lieselotte (w), ca. 9 W, Hannah (w, 8 W), Lydia (w, 7 W)

Der Umzug unserer Helden ins Außengehege hat geklappt, aus unserer Sicht prima, aus Sicht von Keks und Lydia eher traumatisch – die beiden, vor allem Keks, scheinen kreuzunglücklich zu sein. Hannah hat Spaß ohne Ende, springt, turnt, untersucht alles ganz genau, wusste als erste, wo der Futter- und wo die Schlafkobel sind, sie wirkt völlig unbekümmert, Keks hingegen hat stundenlang in einer Ecke gesessen, erst als wir ihn dort zwansgweise herunter holten, wollte er Pipi machen und fressen. Heute (Sonntag) morgen hatte er die Nacht überstanden, 4 saßen am Futternapf, Lydia lag noch im Kobel, wo wir sie herausholten und Keks lag schon wieder mit angelegten Ohren auf dem Dach der Futterstelle.

Schrebi haben wir draußen gesehen, putzmunter verpflegte sie sich dort und kletterte anschließend die dünnsten Bäume bis in die höchsten Wipfel, auch andere outdoor-Gäste stromerten herum, die Außenfutterstationen werden gut besucht, wir sind dankbar für die Nussspenden, die wir bekommen haben und die wir jetzt hervorragend einsetzen können. Am Sonntagmorgen im Sonnenschein ist unsere Ecke dort ein kleines Hörnchenparadies.

Balou und Antonio sind ins Wohnzimmer umgezogen, Antonio ist völlig begeistert, wie Hannah im Gehege ist er neugierig und möchte alles erforschen. Er war schon im ganzen Zimmer unterwegs und wirkt sehr selbständig. Zur Fütterung geht er erst in eine dunkle Ecke und pinkelt ausgiebig, wenn er bereit ist, kommt er zur Fütterung, und wenn er an einer bestimmten Stelle schlafen will, tut er das. Balou ist da noch kindlicher, für ihn zählt hauptsächlich fressen und schlafen, knabbern will er noch nicht so richtig, aber das kommt bestimmt bald.

Ein Notfallhörnchen aus Unna-Königsborn haben wir aufgenommen, aber für unsere 2 ist es zu alt, wir haben es daher weiter vermittelt.