18.03.2023

Ein wirklich sehenswerter Film …

„Die Eiche“, ohne gesprochene Worte, nur Bilder und „Musik“, aber man fiebert mit den Tieren mit, wenn die Mäuse fast „überschwemmt“ werden, der Eichelhäher vom Habicht verfolgt und der Eichelbohrer in Makroaufnahme eingefangen werden. Wie macht man so was? Toll, wir können ihn nur empfehlen!

Derweil schlägt unser Wetter ja so seine Kapriolen. Mal liegt Schnee im Wildwald, mal sind es 15 Grad. Die Hörnchen scheint es nicht zu stören, weder die, die „outdoor“ unterwegs sind, noch Lilly und Fuchsie im Residentengehege. Der Wildwald selbst war super „gezuckert“, leider nicht lange:

Lilly & Fuchsie auch mal mit und ohne Schnee im Gehege:

Die Vorbereitungen für die Unterrichtsstunden in der Grundschule waren bald abgeschlossen, es gibt genügend zu bauen und zu basteln, anzusehen und anzuhören; daraus soll z.B. ein Eichhörnchenkobel werden:

Zum Vergleich gibt es in einer Anschauungsbox den Eichhörnchenkobel von Pokey, Grisu und Rapunzel, den wir, so gut es geht, erhalten wollen, er dient als „Vorlage“ für die Nachbauten, gar nicht so einfach:

Am Freitag war es dann so weit, Auto vollgepackt und ab zur Aloysiusschule. Ein paar kleinere technische Probleme mit dem Monitor, die wir aber rechtzeitig zu Beginn lösen konnten. Aufgeweckte und interessierte Erstklässler, tolle Erfahrung, gerne wieder. Am Montag geht es mit den nächsten 2 Schulklassen weiter und die anderen 4 Schulklassen dann nach den Osterferien.

Am Donnerstag erreichten uns noch 2 Neuzugänge. Ca. 4 Wochen, Augen noch geschlossen. Ein Mädchen und ein Bube. Leider mussten wir den Buben bei der TA über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Details ersparen wir, es war einfach nicht möglich ihn zu retten, die Krähen hatten ganze Arbeit geleistet. Für das Mädchen sieht es ganz gut aus. Sie ist ca. 1 1/2 Wochen hinter Serafina zurück, aber sie ist fit und beide sind froh einen Kuschelpartner zu haben, auch wenn es alters- und größenmäßig nicht ganz passt, aber wir suchen uns ja unsere Schützlinge nicht aus, wir nehmen „was kommt“. Die Kleine wurde dann Seraluna getauft. Und hier ist sie:

Obwohl noch blind und taub, so versucht sie trotzdem schon am Hosenbein hochzukrabbeln.

Serafina gewöhnt sich so langsam an uns. Eichhörnchen, die schon „sehend“ & „hörend“ zu uns kommen, sind insofern schwieriger, als sie durch die neuen Geräusche, die neue Umgebung und unsere Stimmen doch sehr viel mehr verunsichert sind, als Eichhörnchen, die noch blind und taub sind, uns erst „riechend“ erfahren und irgendwann die Augen und Ohren aufmachen. Am Anfang ist das Sehvermögen mehr „schattenartig“, ähnlich wie das Hörvermögen, das eher „gedämpft“ ist. Sie gewöhnen sich langsamer an uns. Aber Serafina schafft das, sie fasst Vertrauen, tobt schon ab und zu gerne durchs Badezimmer und es ist schon jetzt abzusehen, dass sie eine kleine „Springerin“ wird. Sie nutzt jede sich ergebende Möglichkeit auf und von irgendetwas runterzuspringen und hat sichtlich Spaß daran, wenn es ihr gelingt.

Kuscheln können die beiden gut, das klappt hervorragend und sind die Momente, die bei uns einfach „nachhaltig“ bleiben. Schön das zu sehen. Die nächsten Tagen werden zeigen, wie es weitergeht. Wir werden jetzt dann wieder öfters berichten.

15.03.2023

Serafina aus Bönen …

hat den Weg zu uns gefunden. Die Rückführung mit Babyrufton etc. ist gescheitert, der Kobel unter dem Giebel scheint zerstört zu sein, so dass Mama wahrscheinlich umgezogen ist, aber ein Hörnchen ist nicht mitgekommen. Sie ist bei uns. Eine sehr selbstbewusste Dame …

11.03.2023

Nach dem Verlust …

ist wieder ein bisschen Ruhe eingekehrt, wenn wir auch am Donnerstag einen neuen Notfall aufgenommen haben, über den wir aber erst später berichten können. Es gibt keine Bilder und sie braucht ganz, ganz viel Ruhe, sehr viel Ruhe ….

Derweil gehen unsere Vorbereitungen für die Schulklassenschulungen in die Endrunde. Es gibt noch so viel zu tun und zu überlegen, auch einzukaufen, es wird nicht langweilig. Heute haben wir Kinokarten gebucht, der Dokumentarfilm „Die Eiche“, wir sind gespannt, der Trailer sah schon toll aus. Wir werden berichten … Pflicht für alle Naturfans!

Lilly und Fuchsie im Residentengehege geht es gut. Sie haben kein Problem mit dem „auf und ab“ der Temperaturen. Am Mittwoch noch 1 Grad (der Wildwald leicht gezuckert), am Freitag 10 Grad. Sie toben rum, freuen sich über die Leckerlies … hier ein paar Bilder:

Lilly mit frischem (ehemals eingefrorenem) Zuckermais

06.03.2023

Und wenige Stunden später ist Grisu jetzt auch seinen Geschwistern gefolgt. Ich habe keine Worte mehr, nur noch Tränen. Mach’s gut kleiner Grisu, es sollte wohl nicht sein ….

… ein paar Stunden später verlässt uns jetzt auch Rapunzel. Es ist kaum zu ertragen, den Tieren bei ihren letzten Atemzügen zuzusehen. Ich denke, es wird für uns eine sehr kurze Eichhörnchensaison.

Mach es gut kleine Rapunzel, jetzt bist du bei deinem Bruder Pokey, es tut mir so leid, dass ich dich nicht beim erwachsen werden, begleiten konnte.

05.03.2023

… es tut mir so leid, kleiner Pokey, dass ich dich nicht retten konnte. Eben bist du in meiner Hand über die Regenbogenbrücke gegangen. Du warst die letzten Stunden schon schlecht drauf und ich ahnte es … und jetzt ist es Gewissheit. Ich habe alles versucht – erfolglos. Es tut mir so leid, dass wir dir nicht zu einem langen Eichhörnchenleben verhelfen konnten, du warst noch so klein, noch mit Nabelschnur, die hast du bis zum Schluss nicht verloren, die Verbindung zu deiner Mama. Ich habe dich nur 3 Tage gekannt und trotzdem tut der Abschied so weh und so mag man keine Eichhörnchensaison eröffnen.

Man beginnt an sich selbst zu zweifen. Da helfen auch die ganzen Ausbildungen und Seminare nicht, das ist die harte Realität und die sieht anders aus als in Seminaren und „Anleitungen“. Ich kann es nicht ändern, es bringt Pokey nicht zurück. Und so komme ich mal wieder auf den Spruch von Tanja Lenn (Eichhörnchenhilfe Berlin / Aktion Tier e.V.) zurück: „Jedes Tier, das bei uns über die Regenbogenbrücke geht, geht mit Wärme und ganz viel Liebe!“. Ja, ist bei uns auch so, ich würde sogar noch ergänzen: „und es gibt ganz viele Wildtiere da draußen, in unserer von Menschen umgestalteten Welt, die unsere Hilfe brauchen!“

Rapunzel und Grisu kämpfen weiter, und wir mit. Ihnen gilt jetzt unsere ganze Aufmerksamkeit. Sie brauchen fest gedrückte Daumen, auf das wir sie in 10-12 Wochen im Wildwald Vosswinkel in die Freiheit entlassen können ….

04.03.2023

Zwei Nächte überstanden ….

und alles noch ein bisschen sehr hakelig. Jeder mögliche Sauger scheint für die Drei, „Grisu“, „Pokey“, „Rapunzel“, irgendwie zu groß zu sein. Und schon kämpft man mit den üblichen Problemen: Trinken, Pipi, Kaka … und damit auch mit dem Gewicht. Sie bringen aktuell 12,13 und 14g auf die Waage, nicht gerade das übliches „Startgewicht“ für ein Eichhörnchen. Ob wohl da schon das Problem lag, dass Mama Eichhörnchen nicht fit genug ist, um die Kleinen aufzuziehen? Die Rückführung am Donnerstag ist schon fehlgeschlagen, trotz Babyrufton hat sich die Mama nicht blicken lassen. Am Freitag ein ähnliches Bild. Die Finder haben den Rufton abgespielt, als Hörnchen da waren. Die, hat es aber überhaupt nicht interessiert, also definitiv keine Eichkatze, die ihre Kinder vermisst! Am Freitag nachmittag haben wir somit entschieden, dass die Rückführungen als gescheitet anzusehen sind und die Drei in unserer Obhut bleiben müssen.

Wir hätten uns gerne einen sanfteren Start in die Saison gewünscht, aber das Leben ist kein Wunschkonzert. Nach 48 Stunden ist die „gewöhnliche“ Routine wieder eingekehrt und man fühlt sich so ein bisschen in der Hexenküche. Sah gestern noch alles gut aus, haben die Drei in der Nacht unisono entschlossen, ihre Verdauung zurückzufahren. Super! Wenn man darüber nachdenkt, was die Drei in den letzten Stunden/Tagen erlebt haben, auch kein Wunder: Mama weg, Kobel heruntergefallen, mit dem Auto (!) ab in die Eichiestation, bis zur Ankunft (wir wissen ja nicht wie viel Zeit vor dem Absturz schon ohne Mama verstrichen war), also unterversorgt, Hunger bis unter die kleine Schädeldecke, dann gibt es jetzt plötzlich „künstliche Milch“ aus „künstlichem Sauger“, dazu aber wohlige Wärme in einem leise brummenden Inkubator. Die eigentliche Mamamilch können sie nicht lange gehabt haben. Das ist schon ganz schön viel für so einen kleinen, gummiartigen Weinkorken. Das da die Verdauung irgendwann schlapp macht, ist verständlich. Leider muss sie aber zügig wieder ans Laufen kommen und daran arbeiten wir gerade. Mit allen Mitteln … auch im Rahmen der Hexenküche, da wird gemixt, Elektrolyte mit oder ohne, Milch verdünnt, mit oder ohne … die Gläschenschar nimmt exorbitant zu. Die Drei sind definitiv in einem kritischen Stadium, man kann weder jetzt, noch in ein paar Tagen eine Prognose abgeben ob sie es in das Auswilderungsgehege im Wildwald Vosswinkel schaffen (was bei uns dann diverse Freudentänze hervorrufen würde -damit reihen wir uns dann in die Schneetänze des Wildwald-Teams zum Wildwaldweihnachtsmarkt ein), sie brauchen auch einen eigenen Lebenswillen. Wir hoffen von Fütterung zu Fütterung, alle 2 Stunden (Fütterung dauert ca. 1 Stunde, also eine Stunde „Freizeit“ für uns), auch in der Nacht und schauen dann immer wieder ganz gebannt in den Inkubator. Sind Sie noch bei uns? Oder über der Regenbogenbrücke?

Und in der Zwischenzeit? Wird geputzt, Gläschen und Sauger desinfiziert bzw. ausgekocht, Morosche Karottensuppe gekocht (für spätere Eichhörnchen), diverses vorbereitet, gebrauchete Tücher in die Waschmaschine gesteckt usw, usw. Mittlerweile sind wir wieder im „Betrieb“, gefühlt von 0 auf 100.

Für den tollen Eichhörnchenkobel haben wir – nachdem die Rückführungen ja erfolglos waren – eine Plastikbox gekauft, alle Flöhe rausgeschmissen, mit Haarlack ein bisschen „gefestigt“ und er ist jetzt ein super Schulungsmaterial für Kindergärten, Schulklassen, WiWa und KiJuPa und was sonst noch so an Schulungen kommt. Respekt vor der Baukunst von Eichkatzen … Toll, wenn man auf so reales Anschauungsmaterial zurückgreifen kann, vielen, vielen Dank noch mal an die „Grundies“.

Aber jetzt genug geschrieben, hier kommen Bilder. Ein Video wird es auch bald geben, aber wir dürfen die Drei auch nicht überfordern. Außerhalb des Inkubators kühlen sie schnell aus und das soll nicht sein, so stabil sind sie einfach noch nicht und wir haben aktuell noch genug „Problemchen“:

Und zum Abschluss an der Stelle auch noch einen besonderen Dank an Marina, die uns mit Spritzen und Kanülen versorgt hat!

02.03.2023

Und los geht es….

heute ein kompletter Kobel in Kamen heruntergekommen. Roland mit Familie war sehr umsichtig, hat eine Rückführung versucht, leider am heutigen Tag ohne Erfolg. Der Kobel mit 3 Eichhörnchen landete bei uns und wir haben dann „mal eben“ unsere Station einschließlich Inkubator in Betrieb genommen. Die drei Kleinen, die Reste der Nabelschnur sind noch zu erkennen, sind erst mal noch agil. Ein paar Flöhe haben wir trotzdem entdeckt. Sie liegen im Inkubator in einer schönen Wärme, werden versorgt (trinken war noch nicht so toll, aber die „Gummi-Zitze“ ist ja auch keine „Mama-Zitze“, aber Pipi ging bei allen Dreien!). Wenn wir Glück haben, können wir die Drei morgen vormittag vielleicht der Mama wieder in ihrem toll gebauten Kobel wieder anbieten. Das wäre das Beste für die Drei. Wenn nicht, sind schlaflose Nächte vorprogrammiert ….

Und das ist ein kleines Meisterwerk der Eichhörnchenbaukunst:

25.02.2023

Mit Vollgas in die neue Eichhörnchensaison … oder doch noch nicht …

Unser nächster Notruf nach dem Kaninchen war … eine Kanadagans, die alleine, humpelnd über ein Feld lief. Uah, auch da sind wir nicht der richtige Ansprechpartner, aber egal, wir (ver-)suchen alles und wenn auch nur passende Pflegestellen (in Anbetracht der neu aufkommenden Vogelgrippe sind wir allerdings sehr, sehr vorsichtig!). Mehrere Telefonate später … die Kanadagans kann fliegen, der gefiederte Gatte (oder Gattin?) war plötzlich mit dabei. Wir hoffen, dass sich das verletzte Tier erholt.

Bei jedem Wildtierfund muss man sehr genau überlegen, ob man ein solches Wildtier dem Stress aussetzt mit „einfangen, begutachten und dann den/die Gattin wieder finden“. Sie/er konnte fliegen, haben sich gänsisch normal verhalten, also erst mal nichts tun und beobachten. Deshalb für uns auch bei Eichhörnchenfunden sehr wichtig, am Besten direkt von der Fundstelle aus anrufen und dann besprechen, ob das Wildtier aus seiner gewohnten Umgebung entnommen werden muss. Mitunter unterliegen die Tiere ja unterschiedlichem Recht, sprich, der unteren Naturschutzbehörde oder dem Jagdrecht? Wer weiß das schon …

2 Tage später trafen in der Pflegestation Hamm tatsächlich dann Fünflinge – Eichhörnchen – ein. Sie sind in guter Obhut und werden gepäppelt.

Wir sind mit unseren Vorbereitungen fast fertig, es fehlt quasi nur noch der neue Kletterbaum, aber der ist in Arbeit und wird spätestens am Wochenende fertiggestellt.

Ein „Sonntagszufall“ hat uns frischen Zuckermais gebracht. Eichhörnchen lieben Mais, den getrockneten Futtermais fressen sie gerne, wenn auch nur das „Weiße“ davon. Auf einem Trödelmarkt tauchte plötzlich ein Stand auf, der gekochten Zuckermais mit Kräuterbutter für Zweibeiner angeboten hat. 10 Meter hinter dem Stand kam für uns die Erleuchtung: Zuckermais, frisch, wie!!?? Halt, Stop, umkehren!!! Wir konnten dem freundlichen Verkäufer für 10 Euro einige frische, ungekochte Zuckermaiskolben „abluchsen“ – oder besser „abhörnchen“? In kleinen Stücken zerteilt, liegt er im Gefrierschrank und aktuell freuen sich Lilly und Fuchsie im Wildwald auf frischen, aufgetauten Zuckermais. Das lässt die Herzen der eichhörnchenverrückten Zweibeiner höher schlagen!

Außerdem waren wir in der letzten Woche mal wieder im Rombergpark in Dortmund und haben uns über die Fitness der Eichhörnchen dort kundig gemacht. Wie immer erst mal kein Eichhörnchen zu sehen. OK, es war grau, leichter Nieselregen. Aber irgendwann kamen sie dann. Als zusätzliches Schmankerl konnten wir dann auch noch eine freche Kohlmeise aus der Hand füttern … hier ein paar Bilder von den Fellnasen, die Nässe scheint ihnen nichts auszumachen

In der Zwischenzeit hatten wir auch wieder eine Kinderveranstaltung im KiJuPa in Waltrop. 13 aufgeweckte Kinder, die uns z.T. auch an unsere Wissengrenzen bringen. Es gibt ein eierlegendes Säugetier und warum ist Delfin und Wal kein Fisch usw, usw. … hui, da müssen wir auch teilweise echt „nachsitzen“. Egal, es macht „tierisch“ Spaß mit den Kindern zu „erarbeiten“, was denn Eichhörnchen wohl für Tiere sind: Fluchttiere, Nagetiere, Säugetiere, was grenzt sie von den anderen Arten ab und welche Arten gibt es in Europa und, und, und ….

Und „by the way“ haben wir auch noch eine Anfrage von „Fiete“ für einen Podcast über Eichhörnchen, es gibt Vorgespräche mit der Aloysiusschule über eine Infoveranstaltung in der Grundschule (8 Klassen à 90 Minuten, das ist mal eine Hausnummer, die es allein zeitlich zu bewältigen gibt!), ein Beitrag für die Ortszeit von Unna (Erscheinungsdatum März) und Vorgespräche für den Kinderferienpass in Unna … auch in der „noch“ eichhörnchenfreien Zeit haben wir genug zu tun! Wir stehen nicht still. Gut so, das ist der Auftrag unseres Vereins … nicht nur päppeln, sondern auch noch ein bisschen mehr … zum Schutz unserer Eichhörnchen!

Und zum Abschluss noch ein witziges Bild von Nicole, der Hühnerrettung NRW, die sich immer darüber wunderte, dass ihre Schafe gerupft aussehen. Tja, wenn Eichhörnchen sich hier ihre Kobelwolle holen, kein Wunder. Das Bild ist echt der Hit!

Und wer immer noch nicht genügend Eichhörnchenbilder gesehen hat, schaut einfach mal im Eichhörnchenforum in der Bildergalerie vorbei:

… und wieder wundern wir uns: wir sind noch nicht mal in der Eichhörnchensaison und der Blog ist viel zu lang geworden ….

Und jetzt kommt sogar noch eine Abschlussmeldung: gestern haben wir einen Neuzugang aus Warstein abgeholt, ein Kletterhörnchen für die Kleinsten, in XXL! Vielen, vielen Dank liebe Familie S. aus Warstein, die uns dann das Hörnchen auch noch kostenfrei überlassen hat. Es ist hier gut angekommen und wartet auf seinen ersten Einsatz, Bilder folgen!

18.02.2023

Unser erster „lebender“ Notfall ….

war ein kleiner Feldhase! Ein Bauer hat sein Feld gepflügt, der Minifeldhase ist geflüchtet und wurde von aufmerksamen Spaziergängern gesichtet. Nachdem die ersten Krähen sich nicht von dem Hasen verscheuchen ließen, es auch auf den abend zuging und Mama Feldhase sich nicht zeigte, haben die Finder das Tier mitgenommen und in eine Box mit Streu und Versteckmöglichkeit gesetzt. Super, vielen Dank! Am nächsten Morgen hat man sich dann über einen TA an uns gewendet. Da wir keine Feldhasen betreuen, aber trotzdem helfen wollten, suchten wir eine Pflegestelle für ihn/sie? Gar nicht so einfach bei uns im Kreis. Irgendwann war eine Pflegestelle gefunden, Abgabe aber erst gegen 18 Uhr, das war ein bisschen spät, denn der kleine Findling brauchte Milch, aber „Eichhörnchenmilch“ geht auch. Also kurzerhand das Fellknäul aufgenommen, 2x gefüttert und abends dann in die neue Pflegestelle gebracht. Seine Nase sieht übel aus, aber er hat zumindest eine Chance:

Die ersten Eichhörnchennotfälle sind in Stuttgart und an der Saar auch schon aufgetaucht, also genießen wir derzeit noch hoffentlich lange Nächte, die wir durchschlafen können. Diese ganz Kleinen sind wirklich eine Monsteraufgabe und man braucht auch tatsächlich ein bisschen (viel) Glück sie durchzubringen:

Aber auch unsere Eichhörnchen im Wildwald Vosswinkel sind fleißig unterwegs, sei es die Hörnchen „outdoor“, oder auch Lilly und Fuchsie im Residentengehege des Wildwaldes Vosswinkel:

Und wer noch ein bisschen mehr über den Trubel sehen möchte, der schaut auf YouTube vorbei, hier gibt es ganz viel neue Videos. Die Bearbeitung der Videos, vielmehr die Sichtung der im Laufe des vergangenen Jahres erstellten Filmmaterials, ist sehr zeitaufwändig. Dann muss geschnippelt, mit Text und ggfs.alles mit Musik versehen werden usw. Schaut doch einfach mal hier vorbei:

Aktion Eichhörnchen e.V.

Und jetzt gibt es noch ganz besonderen Dank: Wir haben von Annette und Gerhard einen Gutschein vom Koboldhofshop bekommen. Ihr seid echt „verrückt“, vielen, vielen Dank!!!

11.02.2023

… die Zeit steht noch still …

Oder doch nicht? Heute erreicht uns ein „Hilferuf“ von Astrid aus Unna. Ein Eichhörnchen an einer stark befahrenen Straße „überfahren“. Astrid hatte Mitleid und hat das Eichhörnchen von der Fahrbahn an den Rand gelegt, weil sie genauso wie wir nicht zusehen kann, wenn x-mal mit den Autos darüber gefahren wird, das haben unsere Wildtiere nicht verdient. Da sie unsicher war, ob es vielleicht eine Eichkatze mit Nachwuchs war, hat sie uns angemailt. Kein Thema, ab ins Auto und nachsehen. Es war ein Eichkater, ich habe ihn mitgenommen und beerdigt, er soll nicht am Straßenrand liegen bleiben. Wäre es eine Eichkatze mit geschwollenen Zitzen gewesen, hätten wir ganz anders handeln müssen. Ganz in der Nähe stehen hohe Tannen, 3 Kobel konnte ich erkennen. Das wäre ein Einsatz für die Feuerwehr gewesen, aber welchen Kobel nimmt man? Ist er mit der Leiter der Feuerwehr überhaupt erreichbar? Fragen über Fragen … wir brauchten es nicht. Trotzdem, er war ein stattlicher Eichkater .. und es macht uns so traurig, und nicht nur uns, sondern auch Astrid … und wir erinnern uns, wie sich unsere Beziehung zu den Eichhörnchen entwickelt hat: wir haben 2017 ein Eichhörnchen auf der Möhneseestraße überfahren, hatten keine Chance auszuweichen, weil Autokolonnenverkehr und Gegenverkehr … so kamen wir dazu … und jetzt versuchen wir ihnen zu helfen … wie das Leben so spielt ….

In dieser Wochen haben wir auch ein neues Futterhäuschen für Eichhörnchen bekommen. Liebevoll gebaut, mit sehr netten Details, kann bei Ebay-Kleinanzeigen vom „Holzwerker“ gekauft werden. Es hat 2 Eingänge, ein Plexiglasschauglas für den Stand der Nüssen, aber auch ein Zugang von unten, wenn das Häuschen am Baum hängt und die Seite lässt sich zum Befüllen öffnen ….

Wildwald Vosswinkel

Tja, der Wildwald Vosswinkel musste in den letzten Wochen mehrere schmerzliche Tierverluste hinnehmen. Ein Schaf, eine Ziege, ein Minischwein, der Uhu in 2022 usw…. auch wenn die Tiere schon ein stattliches Alter hatten, so ist der Verlust sehr schmerzhaft, sie gehörten zum Inventar, man hat sich an sie gewöhnt. In den letzten Wochen hat es deshalb mehrere Neuzugänge gegeben. Neu kamen Jonte, ein Kolkrabe, der mit seiner lautstarken Begrüßung immer ein Lächeln ins Gesicht zaubert, 2 neue Ziegen, die sich gerade eingewöhnen, 2 Marderhunde aus einer Pelztierfarm, ein 23 Jahre alter Uhu. Es lohnt sich in den Wildwald zu fahren. Auch wenn die Bäume noch kahl sind, es gibt trotzdem viel zu entdecken und so ganz langsam … erwacht die Natur …

2 Hirsche- noch mit Geweih – üben schon mal für die Brunft im September, die Schafe freuen sich über unsere restliche Weihnachtsmarkt-Wildwald-Winterdeko am Eichhörnchengehege und der Wildwald in der Nachmittagssonne ist einfach nur schön …

Ansonsten wird immer noch fleißig genäht.

In dieser Woche hatten wir auch den Pressetermin für den Artikel „Ortszeit Unna“ im März. Wir sind gespannt, was aus unseren „wilden Schilderungen“ in den Presseartikel einfließt.

Genießt die länger werdenden Tage und die Sonne, solange sie schein!!!