15.04.2023

… so langsam heißt es Abschied nehmen …

und zwar von Serafina und Seraluna, die voraussichtlich am Wochenende vom Wohnzimmer in die Auswilderungsvoliere wechseln. Aber erst mal von vorne, was in den letzten Tagen passiert ist.

Am Mittwoch morgen haben wir Carry aus dem Auswilderungsgehege entlassen. Manche Eichhörnchen flitzen sofort durch die geöffnete Tür in die Schleuse und dann nach draußen. Carry, wollte erst so gar nicht, aber mit ein bisschen „gut Zureden“ und „Drängeln“ hat sie es dann auch nach draußen geschafft, hüpfte dann noch in die Nusstasche und verschwand auf der Lärche, die direkt am Gehege steht. Wir haben sie noch eine zeitlang beobachtet. Am Anfang noch etwas „wackelig“, sie war ja schließlich fast 4 Wochen ohne „hohe Bäume“, später aber doch sehr viel sicherer. Sie hat sich auch gleich über die frischen Knospen hergemacht, eine Futterart, die ihr die letzten Wochen verwehrt war. Mach‘ es gut kleine Carry. Natürlich haben wir die Klappe am Gehege noch geöffnet gelassen, dass sie hätte zurückkommen können. Als wir gestern das Gehege für Seraluna und Serafina gereinigt und mit Kletterseilen wieder bestückt haben, war aber von ihr nichts mehr zu sehen. Wir hoffen, dass wir sie vielleicht am Wochenende morgens mal entdecken können. Die Futterstationen sind, wie in den letzten Wochen immer, ratzekahl leer gefressen.

Somit ist jetzt das Gehege frei für Seraluna und Serafina. Ein Abschied, der schon jetzt beim Schreiben „weh“ tut. Es sind zwei ganz tolle Eichkatzen und nach den ersten Verlusten in diesem Jahr, haben sie uns sehr viel Freude bereitet. Sie sind beide super fit und vor allem für Serafina wird es Zeit. Sie wird so langsam im Wohnzimmer „stereo“, obwohl wir erst vorgestern noch das Laufrad als neue Attraktion ins Wohnzimmer gebracht haben. Wir werden morgen noch den letzten Tag im Wohnzimmer mit ihnen genießen, wenn auch mit einem weinenden Auge, aber es muss sein, sie sind reif für die „Waldschule“!

Am Mittwoch erreichte uns dann der erste Notruf direkt aus Unna, eine kleine Eichkatze saß morgens auf dem Balkon. Am Nachmittag – nach der Arbeit – saß das Hörnchen immer noch unter einer Wolldecke. Der Finder meinte mit Recht, dass das nicht in Ordnung ist und rief uns an. Super, genau so! Vielen Dank! Die Kleine ist einer „großer Feger“, super schnell, das Einfangen war nicht einfach, aber sie konnte da auch nicht bleiben, hätte die Nacht wahrscheinlich nicht überlebt. Wir haben sie entsprechend der Straße, in der sie aufgefunden wurde, jetzt „Husi“ genannt. Sie ist im Alter von Harry, aber super, super schnell, top fit, noch ängstlich und hat keine „Mitbewohner“ mitgebracht, weder innerlich noch äußerlich! Sie hat 2 Tage in der Transportbox verbracht – durfte dazwischen aber auch mal im Badezimmer ihre Runden drehen – , wurde an Sauger und Milch gewöhnt und …. sitzt jetzt bei allen anderen im Arbeitszimmer. Und das kam so:

Im großen Laufstall saßen Nosy und Rosy, im kleinen Laufstall saßen Harry, Roosty und Konrad, Husi in der Transportbox. Das war irgendwie doof verteilt. Also, alle Türen auf! War das ein „Gewusel“. Roosty, Konrad und Husi hatten das Bügelbrett und den Wäscheständer hinter der Tür für sich entdeckt. Rosy und Nosy tobten auf dem Laufstall und Harry versuchte, einen Butterkeks auf dem Handtuch zu knabbern. Wir brauchen jetzt nicht erzählen, wie das Arbeitszimmer nach 1/2 Stunde aussah, da war „Großreinemachen“ angesagt, aber das war uns egal. Da sich aber alle gut verstanden haben, haben wir kurzerhand alle in den großen Laufstall „gesteckt“, sie sollen ja, nach dem Auszug von Seraluna und Serafina, ins Wohnzimmer umziehen. Bei der nächsten Fütterung lagen alle im Tipi, naja, nicht ganz: 2 lagen außerhalb unter dem Tippi, 2 residierten im Tippi unter dem Einlegeboden und 2 räkelten auf dem Einlegeboden. Das müssen sie noch ein bisschen üben.

Leider waren wir so beschäftigt, die Jungs & Mädels im „Zaum“ zu halten, dass es noch nicht viele Bilder von Ihnen gibt:

Zum Gesundheitszustand von Harry können wir leider immer noch keine Besserung mitteilen, er kann klettern, nur mit Hilfe der Vorderpfoten. Wir werden nächste Woche leider noch mal unsere TA kontaktieren müssen, wie wir mit Harry weiter verfahren. Das „Ei auf der Nase“ von Nosy, hat sich gestern „geöffnet“, ich konnte ein bisschen Eiter „rausquetschen“. Nosy ist sehr, sehr geduldig und sehr, sehr lieb, aber das war mit Sicherheit noch nicht alles. Das wird noch öfters nötig sein, das kennen wir ja mittlerweile. Aber sie ist ein ganz tapferes Mädchen!

Und abschließend waren wir auch am letzten Wochenende mal wieder bei den Hörnchen im Rombergpark. Nicht nur die Hörnchen, sondern auch die Wildvögel freuen sich über eine kleine Gabe:

12.04.2023

… fröhliches umziehen …

So könnte man die letzten Tage, einschließlich der Osterfeiertage nennen. Die Anzahl der Notrufe nehmen nicht ab, werden aber auch nicht mehr. Das ist die gute Nachricht und freut uns als Pflegestelle.

Aber jetzt erst mal ein Highlight der letzten Tage:

Wir bekamen einen Notruf, 3 kleine Eichhörnchen sind in eine Wohnung eingebrochen, keine Mama zu sehen. Bis wir da waren, konnten wir nur Eines sichern, die anderen haben sich sehr gut im Gestrüpp versteckt. Die Mama kam trotz unserem Rufton, den wir auf dem Handy haben, nicht mehr zurück. Also das Eichhörnchen erst mal mit nach Hause genommen, zu klein, um alleine bei den aktuellen Nachttemperaturen zu überleben. Am nächsten Tag der „erlösende“ Anruf: Mama mit einem Kind unterwegs. Ab ins Auto gesprintet, mit dem Nachwuchs. Es waren nur 10 Minuten. Der Finder hat in der Zwischenzeit den Rufton immer wieder abgespielt, dass uns Mama nicht „wegläuft“ und siehe da: Transportbox mit der Kleinen aufgemacht und sie rennt schnurstracks zu ihrer Mama und dann hinter ihr her. Rückführungen, wenn sie klappen, sind immer was ganz besonderes. Unglaublich, rührt zu Tränen und ist das Beste, was dem Nachwuchs passieren kann, denn bei Mama sind sie viel besser aufgehoben, als in einer Pflegestelle. Toll für uns, wenn man das erleben darf!

Aber jetzt mal ein Überblick über unsere „Insassen“:

Im Wohnzimmer: Serafina (ca. 10 Wochen), Seraluna (ca. 8 Wochen)

Im Laufstall: Nosy (ca. 6 Wochen, 130g), Rosy (ca. 6 Wochen, 151g), Geschwister!

In der Transportbox: Harry (ca. 5 Wochen, 108g), Roosty (ca. 7 Wochen, 123g) und NEU „Konrad (ca. 7 Wochen, 105g)

Für Serafina und Seraluna wird es langsam Zeit ins Auswilderungsgehege zu wechseln. Das ist derzeit aber noch mit unserem „Supersonderpflegefall“ besetzt und zwar mit der -ehemals – trächtigen Eichkatze „Carry“, die wir aufgenommen haben, weil sie extreme neurologische Störungen hatte. Wir haben darauf gehofft, dass sie im Gehege mit Futter und Wasser ev. die Kinder noch durchbringt, trotz der neurologischen Ausfälle. Leider hat sich das aber nicht bestätigt, denn das Gesäuge hat sich wieder zurückgebildet. Aber sie ist durch den Aufenthalt im Gehege bei Futter, Wasser und warmem Kobel motorisch wieder fit und darf in Kürze in die Freiheit des Wildwaldes. Alles Gute kleine Carry!

Somit ist dann, nach der üblichen Gehegereinigung, „Fahrt frei“ für Seraluna und Serafina. Zwei ganz tolle Eichkatzen. Unsere „Rechnung“, dass Serafina ihre 2 Wochen jüngere Lebensabschnittsgefährtin Seraluna „mitzieht“, ist voll aufgegangen. Es ist unglaublich, was die beiden im Wohnzimmer veranstalten. Wir haben unendlich viele Videos und sobald ein bisschen Zeit ist, schnippeln wir das zusammen. Toll, dass wir diese Beiden auf ihrem Weg des Wachsens und des Auswilderns begleiten dürfen. Hier ein paar aktuelle Bilder:

Nosy & Rosy: leider bessert sich, insbesondere der Zustand von Nosy, nicht wirklich. Sie atmet noch immer schwer, ist aber trotz allem fit und aktiv. Rosy ist wesentlich schüchterner als Nosy. Aber sie haben noch Zeit. Sie sind im Laufstall, bekommen täglich mehrere Portionen Squirrelmilch und dürfen sich erholen. Nosy haben wir schon mehrmals ertappt, dass sie auch an den angebotenen Walnüssen nagt. Das mag bei ihrem „Brummschädel“ und den korrigierten Zähnen auch ein gutes Zeichen sein. Natürlich dürfen sie mehrmals am Tag auch aus dem Laufstall raus und im Zimmer herumlaufen. Eine Nachtfütterung können wir bei ihnen schon mal weglassen, d.h. um 3 Uhr dürfen sie brav weiterschlafen, wir natürlich nicht, denn es gibt noch „Kandidaten“, die nachts ein bisschen Milch brauchen …

Jetzt kommen wir zur Transportbox. Die stand bisher im Badezimmer und beinhaltete Harry und Roosty. Harry, der Kleine, noch nicht „mobile“ Eichkater und Roosty, der Eichkatze, die so fürchterliich Angst vor uns hat …. Sie sind jetzt „vorübergehend“ vom Badezimmer in das Zimmer mit dem Laufstall von Nosy und Rosy gezogen. Es ist für uns immer schwierig, allen Hörnchen gerecht zu werden. Aber heute hat sich Andre mit „Konrad“ gemeldet. Konrad ist schon mehrere Tage bei dem Finder und sollte jetzt aber Gesellschaft bekommen. Er passt altersmäßig super zu Roosty, wenn er auch leichter als Harry ist. aber auch das können wir uns nicht aussuchen und ist immer ein Anhaltspunkt für Entwicklung und Alter usw.

Aktuell wohnen in der Transportbox jetzt Roosty, Konrad und Harry. Das klappt gut, alle kuscheln zusammen. Wenn das über die Nacht jetzt auch gut klappt, wechseln sie auch in einen Laufstall (2). Der Vorteil: Roosty hat einen altersgerechten Kuschelpartner und Harry hat 2 Kuschelkollegen. Ob es Harry schafft, wissen wir zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht. Eine Lähmung dauert und die Fortschritte sind nur sehr minimal. Das muss die TA entscheiden. Es wäre für uns unendlich schlimm ihn „gehen lassen zu müssen“, aber wir hoffen noch… er braucht ganz viel gedrückte Daumen!!!

Harry:

Roosty & Konrad & Harry (Bilder folgen!):

08.04.2023

… es regnet Eichhörnchen …

innerhalb weniger Tage nehmen die Vermittlungsgesuche in unserer WhatsApp-Gruppe erheblich zu, vor allem Berlin bekommt einiges ab.

Am Mittwoch kamen 2 neue Eichkatzen zu uns:

Rosy, die Schwester von Nosy, mit nicht ganz so schlimmer Nase, Zähne alle noch heile. Da Nosy schon im Laufstall im Arbeitszimmer wohnt, haben wir ihre Schwester direkt dazu gesteckt. Nosy ist super lieb, nach einer gemeinsamen Nacht auf der Couch auch sehr anhänglich. Sobald man in das Zimmer kommt, hängt Nosy schon am Laufstallausgang und will raus, möglichst auf die Hand. Nach einem Tag Eingewöhnungszeit rennt Rosy ihrer Schwester durch das Arbeitszimmer hinterher, sie ist etwas zurückhaltender, aber das gibt sich bestimmt noch. Beide sind böse auf die Nase gefallen. Insbesondere Nosy atmet noch sehr schlecht, so wie ich hier am PC sitze, höre ich sie im Laufstall atmen. Heute hat sie sich die dicke Kruste auf der Nase selbst weggekratzt, aber in der Nase wird noch einiges „hängen“. Wir versuchen es morgen mal mit Inhalationen, aber das ist bei so quirrligen Eichhörnchen natürlich kein leichtes Unterfangen.

Roosty ist leider nur eines von 4 kleinen Eichhörnchenkindern, das wir fassen konnten. Sie wurden hinter der Eishockeyhalle der Iserlohner Roosters gefunden. Bei dem Trubel dort haben sie sich schnell in die Bäume geflüchtet. Keine Chance und alle Futterleckereien haben sie leider nicht interessiert. Wir sind nach 18 Uhr noch mal hingefahren, es ließ uns einfach keine Ruhe. Wir haben sie nicht mehr gesehen, schade, gerade im Hinblick auf die kalten Nächte, die auf die Kleinen zukommen, das werden sie wohl nicht schaffen. Wir haben sie auch des öfteren beobachten können, wie sie von den Bäumen -aber in Sträucher – geflogen sind. Sie sind noch nicht wirklich klettertauglich. Das muss ihr erster größerer Ausflug gewesen sein. Roosty selbst ist sehr, sehr scheu, Marke „Rollhörnchen“. Sie läuft kaum rum, fasst noch kein Vertrauen. In einem ersten Versuch haben wir sie zu Rosy und Nosy in den Laufstall gegeben, das ging irgendwie gar nicht. Jetzt unterstützt sie den kleinen Harry und bietet ihm eine Kuschelpartnerin. Das kann so natürlich nicht bleiben. Wir sind schon mit anderen Stationen in Kontakt, wir hätten gerne für Harry einen altersgerechteren bzw. sogar jüngeren Partner*in und Roosty braucht auch eine ruhige Gruppe, Nosy und Rosy sind für sie schon viel zu agil. Aber wir können uns es ja auch nicht aussuchen, welche Notfälle wir bekommen, wir versuchen allen – im Rahmen unserer Möglichkeiten – gerecht zu werden.

Harry schlägt sich tapfer. Mittlerweile sitzen die Beinchen schon unter dem Körper, wirklich laufen kann er noch nicht. Wir müssen üben, üben, üben …

Seraluna und Serafina schlagen alle Sprungrekorde. Gestern haben wir ihnen den Fleecetunnel aufgehängt. Jetzt wird fleißig „gehopst“ vom Tunnel zum Kratzbaum und mit Speed auch in den Olivenbaum, der irgendwie täglich seine Blätter verliert. Ja ist denn schon Herbst oder sind das die beiden Gören? Die beiden machen Spaß, man könnte ihnen stundenlang zusehen. Serafina springt elegant und weich wie ein Flummy, wir werden sie nicht mehr lange im Wohnzimmer „halten“ können. Die Schrammen, die sie uns mit ihren Krallen verpassen, sind nicht ohne. Gut, dass es noch nicht so warm ist wie im Hochsommer, denn 2 Hosen und 2 Pullover übereinander sind mittlerweile Pflicht – und trotzdem sieht man aus, als wäre man durch Stacheldraht gezogen worden.

Wir hoffen, dass Seraluna sich weiter so schnell entwickelt, dass die beiden dann, in das hoffentlich freie Auswilderungsgehege, umziehen können.

Und Lilly und Fuchsie?

Denen geht es prächtig, sie machen einen gesunden und guten Eindruck! Aber seht selbst:

Aber jetzt wünschen wir allen Mitleser*innen ruhige Osterfeiertage und hoffen auf ein bisschen Sonne, das unseren, und den Pelz der Wildtiere wärmt.

04.04.2023

… jetzt geht es richtig rund …

die Notrufe nehmen kein Ende. Wenn auch wir „aktuell“ nur mit 4 Eichhörnchen gesegnet sind, andere Stationen schon „voll oder überfüllt“ angemeldet haben, kommt es ja immer darauf an, welche Pflegefälle man hat. Aber jetzt alles im Einzelnen:

Seraluna und Serafina haben sich im Wohn-/Hörnchenzimmer super eingelebt. Wir werden jetzt in den nächsten Tagen, vor allem für Serafina, immer neue Attraktionen ins Wohnzimmer einarbeiten. Es fehlt noch der Fleecebaum, das Laufrad, Kletterseile usw. Das kommt jetzt nach und nach dazu. Insbesondere Serafina ist, wir wir es in einem früheren Blog schon angedeutet haben, eine „Springerin“. Sie springt so elegant, leichtfüßig und schnell, es ist eine Augenweide, da zuzusehen. Wir werden alles in ein Video packen, denn das lässt sich einfach nicht beschreiben. Seraluna ist für ihr Alter schon sehr weit. Manchmal rennt und springt sie Serafina einfach nur „hinterher“, aber sie hat noch lange nicht die Schnelligkeit. Aber, sie spielen und raufen gerne miteinander und der Schlafplatz ist bei beiden immer der Gleiche. Bisher im Schottenkobel, heute haben sie sich den oberen Teil des Kratzbaums ausgesucht. Das ist normal und ok. Eichhörnchen „unterhalten“ immer mehrere Kobel gleichzeitig, halten sie sauber, ordentlich und wasser- und winddicht, denn es könnte ja mal ein Kobel zerstört, von einem andern Tier besetzt oder der Baum gefällt werden. Eichhörnchen planen wirkich „vorausschauend“!

Hier ein paar Bilder von den beiden, Serafina hat Spaß daran, sich um den Türgriff der Balkontür zu „wickeln“:

Durch unseren Neuzugang Nosy war ein Tierarztbesuch fällig. Da unsere Haupttierärztin im wohlverdienten Osterurlaub weilt, haben wir ja noch andere Tierärzte, die wir ansteuern können. Auch hier, dürfen wir, trotz Ferien, mal mit unseren Not-/Problemfällen „dazwischenrutschen“. Vielen, vielen Dank, das ist nicht üblich.

Nosy haben wir am Sonntag aus Fröndenberg abgeholt. Sie hat sich erst in das Jugendzimmer verrirrt, dann auf den Balkon zurück und von da ist sie mehrere Meter tief gefallen und „liegengeblieben“ bzw. hat sich nicht mehr wegbewegt, so dass die Finderin einen Korb über sie gestülpt hat, bis wir kamen.

Nosy ist ca. im Alter von Seraluna. Die Oberzähne sind vielleicht 2 mm schon durchgebrochen, der Schwanz leicht aufgefächert. Die Nase sieht übel aus, dazu ist/war ein unterer Schneidezahn abgebrochen und ganz viel Blut ist in die Nase gelaufen. Allein wegen des abgebrochenen Schneidezahns haben wir die TA aufgesucht, denn dafür braucht man schon mehrere Hände, um ein wildes, verängstiges Tier so zu bändigen, dass man den „normal“ gewachsenen Schneidezahn auf den abgebrochenen Schneidezahn kürzen kann. Hätten wir es so gelassen, hätte die Gefahr eines „ZF-Hörnchens“ (Zahnfehlstellungs-Hörnchen) bestanden, das wollten wir natürlich gar nicht, zumal sich Nosy bei dem Sturz keine Knochenbrüche eingehandelt hat. Respekt. Wobei, ihr Kopf hat schon mehrere Dellen und Erhebungen, da gibt es den ein oder anderen derben Bluterguss, es knirscht lt. TA auch ein bisschen, was auf Knochenbrüche hinweist.. Aber in dem Alter wächst so was wieder zusammen. Wir behandeln sie u.a. auch mit Schmerzmittel, das geht aber auch bei einer so lädierten Nase nicht anders. Sie muss ans Fressen kommen und das tut mit Sicherheit alles sehr, sehr weh. Hier ein paar Bilder von ihr:

Aktuell, während ich den Blog schreibe, ruht sie in meiner Bauchtasche vom Fleecepulli. Das Atmen fällt ihr schwer, denn in der Nase sind alle Schleimhäute geschwollen, es werden auch noch Restbestände von Blut darin haften, das muss mit der Zeit alles raus. Sie steht mittlerweile nicht mehr unter akutem Schock, aber es wird bestimmt noch ein paar Tage dauern, bis sie über dem „berühmten“ Berg ist. Wir haben uns gefreut, als sie heute abend mal die ersten Runden durch das Badezimmer gelaufen ist. Motorisch alles top, rennt, läuft, springt, nach einen atemberaubenden Sturz, Respekt!

Jetzt zu unserem 2. Pflegefall Harry: wir haben die Gelegenheit genutzt und ihn einer 2. TA vorgestellt und besser hätte es nicht laufen können: gleiche Aussage wie von der 1. TA, er hat mit ganz viel Geduld und Übung eine Chance, dass die Hinterbeinchen funktionieren können. Das gibt uns den „Schub“ weiter zu trainieren. Eine Fütterung von Harry dauert, wie die derzeit von Nosy, ca 1/2 Stunde (im 2 1/2 Stunden Rhythmus): Zuerst braucht der kleine Mann mal Milch, ansonsten ist er sehr „unentspannt“, er hat immer Hunger! Dann gibt es eine Runde „Pipi“, denn das ist durch die Lähmung auch nicht so toll und dauert etwas länger … dann wieder eine Spritze Milch, dann wieder Pipi usw. Am Ende gibt es „Bewegungstherapie“, aber da ist Harry meist schon eingeschlafen, im sogenannten Milchkoma …

Hier noch Bilder von Harry:

Und Lily und Fuchsie im Wildwald?

Werden sich in den nächsten Tagen an die Hauptsaisonöffnungszeiten des Wildwaldes Vosswinkel gewöhnen müssen. Die Saison geht wieder los, die Übernachtungsmöglichkeiten sind wieder in Betrieb. Toll, wir sind jedes Jahr auch immer dabei, meist im Kolkrabenhorst. Herrlich, ein unvergessliches Erlebnis, auch wenn der Regen auf den Bauwagen prasselt und man nicht mehr als Regen hört, beim Gang auf das Plumpsklo der Waschbär unter dem Bauwagen sitzt, usw….

Lilly & Fuchsie sind fit, wir vermuten, die wechselnden Temperaturen machen ihnen nicht allzuviel aus:

31.03.2023

Harry erneut bei der Tierärztin …

er hat in den letzten 2 Tagen schon eine enorme Entwicklung gemacht: von völlig lethargisch und Milch verweigernd – eine Fütterung dauerte locker 1 Stunde und das im 2-Stunden-Rhythmus – Pipi ging auch nicht wirklich gut, sind wir jetzt bei „sehr gerne Milch“, Pipi noch wenig, aber vorhanden, und mit den Vorderpfoten recht agil. Die Hinterpfoten wollen nicht so wirklich. Das ist natürlich immer ein Alarmzeichen, also, noch mal zur TA. Alles kontrolliert, er hat in den Hinterläufen und bis zur Schwanzspitze hin „Gefühl“. Gebrochen ist auch nichts, also neurologische Probleme, eventuell durch einen Bluterguss im/am Rücken verursacht. Wir versuchen es weiter und hoffen. Er ist uns natürlich auch schon ans Herz gewachsen und es kann nicht mehr lange dauern, bis er die Augen öffnet. Wenn alles erledigt ist, kuschelt er sich unter sein Stoffhörnchen und ist nicht mehr zu sehen. Hier ein paar aktuelle Bilder von ihm:

Serafina und Seraluna leben sich im Wohnzimmer ein. Sie sind noch nicht so ganz in „Eichhörnchenmanier“ unterwegs, gestern mussten wir sie gegen 8 Uhr erst mal wecken und aus dem Kobel werfen, die hätten sonst den ganzen Tag verpennt. Aber dann ging es sofort zum Frühstück und danach wurde rumgetobt. Serafina ist schon jetzt in atemberaubenden Tempo unterwegs, die Vitrine ist kein Problem, der Olivenbaum wird erklettert und die ersten Tapetenfetzen liegen auf dem Boden. Wow, so schnell, hat sich noch kein Eichhörnchen an die Umdekoration unseres Wohnzimmers begeben. Wir sind gespannt, wie es weiter geht und welche Verbesserungsvorschläge sie für uns bereit hält.

Die tägliche Zahnkontrolle von Seraluna ergab, dass die oberen Schneidezähne durchgebrochen sind, das bedeutet das Ende der Ära „Butterkeks“ und „ab auf die Nüsse“. Auch hier ein paar aktuelle Bilder:

Und abschließend auch noch ein ganz großes Dankeschön an Petra, die uns eine großzügige Spende überwiesen hat. Vielen, vielen Dank!

Und heute haben wir jetzt auch unsere Verabredung mit Fiete und Tim. Fiete macht Podcasts über Tiere und möchte uns unbedingt besuchen. Auch da sind wir gespannt, welche Fragen er sich ausgedacht hat.

https://fietefreudeeierkuchen.podigee.io/

30.03.2023

Harry ist angekommen & die „Seras“ sind ins Wohnzimmer umgezogen …

Gestern und heute erreichten uns auch wieder Notrufe. Einige konnten wir in nähergelegene Pflegestellen weitervermitteln (der Transport eines Wildtieres mit dem Auto ist für das Wildtier eine absolute Katastrophe und sollte so schnell und so kurz wie möglich sein), Harry allerdings, kam zu uns. Der Finder war so freundlich uns entgegen zu fahren. Harry ist ca 3-4 Wochen alt, Augen und Ohren noch zu, allerdings hat er „Einschläge“, vermutlich von Krähen. Da es gerade die „richtige“ Zeit war, bin ich mit ihm direkt zu unserer TA gefahren. Sie hat die Wunden begutachtet. Am Kopf und Rücken sind oberflächlich, allerdings am Hinterbein tiefergehend und in der Nähe eines Gelenks, gar nicht gut. Wir haben uns dann für Antibiotika entschieden, denn Keime im Gelenk kann fatale Folgen haben, dass Harry nicht ausgewildert werden kann.

Harry ist eine ziemlich „harte Nuss“, die es zu knacken gibt. Dass der Sauger und die Milch doof sind, das kennen wir, aber ein Eichhörnchen, das schöne „Köttel“ legt, aber kein Pipi macht und überhaupt recht lethargisch ist, ist ungewöhnlich. Wir füttern – oder versuchen zu füttern, denn ein Saugreflex ist auch nicht da – alle 2 Stunden, rund um die Uhr. Ufzh ….

Kleines Update heute, 29.03.2023, 22.00 Uhr, er trinkt tatsächlich ab und zu mal selbst, ist agiler und vor allem pfeift er nach Mama … jede Äußerung von ihm ist uns Recht, er wird ein bisschen „mitteilsamer“, aber er ist noch lange nicht über dem „Berg“… er braucht gedrückte Daumen. Jetzt ein paar Bilder von ihm. Er ist in einem Minikobel mit Fußbodenheizung und hat natürlich ein kleines Kuschelhörnchen dabei:

Seraluna und Serafina sind am Mittwoch ins Wohnzimmer gezogen, aber zuerst musste ja alles erst mal vorbeireitet werden: alle Deko und Stofftiere, Eichhörnchenkissen mussten aus dem Zimmer verbannt werden, dann Schaumstoff als Fall- und Lärmschutz auf die Möbel, dann die Decken darüber …

Vor allem Serafina brauchte neuen „Input“. Erst wollten wir sie „einzeln“ nach unten tragen, das fand Serafina total doof, also haben wir beide mit ihrem Laufstall ein Stockwerk nach unten verfrachtet. Die Aufregung natürlich riesig! Aber, ein paar Minuten später, die Tür vom Laufstall war natürlich auf, taperte Seraluna raus, wenig später Serafina und schauten sich erst mal um. Was morgens gegen 9 Uhr noch recht verhalten/zurückhaltend war, sah nachmittags schon anders aus. Insbesondere bei Serafina hatten wir irgendwann den Eindruck, dass sie gar nicht mehr wusste, wo sie hinlaufen soll: alles neu, ganz viele neue Spiel- und Sprungmöglichkeiten. Und ja, Serafina ist eine „Springerin“, es dauerte keine 10 Minuten, da hatte sie sowohl die Vitrine, als auch das höchste Brett an der Fotowand „ersprungen“.

An die Vogelbewegungen auf dem Balkon müssen sie sich erst noch gewöhnen, wie auch daran, dass die Fensterscheibe nicht durchsprungen werden kann, die Bäume auf der Tapete nicht „echt“ sind und wir durch das Absperrbrett in das Zimmer kommen. Neue Geräusche, an die sie sich gewöhnen müssen. Aktueller Stand ist, dass die beiden im „Schottenkobel“ schlafen. Da Seraluna noch nicht selbst Pipi machen kann, müssen wir sie um 2 Uhr nachts noch mal wecken, aber ansonsten haben sie ihren „vorletzten“ Umzug vor dem Auswilderungsgehege mit Bravour gemeistert. Aber jetzt auch hier noch Bilder, die letzten aus dem Arbeitszimmer und die neuen aus dem Hörnchenzimmer:

28.03.2023

So langsam nehmen die Notrufe auch bei uns zu. Leider kommt es immer mal wieder vor, dass Tierärzte uns andere Tiere, wie z.B. Feldhasen oder Singvögel „unterjubeln“ wollen. Schaffen sie aber nicht, denn wir haben hier schon ganze Listen mit anderen Wildtierhilfen in unserem Umkreis, so dass wir die Tiere sofort weitervermitteln können.

Es kommen aber nicht nur Notrufe, sondern auch Anrufe mit allerlei Fragen rund um Eichhörnchen bei uns an. Aus Unna kam z.B. ein Notruf über ein Eichhörnchen, das eine „dicke“ Backe hat. Es ist aber ein Wildtier, lässt sich nicht fangen und der Allgemeinzustand scheint auch nicht gut zu sein. Da haben wir natürlich kaum eine Chance zu helfen. Schade!

Aus Bergkamen erreichte uns ein Notruf über ein „Nachlaufhörnchen“. Wir nennen die Hörnchen so, wenn sie bewusst auf den Menschen zu gehen oder sie verfolgen und am Hosenbein hochkrabbeln. Sie brauchen dann dringend Hilfe. So auch bei der kleinen Eichkatze. Vielen Dank an den Finder, der uns ein Stück entgegen gekommen ist. Die Kleine ist ca. 5 Wochen alt, die Schneidezähne oben noch nicht durchgebrochen, aber auch sehr, sehr dürr. Wir könnten sie jetzt zwar -nach einer Quarantänezeit – mit Seraluna und Serafina vereinen, allerdings gibt es in Dortmund eine Pflegestelle, die noch ein einzelnes Hörnchen aufzieht. Das soll nicht alleine bleiben, so dass wir die Kleine natürlich abgeben. Hier ein Bild von ihr:

Vielen Dank an den Finder!

Seraluna und Serafina sind nach wie vor fit. Sie werden voraussichtlich am Mittwoch mit ihrem Laufstall ins Wohnzimmer umziehen. Das muss vorher natürlich noch von „Deko“ entrümpelt werden, alle Möbel mit Schaumstoff und Decken abgedeckt werden und dann ist unser Wohnzimmer für die nächsten Monate wieder „Hörnchenzimmer“. Aktuell machen die Beiden noch das Arbeitszimmer unsicher. Vor allem Serafina findet immer irgendwas, in das sie ihre Zähne reinschlagen kann: das Heizungstermostat, das Trampolin (auf dem steht der Laufstall), der Sitzsack, Tapete oder die Nase des Stoffhörnchens. Also alleine lassen kann man die hier auf keinen Fall.

Hier auch ein paar neue Bilder:

Das erste Video ist jetzt auch veröffentlicht! Serafina und Seraluna März 2023

Auch im Eichhörnchenforum fliegen die neuen Hörnchenfotos nur so daher:

Solymar hat kleine Minieichhörnchen im Garten, die versuchen die größten Walnüsse abzuschleppen:

Ardilla hat trächtige Hörnchen auf dem Balkon:

Immer schön zu sehen, dass es Eichhörnchen gibt, denen es in der Freiheit auch gut geht und die vor allem so toll versorgt werden.

Hier auch ein tolles Video, wie insbesondere trächtige oder stillende Eichkatzen auf dem Balkon sich einem Stück Hirschgeweih bemächtigen. Aber unbedingt festbinden, sonst ist es weg und die sind nicht billig!

Eichhörnchen Franzi und das Hirschgeweih

Ja, und zu guter Letzt, haben wir auch wieder eine Anfrage eines Kindergartens bekommen, die sich für ihre Vorschulkinder eine kleine Eichhörncheninfoveranstaltung wünschen. Sehr gerne. Die Vorbesprechung wird im April stattfinden.

26.03.2023

… der neue Waldzustandsbericht wurde veröffentlicht …

Nabu – über den neuen Waldzustandsbericht –

Download des Waldzustandsberichtes

In der Zusammenfassung bedeutet es, dass sich die Verlichtung der Baumkronen nicht verändert haben, sie ist nach wie vor bei allen Baumarten hoch. Die Absterberate bei der Fichte ist weiter gestiegen, sei es durch abiotische (Windwurf, Vertrocknung), durch biotische Umstände (Borkenkäfer, Pilzkrankheiten), geplante forstwirtschaftliche Tätigkeiten oder Konkurrenz zwischen den Bäumen. Vor allem ältere Bäume sind vom Absterben bedroht, bei Jüngeren zeigt sich eine ähnliche Tendenz. Wir alle wissen, was das unter anderem für unsere Waldbewohner, insbesondere auch die Eichhörnchen heißt, wenn gerade die alten, zapfentragenden Nadelgehölze absterben. Fichten brauchen mindestens 30-60 Jahre, Tannen 60 Jahre, Kiefern zwischen 15-40 Jahren, je nach Standort, um Zapfen zu bilden. Buchen bilden die Bucheckern erst nach ca. 40-80 Jahren. Nicht umsonst werden wir ganz oft gefragt: „Warum sind denn Eichhörnchen in Not, wir sehen sie doch so oft in den Gärten und in Parks?“ Ja, klar, weil sie im Wald nicht mehr genug zu fressen finden, drängen sie, wie andere Wildtiere auch (Füchse, Waschbären, Greifvögel usw.) in die Städte, wo sie sich mit mehr oder minder gesundem Futter an Vogelfutterhäuschen, Mülltonnen oder herumliegendem Müll „über Wasser halten können“.

Lilly und Fuchsie im Wildwald sind nach wie vor gut drauf, von einer Zeitumstellung lassen sie sich natürlich überhaupt nicht beirren, denn sie stehen nach wie vor bei Sonnenaufgang auf, sind in den frühen Vormittagsstunden unterwegs und gegen 14.00 Uhr schon im „Homeoffice“ und gehen dort ihren Geschäften nach. Es riecht zwar nach Frühling, Anfang der nächsten Woche soll der Winter noch mal mit Schnee zurückkehren. Die Natur selbst bietet zwar schon die ersten Knospen an den Bäumen, aber noch nicht so wirklich viel, so dass die Hörnchen sich nach wie vor noch nicht dauerhaft täglich zeigen. Das ist gut so, sie brauchen ihre Ruhe, denn die kommende Saison wird wie immer anstrengend.

Serafina und Seraluna in der Päppelstation in Unna haben sich in ihrem Laufstall eingelebt. Derzeit stehen sie noch im Arbeitszimmer und fangen gaaaannnnz langsam an, dieses zu erkunden. So ganz entdeckungsfreudig sind sie nicht. Serafina ist sehr, sehr vorsichtig und Seraluna lernt jetzt gerade zu krabbeln und zu klettern. Sie wird von ihrer Lebensabschnittsgefährtin aber auch ordentlich herausgefordert. Das hilft ihr in der Entwicklung und wir mussten heute feststellen, dass sie für ihr Alter schon recht schwer ist, nämlich 127g. Sie trinkt sehr gut und auch sehr gerne, nach 4ml bekommt sie keine weitere Milch, denn sie muss jetzt so langsam „ans knabbern“ kommen. Butterkeks geht schon ganz gut (ihr fehlen noch die oberen Schneidezähne, deshalb kann sie noch nicht kraftvoll zubeißen), aber Pinienkerne und Walnusshälften lassen sich auch nur mit einer zahnlosen Kauleiste oben annagen. Serafina nimmt meistens nachts gerne noch eine Milch entgegen, am Tag vielleicht mal 1 -1,5 ml, den Rest macht sie über angeknackte Wal- und Haselnüsse, Sonnenblumenkerne öffnet sie ohne Probleme. Wir haben ihr Buffet jetzt auch erweitert um den Scuiries Wintermix, der sehr viele natürliche Samen und Nüsse enthält. Sehr zu empfehlen. Daneben gibt es natürlich auch ein bisschen Obst, aber nur in kleinen Mengen.

Jetzt aber noch ein paar Bilder:

Und zum Abschluss noch ein ganz großes Dankeschön an Ute – Finderin/Unterstützerin von Seraluna – für ihre Spende und an Dany – die auch die Bildergalerie im Eichhörnchenforum fließig bestückt -, die uns mit Geldspende, Bettwäsche und Tüchern für die Hörnchen versorgt hat. Vielen, vielen Dank!

23.03.2023

Klettern, klettern, klettern …

scheint das Motto von Serafina und Seraluna zu sein. Die Transportbox konnten wir schon wenige Stunden später aus dem Laufstall herausnehmen, sie schlafen entweder im Tipi oder in einer dicken Falte der Bodendecke. Seit Seraluna die Augen aufgemacht hat, „rennt“ sie quasi ihrer Lebensabschnittsgefährtin hinterher, sofern dies möglich ist, denn die ist schon sehr schnell und sicher unterwegs. Nichtsdestotrotz erklettert man gemeinsam das Tipi, tobt auf dem Boden des Laufstalls herum. Wird Seraluna es einfach zu viel oder zu wild, verzieht sie sich unter die Decke oder in ein Versteck und schläft eine Runde – bis zur nächsten Fütterung. Sie ist altersmäßig ein ganzen Stück von Serafina entfernt, aber sie möchte mithalten und ihr hinterherkommen. Das ist gut so. Sie lernt sehr viel und sehr schnell von ihr. Butterkeks ist aktuell ein gern gesehenes „Leckerlie“ zusätzlich zu Milch. Serafina überraschte uns, dass sie Banane mag, hatten wir noch bei keinem Hörnchen. Ist zwar nicht gerade echtes Eichhörnchenfutter, das sie in der freien Wildbahn hier in Deutschland finden, aber in der Aufzucht nimmt man alles, was Kalorien und gute Inhaltsstoffe hat. Beide sind schwer im Wachstum und es soll ihnen an nichts fehlen. Banane ist immer noch besser als „Nahrungsergänzungsmittel“.

Serafina nimmt gerne auch noch mal eine „Milch“ – vor allem nachts – aber mittlerweile kann sie Sonnenblumenkerne öffnen, nagt an Walnuss und Haselnuss und der Boden des Laufstalls sieht aus wie ein „Krümelfeld“.

Hier ein paar Bilder:

Für den nächsten Blogbeitrag planen wir ein erstes Video von den Beiden, das ist aktuell noch „in Arbeit“!

Lilly und Fuchsie im Auswilderungsgehege geht es auch sehr gut, auch sie freuen sich über die wärmeren Temperaturen und die Leckerlies … Fuchsie auf`s Bild zu bekommen ist leider noch schwieriger als Lilly. Sobald sie ein Leckerlie hat, zischt sie damit in den hinteren Teil des Geheges ab … deshalb aktuell nur Bilder von Lilly …

20.03.2023

Ein ruhiges Wochenende ohne Notrufe ….

dadurch konnten wir uns ausschließlich auf Serafina und Seraluna konzentrieren. Die beiden sind mittlerweile ein eingespieltes Team. Wollen wir Serafina mal im Badezimmer ein bisschen Auslauf gönnen, klagt Seraluna in der Box, dass ihre Kuschelpartnerin nicht da ist. Also dürfen beide gleichzeitig in den „Badezimmerauslauf“. Seraluna hält natürlich nicht lange durch, völlig normal, dann geht sie in die Box. Aber, man denke daran, sie hat die Augen noch geschlossen und trotzdem findet sie den Eingang zur Transportbox!!! Wir finden das sensationell! Sie kuschelt sich unter die Tücher und ab und zu rennt Serafina in die Box, sucht sie und rennt dann wieder raus um weiter im Badezimmer zu toben. Die beiden zu trennen, ist keine Alternative mehr, sie hängen viel zu sehr an einander. Es wird Zeit, das Seraluna die Augen aufmacht, dann kann sie Serafina bedingungslos hinterherrennen. Wir hatten schon mal so ein „Team“, das bestand aus Krümel und Keks und die haben Cookie „hinter sich her gezogen“ und wie schnell hat er sich entwickelt, nach ein 2-3 Wochen hatte er den altersmäßigen Rückstand gewichtsmäßig und motorisch absolut aufgeholt, er wollte einfach den beiden „hinterherkommen“. Auf so eine Entwicklung hoffen wir jetzt auch … Aber jetzt ein paar Bilder:

In der Nacht zum 20.03. macht Seraluna das erste Auge auf, im Verlauf des Tages das zweite Auge auch. Sie sieht zwar noch nicht „scharf“, aber findet jetzt noch schneller die von ihr so begehrte Milchspritze. Sie hätte gerne mehr, als wir ihr gönnen, darf sie aber nicht haben, denn die Milch, die noch im Bäuchlein ist, muss ja erst mal verdaut werden. Bei Mama Eichhörnchen würde sie in Konkurrenz zu ihren Geschwistern mit Sicherheit weniger bekommen.

Wir haben die Beiden jetzt heute, zusammen mit ihrer Transportbox, in den Laufstall „umgezogen“. Die Transportbox ist in den ersten Tagen wichtig, denn sie ist ihr „sicherer Rückzugsort“ und den dürfen wir ihnen nicht nehmen, zumal Serafina nach wie vor sehr, sehr schüchtern und vorsichtig ist. Wir wollen sie nicht stressen und nicht verängstigen. Das sieht dann so aus: