06.05.2023

unruhige Zeiten …

anders können wir es nicht beschreiben. Paulina haben wir ja schon einen extra Blog gewidmet. Es tut immer weh, wenn man so geschwächten Tieren gegenübersteht und sie einfach nicht mehr retten kann, da kam jede Hilfe zu spät.

Jetzt aber zu unseren weiteren Pflegefällen:

in den letzten Tagen viel auf, dass Nosy am liebsten noch Milch, Butterkeks und Zwickback gefressen hat. Seltsam. Als sie dann noch vermehrt unsere Nähe gesucht hat, auch morgens nicht mehr so aktiv mit den anderen gespielt hat, schrillten bei uns schon die Alarmglocken, da stimmt was nicht. Außerdem hatten wir weißen Schmodder im Auge gesehen. Also ganz schnell einen Termin bei unserer TA. Eichhörnchen, die älter als 6-7 Wochen sind, sich im Wohnzimmer frei bewegen dürfen, sind ja nicht so einfach einzufangen. Davor hatten wir Respekt, sie musste zur TA. Aber, wir haben uns viel zu viel Gedanken gemacht. Der Termin war um 11.30 Uhr, mitten in der zweiten Verschaufpause der Hörnchen. Nosy lag oben im Fleecetunnel auf der obersten Etage, wo ich sie einfach runternehmen und sie in die vorbereitete Transportbox packen konnte. Ab zur TA, dort war es natürlich ein bisschen „hampelig“, Nosy merkte, dass die Art der Behandlung nicht normal war und wehrte sich, beißen konnte sie nicht, denn die unteren Zähne waren viel zu lang. Zähne gekürzt, Nosy beruhigt und wieder in die Transportbox zurück. Sie muss jetzt ans knabbern kommen. Schafft sie es nicht, dass die unteren Schneidezähne „kurz“ bleiben, gibt es keine Alternative, sie ist dann nicht wildbahnfägig. In ca. 2 Wochen wissen wir mehr, es werden 2 bange Wochen. Wir wünschen uns so sehr, dass das klappt. Über den anderen Schritt wollen wir noch nicht mal nachdenken. Das Schöne, zurück zu Hause war sie uns nicht böse, kam trotzdem angehüpft und holte sich eine Nuss ab. Nage Nosy, nage!!!!

Unser kleiner Harry, auch überhaupt nicht mehr kuschelig unterwegs, sondern flüchtet auf seine unnachahmliche Art vor uns. Er kommt mittlerweile fast überall hin, auf das Highboard, die Vitrine usw. Gut für uns, denn wir wissen, dass er sich dann auch selbst versorgen kann und an die Futternäpfe kommt. Er schläft sehr gerne bei den andern in den Holzhäuschen. Er hat nur ein Problem: weil die Hinterbeine noch nicht so wollen, liegt er meist halb drin, halb draußen. Wenn wir es sehen, schubsen wir ihn ganz rein, er soll, solange die 5 noch da sind, ihre Gesellschaft und die Kuschelstunden genießen können. Und dann, müssen wir bei ihm weitersehen. Manchmal glauben wir kleine Verbesserungen/ Fortschritte zu sehen, manchmal nicht. Wir wissen nicht, ob nicht unser Wunsch das auch uns so sehen lässt.

Aber die anderen superfitten Eichhörnchen Rosy, Roosty, Konrad und Husi im Wohnzimmer wollen wir natürlich nicht vergessen. Sie machen, gerade morgens ab ca. 5 Uhr mittlerweile, so viel Spaß. Sie versprühen Lebensenergie, eine Freude am Spielen, Toben, Unsinn machen usw, sprünge von 2 Metern sind hier „üblich“ … herrlich – und ja, leider sind Videos noch nicht mal im Ansatz fertig, allein die Zeit fehlt uns, wir liefern nach!

Lilly und Fuchsie im Wildwald sind fit wie eh und jeh:

Tja, und von Seraluna und Serafina werden wir uns wohl am Montag entgültig verabschieden. Sie sind „reif“ für die Freiheit. Die Wetteraussichten für die kommende Woche sind nicht schlecht, es kehrt nach dem Wochenende im Wildwald wieder Ruhe ein, so dass sie sich gemütlich eingewöhnen können. Für die Beiden ein rießiger Schritt, für uns, wie immer, ein freudiger und trauriger Abschied, sie gehen zu lassen, aber auch zu sehen, wie sie das erste Mal die Bäume erklimmen, ganz aufgeregt sind über ihre Freiheit. Da gehören sie hin, so schwer uns auch der Abschied fällt, aber es ist ihre Bestimmung in Freiheit für Nachwuchs zu sorgen.

Und zum Abschluss wieder ein ganz großes Dankeschön an Verena, die auch im Eichhörnchenforum aktiv ist. Wir dürfen ihre Bilder hier im Blog verwenden und sie hat uns wieder eine großzügige Spende überwiesen. Klar, natürlich unterstützen wir die Hörnchen nach wie vor selbst aus unserer Privatschatulle, es lässt sich nicht alles mit Kassenbelegen abrechnen. Da sind mal hier Pistazien im Angebot, da mal Walnüsse, Wickelunterlagen, Pipipads, Moltontücher usw., da sieht man dies und jenes, das man beim Einkaufen dann einfach mal mitnimmt, ohne es abzurechnen. Aber die Spenden helfen uns natürlich „Sonderequipment“, wie z.B. den Inkubator zu kaufen oder die Transporttaschen und Laufställe zu ersetzen, die nach einer Saison einfach „durch“ sind (meist machen die Meschnetze oder Reisverschlüsse schlapp), oder auch mal einen Milchvorrat, Schnelltests für Kryptosporidien oder Desinfektionsmittel auf Vorrat etc. anzulegen. Und Tierarztkosten können wir gar nicht kalkulieren. Deshalb, einfach danke an alle Spender*innen!

04.05.2023 / 2

Noch ein kleines Update zu Paulina …

Carina, die Finderin hat uns noch ein paar Fotos von Paulina zur Verfügung gestellt, als es ihr noch gut ging, vor dem Absturz und bevor sie gesichert werden musste. Schade, es wäre toll gewesen, sie aufwachsen zu sehen:

04.05.2023

Paulina …

Es gibt viel zu berichten, aber wir wollen den heutigen Tag nutzen, um über Paulina zu berichten.

Sie kam in der Nacht vom 02. auf den 03. Mai zu uns. Es wechselten diverse Mails zwischen Finderin Carina, unserer WhatsAppGruppe und uns hin und her. Ergebnis war, dass sich Carina mit dem kleinen Eichhörnchen, ca. 6 Wochen, um 0.30 Uhr von Olsberg auf den Weg nach Werl machte, wo wir die Kleine dann übernommen haben. Nach dem Motto, geteiltes Leid ist halbes Leid, Carina hatte aber 2/3 der Fahrtstrecke, ich nur 1/3. Gab mir aber die Möglichkeit noch eine Transportbox und alles andere vorzubereiten. Das Hörnchen, ein Mädchen, in einem Karton mit Luftlöchern, Tüchern und Fellen gesichert, wechselte den Besitzer. Sie brachte gerade mal 99g auf die Waage. In der Nacht noch trank Paulina gerne Elektrolyte, auch an eine Walnusshälfte hat sie sich gewagt. Offensichtliche blutige Verletzungen waren nicht zu sehen, alles schien in Ordnung.

Im Laufe des Tages fing Paulina schon an zu schwächeln. Obwohl sie gerne an Walnüssen geknabbert , auch gerne das Elo-/Milchgemisch getrunken hat, irgendwie wurde sie immer schwächer. Wahrscheinlich befeuert von dem Nahrungsangebot (das sie, so abgemagert wie sie war, in den letzten Tagen nicht hatte) meinten die Endoparasiten in ihrem Darm jetzt zum Leben erwachen zu müssen und schwächten sie immer mehr. In der Nacht dann das „unvermeidliche“: Durchfall. Uahhh, alle Alarmglocken schrillten!!! Jetzt war – noch mehr als die sonst übliche – Sauberkeit & Hygiene angesagt. Wenn Paulina satt war, zeigte sie das ganz deutlich, rollte sich in Yoga-Manier ein, sie war nicht mehr „auszurollen“. Eindeutiges Zeichen für uns: „Ich bin satt und möchte schlafen!“ Klasse!

Da wir – und das steht im kommenden Blog – am heutigen Tag sowieso einen TA-Termin hatten, wollten wir sie einfach mitnehmen, mit Kotproben und allem, was wir gesammelt hatten. Womit wir aber nicht gerechnet hatten, war, dass Paulina in Unna zwar lebend noch in der Transportbox war, in Holzwickede aber schon über der Regenbogenbrücke. Wir waren zu spät! Bitter, traurig und dennoch nicht zu ändern. Sie muss zu den Endoparasiten noch innere Verletzungen gehabt haben, die ein Weiterleben einfach unmöglich machten. Schade! Wir sind wie immer sehr traurig, entsetzt über die Machtlosigkeit gegenüber der Natur. Nichtsdestotrotz gilt unser Dank der Finderin, die nachts den weiten Weg auf sich genommen und das Hörnchen angeliefert hat. Das ist eine ganz tolle Geste! Vielen Dank! Und wie immer unser kleiner Trost, wenn er auch Paulina selbst nicht hilft: Paulina hatte 36 Stunden unsere ganze Aufmerksamkeit, war permanent in unseren Gedanken, wie wir ihr helfen können und doch …. mach‘ es gut kleine Paulina, auch dich konnten wir auf deinem Lebensweg nicht lange begleiten, leider, wir hätten es uns so sehr gewünscht:

01.05.2023

Zimmerservice …

Heute mal einen Beitrag für den Zimmerservice: 6 Eichhörnchen in einem Wohnzimmer zu beherbergen fühlt sich an wie 6x „Kevin allein zu Hause“, wer den Kinofilm noch kennt.

Rosy & Nosy, Konrad, Roosty, Husi und Harry entwickeln derzeit eine ziemlich große Eigendynamik. Getreu nach dem Vorsatz in „§ 1,2 Tierschutzgesetz“ soll man u.a. dem Bewegungsbedürfnis der Tiere gerecht werden, bis sie fit und auswilderungsfähig sind. Versuchen wir, indem wir unser 23qm Wohnzimmer ihnen überlassen. Das nehmen sie auch gerne an, leider bleibt das nicht ohne Schäden in Form von „Krümmeleien“, angenagten Tapeten, diversen „Umgestaltungen“, die sie offensichtlich schöner finden und vor allem auch „Verstecken“ von Futter. Nach so einem Tag „allein zu Hause“ (natürlich sind sie nicht komplett allein zu Hause), sieht die Hörnchenspielwiese dann so aus:

Danach kommt das Räum- und Putzkommando. Wahrscheinlich haben wir das am meisten geputzte Wohnzimmer in NRW, täglich, ca. 45 Minuten, bis alles wieder „aus Menschensicht“ ordentlich aussieht, aber immer beäugt von den Hörnchen, die aus den Kobeln schauen und kontrollieren, ob wir alles richtig machen. Ob unsere Serviceleistung ihre Zustimmung findet? Aber wahrscheinlich liegen sie in ihren Kobeln und denken sich „Hey, was könnte ich morgen noch für einen Unsinn treiben?“.

Keine Frage, man muss schon ein bisschen „eichhörnchenverrückt“ sein. Wenn man aber am Tag erlebt, wie die Eichhörnchen hier durch das Zimmer toben, sich immer neue „Sprungkombinationen“ ausdenken und sichtlich Spaß daran haben, dann freut das Vier- und Zweibeiner. Wenn man beim Zimmerservice dann noch Unterstützung bekommt, wenn Hörnchen meint, es müsste auf dem vom Zweibeiner geführten Handfeger mit draufsitzen und alles noch komplizierter machen, so treibt uns das ein Lächeln ins Gesicht. Für uns ist wichtig, sie können in diesen jungen Wochen ihrem Bewegungsdrang, so gut es unsere Wohnung ermöglicht, ausleben.

Aber jetzt mal ein paar Bilder von den Hörnies in Aktion:

Im Wildwald Vosswinkel geht alles seinen gewohnten Gang. Wir überlegen schon an den nächsten Aus- und Umzügen. Serafina und Seraluna wollen bestimmt bald raus, wir warten noch eine Schönwetterperiode ab. Es geht ihnen gut, sie haben sich akklimatisiert und zeigen sich, auch wenn wir ins Gehege kommen. Sie freuen sich über die mitgebrachten Leckerlies, die auch Lilly und Fuchsie bekommen, das da wären Möhrchen und Gurke, frischer Zuckermais, Melone, Maronen ….

Durch die Selbständigkeit unserer Hörnchen im Wohnzimmer, können wir auch mal wieder die ein oder andere Runde durch den Wildwald drehen und schauen, was die anderen Tiere so „treiben“, das große neue Objektiv will ja auch ausgeführt werden. Hier ein paar Bilder:

29.04.2023

Milo …

Wir hätten so viel schon wieder zu berichten, aber der Blog heute soll nur Milo gewidmet sein:

Milo, ein Eichkater von ca. 6 Wochen, kam heute aus Unna-Königsborn zu uns. Er lag wohl in der Nähe der Haustür, die Finder haben nicht weggesehen, das Eichhörnchen in einen Karton gepackt und angerufen. Da die Zeit wegen persönlicher Termine drängte, sind wir direkt losgefahren und haben den kleinen Kerl abgeholt. Bei der Übergabe fiel schon auf, ojeh, ganz viele Zecken im Gesicht, am Auge und in den Ohren, da war jetzt wirklich Eile geboten.

Also ab nach Hause und los ging es … wo wir noch dachten, es wären nur die Zecken, die man im Gesicht sieht, mussten wir nach eingehender Untersuchung feststellen, dass kinnabwärts bis zum Bauchansatz alles „schwarz“ voller Zecken war. Hilft nichts, die müssen weg. Milo war super lieb. Ohne zu murren konnten wir ihm die Zecken, auch zwischen den Schnurrhaaren und nah am Auge entfernen. Zum Teil saßen sie so dicht, dass man mit unserer Zeckenpinzette 3 auf einmal heraushebeln konnte. Dass wir in einem ersten Durchgang nicht alles erwischen, war uns klar, aber den größten Teil wollten wir weghaben. Gesagt getan. Nach ca. 1 1/2 Stunden wurde Milo auch unruhig, wir haben insbesondere das Kinn und den Bauchansatz mit Kokosöl eingerieben, damit die Haut sich beruhigt und ggfs. noch vorhandene Zeckenlarven abfallen, weil sie sich nicht mehr festkrallen können. Wir gaben ihm Walnusshälften und einen Apfelschnitz in die Transportbox, dazu hatten wir ihn natürlich auch noch mit Elektrolyten, einem Minitropfen Schmerzmittel und AB versorgt. Den Sauger wollte er eigentlich gar nicht. Nach und nach schauten wir nach ihm, sammelten in der Transportbox die abgefallenen Zecken ein und plötzlich wollte er auch den Sauger mit Elektrolyten und trank gut, gutes Zeichen!

Am Abend wollten wir die 2. Zeckensession machen, mussten dann aber feststellen, dass er immer schwächer wurde und dann in unseren Händen eingeschlafen ist. Einfach so. Das ist so bitter, so traurig, so unfassbar.

Als ich jetzt eben die Transportbox desinfiziert habe, habe ich gesehen, dass er den kompletten Apfelschnitz (bis auf die Schale) und einige der Walnusshälften (ich zähle vorher immer ab) gefressen hat. Das macht es im Prinzip noch schlimmer, denn Milo wollte leben, aber die Zecken hatten ihm wohl einfach zu viel an Lebenskraft gestohlen. Ich glaube, ich muss nicht beschreiben, wie man sich nach so einem Tag fühlt ….

Mach’s gut kleiner Milo, du warst so tapfer!

27.04.2023

Entsetzt, enttäuscht, frustriert ….

aber nicht von unseren Eichhörnchen!!!

Uns ereilte vor ein paar Tagen ein Notruf per Email (das ist u.E. schon ein absoluter Fehler, denn wir sitzen ja nicht permanent vor dem Rechner und rufen unsere Emails ab, deshalb immer „ANRUFEN“, aus diesem Grund haben wir eine Notrufnummer). Die besagte Dame hatte ein Eichhörnchen vor ein paar Tagen aufgenommen, das ihr schwer verletzt schien, da es eine blutige Nase und Vorderfüsschen hatte. Sie hat das Hörnchen gesichert und mitgenommen. In der Folge hat sie sich über das Internet über Eichhörnchen informiert und ihm Wasser, Tannenzapfen und Haselnüsse ohne Schale angeboten hat. Das hat das Eichhörnchen aber nicht interessiert. Sie hat das Tier auf 4-5 Wochen geschätzt und hat ihm 3x am Tag Fencheltee mit verdünnter Katzenmilch angeboten. Sie war sich sicher, dass es keine Brüche hat, weil es sehr aktiv war. Lediglich wegen der Atmung war sie beunruhigt, weil das Tier genießt und schnarchende/klackerne Geräusche gemacht hat. Angeblich hätte sie versucht uns telefonisch zu erreichen, wir haben aber keinen verpassten Anruf auf unserem Notruftelefon, also muss sie wohl eine andere Stelle angefragt haben. Sie wollte dann das Hörnchen abends wieder freilassen.

Da wir keine Telefonnummer hatten, haben wir auf die Mail so schnell wie möglich reagiert, Nach mehrmaligem Nachfragen haben wir herausgefunden, dass sie in Ahlen ist. In Ahlen gibt es eine sehr tolle Pflegestelle von Jasmin. Kurzer Kontakt zu ihr, sie „ins Bild“ gesetzt und wir konnten die Finderin überzeugen, dass sie das Tier zu Jasmin bringt, denn die Bilder, die sie uns mittlerweile geschickt hat, und die wir ohne Zustimmung nicht veröffentlichen dürfen, waren sehr eindeutig, dem Tier geht es nicht gut. Jasmin machte eine Erstversorgung und am nächsten Tag eine genauere Diagnose. Das Tier musste und konnte nur noch eingeschläfert werden. Der Kopf voller Eiter, die Zähne oben schief, die unteren Schneidezähne zu lang, teilweise abgebrochen, die eine Gesichtshälfte geschwollen. Schlimm anzusehen und gar nicht auszudenken, was das Tier für Schmerzen ertragen musste.

Und jetzt die Frage nach dem „WARUM“? Wieso konnte die Finderin nicht erkennen, dass es dem Eichhörnchen richtig schlecht ging? Weil die entsprechende Fachkenntnis fehlt. Es ist auch nicht schlimm, wenn Finder die Sachkenntnis nicht haben. Wenn uns jemand über Igel ausfragen würde, hätten wir auch überhaupt keine Ahnung. Aber wenn ich keine Ahnung habe, warum hole ich mir dann nicht Hilfe von den Wildtierpflegestellen? Ist „Hilfe einfordern“ so schlimm? Wir beißen nicht, wir sind alle ehrenamtlich unterwegs, wir fordern keine Spenden ein, wir arbeiten „für“ die Tiere, nicht „gegen“ sie. Im Endeffekt hat Jasmin und die dahinterstehenden TAs die richtige Entscheidung getroffen, das Tier musste euthanasiert werden, der ganze Kopf voller Eiter, eine Qual ohne Ende.

Und das Ende der Geschichte: ruft doch bitte an, bevor ihr Selbstversuche startet!!! Es wird niemals jemand wegen „Unwissenheit gestraft“, aber so ein Fall, ist für uns Wildtierpäppler ganz schlimm, denn es ist genau das Leid, das wir verhindern möchten. Und wir als Wildtierpäppler sind auf die Finder angewiesen, dass sie anrufen, um Rat fragen und wir gemeinsam eine Lösung suchen…..

Sorry, wenn jetzt mal wieder der „berühmte Gaul“ mit mir durchgegangen ist, aber die Story musste in den Blog!!!




26.04.2023

Tja, leider ist uns der Beitrag vom 23.04.2023 in der Veröffentlichung „durchgerutscht“, im Moment ist wirklich viel los und die Eichhörnchen rauben uns fast die ganze Freizeit, da bleibt wenig „PC-Zeit“. Aber bevor wir zu den Hörnchen kommen, jetzt noch ein paar Dinge, die uns sehr am Herzen liegen:

Wir haben in den letzten Tagen wirklich sehr großzügige Spenden bekommen, z.B. von Heidrun, Petra und Sebastian. Zum Teil kennen wir die Spender überhaupt nicht und wundern uns und würden uns doch zumindest mit einer Spendenquittung gerne bedanken. Ohne Adresse geht das leider nicht. Deshalb, auf diesem Weg, ein ganz, ganz großes Dankeschön an die Spender!!! Auch Bargeldspenden erreichen uns, vor allem, wenn Hörnchen „angeliefert“ werden, auch diesen Spendern ein dickes Dankeschön.

Außerdem haben wir mit Klaus aus Sangerhausen einen tadellosen Walnussverkäufer gefunden. Der Preis ist für uns total super und, die Walnüsse sind schön „klein“, also ideal für unsere frisch ausgewilderten Hörnchen, um sie aus der Futterstation zu nehmen und „abzutransportieren“.

Jetzt aber zu unseren Hörnchen:

Wir hatten gestern einen TA-Termin. Zum einen ging es um Chibi, die uns sehr viele Fragezeichens ins Gesicht gezeichnet hat. Einerseits hat sie gerne Milch getrunken, auch an einer Walnuss geknabbert, wurde aber zusehens schwächer, obwohl wir sie fast durchgängig alle 3 Stunden gefüttert haben. Da wir gestern sowieso einen Termin mit Harry zum Röntgen hatten, haben wir sie mitgenommen. Mehrere Rippenbrüche und Wasser im Abdomen, da war die Entscheidung relativ schnell klar, wir müssen sie gehen lassen und ihr weiteres Leid ersparen. Schade Chibi, dass wir dich auf deinem weiteren Lebensweg nicht begleiten durften. Du hast so sehr gekämpft und doch verloren. Du bist jetzt hoffentlich an einem schöneren Ort, ohne Schmerzen, und kannst den ganzen Tag lang toben.

2. TA-Pflegling war Harry. Die Lähmung wird nicht wirklich besser und wir wollten eigentlich Gewissheit haben, ob wir ihn „gehen lassen müssen“ (allein die Vorstellung hat uns schon die Tränen in die Augen getrieben) oder ob wir davon ausgehen können, dass die Lähmung irgendwann vorüber ist. Das ist leider typisches „Schwarz-Weiß-Denken“, denn wir haben „grau“ bekommen: die Hüfte ist absolut ok, es gibt aber 2 Wirbel, die sind nicht so toll, die könnten ursächlich für die Lähmung sein. Da Harry aber noch lange nicht ausgewachsen ist, die Knochen noch nicht vollständig mineralisiert sind, kann sich das Problem noch lösen/rauswachsen. Und mal ehrlich, wer von uns hat eine perfekte Wirbelsäule. Sprich, es ist immer noch möglich, dass er es nicht schafft, aber er hat einen zeitlichen Aufschub bekommen. Die Diagnose haben wir durch eine 2. TA absichern lassen, sie kommt zum gleichen Entschluss. Also haben wir Harry wieder nach Hause genommen und wieder ins Wohnzimmer integriert, wo er mittlerweile, im Rahmen seiner Möglichkeiten, auch auf dem Boden und der Heizung rumturnt, die erste Stufe des Kratzbaums schafft er auch – wohlgemerkt, nur mit den Vorderpfoten und er scheint nicht zu leiden. Aber wir müssen es genau beobachten, das wird in nächster Zeit die größte Herausforderung sein.

Hier ein paar „zuckersüße“ Bilder von Harry, er wickelt uns täglich um den berühmten Finger:

Die restliche Truppe im Wohnzimmer, also Rosy & Nosy, Konrad, Roosty und Husi sind topfit. Die legen morgens ab 5.30 Uhr ein Tempo vor, herrlich, das mit anzusehen, da braucht man kein Fernseher … Husi ist nach wie vor sehr scheu, traut sich aber auch raus, wenn wir bewegungslos im Wohnzimmer sitzen. Die anderen haben sich gut an uns gewöhnt und Nosy und Konrad fordern schon das „spielen“ ein. Jedes Hörnchen ist anders, wie auch wir Menschen, man muss es einfach akzeptieren. Hier ein paar Bilder:

Und jetzt zu Lilly & Fuchsie, auch hier haben wir Bilder und zeitgleich noch ein paar Bilder aus dem Wildwald Vosswinkel vom vierbeinigen Nachwuchs auf der Hirschwiese und natürlich die Schafe mit „noch“ voller Bewollung. Wir haben uns ein größeres Teleobjektiv gegönnt (natürlich aus der Privatschatulle, nicht aus Vereinsmitteln!) und das musste ausprobiert werden (800mm). Die ersten Versuche sind schon mal nicht schlecht:

Wer fehlt jetzt noch? Genau Serafina und Seraluna. Leider keine Bilder. Sobald wir das Gehege betreten, sind die beiden weg. Schleicht man sich ran, kann man sie beobachten. Der „Wildtierschalter“ ist bei den Beiden schon „umgefallen“, sie fressen gut und wir denken, es dauert nicht mehr lange, dann können wir sie in die große, weite Welt des Lüerwaldes entlassen.

So ganz nebenbei gibt es auch schon die nächsten Termine. Im KiJuPa Waltrop sind wir am 27.10.2023, der Waldorfkindergarten Unna sucht noch einen Termin mit uns, im Kinderferienpass Unna sind wir erstmalig auch vertreten und eine Einladung hat uns sehr gefreut: am 12.05.2023 sind wir mit bei der Eröffnungsfeier der „Haarhofscheune“ im Wildwald. Es handelt sich hierbei um eine Kooperation zwischen WILDWALD, Waldakademie Voßwinkel e. V. und dem Förderkreis psychische Gesundheit. Zu der Eröffnung sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Klientinnen und Klienten, Waldlehrerinnen und Waldlehrern sowie die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer eingeladen und – wir damit auch. Das freut uns sehr und wir sind gespannt auf die Gespräche. Vielleicht ergeben sich auch hier wieder Möglichkeiten neue Kooperationen „zum Wohle der Eichhörnchen“ einzugehen. Vielen Dank an den Wildwald Vosswinkel und wir werden berichten!

Und ein kleines Update noch zum Schluss: ein Neuzugang „Ronny“ ist gestern ziemlich schlammverkrustet mit einigen, vielen Mitbewohnern bei uns angekommen. Er wurde auf dem Hauptfriedhof in Dortmund von einer sehr aufmerksamen Finderin aufgegriffen und eingepackt. Alles richtig gemacht. Super. Vielen Dank!

Ronny ist mittlerweile „gebadet“, sowohl in Wasser als auch in Kokosöl, das die Lästlinge insofern vertreibt, als dass sie sich im Fell nicht mehr „festkleben“ können, dafür ggfs. auf uns überspringen (uahhh…). Das Trinken aus dem Sauger mag er mal noch so gar nicht, aber ich bin sicher, das kommt in der Nacht, wenn der Hunger kommt, dann klappt das auch mit dem Sauger. Ronny geht aber dann morgen in die Pflegestelle nach Schwerte, dort sitzt noch ein einsamer Kandidat, der sich über Gesellschaft freut. …

… ich glaube, jetzt bin ich tatsächlich fertig, ojeh, das muss kürzer werden, das liest ja keiner mehr ….

23.04.2023 (veröffentlicht am 25.04.2023)

Helfen und sich helfen lassen …

Tja, die einen Hörnchen möchten sich nicht helfen lassen, die anderen Hörnchen möchten sich helfen lassen, schaffen es aber nicht … und wir mittendrin.

Rüdiger haben wir heute morgen wieder in sein Wohngebiet „ausgewildert“, er wollte weder fressen noch trinken, alles nur unter Zwang, d.h. er ist definitiv kein Kandidat für eine Päppelstelle. Die Atemgeräusche waren so gut wie weg, er hat ganz ruhig in seinem Laufstall geschalfen. Also heute morgen gegen 8 Uhr ab zurück. Dort flitzen auch schon 2 Eichhörnchen rum und so schnell konnten wir gar nicht schauen, da war er aus der Transportbox und den nächsten Baum wieder hoch. Mach‘ es gut kleiner Rüdiger!!! Du bist super fit und schnell! Seine Schwester Husi ist natürlich noch im Wohnzimmer, sie war ja auch jünger, als wir sie aufgegriffen haben.

Aus dem Asternweg kam gestern noch Chibi zu uns; eine kleine Eichkatze, ca. 7 Wochen alt, die aber nur auf Nase und Hinterpfoten lief. Die Vorderpfoten benutzte sie quasi gar nicht. Sie hatte eine klein wenig „blutige“ Nase, aber nicht dramatisch. Wenn ich jetzt „hatte“ schreibe, kann man sich schon denken, sie hat zwar die Nacht überstanden, atmete aber immer schlechter, d.h. da muss beim Sturz so einiges inwändig noch kaputt gegangen sein. Jegliche Notfallhilfe hat nichts genutzt.

Am 23.04.2023 kommt noch ein kleiner Eichkater aus Lünen – Brambauer zu uns. Auch er in einem schlechten Zustand, derbe Krähenverletzung am Bauch. Wir legen die beiden Schwerstfälle zusammen, in der Hoffnung, dass sie sich ein bisschen wärmen und stützen können. Leider verstirbt der Eichkater noch am gleichen abend und Chibi bleibt allein.

Fina und Luna haben wir nur kurz gesehen, obwohl wir später im Wildwald waren als sonst. Keine Ahnung, was mit den zwei Gören los ist, bei ihnen ist definitiv der „Wild-Schalter“ schon umgefallen. Bitter für uns, gut für die beiden Hörnchen, so muss es sein.

22.04.2023

Umzüge & Neuanfänge ….

Serafina und Seraluna im Wildwaldgehege haben sich hoffentlich so langsam eingelebt und sich an die Geräusche gewöhnt. Leider haben wir sie früh morgens noch nicht gesehen. Das ist aber für die Beiden typisch, das war im Wohnzimmer am Anfang ähnlich. Wir verschieben am Wochenende unsere Besuche zeitlich auf den vormittag, in der Hoffnung, dass wir sie dann zu Gesicht bekommen. Es ist für die Hörnchen immer ein sehr großer Schritt aus dem -vergleichsweise- ruhigen, warmen und gewohnten Wohnzimmer, in eine völlig neue Umgebung mit den Waldgeräuschen, zwitschernden Vögeln und dem anderen Getier, das da noch rumläuft bzw. wohnt (z.B. die Schafe, Pommerngänse und auch die freilebenden Kanadagänse mit ihrem Mitteilungsbedürfnis, auch Jonte und Goliath hört man bis zum Auswilderungsgehege). Dann sind da noch die „Outdooreichhörnchen“, die auf dem Weg zur Außenfutterstation über das Gehege laufen und natürlich die zweibeinigen Besucher und Wildwaldmitarbeiter, die sie ja noch gar nicht kennen. Aber wir sind uns sicher, dass sie das bald überstanden haben und dann ist es nicht mehr weit bis zur Auswilderung. Es ist ja auch gut, dass, mit dem Umzug in den Wildwald, die Sinne geschärft werden, es ist für sie später überlebenswichtig.

Hier ein paar Bilder noch, von ihren Schlafkobeln und von ihrem Gehege:

Nach dem Auszug von Serafina und Seraluna ins Auswilderungsgehege haben sich Nosy und Konrad schon sehr gut ins Wohnzimmer eingelebt. Rosy, Roosty und vor allem Husi sind noch sehr, sehr scheu unterwegs. Aber es wird jeden Tag besser, vor allem am Vormittag herrscht schon ein ordentlicher Trubel am Kratzbaum. Husi schaut sich das noch „von Weitem“ an, aber es wird nicht mehr lange dauern, dann spielt auch sie mit, da sind wir fest von überzeugt. Die 5 sind fit, schon recht flink und Milch wollen sie eigentlich nur noch so als „Leckerlie“, vor allem nachts gegen 23 Uhr, das ist dann die „Gute-Nacht-Milch“, die mochten bisher alle Eichhörnchen! Die Nase von Nosy sieht noch nicht wirklich schön aus, aber es hat sich kein Eiter mehr darunter gebildet, so das bald Fell über die kahle Stelle wachsen wird. Dadurch können wir Rosy und Nosy aber auch gut unterscheiden.

Wir waren mit Harry noch mal bei der TA. Es hat sich ja im Laufe der letzten beiden Wochen ein Knubbel auf der Wirbelsäule gebildet. Er ist verschieblich, verändert sich aber kaum. Wir hatten gehofft, dass das vielleicht die Ursache für die Lähmung der Hinterpfoten von Harry ist. Das ist aber nicht der Fall. Wir üben also weiter mit ihm. Alternativ bestünde die Möglichkeit die Hüfte röntgen zu lassen. Das ist aber immer ein Risiko, da müssen wir mal „in uns gehen“. Wir müssen immer zuerst das Wohl des Tieres im Blickpunkt haben. Harry ist ein ganz lieber, kuscheliger Zeitgenosse, turnt mit den anderen jetzt auch im Wohnzimmer rum, natürlich nur auf der Couch. Er übt klettern an der Couchlehne, frisst sehr gut und scheint auch Spaß am Leben zu haben. Wir geben ihm noch Zeit, üben mit ihm, er bekommt nach wie vor Traumeel und hochdosiert Vitamin B. Lähmungen können bis zur vollständigen Ausheilung ein 1/2 Jahr beanspruchen.

Ein paar Notfälle gab es leider auch wieder.
Gegen 22 Uhr wurde am Mittwoch ein Eichhörnchen angeliefert, sehr apathisch, mit Zitzen „in Betrieb“. Keine 15 Minuten später hat die Eichkatze gekrampft und ist verstorben. Das war bitter. Was jetzt mit den ev. vorhandenen Kindern? Die Finderin vermutete am Haus eine Stelle hinter den Schieferplatten. Sie haben nicht lange gefackelt und am nächsten Tag die Schieferplatten entfernt, leider ging auch die ein oder andere dabei kaputt. Das Nest gefunden, aber es war leer. Entweder, die Kinder sind schon selbst geflüchtet oder die Mama ist mit ihnen aus dem Geburtskobel schon umgezogen und sie sind wo anderes untergebracht. Schade, dass wir sie nicht retten konnten. Wir hoffen noch 1-2 Tage, dass der Nachwuchs vielleicht irgendwo auftaucht, weil er Hunger hat. Aber hier mal ein ganz, ganz großes Lob an die Finder, dass sie diesen Aufwand betrieben haben, jetzt auch noch Schieferplatten nachkaufen müssen und das für einen – leider vergeblichen – Rettungsversuch von Eichhörnchennachwuchs. Und für uns gab es sogar auch noch eine großzügige Spende. Respekt! Toll! Vielen, vielen Dank!

Aber weiter mit den Notfällen: Ein kleines Hörnchen, das sich seit Tagen an einem Haus „rumtreibt“, konnte leider bisher nicht gesichert werden. Die Hausbesitzer bleiben aber dran. Wir versuchen dann immer mit Beratung über Eichhörnchenfutter, flachen Wasserschalen und einem „Kartonkobel“ Tips zu geben, dass das Eichhörnchen eine Chance hat, auch „draußen“ zu überleben, wenn es eigentlich noch zu klein ist. Aber so lange Eichhörnchen nicht so verletzt sind, dass sie aufgegriffen werden können, oder aktiv Hilfe beim Menschen suchen, darf man sie nicht aus der Natur entnehmen. So ist nun mal die Gesetzeslage und das ist auch gut so. Eichhörnchen sind keine Haustiere.

Ein weiteres Eichhörnchen, das bei uns gelandet sind, haben wir in die Pflegestelle Schwerte abgegeben, da es altersmäßig dort besser aufgehoben war.

Und zu guter Letzt haben wir aktuell gestern abend noch ein Geschwisterkind zu Husi einsammeln können. Es ist ihr Bruder, heißt Rüdiger, muss aber, bis zur geschwisterlichen Wiedervereinigung, den ein oder anderen Tag noch in der Quarantäne verbringen. Aber Rüdiger bleibt natürlich bei uns. Geschwister sollen immer zusammen bleiben. Bilder gibt es aktuell noch nicht, er muss in seiner Transportbox erst mal zur Ruhe kommen.

Und Lilly und Fuchsie?

Wir freuen uns immer, wenn wir sie als Erste im Wildwald begrüßen dürfen, egal wie früh wir kommen. Um 6 Uhr sind beide schon aktiv in der Residentenunterkunft und nehmen gerne das ein oder andere Leckerlie entgegen:

Und zum Abschluss:

Ein großes Dankeschön an Sebastian für die Spende, obwohl wir das von ihm vermittelte Eichhörnchen nicht retten konnten. Und wir haben noch eine sehr großzügige Spende erhalten, leider hat der Spender uns keine Adresse mitgeteilt, so dass wir ihm weder danken, noch eine Spendenbescheinigung übersenden können. Bitte gerne über die Emailadresse melden! Vielen, vielen Dank!

Und jetzt aber wirklich ganz zum Schluss:

Wir haben schon ausreichend Kalenderbilder für das Jahr 2024. Finder von Eichhörnchen können natürlich auch einen Jahreskalender nur von „ihrem“ Eichhörnchen erwerben (bitte kurze Vorabinfo, dass wir wirklich von dem Schützling genügend Bilder haben). Aber für den allgemeinen „Aktion-Eichhörnchen e.V. „- Jahreskalender haben wir schon mehr als genug Fotos und wir sind erst im April!

18.04.2023

... Umzüge …

Mit einem Tag „Verspätung“, nämlich erst am Montag, sind Serafina und Seraluna in das Auswilderungsgehege in den Wildwald Vosswinkel umgezogen. Die Wetteraussichten für Sonntag waren „Dauerregen“ und da mag man keine Eichhörnchen, die Regen ja aus dem Wohnzimmer noch gar nicht kennen, aussetzen. Also haben wir auf den Montag verschoben, der trocken und warm angekündigt wurde, war dann auch tatsächlich so, auch unseren Wettervorhersagen kann man nicht immer Glauben schenken, vielmehr, es kommt nicht immer so wie vorhergesagt.

Jetzt kann man den Beiden ja auch nicht einfach sagen, „Schaut, hier ist die Transportbox, da müsst ihr jetzt rein und dann geht’s mit dem Auto Richtung Wildwald Vosswinkel“, klappt nicht. Wir behelfen uns immer mit List und Tücke. Bei Seraluna hatten wir nicht die „Sorge“, denn sie ist noch „nah bei uns“, d.h. wir können sie auch mal anfassen und festhalten – und in eine Transportbox stopfen. Das geht bei Serafina gar nicht mehr, vor allem, weil sie rasend schnell ist. Also gibt es immer Plan A, Plan B, Plan C und Plan D ist immer verschieben auf den nächsten Tag, die schlechteste Alternative und mit dem Kescher fangen ist gar keine Alternative mehr, werden wir nie wieder tun, bringt die Tiere so in Aufruhr, das muss nicht sein, da gibt es andere Möglichkeiten.

Plan A hat funktioniert und der sah so aus:

  1. wir klauen ihnen 1 Stunde vor dem geplanten Einfangtermin den Futternapf, Wasser steht natürlich weiterhin zur Verfügung!
  2. 1/2 Stunde vorher stellen wir die vorbereiteten Transportboxen, befüllt mit Leckerlies wie z.B. frische Maiskolben, Maroni und Pistazien in das Wohnzimmer, aber geschlossen!
  3. 1/2 Stunde später „tanzen“ die Beiden quasi um die Boxen, Eichhörnchen können sehr, sehr gut riechen!
  4. Box auf, 2 Hörnchen rein, Box zu, hat keine 2 Minuten gedauert. Auf der Fahrt futtern die sich erst mal mit Leckerlies satt, sind ruhig und „relativ“ gechillt.

Dann ab in den Wildwald, die Kobel mit Wolle bestücken, Futter auslegen und dann gaaannnz langsam die Transportbox aufmachen ….

Hat bei den Beiden wieder super geklappt:

die letzten Bilder aus dem Wohnzimmer:

die ersten Bilder aus dem Auswilderungsgehege, viele sind es leider noch nicht, denn heute morgen haben sie sich noch nicht gezeigt, sie sind noch verschreckt und es dauert ein paar Tage bis sie sich zeigen.

Aktuell haben wir hier ca. 120 Videos liegen, die noch gesichtet, geschnippelt und zusammengestellt werden müssen, d.h. das dauert leider noch so ein bisschen, bis es was Neues gibt, unser Tag hat leider auch nur 24 Stunden.

Gestern gab es dann noch 2 Notfälle:

Ein Notfall aus Unna, ein 8 Wochen alter Eichkater, sog. „Nachlaufhorn“, war recht fit, haben wir in die Pflegestelle nach Hamm gegeben, denn er wäre für unsere bestehende Gruppe viel zu alt gewesen, er wäre unterfordert und das muss nicht sein.

Beim 2. Eichkater war leider alles zu spät. Der Notruf kam aus der Kletterstraße. Ein adultes – erwachsenes – Tier, sah übel aus, eine Backe dick geschwollen, wie bei einem Hamster. Ließ sich problemlos „einpacken“. Und dann auf die Uhr geschaut. 18.27 Uhr, die TAPraxis Budde in Unna schließt um 18.30 Uhr, also angerufen. „Ja klar, kommen Sie noch vorbei!“. Nach einer Begutachtung und der Beurteilung der „Zahnlage“, mussten wir ihn gehen lassen. Die Schneidezähne im Unter- und Oberkiefer hatten sich schon reingebohrt, daher kam auch der „Hamsterabszess“. Sch … wie lange das Tier wohl schon gelitten hat??? Wir haben es erlöst, ganz schnell. Ein ganz, ganz großes Dankeschön an den Finder, der nicht weggesehen hat, und an die TApraxis Budde, die wegen des Notfalls länger ausgeharrt hat. Einfach nur Danke!

Wir haben noch eine weitere „Verschiebung“ vorgenommen. Die Pflegestelle Lippetal suchte dringend eine/n Partner/in für eine schlecht trinkende, einsame Eichkatze. Wir hatten eine Passende, nämlich Fine. Sie war in unsere Gruppe noch nicht integriert, super lieb, trank gut, Pipi & Kacka auch gut. Gibt man ungern ab. Aber, es geht hier um die Eichhörnchen und ein einzelnes Eichhörnchen, das dringend Gesellschaft braucht, damit es einen Lebenswillen entwickelt, da überlegt man nicht lange. Fine ist also gestern abend auch umgezogen und wie ich höre, klappt das gut mit den Beiden und „Mulan“ trinkt mittlerweile auch besser. So soll es sein. Alles Gute, kleine Fine!!!

Der Rest unserer Truppe:

Rosy & Nosy, Konrad, Harry, Roosty und Husi sind mit ihrem gesamten Laufstall ins Wohnzimmer umgezogen, aber, die Türen sind noch zu. Sie sind noch so ängstlich, dass wir die Türen erst dann aufmachen, wenn sie sich in ihrem Laufstall „wohlfühlen“ und „rumflitzen“. So lange gibt es alle 3-4 Stunden Milch, Futter und Wasser stehen ausreichend bereit. Deshalb gibt es hier nur die letzten Bilder aus dem Arbeitszimmer, wo sich Nosy und Konrad als wahre Kletterer am Bügelbrett und Wäscheständer erwiesen haben. Wenn sie jetzt noch bügeln könnten …. nein, Kinderarbeit gibt es bei uns natürlich auch nicht.

Zu Harry können wir nur berichten, dass er nach wie vor einen super Appetit hat, im Rahmen seiner Möglichkeiten am Tipi herumklettert. Am Donnerstag darf/muss er wieder zu unserer TA und wir schauen mal, was es mit dem Knubbel auf seinem Rücken auf sich hat. Vielleicht ist das ja auch die Ursache für die Hinterbeinchen.

Ein ganz, ganz großes Dankeschön an die Finder von „Harry“, die uns eine sehr großzügige Spende überwiesen haben!!! Vielen Dank!!! Wir wünschen es auch uns so sehr, dass das eine kleine Erfolgsstory gibt, aber wir müssen noch weiter um ihn bangen….

Im übrigen sind morgen wieder die nächsten 2 Schulklassen in der Eichhörnchenschulung. Wird wie immer spannend, wir freuen uns darauf.

Die ersten Vorbereitungen für den Ferienpass Unna und die Bauhauskurse im 2. Halbjahr in Waltrop laufen auch schon an, da muss ganz viel getextet und überlegt werden. Und am 06.05.2023 ist unsere Eichhörnchenveranstaltung im Wildwald, da muss auch noch ein bisschen was dafür getan werden.