13.09.2025

… Mauli …

Wir mussten leider gestern – schweren Herzens – Mauli über die Regenbogenbrücke schicken. Sie hat sich Kryptos eingefangen und wir konnten trotz AB und Homöopatika den Durchfall nicht stoppen. Sie war völlig abgemagert, wäre auch nicht wildbahnfähig gewesen (eingeschränktes Sehfeld, einen Platz hatte ich schon gesucht). Sie hat sehr gerne Milch getrunken und sie nach ein paar Minuten „im Strahl“ wieder erbrochen. Das permanent zu sehen tut weh, vor allem, das Tier leiden zu sehen. Deshalb haben wir „kurzfristig“, die Reißleine gezogen und sind froh, dass uns unsere TA in dem Falle auch schnell unterstützt hat. Mach‘ es gut kleine Mauli und grüße alle da oben, die da schon „wohnen“.

Ansonsten haben wir uns jetzt entschieden, die Station „dicht“ zu machen. Das Notruftelefon bleibt natürlich „offen“, aber wir vermitteln die Tiere in andere Pflegestellen.

Eichhörnchen in Not / Unna

Unser Eichhörnchenstand läuft gut, dank der tatkräftigen, verbalen Unterstützung von Claudi.

Leider hat sich in unserer 5er Minigruppe jetzt auch ein Hörnchen (Track) die „Kotzerei“ eingefangen. Wir haben ihn von den anderen erst mal separiert, Kryptotest negativ. Hier heißt es jetzt abwarten, ob noch mehr dazu kommen. Der Rest ist soweit stabil.

Morgen werden wir – so wie es der Einsatz bei der Kommunalwahl erlaubt (wir sind ja überhaupt nicht ehrenamtlich aktiv) – das Gehege in Husen desinfizieren, dass die 4 L’s umziehen können. Sie bleiben nur kurz in Husen (ca. 1 Woche), dann geht da auch schon die Klappe auf und das sind dann die Letzten die „ausziehen“ dürfen. Der Rest muss entweder überwintern oder muss über andere Pflegestellen bzw. das Gehege im Wildwald Vosswinkel in die Freiheit gehen. Wenn wir die Station „dicht“ machen, haben wir auch wieder die Möglichkeit den Fahrweg zum Wildwald aufzunehmen und dort auszuwildern.

09.09.2025

Kurzes Update …

TA-Termine sind immer mit Hoffen und Bangen verbunden. Was machen wir mit Lucy, hat sie noch eine Chance? Ja hat sie, sie hat einen Hautpilz, es waren deutliche Sporen von Pilzen unter dem Mikroskop zu erkennen (wenn man so was erkennen kann). Sie bekommt Medies und gaannnzz viel Vitamine und Aufbaustoffe, sie ist quasi „ausgebrannt“. Sie braucht ganz fest gedrückte Daumen. Seit heute abend frisst sie auch wieder selbstständig und beißt selbständig kräftig zu – in meinen Finger. Naja, das muss man nicht haben, aber zeigt, dass die Lebensgeister wieder zurückkommen.

Anderes Thema bei der TA: was ist mit unseren Kryptohörnchen, deren Durchfall wir einfach nicht gestoppt bekommen, insbesondere von unserem Herzenshörnchen „Mauli“?

Wir gehen mal kurzfristig einen anderen Weg, in der Hoffnung, dass der „zieht“. Sie brauchen alle gedrückte Daumen. Es ist ein tägliches ringen und dem „zuzusehen“ ist nicht einfach. Wir kämpfen bis zum letzten Atemzug, bzw. werden „erlösen“, wenn es dem Tier nicht mehr gerecht wird, es zu sehr leidet und keine Chance mehr besteht. Ich erinnere nur an unser Herzenshörnchen „Coopie“.
Beides schlimm, ganz schlimm.

Wir hatten aber auch wieder Besuch vom „Krähennest“ (Daniel -Vereinsmitglied- und Stephan), die uns die neuesten Ausgaben vom Krähennest übergeben haben, natürlich auch mit dem Artikel über den Besuch in unserer Auswilderungsvoliere in Dortmund-Husen. Mit Daniels Genehmigung, dürfen wir den Text hier einstellen:

Ansonsten läuft hier erst mal alles seinen üblichen Gang, sprich, putzen, putzen, putzen … meist bis nachts um 1 Uhr … es wird Zeit, dass die Hörnchensaison zu Ende geht. Ein paar lustige Bilder konnten wir noch machen. Unsere 5 Überwinterungshörnchen Kaiser, Detlef, Tick, Trick und Track werden gefüttert und müssen dann aber in eine „Parkgarage“. Diese Parkgarage ist tatsächlich der Karton der Grundschule in Asseln, in der Nuki „angeliefert“ wurde. Seit gestern ist sie aktiver im Laufstall, wir haben die Hoffnung, dass wir sie Anfang der nächsten Woche wieder in die Grundschule, an ihren ursprünglichen Ort, zurückbringen können.

Derweil mögen unsere 5 Jüngsten diesen „Grundschulkarton“, warum auch immer, da müssen wir der Grundschule wohl Ersatz liefern. Und Kaiser – unser Zugpferd in der Truppe – der schaut dann auch mal ganz gerne raus ….

Im Auswilderungsgehege in Dortmund-Husen ist die Klappe auf und wie es aussieht, sind auch schon alle raus und kommen nicht mehr zurück.

Die nächsten Tage stehen jetzt im Zeichen des Infostandes am Futterhaus in Holzwickede, da muss noch ein bisschen was vorbereitet werden. Kommt gerne vorbei … wir werden wohl in der Zeit von 11.00-17.00 Uhr vor Ort sein.

Unsere Spendenkasse ist schon da, die Kalender 2026 sind im „Zulauf“ und können dort erworben werden.

Und noch eine interessante Seite über invasive Arten (aus dem Newsletter des NABU)

Newsletter NABU

.. das war das „kurze“ Update, ist dann doch etwas länger geworden!

08.09.2025

Neuzugang aus dem Rutental / Unna

Wir haben gestern nicht nur einen „katastrophalen“ Neuzugang bekommen, sondern auch wieder Geldspenden: vielen Dank an Henriecke aus Unna und Ulrike aus Breckerfeld. Dazu noch ein Neumitglied, Anja aus Gevelsberg! Vielen Dank an alle!

Hier jetzt aber zu der armen Eichkatze, Lucy, morgen konnten wir einen Termin bei der TA ergattern, wir hoffen sie so lange „am Leben zu erhalten“. Sie hat über den ganzen Körper verteilt kahle Stellen und wimmert:

Wir haben sie mit dem Nötigsten abgedeckt, sie braucht ganz viel gedrückte Daumen!!!

05.09.2025

Sunrise Avenue – Lifesaver …

wir versuchen es, mit aller Macht, scheitern aber immer wieder …

Am Dienstag mussten wir schweren Herzens Marie gehen lassen. Ihre Zahnfehlstellung wurde immer schlimmer, keine Aussicht auf Erfolg. Da sie sehr „wild“ geworden ist und wir kaum noch an sie rankamen, mussten wir diesen schweren Schritt gehen. Mach‘ es gut kleine Marie, du hattest leider einen ganz schlechten Fehlstart ins Leben, konntest aber ein paar Wochen mit deinen Artgenossen im Wohnzimmer spielen. Grüß‘ alle Hörnchen im Himmel …

Auch verloren haben wir unsere beiden Kleinsten, der Durchfall war nicht zu stoppen:

Auch diverse adulte Tiere, die hier völlig geschwächt, voller Fliegenmaden, dehydriert und krank waren, haben wir zeitweise binnen Stunden verloren …

Traurige Bilanz aktuell …

Zu der aktuellen Situation:
Auswilderungsgehege Wildwald Vosswinkel: keine Bewohner
Das liegt tatsächlich daran, dass die Fahr- und Versorgungszeit bei der aktuellen Lage in der Station nicht zu machen ist. Wir würden aus den Fütterungszeiten komplett „rauslaufen“, deshalb ist das Gehege aktuell nicht besetzt.

Auswilderungehege Dortmund-Husen: Chip, Fritz, Holly, Nemo, Emmi, Denis, Jaschi
6 haben wir dahingebracht, Chip ist kurz vor der Schließung der Außenklappe wieder zurückgekommen, sie ging quasi selbstgewollt in die Verlängerung. Am Wochenende öffnen wir hier die Klappe. Ihr seid eine tolle Gruppe, nichts wie raus mit euch, Vorräte sammeln und anfangen Kobel zu bauen…. oder die Kobel im Garten nutzen…

Wohnzimmer: die 4 L’s: Leele, Loki, Lola und Lotta, unsere ehemaligen „Nackies“

Auch sie kämpfen noch mit Kokzidien … sind aber fit und toben durch das Wohnzimmer. Wir haben von ihnen mehrere Videos bei Youtube:
4 L’s 4 Wochen alt

Fütterung der 4 L’s

Betthupferl der 4 L’s

Laufstall: Maja, Hanni, Martina, Sunny

Kämpfen ebenfalls gegen Kryptosporidien, waren mit der 1. Behandlung durch, das reicht auch bei ihnen nicht, sie müssen noch eine 2. Behandlung kommen, der Durchfall ist noch immer nicht weg.

Quarantänestation 1: Trudi, Samantha, Mauli

Die 3 kämpfen gegen Kryptosporidien; Fotos ganz schlecht, mit Einweghandschuhen kein Handybild möglich… hier nur ein Foto von der Station:

Quarantänestation 2: (die mussten wir wie der Blitz aus dem Keller hochholen und komplett neu einrichten): Siggi, Horst, Peanut

auch sie kämpfen gegen Kryptosporidien, mitten in der Behandlung, immer noch Durchfall, unsere Medies scheinen nur noch begrenzt zu wirken.

Transportbox 1: Nuki

adulte Eichkatze, blutige Nase, abgestürzt, seit 3 Tagen frisst sie wieder selbständig. Wir haben sie durch unsere TA untersuchen lassen, es wurde nichts gefunden, auch keine Endoparasiten im Kot. Sie frisst und trinkt, leider läuft und klettert sie noch nicht. Sie wird mit homöopathischen Mitteln abgedeckt, wir geben ihr noch ein bisschen Zeit. Wenn sie wieder fit wird, darf sie direkt in die Grundschule wieder zurück:

Transportbox 2: die „Buben-WG“: Kaiser, Detlef, Tick, Trick und Track

Alle relativ neu hier, Tick, Trick und Track haben gestern erst die Augen aufgemacht, also gerade mal 4 Wochen alt … sind nicht so wirklich „saugergängig“, das dauert noch ein bisschen, Pipi auch noch sehr gelb, wie bei uns, Hinweis auf Dehydrierung.

Alle anderen nicht genannten Eichies sind bereits ausgewildert (Klara, Rufius ….)

So, das war jetzt eine Kurzvorstellung. Was gibt es sonst noch zu berichten:

  1. wir haben unsere §11 Genehmigung für die Pflegestelle bekommen, mit Auflagen, da bleiben noch ein paar Fragen an das Veterinäramt, da sind wir gerade am klären, gleichwohl auch die Gebührenrechnung über 200 €. Das finden wir unverhältnismäßig für einen Verein, der ehrenamtlich für die Kreisstadt Unna unterwegs ist. Auch da suchen wir das Gespräch mit den Behörden.
  2. Unsere Jahreshauptversammlung vom Verein wird am 26.09.2025 im Stadtteilzentrum Süd stattfinden, Einladungen wurden fristgerecht verschickt.
  3. Am 12./13.09.2025 stehen wir mit einem Infostand vor dem Futterhaus in Holzwickede (Wilhelmstraße 4). Dort gibt es dann auch unsere erste Auflage Kalender 2026 und natürlich viele Infos um die Eichhörnchen. Schon jetzt, Danke an Claudi, die unterstützen wird!
  4. Unsere Desinfektionsspitze hat mal „gewaltig“ abgebaut. Sie „platzte“ bei vollem 3bar-Druck, weil der Dichtungsring durch die agressiven Desinfektionsmittel schlapp gemacht hat, ziemliche Sauerei in der Wohnung … da werden wir mal im Landhandel schauen müssen, damit wir einen „desinfektionsmittelgeeigneten“ Drucksprüher bekommen:

3. Und, es erreichen uns viele Geldspenden: Vielen, vielen Dank dafür. Ich hoffe, wir haben jetzt niemanden vergessen: Henrieke aus Unna, Anja, Peter – Vereinsmitglied -, Ulrike, Stephie aus Werne, Mark, Uschi, Jörg, Sylvia, Familie Bender, Familie Ahlke, Friedrich aus Aachen und Monika aus Bonn und alle Finder, die mal „eben“ Geldspenden bei der Tierübergabe „liegen gelassen haben“. Auch Nussspenden erreichen uns jetzt immer wieder. Wir fahren gleich in den Wildwald Vosswinkel, da sind auch noch welche abgegeben worden.

Wer die Möglichkeit hat, Walnüsse, Haselnüsse oder Baumnüsse zu sammeln, bitte gerne!!! Und dann gerne in unsere Richtung „werfen“.

27.08.2025

keine Ahnung, was als Überschrift passt …

Wir haben heute wieder Post von Brian, unserem Vereinsmitglied in den USA, bekommen. Es ist für uns immer ein Highlight. Das zu beschreiben, was wir fühlen, wenn wir die Texte von Brian lesen, ist nicht nötig, lest einfach selbst, versetzt Euch in unsere Situation … alle Karten, Briefumschläge etc. werden hier aufbewahrt ..

„Dear Brian, thank you so much for the lovely card. It’s exactly what we need right now. What a beautiful illustration. Thank you for your support and your kind, encouraging words!“

Jetzt zu unserer aktuellen Situation:

Der Squirrel-Adeno-Virus hat sich nicht bestätigt, dann wären wahrscheinlich alle innerhalb von 48 Stunden verstorben. Verstorben sind leider unsere Minis im Inkubator, sie haben es beide nicht geschafft, der Durchfall hat sie quasi dahingerafft.

Auch Tima, aus unserer so tollen 5er MädelsWG ist soeben über die Regenbogenbrücke.

Um alle anderen kämpfen wir weiter. Wir haben aber auch ein neues Video bei YouTube, von unseren „4 L’s“, sie dürfen in Kürze ins Wohnzimmer umziehen …

Fütterung der 4 L’s

Weitere Infos in den nächsten Tagen, wir müssen sehen, dass wir unsere Krypthohörnchen – jetzt noch 6 (Trudi und Samantha in der Quarantänestation) und (Martina, Maya, Hanni und Sunny) davon abhalten über die Regenbogenbrücke zu gehen.

23.08.2025

Endoparasitenzoo

Wir haben leider ganz schlechte Nachrichten. Von dem abgesehen, dass unsere Kleinen im Inkubator gegen Giardien kämpfen, wir in 2 Gruppen Kokzidien nachweisen können, ist gestern auch noch unsere MädelsWG mit plötzlichem Durchfall aufgefallen. Es ist nicht auszuschließen, dass wir uns den Squirrel-Adenovirus eingefangen haben. Das würde bedeuten, dass wir sehr viele, im schlimmsten Fall alle Eichhörnchen verlieren. Bitte habt Verständnis, dass wir derzeit andere Probleme haben, als den Blog zu schreiben. Besuche der Station sind -auch von Findern- nicht mehr möglich!

16.08.2025

… eine BItte …

Ja, wir wissen und können absolut verstehen, dass die Finder*innen erfahren möchten, wie es „ihren“ Schützlingen geht. Wir arbeiten aktuell unter „Volllast“, mehr als 30 Tiere. Wir können die 40-50 WhatsApps, Mails etc. einfach nicht mehr beantworten. Es tut uns sehr leid, aber die Versorgung und Pflege der Hörnchen mit allen Hygienemaßnahmen gehen vor. Wir sind auch voll berufstätig und müssen die „Nüsse“ für die Eichhörnchen verdienen. Das Wochenende ist meist keine Erholung, sondern da wird „umorganisiert“. Sprich, morgen ziehen die nächsten Eichies aus dem Wohnzimmer aus (Holly, Nemo, Jaschi, Denis, Emmi & Fritz). Mauli und Marie gehen in die Verlängerung und bleiben im Wohnzimmer.

Das Wohnzimmer muss grundgereinigt/repariert werden, insbesondere das Laufrad, dann dürfen die Nächsten ins Wohnzimmer einziehen. Wer das ist, haben wir noch nicht festgelegt, weil wir morgen auch noch Eichhörnchen an die Pflegestelle Simone/Altena und Bine/Bochum abgeben werden.

Wir hoffen, vielleicht morgen (Sonntag) Abend dann einen aktuellen Überblick über die Station geben zu können. Aktuell ist nur „schuften“ angesagt, die Nacht wird kurz, Freizeit nicht vorhanden ….Schlaf leider auch nicht …

Unser Notrufhandy 01789148814 … läuft aktuell nur mit einer Powerbank, permanent leer, aufgrund der Telefonate …

Aber zum Abschluss noch mal etwas „Positives“:
Unsere Veranstaltung am Freitag „Eichhörnchen in Not – du kannst helfen!“ im Erlenweg fanden wir toll, die Kinder hoffentlich auch. Sie war etwas „improvisiert“, aber wir denken, alle sind auf ihre Kosten gekommen. Unser Elo-Hund „Dickel“ hat sich vorbildlich verhalten, auch für uns eine tolle Erfahrung, total lieb und zutraulich mit 15 Kindern (!). Teilweise haben wir ihn dann auch „improvisiert“ in das Programm eingebaut … leider keine Bilder …

14.08.2025

… die HItze ….

Die Hitze macht aktuell nicht nur uns, sondern auch unseren Wildtieren zu schaffen. Wir hatten in den letzten 48 Stunden 9 Neuaufnahmen, deshalb, nicht verwundert sein, wenn wir nicht direkt auf WhatsApps und Mails reagieren, wir arbeiten erst das Notruftelefon beziehungsweise die Neuaufnahmen ab.

Man stellt sich das vielleicht einfach vor, aber jede Neuaufnahme braucht Zeit: wiegen, erfassen (für das Veterinäramt, UNB und den Rechenschaftsbericht für das FA), auf Ekto-/Endoparasiten kontrollieren, „Laufproben“ etc., etc…. dazu die Logistik, putzen, putzen, putzen… Die Neuaufnahmen sind dann häufig auch nicht „saugergängig“, bedeutet, die Milch schmeckt anders als bei Mama, der Silikonsauger riecht anders als die Zitze von Mama und überhaupt sind das ganz andere Geräusche (Wasserkocher, Kaffeemaschine, Staubsauger … ist in der Eichhörnchensäison komplett im Winterschlaf), da dauert so eine Fütterung auch mal ein bisschen länger. Das ein oder andere „Gebrechen“ kommt dann noch dazu: verletzte Vorder- und/oder Hinterpfote, Atemschwierigkeiten oder überhaupt „Unwohlsein“, dessen Ursache wir erst finden müssen.

Dazu kommt noch, dass wir morgen eine von uns sehr „geliebte“ Kinderveranstaltung (und das ist jetzt ernst gemeint!) im Erlenweg in Unna haben. Von 14-16 Uhr, 18 angemeldete wissbegierige Kinder, toll, schön, sie in die Natur zurück bringen zu dürfen, wir freuen uns darauf. Das Programm steht „im Kopf“ ist aber noch nicht „umgesetzt“, passiert heute Nacht, neben den Fütterungen….

Wir melden uns am Wochenende zurück! Versprochen!

10.08.2025

… am Limit …

Ein Blog ohne Bilder, aber einfach nur mal so, was hier los ist und warum der Blog so schleppend verläuft:

Auswilderungsgehege Wildwald Vosswinkel: aktuell leer
Auswilderungsgehege in Dortmund – Husen: Klappe geöffnet, ab und zu noch Rückkehrer
Hörnchen / Wohnzimmer: Holly, Marie, Nemo, Jaschi, Denis
Quarantänestation: Emmi, Fritz (Status noch unklar, wird evtl. morgen geklärt)
Laufstall 1: Mauli (lt. TA wildbahnfähig, braucht aber noch Zeit; hier müssen wir im Hörnchenzimmer testen, wie viel sie „sieht“)
Laufstall 2: Loki, Lelle, Lola & Lotta
Transportbox 1: Siggi (muss morgen zur TA,dem geht es ganz übel, zusammen mit den 2 Degus)
Transportbox 2: Trudi (vermutlich Krypthos, noch unbestätigt, Test steht aus)
Inkubator: Horst, Tima & NN (Namensvorschlag Friedrich)

NN ist ein 5 Tage altes Eichhörnchen (!), hat noch keinen Namen; heute morgen ist der Rest der Nabelschnur abgefallen. Definitiv sind alle unsere Überwinterungsplätze weg, Susanne und Heiko werden gut zu tun haben.

Das hört sich nicht nach vielen Hörnchen an, aber: die Hörnchen kommen in so einem desolaten Zustand an, deshalb haben wir in den letzten Tagen auch sehr viele von ihnen verloren (das war mehr Sterbebegleitung als Hilfe). In unserem Umkreis ist kaum noch eine Pflegestelle aktiv, heißt, alle im Urlaub. Wir versuchen das abzufangen, weil wir wissen, dass uns Hörnchen „abgenommen“ werden, wenn sie wieder aus dem Urlaub zurück sind. Quasi „Überbrückungshilfe“!

Das Schlimme an der Sache: Finder*innen schauen nicht weg, retten die Tiere und bleiben dann „stundenlang“ darauf sitzen (Telefonanrufe Feuerwehr, Polizei, Tierheime schlagen fehl, Nottierärzte behandeln die Tiere nicht („Sind Wildtiere, müssen wir nicht behandeln!“), Aber auch Tierärzte haben mit der Approbation einen Eid unterschrieben und auch Wildtiere, die eigentlich euthanasiert werden müssten, werden nicht behandelt. Wildtiere/Tiere sind gesetzlich eine „Sache“, sie fallen in unserer heutigen Gesellschaft einfach „hinten rüber“. Schade, haben sie nicht verdient. Und, wir brauchen sie!

Die nächsten Tage sollen sehr warm werden, deshalb die Bitte an alle Balkon-/Gartenbesitzer: stellt flache Wasserschalen auf mit Kieselsteinen: Eichies, Igel und Insekten werden dankbar sein, auch wenn sie es nicht zeigen! Danke für Eure Unterstützung!!!

06.08.2025

… nächster Versuch, unsere Kleinsten …

Bevor wir mit unserer dezimierten Wohnzimmermannschaft weitermachen, berichten wir weiter mit unseren Kleinsten: sie kamen am 15.07. zu uns, waren ursprünglich 5, leider hat einer der 5 nicht überlebt, er war eiskalt und verstarb nach wenigen Stunden und das trotz Inkubator. An einem schönen Haus in Unna, voll mit Efeu bewachsten, musste das Efeu runter. Man kann sich vorstellen, dass da nicht nur Singvögel und Eichies nisten, sondern auch anderes Getier, das man nicht unbedingt in der Wohnung haben will. Ich selbst komme auch aus einem solchen „Reihenhaus“ und wir hatten alles „Getier“ in der Bude, wenn das Fenster auch nur auf Kipp war. Efeu ist toll, an Bäumen … an Hauswänden macht es den Putz kaputt, führt zu Wasserschäden usw., völlig verständlich, dass das nicht so im Sinne der Hausbesitzer ist. In dem Zuge kamen die 5 auch da „runter“. Wir haben noch eine Rückführung versucht, aber die Mama war nicht zu sehen, vielmehr nur 2 Jungtiere, die unmöglich Mama sein konnten, wahrscheinlich auch im Efeu aufgewachsen …

Die 4 (2 Jungs, 2 Mädchen) hören auf die Namen Lelle & Loki und Lola und Lotta. Seit 2 Tagen haben alle die Augen auf (Loki war der Schnellste) und haben einen unbändigen Hunger. Die Fütterungszeiten kann man nicht vergessen, denn die machen richtig Rabatz – und zwar schon vor der Fütterungszeit. Sie waren natürlich erst im Inkubator, mittlerweile sind sie im Körbchen untergebracht, wurschteln sich da aber auch schon raus, d.h. das Körbchen steht mittlerweile im Laufstall, der geschlossen ist. Aber hier jetzt Bilder ….

Die waren noch vom ersten Tag, noch zu 5.

Mittlerweile sehen sie so aus:

In den nächsten Tagen berichten wir dann noch von „Mauli“ und „Siggi“ und dann vom Wohnzimmer, die aber erst am Schluss …

Ach, und als kleines Update: Chip, Vam, Melli, Melly und Fritzchen durften ab heute in die Freiheit, die Klappe ist auf. Gerne wären wir dabei gewesen, da wir aber nicht wissen, gegen was wir hier in der Station kämpfen (bzw. schon den ersten Hinweis haben), haben wir darauf verzichtet, kein Risiko eingehen. Macht es alle gut, ihr wisst, wo ihr Futter und Wasser bekommt – bei Susanne & Heiko im Garten. Vor allem „meine Chip“ (die in Holland und in der Pfalz dabei war) ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich war sehr traurig, sie einfach nicht mehr besuchen zu können. Aber Gesundheit geht vor …. das Leben ist kein Wunschkonzert!