08.02.2026

„Druckbetankung Hygiene- und Infektionsmanagement“ … eine irrsinnige Überraschung aus Berlin!

2 Tage Hygiene- und Infektionsmanagement. Wenn eigentlich ein recht „trockener“ Stoff, aber super interessant von Lukas aus dem TH Aschaffenburg dargeboten. Schöne Diskussionen mit den anderen Teilnehmer:innen. Was lässt sich umsetzen, was nicht? Leider aber auch mit „Kollateralschäden“! Ich werde den Hygieneleitfaden von Aktion Eichhörnchen e.V. (Stand 2024), der eigentlich vom Kreisveterinäramt als „in Ordnung“ beurteilt wurde (die waren verwundert das überhaupt vorzufinden), wieder überarbeiten. Es gibt keine vorgefertigten Texte für Eichhörnchenpflegestellen, alles muss explizit auf die Station zugeschnitten werden. Auch bei den Desinfektionsmitteln werde ich aufgrund von neueren Entwicklungen künftig umschwenken (müssen) …

Kaum zu Hause (vorher noch im Bornekamp für Lemmi und Speedy ein paar Zweige abgegriffen), ab in Richtung Packstation, da lag ein Paket von Marlén aus Berlin. Voller Spannung aufgemacht und …. war völlig geplättet, ein gestrickter Schal, -abolutes Unikat- mit Aktion Eichhörnchen.

Marlén, wie lange hast du denn daran gesessen? Das müssten Stunden, Tage, Wochen gewesen sein!!! Er ist nicht nur „einseitig, sondern beidseitig gestrickt!!! Auch die Karte mit dem Logo von Aktion Eichhörnchen!

Er wird als „Wandbehang“ in meiner Wohnung einen besonderen Platz bekommen. Vielen, vielen Dank!!! Dazu noch ein liebevoller Brief ….

Und, es sind genau diese liebevollen, achtsamen Kontakte, die man so sehr zu schätzen weiß, die mit Geld nicht zu bezahlen sind. Und gerade, wenn man in turbulenten Zeiten steckt – und da werde ich noch eine ganze Weile drin bleiben – , sind diese Paket-Überraschungen, „endlosen“ Telefongespräche mit liebevollen Menschen, kleine Gesten, WhatsApps, Videos von gesunden -lustigen – Eichhörnchen usw.., das, was einem hilft, über die Hürden zu springen. Oder, wie ich immer gerne sage: ich bin das paddelnde Eichhörnchen im See, versuche den Kopf über Wasser zu halten, sehe auch das Ufer, aber es ist noch weit weg… aber in Sicht!

© Forum für Naturfotografen

In dem Sinne gilt es – weiter paddeln!!!

Buddy ….

Was vor 2 Tagen noch gut aussah, ist eben zu Ende gegangen: Buddy ist über der Regenbogenbrücke. Er hat in den letzten 2 Tagen extrem abgebaut. Alle 3 Stunden hat er aber noch gerne sein Futter über eine Spritze genommen. Gestern, gegen Mittag, wurde es immer weniger, abends hat er jedes Futter verweigert … und hat heute in den frühen Morgenstunden seinen letzten Atemzug getan.

Lieber Buddy, ich habe dich einfach viel zu kurz gekannt. Du hast den weiten Weg von Stuttgart nach NRW gemacht, weil du nicht alleine bleiben solltest. Die Vergesellschaftung mit Lemmi und Speedy ging „wie der Blitz“:

Ihr habt zusammen unter der roten Sonne gekuschelt und im Außenbereich euch an den Kräutern getummelt. Ich hätte stundenlang zusehen können. Ich hätte dir vor allem noch eine viel längere Zeit gegönnt. Es hat nicht sollen sein. Es tut mir so leid. Wir, Chrissy und ich, wünschen dir eine schöne Zeit auf Wolke 785, grüße alle Degus und Hörnchen da oben! Du warst so ein besonders lieber, handzahmer Degu … du warst außergewöhnlich und einzigartig!

05.02.2026

... „Husen, wir haben kein Problem …“

Bevor wir nach „Husen“ gehen, noch ein Hinweis in eigener Sache: ich bekomme immer wieder Spenden, aber ohne Adresse, so dass ich keine Spendenbescheinigung schicken kann. Bitte meldet Euch über unsere Emailadresse post@aktion-eichhoernchen.de oder schreibt auf die Überweisung Eure Adresse, dann darf ich eine steuerlich wirksame Spendenbescheinigung versenden. Und im Übrigen: vielen Dank für die Spenden!!!

In Husen geht alles seinen Gang. Nur unser 2-Meter-Baumstamm wollte nicht „bespielt“ werden. Wir vermuteten: zu glatt, weil die Rinde fehlt. Ich habe geflechtet, Heiko gebastelt und noch eine Holzrankhilfe drangeklöppelt und siehe da, jetzt wird auch der Baumstamm Marke „Maibaum“ und die Holzrankhilfe genutzt. Videos stehen noch aus.

Unsere 5 stehen gut im Futter, aktuell sind alle fit:

Aber nicht nur im Gehege ist was los, vor dem Haus in Husen, eindeutig Eichiekobel:

Im Garten 3-4 ausgewilderte Eichies als „Besucher“, hinter dem Haus im nahen „Wäldchen“:

Und im Übrigen, für alle Degufans, die hier mitlesen:

Lemmi, Speedy und Buddy sind friedlich vereint:

Leider hat sich heute abend ergeben, dass Buddy einen leichten Schlaganfall hatte, Kopf leicht schief, läuft „unrund“. Ich füttere ihn jetzt erst mal bei, damit er wieder zu Kräften kommt. Er braucht gedrückte Daumen!

28.01.2026

… ein kleiner Fotoblog aus Husen aus meinen „Mittagspausenbesuchen“ …

ein bisschen „Körperpflege“ …

… zwischendurch mal schauen, was es so gibt …

und ein bisschen geselliges „miteinander“ …

23.01.2026

Mitgliederversammlung des Vereins Aktion Eichhörnchen e.V.

Der neue Vorstand wurde gewählt und unsere Satzungsänderungen beschlossen:

  1. Vorsitzende Steffi Schmitz
  2. Vorsitzender Gerald Frank
  3. Kassenwartin Claudia Forsthoff (erweiterter Vorstand)

Vielen Dank an Dagmar für die Wahlleitung, Marcus für das Protokoll und Claudia als Copilotin.

Ab sofort sind daher wieder Neumitgliedschaften im Verein möglich!

21.01.2026

Ehrentag des Eichhörnchens – Squirrel Appreciation Day

Und wieder ist ein Jahr vergangen, wir stehen vor einer neuen Eichhörnchensaison. Alle berichten: hier wird Wolle-/Nistmaterial gesammelt, Paarungsläufe finden statt und die vermeintlich ersten trächtigen Eichies sind unterwegs. Zeit noch mal „innezuhalten“. So auch für mich, wie alles begann … kann man auf der Vereinsseite nachlesen, oder hier nur ein „kurzer Abriss“.

Wir haben ein Eichhörnchen überfahren, waren unendlich traurig, suchten eine Pflegestelle und spendeten, für diese kleinen Tiere. 2018 kam – eben von jeder Pflegestelle, die komplett überlastet war – ein kleines Eichhörnchen zu uns, schon 8 Wochen alt, aber kaum mehr als 60g. Wir übernahmen es, weil es viel Pflege brauchte. Wir wollten ihr „Bewegung“ verschaffen und ließen sie im Wohnzimmer rennen: bedingt durch ihre Größe schlitterte sie unter alle Schränke und kam mit „Wollmäusen“ zurück. Sie hatte ihren Namen: erst Swiffer, später liebevoll Swiffy genannt.

Sie wuchs auf, aber hat es leider nicht zur „Wildbahnfähigkeit“ geschafft. Wenig später bekam sie aber auch noch Gesellschaft von „Segelohr“, ganz wichtig für die Eichies, dass sie in artgerechter Gesellschaft aufwachsen. Wir mussten sie dann leider gehen lassen. Aber, sie war „unser“ erstes Eichie:

Daraus entstand eine „Leidenschaft“, die bis heute anhält:

Wir nehmen ihnen ihre Lebensgrundlage, zerstören die Wälder, holzen Bäume und Sträucher ab, in denen sie ihre Kobel bauen, etc., die Aufzählung ließe sich unendlich erweitern und auch für alle anderen Wildtiere. Deshalb, der Squirrel Appreciation Day, ein Tag, um innezuhalten, ein Tag für jeden von uns, zu überlegen, wie man persönlich unsere Wildtiere unterstützen kann: Fütterung im Garten, Aufstellen von Wasserstellen … es gibt unendlich Möglichkeiten, auch, wenn man keinen Garten besitzt.

Danke für Eure Unterstützung!

17.01.2026

Ein paar Fotostorys und Fotos aus Husen:

Alle 5 sind fit, leider auch sehr „stereo“ unterwegs, aber es hilft nichts, sie können noch nicht raus, es wird mit Sicherheit noch mal richtig kalt.

Unsere armen Tannen, im Frühjahr dürfen wir wieder neu bestücken!

Und der Rest der Mannschaft: knabbert, schläft und beobachtet mit Alpakawolle auf dem Kopf das Geschehen:

10.01.2026

… alles OK in Husen …

Nach dem Verlust von Tick besteht natürlich höchstes Augenmerk auf den verbliebenen Überwinterern (Trick, Track, Peppi, Detlef & Martina). Auf dem Weg zum Gehege verdächtige Spuren, sprich, die „Ausgewilderten“ sind auch noch aktiv und finden am Gehege und in den Nachbargärten Futter:

Allen angekündigten Schneefällen zum Trotz sind die Fünf in den Vormittagsstunden immer noch aktiv. Sehen alle „propper“ mit schönem Winterfell und Puschelohren aus. Hoffen wir, dass es so bleibt. Hier ein paar Bilder von ihnen:

Und nein, die Bilder mit Maiskolben und Apfel sind vor dem Frost entstanden. Aktuell gibt es auch bei unseren Überwinterern kein Frischfrutter. Es gefriert, schadet den Zähnen und dem Magen der Eichies.

Ansonsten laufen die Vorbereitungen für unsere Jahreshauptversammlung am 23.01.26 auf Hochtouren, da wird getestet, installiert, Roadbooks geschrieben usw…..

Kommt gut durch die frostigen Tage, ab Montag soll es zumindest in NRW wieder Plusgrade geben! Und denkt daran, wer Eichies und Wildtiere im Winter unterstützten kann, tut es bitte!

06.01.2026

Tick …

Mein lieber Tick, Du kamst am 03.09.2025 mit deinen beiden Brüdern Trick und Track hier in der Station an. 83g auf der Waage. Du warst ordentlich auf die Nase gefallen.

Aufgrund des Unterbisses wurden die unteren Schneidezähne immer wieder zulang. Wir waren oft bei unserer TA, wir haben gekürzt, korrigiert, dir entsprechendes Futter gegeben, so dass du nagen musstest, aber auch genügend Kalorien aufnehmen konntest. Du hast alles „ertragen“, schlimm für ein Wildtier, aber ich hoffe, du merktest, dass wir Dir eine 2. Chance geben wollten. Am 27.11 war es so weit, du konntest mit deinem Partner Peppi zu den anderen und Deinen Brüdern (Martina, Detlef, Trick, Track) in das Überwinterungsgehege in Husen wechseln. Ihr ward hier in der Station ein super Duo.

Ende Dezember hast du sehr an Gewicht abgebaut, ich konnte dich im kompletten Kobel wieder mit in die Station nehmen. Du hast alles Futter bekommen, das dir gut tat und das du so gerne mochtest, allem voran Zuckermais, Maronen und Pistazienkerne.
Heute gingen wir den schweren Gang zur TA. Ich hatte es vermutet, wollte es aber eigentlich nicht wahr haben. In der Gasnarkose konnten wir den kompletten Zahnstand ansehen und mussten entscheiden, dass du keine Chance auf ein Leben in Freiheit hast. Wir haben dich schweren Herzens gehen lassen. Es tut mir so leid, aber wir haben alles versucht. Ein großes Dankeschön an meine TA.

Florian hat während des TA-Besuchs ein Bild gezeichnet. Vielen Dank dafür, es bekommt einen Platz auf der Pinwand!

Ich wünsche dir alles Gute in einer besseren Welt, auf Wolke „785“, wo schon so viele Eichhörnchen und Degus verweilen. Rest in Peace!

01.01.2026

… wer glaubt, dass das Jahr ruhig beginnt … mitnichten!

In der Silvesternacht „nur“ 2 Igelfälle, die ich gleich umleiten konnte. Heute morgen dann direkt in den Wildwald, Futterstationen auffüllen. Noch nicht ganz fertig, eine WhatsApp von Susanne und Heiko („mein Frühwarnsystem“, vielen Dank dafür, unbezahlbar). Tick, immer schlechter zurecht. Also ab nach Hause, Quarantänestation fertig gemacht, alles gepackt und ab nach Husen. Ehrlich, ich hatte mit mehreren Anläufen gerechnet. Ein „Wildtier“ aus einer Auswilderungsstation raus zu fangen, öh … nicht einfach. Es war einfacher als ich dachte. 2 von unseren Fellnasen waren draußen. Wir wussten wo Tick gewöhnlich übernachtet. Den Hängekobel mit einen Leinenbeutel und Kabelbinder eingepackt und dann mal geschaut, wen wir noch so aus den Kobeln scheuchen können, doof, aber ich musste wissen, wen ich „eingepackt“ habe. Wie gehofft: 5 draußen, die nicht „Tick“ waren. Ab nach Hause mit dem eingepackten Hängekobel. Dann seinen kompletten Hängekobel in die Quarantänestation gehängt. Null komma Null Bewegung, verstorben? Webcam stand schon da … alles zu gemacht, absolute Ruhe.

Nach ca. 20 Minuten blitzen 2 Augen auf der Webcam aus dem Hängekobel. Eindeutig „Tick“ … hat sich auch als Erstes über den Zuckermais und die gemahlenen Nüsse hergemacht, indoor ist das ja kein Problem. Wie es weitergeht, keine Ahnung! Aber erst ist er mal so in Sicherheit, dass er nicht im Gehege verhungern muss. Wir (TA und ich) müssen uns die Zähne anschauen und dann entscheiden. Die Trennung von den Artgenossen ist sch … aber zusehen, wie ein Eichhörnchen verhungert, nein, das geht gar nicht. … Bilder folgen, erst braucht Tick mal ganz viel Ruhe!

Ein weniger aufregender Neustart wäre schön gewesen, aber egal …