09.07.2026

… die nächste Hitzewelle …

ist angekündigt und wird uns wohl unweigerlich treffen, aber nicht nur uns Menschen, sondern vor allem auch unsere Wildtiere. Klar, wir können uns in der Wohnung hinter Klimaanlage, Ventilator und kühlen Fußbädern verschanzen und die Zeit überstehen. Unsere Wildtiere nicht, sie sind schutzlos ausgeliefert. Weder steht in Regenrinnen noch Wasser, noch gibt es „natürliche Pfützen“. Deshalb erneut der Aufruf: bitte stellt flache Wasserschalen mit Kieselsteinen auf (für die Insekten), damit unsere Wildtiere trinken können. Und, die weit größere Bitte: es gibt Viele mit „Outdoorpools“: bitte deckt sie abends ab oder installiert eine Ausstiegshilfe für die Tiere, falls sie in ihrem Durst dort hineinfallen. Die glatten Wände des Pools kommen sie, vor allem die Jungtiere, nicht mehr hoch und ertrinken jämmerlich. Christian Ehrlich hat dazu einen tollen Beitrag verfasst, den ich hier sehr gerne teilen möchte:

Auch Teiche und nicht abgedeckte Wasserfässer sind eine erhebliche Gefahr, in ihrer Not suchen die Tiere jede Möglichkeit an Wasser zu kommen.

Und noch eine Bitte: habt Geduld mit den Pflegestellen. Durch die erste Hitzewelle laufen wir immer noch alle unter „Volllast“. Viele Pflegestellen haben Aufnahmestopp, es wird unheimlich schwierig die Tiere noch unterzubringen, weil einfach keine freien Plätze mehr da sind. Und nein, wir haben alle noch genügend Transportboxen in Kellern, Dachböden usw. Das ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass die Tiere alle paar Stunden gefüttert werden müssen, aber wenn so viele Tiere in der Station sind, dass man „vorne anfängt und, wenn man hinten angelangt ist, wieder vorne anfangen muss, weil die Zeit abgelaufen ist“ ist das ein unmöglicher Zustand. Wir werden den Tieren nicht mehr gerecht. Deshalb, habt Geduld mit uns, wenn wir nicht sofort ans Telefon gehen, weil wir gerade füttern, in einer Rückführung stecken oder eine Erstversorgung machen müssen. Wir können für den Anruf dann nicht alles stehen und liegen lassen, aber wir rufen zurück. Wir sind am Limit und das gilt nicht nur für die Eichhörnchenpflegestellen, sondern auch für Igel- und Wildvögelstationen.

Danke für Euer Verständnis, aber auch dafür, dass ihr nicht „wegseht“. Wir versuchen Euch zu helfen und geben Euch „Handlungsanweisungen“, wie die Zeit bis zur Übergabe überbrückt werden kann. Aber habt Geduld mit uns!