24.08.2026

Sandy ….

ich ahnte es, wollte es aber nicht wahr haben. Sandys Backe hat die TA in Lünen 2x eröffnet, sie füllte sich wieder bzw. wir haben den Abszess nicht vollständig geleert bekommen. Sie meinte, ein Röntgenbild wäre von Vorteil, dass man sieht, wie tief der Abszess liegt. Gleiches wollte sie von Cindy, die ein geschwollenes Hinterbeinchen hat, das zwar voll beweglich ist, aber … da schwelt was!

Also heute zu NestoVet in Unna … erst war Cindy dran. Das Röntgenbild hat ergeben, dass es ein älterer Bruch war, schon mit Kallusgewebe umgeben, also durchaus stabil. Bei ihr heißt es abwarten, wie sie damit zurecht kommt, sprich, sie kann das Beinchen nicht voll durchstrecken. Das ist aber kein Grund, dass sie damit nicht wildbahnfähig wird. Sie hat die Augen noch zu … und wächst …

© NestoVet Unna

Jetzt zu Sandy. Sandy war unglaublich quirrlig, und wenn ich von „war“ spreche, dann könnt ihr euch denken, wie es ausgegangen ist. Hier wurde gerätselt / diskutiert, wie kann man ein ordentliches Röntgenbild bei so einem „Quirly“ machen. Frau Saskia Kahle von NestoVet hatte eine Idee, noch mit dem weiteren TA von Ort, Herrn Martin Kramer, abgesprochen und fertig war der Plan. Sandy in eine ganz kurze Gasnarkose, Röntgenbild, und als ich sie in die Hände bekam, war sie schon wieder wach. Das Ganze 2x, einmal von der Seite, einmal von oben. Wenige Minuten später war Sandy schon wieder auf dem Damm. Allein die Bilder … erschreckend, das Ergebnis – und ich bin absoluter Laie was Röntgenbilder betrifft – aber das habe sogar ich gesehen: da treffen die Zähne nicht mehr aufeinander und der rechte Kiefer (bei ihr aber links) völlig „unstrukturiert“, sprich „Osteolyse“. Sandy wäre niemals wildbahnfähig geworden und hätte einen langen Leidensweg vor sich gehabt.

Was macht es mit einem selbst, ein quirrliges Eichhörnchen gehen lassen zu müssen, weil es einfach keine Chance hat? Wir alle wollen nicht leiden. Sandy war ein Herzenshörnchen. Sobald sie den Reisverschluss an der Box gehört hat, kam sie angesprintet, und das ist jetzt nicht übertrieben, sie hopste mir teilweise direkt ins Gesicht, kletterte auf mir rum und freute sich. Und jetzt … musste ich mich von ihr verabschieden, Sekunden, die man wahrscheinlich nie vergisst … sie ist nicht mehr.
Ich habe den Eindruck, dass ihre Gruppe gerade auch ein bisschen „stickum“ ist, sie war die Antreiberin in der Gruppe und ist jetzt weg. Sie war „mein Zugpferd“ für die anderen. Bei der ersten Fütterung danach liefen mir einfach nur noch die Tränen, ich vermisse sie sehr, aber, ich ich bin der festen Überzeugung, und da hat mich Frau Kahle bestärkt, es war die richtige Entscheidung. Wenn ich eins nicht will, dann, dass die Pfleglinge einen langen Leidensweg gehen, den haben wir ihr erspart.

Ein ganz großes Dankeschön an das Team (TA & MFA) von NestoVet, vor allem an Frau Saskia Kahle für die Unterstützung!

Mach es gut meine Liebe! Grüße alle Hörnies da oben!!! Ich werde dich nie vergessen, und der Name Sandy ist reserviert. Es wird niemals eine 2. Sandy geben, wie auch Sweety, Lilly, Harry …..