18.09.2023

In der Waldschule …

Wie versprochen jetzt die ersten Bilder von dem Umzug. 7 Hörnchen möglichst auf einmal in die Boxen bringen, war gar nicht so einfach, wenn sie auch völlig vernarrt in Pistazien sind. Es ging aber doch besser als erwartet. 4 Hörnchen reisten in der großen, grauen Box, 2 in der großen Transportbox und Lexi, die Kleinste, war die letzte, die in eine Transportbox huschte. Alle ins Auto gepackt und los. Am Gehege angekommen erst mal alle in Ruhe abgestellt und sie ankommen lassen. Derweil die Futternäpfe gefüllt, die neue Futterbar bestückt und noch Wasser aufgestellt. Dann konnte es losgehen. Wie zu erwarten war Lexi die Erste, die durchs Gehege stromerte, wenig später kam dann der Rest aus den Boxen. Die einen forsch, nach vorne stürmend, die anderen eher zögerlich. Aber nanu, da fehlt doch jemand? Wie zu erwarten war, wollte Illi nicht aus der Box. Ich habe sie dann ein bisschen auf den Arm genommen, herumgetragen, bis sie sich auch von mir heruntergewagt hat. Das blieb leider in den nächsten Tagen auch noch so, ich habe sie morgens immer aus dem Häkelkobel herausgeholt, ein bisschen herumgetragen, bis sie sich sicherer fühlte. Gestern aber begrüßte sie uns schon draußen, sie hat sich offensichtlich jetzt auch eingelebt und tobt mit den Anderen durch das Gehege. So sind sie halt, die Eichhörnchen, nicht alle gleich, Individuen eben. Hier aber jetzt ein paar Bilder. Leider im Auswilderungsgehege wie immer nicht in der gewohnten Qualität, da die Lichtverhältnisse schlecht sind.

Krümel im Wohnzimmer …

ist sichtlich aufgelebt. Frisst, trinkt, tobt, spielt Verstecken, kuschelt sich aber dennoch, insbesondere abends, in den Arm und schläft ’ne Runde. Ihre Medikamente nimmt sie ohne zu murren. Wir hoffen, dass wir sie bald in eine andere Pflegestelle bringen können, damit sie richtige „Eichhörnchengesellschaft“ hat, dazu muss sie aber erst restlos ihre Endoparasiten los werden.

Lilly sehen wir auch jeden Tag und bringen ihr etwas mit. Hier sieht man auch auf dem Bild wieder, wie unterschiedlich die Geschmäcker auch bei Eichhörnchen sind. Die Einen fressen nur die Gurkenschale, die anderen, so wie Lilly, lieber die Mitte …

14.09.2023

Die 7 Zwerge sind … noch nicht über 7 Berge,

denn sie sind jetzt erst mal an die Waldschule umgezogen. Nach den heißen Tagen und der letzendlichen Fertigstellung der Inneneinrichtung konnten wir es nun wagen. Gut, das Wetter war nicht so toll, aber da mussten sie jetzt durch, eigene gesundheitliche Gebrechen haben es leider auch noch mal hinausgezögert.

Hier die letzten Bilder aus dem Wohnzimmer:

An dem heißen Wochenende war vor allem auch chillen angesagt. Wer sich jetzt über den „Gelbstich“ der Bilder wundert, er kommt durch die Markise, die wir als Beschattung dauerhaft ausgefahren hatten.

Rudolf, einer der beiden Eichkater, hatte in der Zwischenzeit auch einen ordentlichen Abszess unter dem Kinn aufgebaut. Keine 2 Tage später, hat er sich den selbst aufgekratzt und er ist bisher gut verheilt und hat sich noch nicht wieder gefüllt. Das müssen wir im Außengehege aber immer mal wieder kontrollieren:

Die letzten paar Tage im Wohnzimmer mit den 7 waren schön, kuschelig, anstrengend und nervig! Warum? Man sitzt völlig unbedarft im Wohnzimmer und möchte mit dem Teleobjektiv Bilder machen und es geschieht folgendes: 7 Hörnchen rennen auf die Kamerafrau! Kratos liebte es in die Zehen zu beißen, Lexi und Illi schleckten gerne die Hände ab, Blondie saß gerne auf dem Teleobjektiv, Eva knabberte am Ohr, irgendwer kämmte hinten immer die Haare, Emilia knabberte gerne direkt an der Kamera und Rudolf schlich sich mal gerne unter den Pullover, sprich, es waren überhaupt keine Fotoobjekte mehr da, die saßen nämlich alle in unerreichbarer Reichweite des Teleobjektivs. Und mit einem auf dem Teleobjektiv sitzenden Hörnchen noch zu fotografieren, ist auch ein Geduldsspiel, da hängt nämlich plötzlich der Schwanz des Puschelhörnchen vor der Linse oder sogar direkt die Nase auf der Linse! Trotz aller „Kratzereien & Beißereien“ kamen sie ab und zu immer noch an, kuschelten sich in den Pullover oder in die Hand, blieben für ein paar Sekunden liegen und ließen sich „durchkraulen“. Und wie man dann aus dem Zimmer kommt, haben wir ja schon beschrieben.

Das Außengehege ist mit der Inneneinrichtung fertig, wobei wir feststellen mussten, dass die Hängematte noch fehlte, die musste natürlich ganz schnell nachgenäht werden. Vor dem Einzug fehlten nur noch die Seile, die aber erst mit dem Umzug der 7 Zwerge aufgehängt wurden. Noch ohne Bewohner sieht es so aus:

Die ersten Bilder vom Außengehege gibt es dann im nächsten Block, wir müssen sie erst mal ankommen und eingewöhnen lassen.

Krümel im Badezimmer ist natürlich auch noch da. Sie trinkt sehr fleißig und willig ihre Medikamente und chillt dann auch einfach mal im Waschbecken, weil es da ja so schön kühl ist. Sie ist noch am gleichen Tag ins Wohnzimmer (natürlich grundgereinigt bis auf die Decken) umgezogen und tobt hier auf einer Grundfläche von 23qm, das gefällt ihr natürlich viel besser. Auch hier Bilder im nächsten Blog.

Lilly im Residentengehege übersteht die heißen Tage natürlich auch gut, sie ist ja jetzt schon fast 1 1/2 Jahre alt und hat geht jetzt auf den 2. Herbst zu:

Und zum Abschluß: der besondere „Harry-Kalender 2024“ geht in die Produktion. Es wird ihn im Format A4 (9,90 €), A3 (14,90 €) geben. Ggfs. kommen auch noch Versandkosten hinzu, wenn der Kalender nicht bei uns abgeholt wird. Bestellung über die allgemeine Vereinsadresse post@aktion-eichhörnchen.de.

10.09.2023

Kein gutes Saisonende …

Wir überlegen gerade, ob wir was Positives berichten können. Oh doch, wir haben wieder eine Spende von den „Stemmlers“ erhalten. Vielen Dank, auch für den netten WhatsApp Austausch. Da kommen auch immer schöne Hörnchenbilder bei uns an. Hörnchen im Garten, fit und gesund, so soll es sein. Vielen, vielen Dank!

Den 7 im Wohnzimmer „Kratos, Rudolf, Emilia, Illi, Lexi, Eva und Blondie“ geht es gut, sie toben wie die Wilden, haben schon 2 Futternäpfe zerstört und abends ist alles geleert. Sie warten auf ihre Übersiedelung in das Auswilderungsgehege.

Das ist seit gestern soweit fertig. 2 Tannen in Töpfen (wir konnten tatsächlich in Menden noch 2 Tannen als Containerware erstehen), die Birkenstämme an der Kobelwand sind angebracht. Es fehlen jetzt quasi noch die Seile aus dem Wohnzimmer, die wandern aber mit dem Umzug der Hörnchen dann ins Auswilderungsgehege. Voraussichtlich Mitte der nächsten Woche.

Hier ein paar Bilder aus dem Wohnzimmer:

Und noch ein ganz seltenes Bild, ein bisschen „unscharf“, aber 7 auf einen Streich! So Bilder kommen nur zustande, weil wir ohne die Leckerliegabe nicht mehr aus dem Wohnzimmer rauskommen, keine Chance. Mittlerweile sind sie an die Leckerliedose so gewöhnt, wenn sie nur das „klappern“ hören, dann geht es schon auf den Tisch … und dann können wir das Wohnzimmer verlassen, ohne diverse Hörnchen am Körper.

Und eine Leckerliedose, haben sie schon komplett zerstört:

Lilly im Residentengehege geht es auch gut:

Ansonsten ist die Sammelaktion für Baumhasel und Haselnüsse gestartet, die Ergebnisse sehen nicht schlecht aus:

Eine schlechte Nachricht haben wir allerdings noch. Krümel, die wir in die Pflegestelle nach Schwerte gegeben haben, hat leider Kryptosporidien, obwohl sie 1 Woche vorher noch vom CVUA in Arnsberg als „kryptosporidienfrei“ getestet wurde. Sie hat mächtig Durchfall und war erst im Arbeitszimmer untergebracht. Leider macht sie da mit den PC-Kabeln so viel Unsinn, dass sie jetzt im Badezimmer wohnt, dort kann sie aber auch ohne Aufsicht rumlaufen, lässt sich auch besser reinigen. In erster Linie müssen wir erst mal den Durchfall stoppen, dann sehen wir weiter. Wo sie sich die Endoparasiten geholt hat, ist unklar. Deshalb, kein schönes Saisonende.

05.09.2023

Harry …

Wir haben heute, ganz, ganz schweren Herzens, Harry über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Es tut uns so leid, wir sind so unendlich traurig. Wir hätten ihn so gerne laufen und springen sehen wollen, aber es hat nicht sollen sein. Die Verletzungen waren wohl doch tiefgreifender. Er hatte zwar seit 6 Monaten immer Eichhörnchen um sich herum, die ihn zum mitspielen animiert haben, aber im Ergebnis hat er es nie geschafft, sich mit dem Hinterbeinchen hinter dem Ohr zu kratzen, so sehr, wie er es versucht hat und er hat es täglich versucht! In den letzten Wochen ist er sogar im Laufrad gelaufen, da hatten wir die Hoffnung, dass das vielleicht noch mal einen neurologischen „Schub“ gibt, aber leider nein. Er konnte die Hinterbeinchen und den Schwanz bewegen, auch im Schlaf, aber nie „willentlich“.

Ich glaube, da werden uns einige Pflegestellen beipflichten: es gibt nichts Schlimmeres, als ein Tier, das man über so lange Zeit gepflegt und versorgt hatte, gehen lassen zu müssen, weil das Hörnchen es im Endeffekt auch noch nicht mal in ein Residentengehege schafft. Es ist grausam, für Tier und für den Menschen dahinter. Man fragt sich unweigerlich, woher wir uns das Recht nehmen, über das Leben des Tieres zu entscheiden. Aber in der freien Natur hätte er überhaupt keine Chance gehabt. So hatte er wenigstens ein halbes Jahr im Wohnzimmer gelebt, mit anderen Hörnchen in Gesellschaft.

Man muss sich bei solchen schweren Entscheidungen vielleicht auch mal in die Lage des Tieres versetzen: Harry sieht die anderen Eichhörnchen rumtoben, wie sie springen, klettern (das konnte er eingeschränkt auch), sich hinterherjagen, kuscheln und knuddeln. Je größer/älter die Eichhörnchen im Wohnzimmer immer wurden, desto mehr wurde er „abgehängt“, weil er ja nicht hinterher kam. Was mag ein Eichhörnchen dann denken? Denkt es darüber nach? Kann es seine Situation reflektieren? Ist er traurig oder einfach nur glücklich, weil er täglich seine Leckerlies bekommen hat und im Wohnzimmer rumturnen konnte, auf seine Art und Weise? Wir wissen es nicht, leider! Auf jeden Fall Gedanken, die man haben sollte, wenn man hinterfragt, ob wir als Pflegestelle vielleicht eine Entscheidung zu schnell getroffen haben. Wir haben die Entscheidung mit Sicherheit nicht zu schnell gefällt. Harry ist seit 1/2 Jahr bei uns und die untere Naturschutzbehörde ist durch die kürzlichen Facebookeinträge auch auf ihn aufmerksam geworden. Da wir den Termin heute hatten, hat die Untere Naturschutzbehörde von einem weiteren Verfahren abgesehen.

Wir haben wohl jedes Jahr so einen Fall, der uns an unsere Grenzen bringt, letztes Jahr war es Hope, dieses Jahr Harry.

„Mein lieber Harry, wir wünschen dir alles Gute über der Regenbogenbrücke, dass du mit grünen Haselnüssen, Maiskolben und Maronen verwöhnt wirst, die Pistazien nicht zu vergessen. Wir hätten dir so gerne geholfen, aber es hat nicht sollen sein. Allen Neuankömmlingen im Wohnzimmer warst du aufgeschlossen, du hattest neue Spielpartner, auch eine Urlaubszeit ohne Hörnchen hast du tadellos überstanden. Du warst so ein herzensguter Eichkater, wenn du auch nicht mehr handzahm warst. Wir werden dich nie vergessen und dein Name ist reserviert, du bist und bleibst einzigartig!„

Wir werden über Harry in jedem Fall ein YouTubeVideo erstellen und einen gesonderten „Harry Kalender 2024“ wird es auch geben, aber erst, wenn wir uns wieder ein bisschen „bekrabbelt“ haben.

03.09.2023

Aufgeben oder Phönix aus der Asche?

Tja, das ist hier die Frage, nicht umsonst gab es ja eine Blogpause. Es gab eine Mail, die uns in unseren „Grundfesten“ erschüttert hat. Nicht nur, dass das per Mail kam, denn man hätte ja auch unter x Augen kommunizieren können, allein der Inhalt hat uns auch stutzig gemacht. Das in unseren Blogbeiträgen nicht alles immer „schön“ rüberkommt, weil wir sie eben nachts um 23 Uhr schreiben, uns auch mal in bei der Schreibweise Tippfehler passieren und dann auch mal so schreiben, dass es missverstanden werden könnte…. daran müssen wir offensichtlich arbeiten. Deshalb, die künftigen Blogbeiträge 2024 werden weniger, schade, wir haben das „mal eben“ gerne gemacht, geht nicht, man wird angreifbar.

Aber jetzt zu unseren Eichies:

Krümel ist seit 28.08. in die Pflegestelle nach Schwerte gekommen. Da sitzt ein gleichaltriges, einzelnes Hörnchen („Evi“) und freut sich über Gesellschaft.

Heute sollten Ilvy und Nuts auch in diese Pflegestelle wechseln, aber direkt in ein Auswilderungsgehege. Leider hat das aus gesundheitlichen Gründen bei der Pflegestation noch nicht geklappt, aber voraussichtlich im Lauf der Woche. Sie sind „Microhörnchen“ (nicht schwerer als 120g und hätten auch gut ins Residentengehege gepasst) und die Pflegestelle versucht sie dann später mit Krümel und Evi zusammen auszuwildern. Vielen Dank an Steffi!!!

Unsere Wohnzimmerhörnchen verhalten sich prächtig. Wo und wie sie ausgewildert werden, ist noch nicht sicher, da arbeiten wir noch daran. Das Wildwaldgehege ist zwar fertig, aber wir müssen noch viel nacharbeiten, so dass wir unsicher sind, ob das für den Zeitpunkt der Auswilderung überhaupt reicht. Aber jetzt ein paar Bilder:

26.08.2023

Unser Auswilderungsgehege ….

sieht schon richtig toll aus. Casanet dran, Hackschnitzel drin, nur das „Vogel-/Eichiehäuschen“ muss noch „tiefergelegt“ werden. Bei uns sind richtig Steine gepurzelt, würde bedeuten, dass wir nach Fertigstellung, Reinigungs-/Desinfektionsaktion unsere aktuelle, letzte Eichhiebesatzung aus dem Wohnzimmer wieder in den Wildwald bringen könnten. Keine nervenaufreibende Suche mehr nach Auswilderungsplätzen! Es wäre ein Traum, wir hoffen, dass er wahr wird. Aber wir selbst müssen dann auch noch Einiges tun, aber dafür werden wir uns dann auch ins Zeug legen, für unsere Eichies.

Ansonsten macht Krümel die ersten Ausflüge ins Wohnzimmer, nimmt schon mal Kontakt mit den anderen Eichies auf, übernachtet aber noch in ihrem Laufstall im Arbeitszimmer, voraussichtlicher Umzug am Sonntag ins Wohnzimmer, je nachdem, wie gut das mit den anderen Eichies klappt. Wenn sie ihr noch zu sehr Angst einjagen, dann warten wir noch ein paar Tage.

Aber jetzt gibt es einfach nur Bilder, Bilder, Bilder, … wir haben viel zu viele …. und ja, von Harry sind es mehr als von den anderen, er wird uns nicht mehr lange begleiten ….

23.08.2023

… Gehegeumbau …

Hier glühen die Casanet-Drähte und die Hände der Beteiligten wahrscheinlich auch. Casanet ist ziemlich störrisch, schön auf Rollen und muss möglichst glatt verarbeitet werden, damit nix „Lebendiges“ rein und auch nix raus aus dem Gehege kommt – bis auf die Zweibeiner natürlich! Der Wildwald leistet hier ganze Arbeit. Vielen, vielen Dank. Die Rechnung wird ordentlich sein, aber, das war so von uns gewollt. Und, wir haben – Dank der vielen Spender*innen – ein sehr gut gefülltes Vereinskonto. Auf dem Wege auch noch mal vielen Dank an alle, die uns hier unterstützen! Hier wird jetzt quasi „verdrahtet“:

Wäre toll, wenn wir die letzten Eichhörnchen von diesem Jahr, wieder in den Wildwald bringen könnten. Warten wir mal ab!

21.08.2023

Krümel-Blog

Wir machen mal kurzfristig einen Krümelblog. Die Kleine, ca. 6 Wochen alte Eichkatze, musste gestern zu unserer TA. Symptome: häufiges Kratzen, Ohren abgeklappt, frisst gut und nimmt auch gut zu (aktuell 130g), ihre Hinterlassenschaften sahen gut aus. Aber, das Kratzen und die abgeklappten Ohren, da schrillen bei uns Alarmglocken.

Bei der TA angekommen, haben wir erst mal die Hinterlassenschaften untersucht. Soweit erkennbar alles gut, die ganz genaue Untersuchung nach Clostridien und Krypthosporidien kommt noch von Arnsberg. Jetzt zu dem Kratzen und den Ohren. Unsere TA nahm Krümel in die Hand, schaute ihr in die Augen und sagte: „Du musst die Ohren hochstellen!“. Und was passiert??? Krümel stellt die Ohren hoch!!! Wir haben Tränen gelacht. Irgendwie hat unsere TA einen ganz besonderen Draht zu den Tieren. Nichtsdestotrotz wurden die Ohren, wie auch der Mund-/Rachenraum untersucht. Das gefiel Krümel (auch Krümelchen oder Krümelix genannt) mal so gar nicht, da hat sie mal richtig gemeckert. Es ist ähnlich wie bei Illi vor ein paar Wochen, die Ohren sind absolut ok, keine fiesen Parasiten, nichts geschwollen. Der Maulraum sieht gut aus, aber der Rachen ist rötlich verfärbt und die Schleimhäute leicht geschwollen. Wenn Eichhörnchen, und das gilt fast für alle Nagetiere (auch für unsere Degus), die Ohren anlegen, geht es ihnen nicht gut. Es kann die unterschiedlichsten Ursachen haben, von den Ohren angefangen, bis über die Zähne oder wie jetzt bei Krümel im Rachen. Sie bekommt die gleiche Behandlung wie Illi damals und die hat ja super schnell angeschlagen. Dadurch muss sie leider mindestens noch 7 Tage in Quarantäne bleiben. Wir müssen mal schauen, wie wir ihr die Zeit vertreiben. Aktuell sitzt sie noch im kleinen Laufstall. Die beiden großen Laufställe sind eigentlich schon eingemottet für das nächste Jahr. Wir vermuten, dass wir einen noch mal hochholen müssen, dann hat sie mehr Bewegungsfreiheit und kann auch ab und zu im Arbeitszimmer rumstromern. Aber jetzt noch ein paar Bilder von ihr, sie ist zuckersüß und superlieb!!!

20.08.2023

Seit dem letzten Blog 6 Tage vergangen??? Wo sind sie nur geblieben???

Die Zeit rennt und wir rennen mit!

Unter der Woche passierte nicht viel, die Hörnchen haben gefressen, jede Menge Krümel und Hinterlassenschaften hinterlassen usw., wie Eichhörnchen nun mal im Alltag sind.

Am Freitag war der geplante große Auszug von Lui und Garfield in die Auswilderungsvoliere nach Lippetal. Extra einen Tag Urlaub genommen, weil das ja alles organisiert, geplant und vor allem durchgeführt werden muss. Nach der morgendlichen Toberunde, so gegen 8 Uhr, haben wir versucht, die beiden Eichkater in die Boxen zu bringen. Bei Garfield überhaupt kein Problem, er schnupperte die Pistazien, Maronen und Zuckermais in der Box, nix wie rein, Klappe zu, erledigt. Lui war da ganz anders drauf, da war nichts zu wollen, er wollte nicht in die Box. Wir hätten Emilia und Harry, die ja noch im Wohnzimmer verbleiben sollten, 3x in die Boxen sperren können, aber nicht Lui. Also, was macht man, man bringt erst mal den einen weg, er soll ja nicht in der Transportkiste versauern.

Das hat auch super geklappt, denn mit Garfield sind noch 5 Hörnchen der Pflegestelle Lippetal angekommen. Alle gleichzeitig rausgelassen. Hier zeigt sich, dass die einen ganz forsch und mutig sind und gleich das Gehege, mit sehr vielen Kletter- und Schlafmöglichkeiten ausgestattet, erkunden. Es liegt in einem Gebiet mit vielen Wal- und Haselnussbäumen, Brombeeren, Kürbissen, usw., Schlaraffia für Eichhörnchen. Ein paar Schafe sind auch da, die dienen später als Wollspender für den Kobelbau.

Nachdem wir ein wenig gewartet haben, die Futterschalen und Wasserspender aufgefüllt hatten, fuhren wir wieder nach Hause. Die „Mission Lui“ gestaltete sich fast als „Misson Impossible Lui“ und dauerte bis tatsächlich 18 Uhr. Erst dann konnten wir ihn „stellen“. Davor ist er uns ausgebüxt: einmal aus dem Kescher, der plötzlich ein Loch hatte, aus diversen Verstecken, wo er die unmöglichsten Ausgänge gefunden hat. Er hat uns fast in den Wahnsinn getrieben, aber wenn er nicht fit für die Freiheit ist, wer dann? Wir konnten ihn dann tatsächlich mit einer „Tupperschüssel“ festsetzen. Lui hatte den Fehler gemacht, dass er unter einer doppeltliegenden Decke in dem Zwischenraum ging. Tupperschüssel drüber und mitsamt Decke in die Box. So weich ist noch kein Eichie beim Transport gebettet gewesen. Wir sind direkt wieder nach Lippetal gefahren. Dort angekommen, wollte er gar nicht raus, wir mussten ihn schon „nötigen“. Von der morgendlichen Auswilderung lagen noch 3 Hörnchen auf den Kobelboxen. Was macht Lui? Er gesellt sich einfach dazu und kuschelt. Was für ein Haudegen!

Macht’s gut ihr Beiden. Ihr seid echt klasse und habt die besten Voraussetzungen auch in Freiheit erfolgreich zu sein.

Damit war unser Zeitplan für Freitag natürlich völlig aus dem Ruder. Eigentlich wollten wir auch noch die beiden Gruppen aus dem Arbeitszimmer, zum einen Kratos und Illi, sowie die Minis Rudolf, Blondie, Eva und Lexi ins Wohnzimmer bringen. Hier noch Bilder aus dem Arbeitszimmer:

Davor sollte noch ein kompletter Kuscheldeckenwechsel erfolgen – sprich, eine kleine (3 Stunden dauernde) Grundreinigung des Wohnzimmers. Wir wussten, dass Harry das nicht stört und Emilia war während der ganzen Fangversuche von Lui so „tiefenentspannt“, das hat sie überhaupt nicht gestört, wir waren völlig perplex. Also Deckenwechsel, alles sauber gemacht und dann haben wir am Freitag Abend nur noch Kratos und Illi nach unten gebracht. Für die Minis wäre es einfach zu spät gewesen, sie schlafen ja noch erheblich mehr, als die Großen. Die erste Nacht von Kratos und Illi im Wohnzimmer hat „solala“ geklappt. Gegen 0 Uhr musste ich Illi von der Couch pflücken, irgendwie hatte sie keinen Schlafplatz gefunden. Ich habe sie dann in ihr ursprüngliches Tipi gelegt und da hat sie dann auch in Ruhe die ganze Nacht verbracht. Kratos hat sich im „Schottenkobel“ eingenistet und da schläft er auch heute noch.

Am nächsten Morgen (Samstag) stand der Wildwald Vosswinkel auf dem Programm, der Gehegeumbau hat begonnen, wir wollten Lilly im Residentengehege sehen, die Futterstationen auffüllen und einfach mal „spickeln“.

Lilly freute sich über ein Stück Zuckermais. Leider düste sie sofort damit ab, so dass wir keine Chance hatten ein Bild zu machen, bis auf das:

Natürlich haben wir auch Bilder vom Umbau gemacht und es gibt auch einen Eintrag auf Instagram vom Wildwald.

Die Rechnung wird nicht klein werden, aber wir haben auch ein gut gefülltes Vereinskonto und bei der ersten Finanzamtsprüfung haben wir eben auf diesen Umbau hingewiesen und durften die Vereinsersparnisse entsprechend „überziehen“ (bis 2025). Der Umbau ist aufwändig, denn das Casanet ist auf Rollen und recht „störrisch“ in der Behandlung. Das glatt auf so eine lange Fläche zu bekommen ist nicht einfach, aber mit den vielen helfenden Händen der FÖJler sieht das gut aus:

Umbaumaßmahmen an unserem Auswilderungsgehege

Wann das Gehege letztendlich fertig ist und ob wir noch welche von unseren derzeitigen Hörnchen dort auswildern können, wissen wir aktuell nicht, wir müssen abwarten.

Aber zurück zum Samstag: zu Hause angekommen, haben wir dann die Minis, die so mini gar nicht mehr sind, „ins Wohnzimmer“ gebracht. Auch kein Problem. Harry ist ein Gemütsriese, der meckert nur, wenn die Minis mal aus Versehen, weil sie die Entfernungen noch nicht so gut abschätzen können, auf ihn springen, ansonsten freut er sich bestimmt über die neue Besatzung. Es wird gemeinsam am Kratztonnenturm getobt, sich um Leckerlies gestritten oder einfach mal zusammen gechillt, völlig entspannt. Interessant ist hier immer, wie die unterschiedlichen Charaktere der Eichhörnchen ausfallen: Illi ist zum Beispiel sehr schüchtern, sucht noch gerne die Tasche meiner Teddyjacke und kuschelt sich da ein. Kratos ist ein Haudegen, er beißt in alles, was er kriegen kann (Füße, Schuhe, Achillessehen, Finger), das kann weh tun und damit auch nervig sein. Erziehen? Keine Chance! Lexi, die Kleinste und Leichteste aus dem ehemaligen Nackiebereich, düst permanent durch das Wohnzimmer, die ist so gar nicht müde zu bekommen, ein echtes „Duracell-Hörnchen“ und trotzdem noch kuschelig.

So, nach dem ganzen Text noch eine große Bildergalerie, wir haben von den letzten Tagen über 800 Bilder, die mussten ja auch noch gesichtet, aussortiert und bearbeitet werden:

Aber jetzt hätten wir doch fast noch 3 Hörnchen vergessen! Bei allen Dreien warten wir auf die Ergebnisse des CVUA aus Arnsberg, die die Kotproben professionell untersuchen. Erst dann können wir entscheiden, wie es mit Ihnen weitergeht.

Krümel wohnt alleine in einem kleinen Laufstall. Ab und an darf Krümel, weil sie ja im Gegensatz zu Ilvy und Nuts komplett alleine ist, im Sportraum ihre Runden drehen. Sie darf am Montag auch mal zur TA, denn trotz Behandlung kratzt sie sich noch sehr oft. Das müssen wir genau abklären lassen. Deshalb ist es auch so wichtig, gerade die Tiere in der Quarantäne gut zu beobachten.

Von Ilvy und Nuts gibt es nach wie vor selten Bilder. Sie sind aber aktiv, Ilvy läuft nach wie vor sehr gerne in dem kleinen Laufrad und die Futternäpfe sind nach einem Tag ordentlich geplündert. Ihre Hinterlassenschaften sehen gut aus, wie auch bei Krümel, aber das hat nicht unbedingt was zu bedeuten, da können trotzdem fiese Bewohner drin sein, die aber von der Darmflora der Eichhörnchen in Schach gehalten werden.