3/10 …
bedeutet was? 3. Tag der Behandlung gegen die Kryptosporidien. Ich habe die Gruppe getrennt, nach denen, die aktuell keinen Durchfall haben, nämlich alle „Großen“ Ü100g, als das da sind: Sternchen, Plumpsi, Frida, Risu, Hörnchen. Sie können sich selbst versorgen, bekommen aber über die ein oder andere Milch dann ihre Medies. Fotografieren fast unmöglich, sobald die Tür aufgeht, habe ich 5 Hörnchen auf mir …


Die Minis: Mila, Chip, Karlchen, Jo, LillyLotta geht es gar nicht gut, alle haben ordentlich Durchfall, müssen täglich „Sitzbäder“ ertragen und trinken mehr oder minder gut. Tag 4 und 5 der Behandlung sind meist die „Kritischen“; d.h. das Blatt wendet sich, auf die ein oder andere Seite. Das Ganze ist jetzt gerade die reinste Materialschlacht an Pipipads, Einmalunterlagen, Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel, denn die anderen Gruppen sollen sich ja nicht anstecken. Ein Wettlauf mit der Zeit.

Wer im Endeffekt die Kryptos eingeschleppt hat, lässt sich nicht feststellen. Es gibt Hörnchen, die sind latente Träger, erkranken aber nicht, sind daher für mich nicht zu erkennen. Bei jedem neuen Hörnchen einen Kryptoschnelltest zu machen (6€ das Stück), geht nicht, zumal die Tests keine 100% Sicherheit bieten. Deshalb erst, wenn die ersten Durchfallsymptome auftreten und dann sind meist alle in der Gruppe betroffen, denn man „kuschelt“ gerne. Und, Kryptos sind ein ganz normaler Erreger, der bei uns in den Böden lebt. Auch wir selbst können daran erkranken, merken es aber meist gar nicht, weil der Durchfall nach ein paar Tagen durch unser Abwehrsystem zunichte gemacht wird, wir bleiben aber trotzdem Träger …. wer mehr darüber lesen möchte, schaut beim RKI nach. Bei Eichhörnchen geht man sogar von einer Inkubationszeit von bis zu 21 Tagen aus.
Anton und Cindy im Laufstall geht es gut, hier gibt es keine Probleme, bis auf Anton, der mal gerne aus Spaß mir ein bisschen heftig in den Finger zwickt. Aber kann man ihm böse sein? Nein.


Das nächste Duo: Mark und Finn. Sitzen ebenfalls in einem Laufstall. Ich könnte die Vier jetzt zusammensetzen, aber ich warte lieber noch ein paar Tage, zur Sicherheit, ich brauche nicht noch mehr Kryptofälle. Keiner sitzt alleine und sie harmonieren sehr gut.


Bärbel ist immer noch in dem kleinen Gitterkäfig. Klettern fällt ihr noch sehr schwer, aber sie kommt immerhin in den Hängekobel, in dem sie auch schläft. Futtert sehr gut, braucht keine Zusatzkost mehr und muss jetzt „nur genesen“. Ob sie wildbahnfähig wird, unklar, aber sie hat ja noch Zeit, die Saison ist noch lang. Sie besteht oft auf dem Recht am „eigenen Bild“; daher schwierig zu fotografieren.

Mickey sitzt auch noch alleine. Hält von Elektrolyten und Milch überhaupt nichts. Ihn habe ich jetzt eben in eine Transportbox mit Futter und Wasser gesetzt, vielleicht will er schon lieber selbständig fressen. Er ist mal richtig auf die Nase gefallen, alles blutig. Jetzt müssen wir hoffen, dass die Zähnchen nichts abbekommen haben. Ansonsten ein sehr agiler, kommunikativer, hübscher Eichkater mit rabenschwarzem Schwanz.

Und die Minis (Frank, Franky, Thilo)? Alle befellt, trinken gut. Thilo hat ab und zu noch Verdauungsprobleme, aber ich hoffe es wird mit dem Größenwachstum dann besser:

Die anderen beiden Gruppen (Wohnzimmer & Auswilderungsgehege in Husen) dann im nächsten Blog, wenn ich wieder Bilder habe.
Und Lina? Zieht hoffentlich morgen früh mit ihren Jungs Leo, Luca und Linus ins Auswilderungsgehege im Wildwald. Das Gehege habe ich gestern fertig bestückt, jetzt heißt es „nur“ noch, diese absolut „wilde“ Familie möglichst schonend in den Wildwald zu bringen. Für die Jungs ihre erste Autofahrt, für Lina die 2. Autofahrt. Einen Plan, wie das gehen kann, habe ich, ob es klappt, werde ich heute nacht erfahren.
