Simba ….
ist eben über die Regenbogenbrücke gegangen. Er kam am 24.04. hierher, gerade mal 84g schwer, eindeutig ein Microhörnchen und auch noch mit Kryptosporidien behaftet. Er wurde mit Bamboo vergessellschaftet, der ebenfalls Kryptos hatte. Beide haben die Behandlung durchstanden, tolle Köttel geworfen, alles war gut. Am Sonntag haben wir (Claudi und ich) Simba und Bamboo in den Wildwald Vosswinkel gebracht. Wir haben noch ein Video, wo beide aus dem Laufstall rausflitzen. 10 Minuten später sehen wir, dass Simba ein Hinterbeinchen hinter sich her zieht. Also sofort eingepackt und wieder zurück in die Station. Damit Bamboo nicht alleine im Auswilderungsgehege bleibt, sind wir wieder zurückgefahren und haben Nördchen in den Wildwald gebracht. Die beiden sind auch gut unterwegs, wenn auch Nördchen mit „veräppelt“ hat, ich konnte sie am nächsten Tag einfach nicht finden. Sie lag aber gemütlich in der „Regenrinne“ und schaute von oben zu wie ich sie suche. Aber zurück zu Simba …
Vermutlich ist er abgestürzt und auf den Rücken gefallen. Am Montag morgen war ich direkt bei meiner TA mit ihm. Er hatte in beiden Hinterbeinchen „Gefühl“, also wollten wir es probieren. Seit gestern mittag hatte er das fressen eingestellt, kein gutes Zeichen. Ich hatte für morgen – nein heute – ist ja schon Donnerstag, wieder einen Termin bei meiner TA. Simba hat uns die Entscheidung, wie es mit ihm weitergeht, abgenommen. Er ging über die Regenbogenbrücke. Ich vermute, bei dem Sturz kam es noch zu inneren Verletzungen, die wir nicht erkennen konnten.
Und jetzt wie immer die Frage: wie kann man so was vermeiden? Gar nicht. Wir hatten das vor Jahren mit „Lexi“, die war aber in der Auswilderung und stürzte von der Lärche ab und viel mir quasi vor die Füße, auch sie mussten wir erlösen. Das ist alles so bitter, da sind die Hörnies „fertig“, könnten wieder in die Freiheit und dann so was.
Aktuell ist es sogar so, dass keine Eichhörnchen ins Auswilderungsgehege übersiedelt werden. Die Temperaturen sind viel zu hoch. So ein „Umzug“ ist höchster Stress für die Tiere: das Einpacken, die Autofahrt, das Ausladen, die neue Umgebung mit neuen Gerüchen, Wind, Wetter usw. Deshalb, meine 5 im Wohnzimmer (Eli, Simon, Nussi, Fipsi, Lilo) müssen ausharren und auch die, die ins Wohnzimmer einziehen möchten (Peanut, AHörnchen, Timmy). Wir müssen „stehen“ bleiben, das Risiko ist einfach zu groß und dafür päppel ich die Tiere nicht auf, um sie dann zu verlieren.
Simba ist jetzt schon schlimm genug: Mach´ es gut mein Kleiner, es tut mir unendlich leid!

Und wie ich gerade im Blog nachgelesen habe, auch Nino und Platschi sind über die Regenbogenbrücke gegangen, das habe ich noch gar nicht geschrieben. Durch die Wetterlage haben wir Notrufe ohne Ende und auch Neuzugänge, das ist nur schwer zu stemmen, dann bleibt der Blog „liegen“. Die Neuzugänge und die „Pflegefelle“ müssen alle „abgearbeitet“ werden, das geht eindeutig vor. Der TA-Termin bleibt aber trotzdem bestehen, ich muss mit Timmy und diversen Kotproben hin, Timmy hat einen Abszess am Handrücken, der sich immer wieder füllt. Ihn werden wir wahrscheinlich mal kurzzeitig schlafen legen müssen, um ordentlich auszuwaschen und dann die Wunde zu versorgen, da braucht es mehr als 2 Hände und vor allem kein zappelndes Eichhörnchen.
Ich versuche am Wochenende wieder einen „Übersichtsblog“ …. jetzt aber erst mal kurze Nachtruhe bis 4 Uhr …
