07.05.2024

Niffler – fast ohne Worte

Es fällt schwer was dazu zu schreiben, weil Niffler vor ca. 2 Stunden über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Völlig überraschend und erinnert uns an unseren Sweety, dessen Blase aufgrund von Harngries geplatzt ist …

Was ist passiert? Gestern noch tobte sie mit Magie durch den Laufstall und tagsüber auch durch den Sportraum, gefressen, geknabbert, geköttelt, alles gut. Niffler war seit 16.04.2024 bei uns, direkt aus Unna von ganz, ganz lieben Findern, hat sich von 80g auf 129g hochgefuttert, Entwicklung sah super gut aus.

Heute um die Mittagszeit saß sie völlig apathisch, Nase auf dem Boden, mitten im Raum … das ist kein typisches Eichhörnchenverhalten. Auch als wir das Zimmer betreten haben, keine Reaktion. Da stimmt was nicht. Sofort aufgenommen und festgestellt, dass die Körpertemperatur nicht in Ordnung war … also ab auf die Wärmeplatte. Sie hatte kein Durchfall, konnte ganz normal klettern und hoppeln. Pipi war ok, kein Grund zur Sorge, aber sie war schlapp unterwegs, d.h. 2m gehoppelt, dann saß sie da und „pumpte“ nach Luft. Gar nicht gut. Wir spekulierten auf alles Mögliche, fragten auch noch bei einer befreundeten Pflegestelle nach usw.. Wir waren unsicher, also bei unserer TA angerufen und versucht noch für heute einen Termin zu bekommen. War auch möglich, wir wurden mal wieder „mal eben“ dazwischengeschoben, auch hier ein ganz lieben Dank an unsere TA, die das alles mitmacht. Diagnose: Darmverschluss, es gibt kaum was Schlimmeres … wir haben alle Register gezogen, eine weitere TA hinzugezogen, Darmverschluss bei Nagern ist ganz übel. Warum? Auch bei uns Menschen wird ein Darmverschluss ganz schnell lebensbedrohend. Eichhörnchen haben einen viel kürzeren Darm und damit eine noch kürzere Verweildauer des „Eßbaren“, sprich, wenn es sich da staut, dann staut es sich in einem kleinen Darm viel, viel schneller als bei uns Menschen. OP unmöglich, wir hatten nur eine Chance, mit Medies von oben und anal von unten die Verstopfung lösen. Natürlich mit Schmerzmittel für Niffler, wir wissen selbst, wie weh das tun kan. Um es kurz zu machen, es hat nicht funktioniert. Leider melden Wildtiere immer erst sehr spät, wenn sie Probleme haben und dann auch nicht „welche“. Es ist häufiger unklar und gleicht einer Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Und trotzdem, die eigenen Vorwürfe und Gedanken bleiben. Was haben wir falsch gemacht? Niffler und Magie waren schon „Selbstversorger“ mit Futter und Wasser im Laufstall, mit Freilauf usw.. Wenn mehrere Hörnchen zusammensitzen kann man nicht mehr kontrollieren wer, was, wieviel trinkt und frisst. Wir können die Hinterlassenschaften und Pipiflecken kontrollieren, aber wer die gemacht hat, sehen wir meist nicht. Eichhörnchen komplett getrennt aufziehen, geht gar nicht, das gibt Fehlprägungen wie wir das gerade bei Feli sehen.

Wie hätten wir es schneller erkennen können??? Fragen über Fragen, es kreiselt im Kopf. Wie können wir das künfitig vermeiden? Das Ganze begleitet von einem Wasserfall an Tränen, Niffler war so eine Liebe, wir wähnten sie schon im Wildwald … und… und … es zeigt uns mal wieder, man kann nie sicher sein, auch wenn alles gut läuft, dass man die Hörnchen auswildern kann und sucht deshalb schon verzweifelt nach Verbesserungsmöglichkeiten.

Niffler wird es leider nicht mehr helfen. Es war nach den ganzen Jahren unser erstes Hörnchen mit Darmverschluss. Was uns total erschüttert, ist die Schnelligkeit mit der es abwärts ging und dass die Hörnchen das so spät „anzeigen“. Aber das ist in der Wildnis so, alle Wildtiere dürfen Schwächen nicht zeigen, denn dann sind sie „angreifbar und verletzlich“.

Wir danken Annemarie und Daniel für die lieben Worte und die Unterstützung. Niffler wird morgen mit Butterkeks begraben, sie mochte sie so sehr. In der Station müssen wir jetzt komplett umplanen, denn wir haben plötzlich 3 Einzeltiere sitzen: Magie, die Lebensabschnittsgefährtin von Niffler, Daisy und unseren Neuzugang aus Unna Massen. Aber darüber berichen wir, wenn wir wieder zur Ruhe gekommen sind.

Hier noch zwei Bilder von Niffler

„Mach es gut, da oben werden dich ganz viele Eichhörnchen erwarten…!“

06.05.2024

nächster Beitrag … unser neues Gehege ….

Heiko legt ein Tempo vor, unglaublich. Die Lieferung des Geheges noch nicht in Sicht, aber er ist fast fertig. Casanet für den Boden holen wir gerade Angebote herein, dabei fiel uns auf … wir brauchen ja auch noch ein Laufrad! Das Laufrad im Wohnzimmer haben wir mal über Ebay bekommen, für relativ kleines Geld mit diversen Fahrtkosten, weil sich so ein schweres Laufrad kaum verschicken lässt. Wir haben einen Suchauftrag bei Kleinanzeigen, vorher die Kosten bei der Laufradschmiede mal nachgesehen …. vielleicht haben wir ja wieder Glück und finden was…. ein großes Dankeschön an Heiko und Susanne!!!

05.05.2024

... ein kurzer Bilderblog …

Es ist so viel passiert am Wochenende, deshalb berichten wir nur etappenweise. Wir haben über 800 Fotos und 40 Videos, das muss alles geordnet verarbeitet werden. Wir fangen heute noch mit den neuen Gästen im Auswilderungsgehege an: Coopie, Coopiene, Fips und Chipsy. Sie sind am Samstag dort angekommen, 3 ohne Probleme gegen 9 Uhr, Coopiene mussten wir gegen 15 Uhr „nachliefern“. Sie sind alle wohlauf, noch recht scheu (deshalb kaum Bilder), aber nach wie vor Pistazien nicht abgeneigt. Hier kommen deshalb heute die letzten Bilder aus dem Wohnzimmer … morgen geht es dann im Blog nach und nach mit dem „Rest“ und den „Neuankömmlingen“ weiter…

02.05.2024 – Update

Stranger hat es leider nicht geschafft …

wir konnten im Verlauf des Tages quasi zusehen, wie der Körper von Stranger unterhalb der Rippen immer „blauer“ wurde. Wir haben versucht, dagegen zu arbeiten, leider ohne Erfolg, er ist vor einer halben Stunde im Inkubator eingeschlafen. Seine 2 Geschwister werden ihn über der Regenbogenbrücke in Empfang nehmen, sie waren bis zum Auffinden schon gegangen. Wir sind sehr traurig, wohlwissend, dass Nackies immer äußerst wackelig sind, vor allem, wenn noch die Nabelschnur ersichtlich ist. Trotzdem, zusammen mit Sid, 2 Hörnchen an einem Tag verloren … muss man nicht haben.

02.05.2024

Wir kommen mal wieder nicht hinterher …

Am 29.04. erreichte uns Daisy, 121g, ca. 6 Wochen, eine kleine „rote“ Eichkatze. Sie hat Hilfe in der Raucherecke einer Baustelle gesucht. Marcel, den wir von früher kannten, hat sich an uns erinnert und wir haben sie dort abgeholt. Geschwister sind bisher nicht aufgetaucht, vielleicht ist sie beim ersten Familienausflug verloren gegangen. Daisy ist sehr lieb und aufgeweckt und kuschelt sich nach dem Füttern gerne in die Jackentasche, dort bleibt sie liegen, am Liebsten stundenlang. Die Oberzähne sind durchgebrochen, sie knabbert auch schon Butterkeks und Walnüsse, Pipi und Kaka sehen gut aus. Sie braucht jetzt so langsam altersgerechte Gesellschaft.

Der Tag der Arbeit war dann wirklich „Tag der Arbeit“, es hagelte Notrufe. Im Endeffekt konnten bis auf 2 Neuankömmlinge alle weitervermittelt werden:

Sid aus Dortmund, saß auf einer Wiese, keine Mutter in Sicht. Also haben die Finderinnen ihn eingepackt und gebracht, wie immer, vielen Dank dafür. Sein Popo war verklebt, ein paar Flöhe, aber, die Pfotenballen sehr weiß, nicht rosa, wie es sein soll. Elektrolyte und einen Butterkeks hat er sehr gerne angenommen. Leider hatte er Kryptosporidien (Schnelltest war positiv), also 10 Tage Behandlung mit Antibiotika. Dazu kam es leider schon nicht mehr, denn in der Nacht hat er uns über die Regenbogenbrücke verlassen. Blut aus Mäulchen und Nase, das deutet auf Gift hin und würde zu den weißen Pfotenballen passen. Schlimm, ganz schlimm. Rattengift sollte nur gesichert eingesetzt werden, also in Röhren und nicht einfach auf die Wiese geworfen werden. Es trifft ja nicht nur die Eichhörnchen, sondern auch Igel, Wildvögel usw.. Kein weiterer Kommentar dazu, außer, mach es gut kleiner Sid, du warst so kommunikativ, wir hätten dich gerne aufgepäppelt!

Der nächste Neuzugang „Stranger“, 10g schwer, so groß wie ein Weinkorken, die Reste der Nabelschnut noch ersichtlich, also 2-3Tage alt. Da werden Fütterungen zur Filiganarbeit. Die erste Nacht hat er überstanden, macht Pipi und Kaka, er braucht ganz viel gedrückte Daumen.

Ein ganz großes Dankeschön an Petra von der Fledermaushilfe, die uns mal andere Saugeraufsätze für die 1ml-Spritzen geschickt hat. Funktionieren super, jeden Minitropfen, den Stranger bekommt, können wir durch die durchsichtigen Sauger beobachten. Petra wird künftig mit in die Eichhörnchenpäppelhilfe mit einsteigen, wir unterstützen sie natürlich so gut es geht. Vielen Dank für die Unterstützung!

Ufzh, wie machen wir jetzt weiter: mit dem Wohnzimmer oder vielmehr den künftigen Auswilderern:

Coopie, Coopiene, Fips und Chipsy sind fit ohne Ende, sie warten quasi darauf, dass das Gehege im Wildwald für sie fertig ist. Ist auch fast fertig, wir haben grundgereinigt, am 01.05. desinfiziert, am 03. Mai kommen die Futterschalen, Alpakawolle etc. wieder ins Gehege zurück und geplant am 04.05. geht es dann für sie in den Wildwald. 4 ganz tolle Eichhörnchen, noch sehr nah bei uns, aber das wird sich am Samstag schlagartig ändern, dann werden sie „wild“.

Tassilo, Pfötchen und Oskar bleiben noch im Wohnzimmer. Sie haben das Alter für den Umzug in das Auswilderungsgehege noch nicht erreicht, dürfen also noch AI genießen. Aber sie werden neue Spielgefährten bekommen. Wer genau, wann, und warum ins Wohnzimmer darf, entscheiden wir nach dem Auszug der Großen. Bei Oskar müssen wir noch sehen, wie sich die Pfote entwickelt, sie ist nach wie vor geschwollen, aber er setzt sie auf und wir glauben, ihn auch schon am Kratzbaum gesehen zu haben. Leider lassen sich bei dem Tempo die Hörnchen weder durchzählen noch genauer „beschauen“. Deshalb, die Großen raus, dann die restlichen 3 erst mal 1-2 Tage alleine und dann ziehen wir wieder alle um. Spannend!

Weiter geht es zu den „Laufställern“.
Die Jungs: Alvin hatte heute wieder Zahntermin, sprich, alle Zähne wurden noch mal eingekürzt, es sah aber besser aus, als beim letzten Mal. Die TA gibt ihm gute Chancen, dass wer wildbahnfähig wird, wenn er lernt, ordentlich seine Zähne zu beknabbern, dass sie nicht zu lang werden. Charly und Milo sehen wir nur, wenn wir nicht im Zimmer sind, sie sind super scheu, dafür ist abends der Futternapf ratzekahl leer, die Köttel sehen gut aus. Bilder im Moment Mangelware, sie nutzen ihr Recht am eigenen Bild extrem aus.

Die Mädels: Feli, Magie und Niffler sind im Badezimmer unterwegs. Häufig unterirdisch, aber auch da, der Futternapf abends extrem leer, sie fressen, sie wachsen, wollen aber mit uns selbst nichts zu tun haben. Da fehlt es an der Bindung. Für uns „heikel“, für die Hörnchen „normal“, dann ist das so, es können nicht alle so wie Daisy sein. Das ist von Hörnchen zu Hörnchen verschieden, das muss man als Zweibeiner einfach akzeptieren, erzwingen lässt sich das eh nicht. Hauptsache es geht ihnen allen gut … das ist unser „Auftrag“!

Haben wir jetzt jemand vergessen? Nein, ich glaube nicht … oh doch!!! Unsere Spender ….

Alejandro, Sonja, Conchita & Verena mit Geldspenden auf unserem Vereinskonto! Die Finder von Tassilo mit Nüssen und einer selbstgebastelten Dekoflasche … und werden uns auch beim Aufbau des neuen Geheges helfen. Danke, vielen Dank!!!!

29.04.2024

Alle raus aus dem Auswilderungsgehege … alle, neiiinnnnn!!!

Wir waren gestern abend so froh, dass der oder die Letzte, das Gehege verlassen hat. Die Auswilderungsklappe bleibt aber trotzdem offen stehen, falls noch jemand zurückkommen muss/will. Die letzten Bilder:

Was ist passiert? Gestern abend erreichte uns eine WhatsApp aus dem Wildwald: ein Hörnchen ist am Samstag abend in den Waldshop eingebrochen, bzw. war drin und hat einen Einbruchsalarm ausgelöst. Der Täter konnte gestellt werden, ein Eichhörnchen. Ein Foto von der Shopmitarbeiterin hat Aufschluss gegeben, es ist definitiv eine/r von den 5 ganz neu Ausgewilderten!!! Er/Sie wollte offensichtlich vor der Freiheit noch mal shoppen gehen. Was gesucht wurde, wissen wir nicht, leider findet es viele sehr schöne Holzdekoartikel, die es annagen könnte. Ein erster Versuch das Hörnchen gestern rauszulocken schlug leider fehl, so dass wir heute morgen mit Lebendfalle und einem Beutel geröstete Pistazien (ungesalzen) anrückten. Mit dem Kescher haben wir dort keine Chance, da würden wir den Waldshop bei den Fangversuchen auf den Kopf stellen bzw. alles umwerfen und womöglich noch mehr Schaden anrichten. Eine Haftpflichtversicherung für Eichhörnchen gibt es nicht.

Dort angekommen, sahen wir überhaupt keine Bewegung. Wir haben die Taschen im Waldshop abgeklopft, keine Regung. Ob der Eichkater wohl doch schon geflüchtet war? Viel Unsinn hat er nicht angestellt (was unsere schlimmste Befürchtung war), es stand noch alles an seinem Platz. Wir vermuteten ihn oben auf den Dachbalken, von unten nicht wirklich einsichtig. Also haben wir unsere Lebendfalle aufgestellt, bestückt mit feinsten Leckereien, davor eine Pistazie. Schon 2 Stunden später kam die WhatsApp aus dem Wildwald, der kleine Kerl ist in Freiheit, hatte sich in einer Baer-Tasche versteckt und offensichtlich auf unser Klopfen ganz still gehalten (vermutlich also Annalena, Nancy oder Claudia). So ein Schlingel. Aber, er/sie ist draußen und kann jetzt hoffentlich bei tollem Wetter in der Freiheit seine ersten Schritte gehen und bitte nicht mehr in den Waldshop zurückkommen.

28.04.2024

das Leben in einer Eichiestation kann ziemlich hart sein …

Alvin – wir haben uns gestern wieder seine Schneidezähnchen angesehen: 3 super, der linke, untere Schneidezahn wächst ins „bodenlose“, weil ihm der Gegenbiss fehlt. Wir haben wieder gekürzt und postwendend um einen Termin bei unserer TA gebeten, nächste Woche Donnerstag. Bis dahin ist der Schneidezahn wieder gewachsen, da brauchen wir das Urteil einer Fachfrau und die TA Praxis Schweigart ist auf Zahnprobleme bei Nagetieren spezialisiert. Alvin braucht ganz viele gedrückte Daumen!!!

Feli – unser Sorgenhörnchen – das nicht fressen will. So gaaannnzzz langsam akzeptiert sie uns, frisst auch schon mal eine Pistazie aus der Hand. Zwicken macht sie fast gar nicht mehr, aber – nach wie vor – sie liegt den ganzen Tag und bewegt sich nicht. Für ein wachsendes Eichhörnchen absolutes Gift. Sie darf im Badezimmer laufen, will sie aber nicht und versteckt sich sofort unter dem Badezimmerhängeschrank. Wir haben absolut keine Idee mehr, wie wir ihr die Angst nehmen können. Das Problem ist identisch mit Milo, Magie und Charly im großen Laufstall, aber die fressen wenigstens, wenn sie uns auch nicht mögen. Es gibt „kuschelige“ Eichhörnchen und es gibt die, die weder aufgegriffen oder gehalten werden möchten und dann gibt es noch die bissigen, das machen sie aber alle nicht mehr. Soweit so gut. Wenn Eichhörnchen nicht kuschelig sind, ist das zwar für uns absolut ok, macht aber das Einfangen im Wohnzimmer und Umsiedeln in das Auswilderungsgehege ungleich schwieriger. Wir werden jetzt noch morgen abwarten, dann kommt Feli mit in den großen Laufstall, dann ist unser Versuch, ihr Sicherheit zu geben, schlichtweg gescheitert.

27.04.2024

weiter, weiter, immer weiter ….

„in der Auswilderung“: Annalena, Nancy, Claudia, Robert und Olaf
im Wohnzimmer: Coopie, Coopiene, Fips, Chipsy, Tassilo, Oskar, Pfötchen
im Laufstall: Alwin, Charly, Niffler, Milo, Magie
im Laufstall: Feli

Ups, jetzt ist uns tatsächlich ein Fehler unterlaufen, der Blog sollte eigentlich schon am 25.04. veröffentlicht werden, da hat was nicht geklappt oder wir waren zu dusselig. Egal, wir liefern nach, deshalb mal wieder „Überlänge“:

Vorgestern erreichte uns ein Notruf aus unserer Nachbarschaft, Ulmenstraße, Eichhörnchen, groß, adult. Wir waren gerade unterwegs, bis wir zu Hause waren, war das Eichhörnchen leider schon über die Regenbogenbrücke gegangen. Wir haben mehrere Bisse von Katzenzähnen gefunden, leider waren bei ihr auch die Zitzen „aktiv“. Wir haben alles abgesucht, aber leider nichts gefunden, auch gestern nicht, obwohl wir mit unserem Hund „Dickel“ vor Ort waren. Schade. Das ist immer so traurig. Mach‘ es gut kleine „Ulmi“:

Heute morgen haben wir unseren Auswilderern Annalena, Claudia, Nancy, Robert und Olaf die Gehegetür geöffnet, in der Hoffnung, dass sie sofort wegflitzen. Ach nö, warum Hotel Wildwald verlassen, ist doch nett da, AI-Versorgung, keine Feinde in Sicht. Ups, so war das nicht gedacht! Wir haben dann die Auswilderungsklappe offen gelassen, werden sie aber heute nachmittag/abend schließen, denn wir wollen ja nicht, dass der Marder sich die Eichies holt.

Also zumachen und morgen früh wieder aufmachen. Sollten dann noch welche da sein, werden wir ihnen es „ungemütlich“ machen müssen, sonst gehen sie nie, bzw. kommen nach ihrem Freigang einfach wieder zurück. Der/die ein oder andere letztes Jahr Ausgewilderte kennt das Gehege und könnte zurück kommen. Das müssen wir einkalkulieren. Aktuell günstige Bedingungen, die Knospen sprühen, insbesondere bei den Tannen, die bisherigen Eichies haben hoffentlich einiges im Boden versteckt und nicht wiedergefunden und die Außenfutterstation gibt es ja auch noch. Schlafmöglichkeiten im Ziegenhotel, in Nischen des Waldhauses oder in verlassenen Kobeln früherer Eichhörnchen. Damit geben wir die Verantwortung an die Hörnchen komplett ab und hoffen, dass sie es schaffen in der Freiheit zurecht zu kommen. Und, sie hatten hoffentlich eine angenehme und spannende Kindheit – getrennt von Mama – , jetzt beginnt der Ernst des Lebens. Bilder folgen …

Im Wohnzimmer ist „high-life“ und wir haben „Coopie, Coopiene, Fips und Chipsy“ schon versucht beizubringen, dass sie nicht mehr lange im Wohnzimmer verweilen werden. Für sie wird es Zeit auszuziehen. Sie sind megaschnell unterwegs, Fotos sind quasi nur noch möglich, wenn sie futtern. Es dauert aber noch ein paar Tage, denn wenn die anderen „raus“ sind, werden wir das Gehege wieder grundreinigen, desinfizieren, ggfs. neu bestücken (das ein oder andere Kletterseil hat sehr gelitten) und dann dürfen sie erst raus, vielleicht Mitte nächster Woche, kommt aber auch auf die Wetterlage an …

Wenn die Großen aus dem Wohnzimmer raus sind und die „Zurückgebliebenen“ (Tassilo, Pfötchen, Oskar und Feli) sich vielleicht etwas besser eingefunden haben (sie sind nach wie vor super scheu), dann dürfen auch Alwin, Charly, Niffler, Milo, Magie ins Wohnzimmer wechseln.

Feli ist ein kleiner Sonderfall, sie kommt nach wie vor nicht mit ihren Artgenossen zurecht, hat unheimlich Angst vor ihnen und natürlich auch vor uns. Wir haben sie jetzt erst mal aus dem Wohnzimmer rausgenommen, in den kleinen Laufstall und gewöhnen sie erst mal an uns. Das klappt täglich besser. Gestern hat sie abwechselnd gekniffen und unsere Pfoten abgeschleckt, heute nur noch unsere Pfoten abgeschleckt und sogar eine Pistazie aus der Hand geknabbert. Ihr fehlt es komplett an Selbstvertrauen. Da wird man noch zur Tierpsychologin, wie gewinnt das Mädchen Selbstvertrauen??? „Projekt Feli“, bleibt spannend. Sie wird aber nicht lange alleine sein, nicht gut für sie. Wir werden sie Alwin & Co zuschlagen, passt vom Alter und die sind noch wesentlich „gemäßigter“ unterwegs als die WohnzimmerWG. Weiter müssen wir berücksichtigen, dass Milo noch mit der Blasenentzündung kämpft und Alwin mit seiner Zahnfehlstellung. Solange das nicht geklärt ist, können sie nicht ins Wohnzimmer, aber das dauert noch, frühestens am 1. Maiwochenende … aus dem Laufstall sind leider kaum Bilder möglich, es ist einfach immer zu dunkel und bis auf Alwin wollen die mit uns nichts zu tun haben (entweder sind die Lichtverhältnisse mist, die Hörnchen wollen nicht oder es fehlt die Zeit). Vielleicht gibt sich das ja noch….

So, wir sind noch lange nicht am Ende, denn wir dürfen uns wieder für Spenden bedanken:

Ein großes Dankeschön an die Tassilo-Finderin für die Katzenhöhle:

… und die Geldspende von Petra für Philipp!.

Auch die Finder von Alwin haben ihn besucht und was mitgebracht, sogar von den Nachbarn:

Und mittlerweile trudeln Geldspenden für unser neues Gehege ein, von Monika, von unserer „Mami“, von Conchita … ganz, ganz lieben Dank dafür. Derweil ist für das Gehege das Material geliefert worden und Heiko kauft, werkelt und setzt schon die ersten Randsteine … es wird!!!!

Wir sind auch nicht untätig. Für die Tassilospende bedurfte es eines Kissen, der Kescher, der bei der Fangaktion von Annalena, Nancy, Claudia, Robert und Olaf „Federn lassen musste“ ist erneuert …

Und, jetzt wirklich zum Abschluss, noch ein Beitrag der Astrid-Lindgren-Schule in Kamen:

24.04.2024

… jetzt geht es los …

Wir planen ja schon länger eine zweite Auswilderungsvoliere, die kilometermäßig näher bei unserem Vereinssitz ist. Wie schon berichtet, werden uns Susanne und Heiko in ihrem Garten aufnehmen. Gestern haben wir das Gehege bestellt, Lieferzeit 3-4 Wochen, vielleicht auch früher.

Das ist ein ganz schöner Batzen für unser Vereinskonto, aber es erleichtert uns auf Dauer die Auswilderung sehr. Leider ist das noch nicht der Endpreis, denn auf den Boden muss noch Casanet, die Randsteine, Zement etc. und die Überdachung müssen her und später auch noch die Innenausstattung in Form von Rindenmulch, Schlafkobel und Hörnchenspielplatz. Hier in diesem schönen Garten unter einer Tanne mit angrenzendem Waldstück wird sie stehen:

Heiko hat schon mal angefangen. Er wird die Randsteine setzen und ggfs. wegen der Wurzeln, die Randsteine auch ausssägen, denn die Tanne muss unbedingt bleiben, sie wird nach der Auswilderung die erste Anlaufstelle der Hörnchen sein und bringt im Sommer natürlichen Schatten.

Im nächsten Blog geht es dann wieder um die Hörnchen, der erste Abschied naht: Annalena, Claudia, Nancy, Robert und Olaf werden am Wochenende in die Freiheit des Luerwaldes entlassen.

23.04.2024

… ein kurzer Zwischenblog …

Ein großes Dankeschön wieder an Anette und Gerhard, die uns mit Eichhörnchenfutter, Hängematte und frischen Zweigen von unserem Lieblingsbaumhaselbaum beschenkt haben. Vielen lieben Dank dafür!!!

Gestern kam auch noch Philipp bei uns an (auch ein Dankeschön an die Finder, die ihn uns gebracht haben!!!). Philipp, auch wie Ernst, ein 4-5 Wöchler, der bei uns in so gar keine Gruppe passt. Wir haben ihn heute in die andere Pflegestelle gebracht, vielmehr, haben wir uns auf der halben Wegstrecke getroffen und ihn übergeben. Toll für beide Pflegestellen, halbe Fahrzeit .. Vielen Dank liebe Simone für die Übernahme. Hier noch ein paar Bilder von Philipp:

Hier auch noch ein paar Bilder von Ernst, bevor er zu Simone kam:

Innerhalb der Hörnchenstation hat es auch Umzüge gegeben. Die 5 (Alwin, Charly, Niffler, Milo, Magie) sind in den großen Laufstall ins Obergeschoss umgezogen, der Kleine wurde einfach zu klein. Jetzt gibt es nur noch Milch nach Bedarf, sprich, wir bieten Milch an, wer möchte, darf, wer nicht möchte muss auch nicht. Das ist die erste Vorbereitung auf das Wohnzimmer. Allein bei Niffler müssen wir noch kontrollieren, sie trinkt gut, nimmt aber sehr, sehr langsam zu, da haben wir natürlich ein ganz besonderes Auge darauf. Milo mit seiner Blasenentzündung bekommt einmal täglich Medies, da haben wir auch keine „Nachsicht“, muss sein, auch wenn wir uns mit Handschuhen bewaffnen müssen.
Aktuell sind sie nach dem Umzug natürlich ein bisschen durcheinander, aber das wird sich geben. Hier ein Bild, aus ihrem Baumstammkobel, 3 sichtbar, der Rest liegt „darunter“.

Außerdem dürfen wir noch Bilder von unseren Informationsveranstaltungen in den Astrid-Lindgren-Schule in Kamen nachliefern. Hier werden Eichhörnchenhüpfübungen, Kobel gebaut und Futterspiele gemacht. Ein Dankeschön an die Klassenlehrerin, dass wir die Bilder, entsprechend der DSGVO-Bestimmungen, veröffentlichen dürfen.

Und auch mit unserem neuen, 2. Auswilderungsgehege, geht es vorwärts … Danke Heiko & Susanne!!!