Update 13.07.2022

Trotz TA-Besuch können wir Flocke wahrscheinlich nicht retten. Die eigentliche Ursache wurde nicht gefunden, wir arbeiten gegen die Symptome, während sie immer schwächer wird. Wir sind aber bei ihr, sie ist nie alleine, ist immer irgendwo in der Nähe bei uns, ggfs. in der Babytragetasche, damit sie uns spürt.
Es sind die Momente, die uns ans „Aufhören“ denken lassen. Klar, wissen wir, dass wir nicht alle retten können, aber hätten wir, bei weniger Eichhörnchen in der letzten Zeit, vielleicht früher das Problem von Flocke erkennen können? Hätten wir früher handeln können oder wäre es genauso „untergegangen“, weil man „glaubt“ ein Eichhörnchen, das problemlos fast 3 Wochen in der Station gepäppelt wurde über den Berg ist? Im Gegenzug, sollen wir Jugendlichen, die ein verletztes Eichhörnchen in ihr T-Shirt oder einen aus dem Altpapiercontainer gezogenen Karton gepackt haben, ins Gesicht sagen, dass wir das Tier nicht aufnehmen, weil unsere Kapazitäten erschöpft sind? Definitiv NEIN! Der aktuelle Fall zeigt uns aber wieder mit der „Nudelrolle“: bevor wir die Tiere nicht im Wildwald Vosswinkel in die Freiheit entlassen, sind sie nie „über dem Berg“. Von Mangelhörnchen wissen wir das, sie müssen sehr langsam an Länge und Größe wachsen, damit die inneren Organe „mitwachsen“ können, das ist oft schon schwierig genug. Aber dass eigentlich fitte Eichhörnchen, wie Flocke, auch noch Probleme und zwar lebensbedrohliche Probleme entwickeln könnnen, hatten wir bisher nur im Fall Sweety mit Harngries, und es lässt uns „erschauern“, es ist wieder eine neue Dimension, die uns unendlich Kraft kostet. Andererseits, jedes Tier das wir retten, ist ein Tier mehr in der Natur, das vielleicht Nachwuchs zeugt und den Bestand aufrecht erhält.

Da wir aktuell nicht wissen, was Flocke hat, haben wir sämtliche Besuchstermine gestrichen. Nicht für uns, sondern zum Wohle der Tiere und wir hoffen, dass unsere Finder, denen wir das Besuchsrecht immer einräumen, Verständis dafür haben. Aber für uns steht das Wohl der Hörnchen immer an erster Stelle … und noch lebt Flocke, wir geben sie erst auf, wenn sie den letzten Atemzug getan hat ….

Bilder folgen in ein paar Tagen … aktuell einfach nicht drin …

12.07.2022

Es hätte so schön bleiben können …

Leider ist dem nicht so. Aktuell haben wir immer noch unsere 12 Hörnchen, aber …

Am Montag erreichte uns ein kleines Eichhörnchen, ca. 4 Wochen, sehr dürr und wir haben sie „Eclaire“ getauft, weil sie unseren „Französischen Gebäckstückchen“ Hörnchen, Brioche, Croissant und Quarki zugeordnet werden sollte. Leider hat sie die erste Nacht nicht überstanden und ist jetzt im Wildwald begraben. Schlimm an der Sache war für uns, dass sie immer und immer wieder lautstark nach der Mutter gerufen hat, Milch wollte sie nur in Minimengen und bei dem Rufen merkte man, wie verzweifelter und wie weniger kraftlos das Rufen wird. Das tut weh, das geht unter die Haut, wenn man dem kleinen Lebewesen von 75g nicht helfen kann.

Am gleichen Tag merkten wir, dass Flocke, ein Hörnchen das schon längst über dem Berg „schien“, plötzlich alles erbricht, sogar Wasser und Elektrolyte. Ein TA-Termin um 18.30 Uhr zu bekommen, war nicht möglich, einen Notdienst unter der Woche gibt es nicht. Also versuchen wir Flocke über die Nacht zu bringen. Morgen haben wir einen TA-Termin, wir können nur bangen und hoffen, wir haben keine Ahnung was los ist….

11.07.2022

Umzüge abgeschlossen

So, aktuell haben wir nur noch 12 Eichhörnchen!

im Wohnzimmer: Roxy, Leonie, Flocke, Medina, Dougi, Pinto, Mara & Tweety

im Laufstall: Hörnchen, Brioche, croissant, Quarki

So, und wer jetzt glaubt, wir könnten die im Wohnzimmer „locker“ auseinanderhalten, nein, das schaffen wir auch noch kaum. Sie wachsen jetzt so schnell… Wir haben bei einigen „besondere Erkennungsmerkmale“, andere erkennen wir am „Verhalten“. Aber 8 Eichhörnchen ist ein Traum. Aktuell harmonieren sie super, da klaut der Kleinste „Pinto“ der Größten „Roxy“ auch mal ein Pinienkern und es stört sie nicht, sie nimmt einfach den nächsten. So soll es sein. Wenn wir das bis zur Auswilderung „halten“ könnten, ohne dass es Streitigkeiten gibt, wäre das für uns „Geburtstag, Weihnachten und Ostern“ zusammen, sprich, es wäre wieder eine Zeit, aus der wir ganz viel Kraft schöpfen können, zumal die letzten Tage auch nicht ohne Verluste waren. Wir haben einen Eichkater bekommen, den wir nur noch einschläfern lassen konnten, da gab es Probleme im Rückenmark, die Hinterbeine waren ohne Gefühl oder das ganz tragische Ende von Coco (wir berichteten im Blog am 17.06.2022 ). Trotz aller Pflege von Doro musste sie gestern eingeschläfert werden, es hatte keinen Sinn und ein Tier leiden zu lassen, konnten wir alle nicht ertragen. Ein tränenreiches Telefongespräch war die Folge. Unser Dank geht an Doro, die so viel für die kleine Coco getan hat, das war klasse, wenn auch vergebens. Und auch da kommt uns immer wieder die Aussage von Tanja Lenn, von der Eichhörnchenhilfe Berlin in den Kopf: „Wenn ein Tier hier bei uns über die Regenbogenbrücke geht, geht es in Wärme, mit ganz viel Liebe und ohne Stress“. Das hilft uns ungemein. Wir hoffen auch, dass es Doro hilft! Wir bleiben auf jeden Fall in Kontakt.

Ramon und Louis sind gestern nach Münster ausgezogen und viel mehr haben wir gar nicht zu berichten. Sammy, Amelie und Fridolin sind in der Auswilderungsvoliere angekommen und leben sich ein. Jetzt gibt es erst mal ganz viel Fotos, das Videomaterial müssen wir sichten, wir kommen wie immer nicht nach.

Laufstallgruppe:

Wohnzimmer:

Kleine Anmerkung: leider sind die Bilder nicht immer ganz „scharf“, was aber daran iegt, dass wir im Wohnzimmer keine Fotostudioverhältnisse haben. Klar, wir haben auch Zusatzleuchten etc., alles vorhanden, aber bei einer quirrligen 8-köpfigen Eichhörnchentruppe wären wir mehr damit beschäftigt unser teueres „Material“ zu schützen, als Bilder und Videos zu drehen. Nichtsdestotrotz denken wir, gibt es einen Einblick in unsere Hörnchenwelt.

Videos folgen!

08.07.2022

==> im Auswilderungsgehege Lilly, Fee & Lotta (ca. 10 Wo)
==> im Wohnzimmer Sammy (ca. 8 Wo), Amelie & Fridolin (ca. 8 Wo), Roxy (w, 7 Wochen), Flocke (w, 6 Wochen), Leonie (w, 6 Wochen), Medina (w, 6 Wochen),
==> im Laufstall: Mara und Tweety (w, 5 Wochen),Dougi (m, 5 Wochen, Pinto (m, 4 Wochen)
==> in der Transportbox: Quarki, Hörnchen, Brioche, Croissant (alle ca. 3 Wochen)
==> in der Transportbox 2: Ramon und Louis

Die Umzüge gehen weiter!

Wie man an der Liste sieht, haben wir noch mal „umquartiert“, schön, dass das bei Eichhörnchen – im Vergleich zu unseren anderen Degu-Vierbeinern “ Trolli, Lemmi und Riesel“ so problemlos geht. Dougi und Pinto machten uns im Wohnzimmer noch keinen „glücklichen“ Eindruck. Sie lebten nur in ihrer Transportbox, raus kommen wollten sie noch gar nicht. Also haben wir sie kurzerhand zu den „Mädels“ in den Laufstall gebracht. Die Mädels wären theoretisch aus der Quarantäne raus, allerdings hatte Mara so viele Nymphen und Zecken, das hatTage dauert, bis wir sie „gereinigt“ hatten. Sie soll aber auch nicht alleine sitzen bleiben. Also sind sie jetzt zu viert, verstehen sich von Beginn an gut, Pinto freut sich über weibliche, kuschelige Zuwendung. Sie bekommen alle Zeit der Welt im Laufstall und dürfen, wenn ihr Bewegungsdrang größer wird, dann ins Wohnzimmer umziehen, vielleicht schon in den nächsten Tagen. Es ist ein stetiges „wandern“, denn mit zunehmenden Alter werden die Pfleglinge nicht nur größer und mobiler, sondern die Wachzeiten nehmen zu und die wollen ausgefüllt werden. Das ist auch der Grund, warum überwiegend Eichhörnchen im Alter von 4-6 Wochen gefunden werden, wenn sie aus dem familiären Kobel heruntergefallen oder bei den ersten Ausflügen „verloren“ gehen.


Den drei „Großen“ im Wohnzimmer wird zu langweilig und die „Kleinen“ werden durch das atemberaubende Tempo der Großen mal wieder zu sehr geängstigt. Also dürfen Sammy, Amelie und Fridolin am Wochenende zu den anderen in die Auswilderungsvoliere ziehen. Sie kennen sich ja schon vom Wohnzimmer, genügend Schlafplätze sind da und Fee, Lotta und Lilly können die drei ein bisschen „bemuttern“. Sie selbst haben sich eingelebt, sie toben durch das Gehege, allerdings sind sie fast nicht mehr zutraulich, von Lilly mal abgesehen, aber gerade sie entfernt sich jetzt auch so langsam von uns. Das ist gut und richtig so. Vom Zeitplan würden wir dann versuchen die 6 noch 2 Wochen im Gehege zu halten und sie dann alle gemeinsam wieder in den Wildwald Vosswinkel zu entlassen. Allein die Wetterlage könnte da noch die ein oder andere Verschiebung mit sich bringen.

Roxy, Flocke, Leonie und Medina im Wohnzimmer kommen auch sehr gut klar. Da die besten Schlafplätze (Holzhäuschen auf der Vitrine) noch durch die Großen besetzt sind, rotten sie sich abends immer im Fleecebaum zusammen, der wiederum braucht eine dringende Reinigung, vielleicht ist er deshalb aktuell so beliebt.

Die Mini’s wachsen und gedeihen, bis auf Brioche wiegen sie jetzt alle über 100g und wir können davon ausgehen, dass sie auch in den Wildwald ausgewildert werden können. Was waren das für Zwerge und wie sehr sind sie in den 3 Wochen gewachsen. Da gibt die Natur alles!

Lina und Lino sehen wir ab uns zu auch noch an der Futterstation. Lino hat es gestern sogar noch geschafft, seine feuchten Pfoten auf meine Schulter zu stellen und wurde mit der Poleposition an der Futterbox belohnt. Außerdem durfte er seine ersten grüne Haselnüsse – gesammelt und gespendet von Elke aus Unna anknabbern. Er sah gut aus und machte einen fitten Eindruck.

Neu hinzugekommen sind noch 2 Eichkater aus Arnsberg „Ramon und Louis“, auch ca. 5 Wochen alt. Sie gehen am Sonntag aber in eine Pflegestelle nach Münster. Die beiden sind einfach „zu viel“ für unsere Station, wir wollen den Tieren ja noch gerecht werden.

Für nächste Woche sind hohe Temperaturen angesagt. Wer also die Möglichkeit hat, stellt flache Wasserschalen mit dem ein oder anderen Kieselstein auf. Und natürlich dran denken, wahrscheinlich müssen sie täglich mehrmals aufgefüllt werden. Die Tiere werden sehr froh darüber sein.

04.07.2022

==> in Freiheit Lina und Lino (ca. 10 Wochen)
==> im Auswilderungsgehege Lilly, Fee & Lotta (ca. 9 Wo)
==> im Wohnzimmer Sammy (ca. 7 Wo), Amelie & Fridolin (ca. 7 Wo), Roxy (w, 6 Wochen), Flocke (w, 5 Wochen), Leonie (w, 5 Wochen), Medina (w, 5 Wochen), Dougi (m, 4 Wochen, Pinto (m, 4 Wochen)
==> im Laufstall: Mara und Tweety (w, 4 Wochen)
==> in der Transportbox: Quarki, Hörnchen, Brioche, Croissant (alle ca. 3 Wochen)

Zeit für Veränderungen
Wie geplant haben wir am Samstag Lina und Lino in die Freiheit des Wildwaldes entlassen. Während Lino auf der Schulter der Futtergeberin nach draußen getragen wurde, er sofort die Außenfutterstation am Gehege als auch das mit Eichhörnchenfutter bestückte Vogelhäuschen inspiziert hatte, flitze er die neben dem Gehege stehende Lärche nach oben und wieder runter. Die pure Freude ihm dabei zuzusehen. Warum die Hörnchen, so ungeübt wie sie dann noch sind, dann gleich bis in die dünnsten Äste nach oben klettern müssen, erschließt sich uns nicht. Sie dabei zu beobachten, wie sie da oben „rumhangeln“ lässt uns das Herz stehen bleiben. Lina hat ein bisschen länger gebraucht, wanderte aber dann in gemütlichem Tempo durch die Schleuse und flitze die nächste Buche hoch. Auch sie hangelte sich durch die Baumkrone, bis wir sie nicht mehr sehen konnten. Heute morgen als auch heute nachmittag konnten wir Lina noch begrüßen, sie saß unter anderem auf dem Gehegedach und beschaute sich die neuen Bewohner, die heute dort eingezogen sind, nämlich Lilly, Fee und Lotta.

Das Einfangen am Frühen morgen war mal wieder überhaupt kein Problem. Zutaten waren wie immer unsere große graue Transportbox mit einer Decke ausgelegt und eine Handvoll Pistazien und Maronen. Die in die Box gelegt und quasi im Gänsemarsch betraten die 3 Kandidatinnen die Box. Klappe zu und los gings. Im Wildwald selbst wieder die Klappe auf. Nur rauskommen wollten sie nicht. Also mit dem Handlift nach draußen und in das Gehege auf den Schwingast gesetzt und dann ging es auch schon gleich rund. Da wurde erkundet, geschnuppert, geklettert usw. Sie machten weder einen verängstigten noch einen unglücklichen Eindruck, das hatten wir auch schon anders. Am abend haben wir sie natürlich noch mal besucht und da tobten sie immer noch durch das Gehege.

Derweil zu Hause haben wir dann zu den drei verbliebenen im Wohnzimmer (Sammy, Amelie und Fridolin) die Laufstallbesatzung Roxy, Flocke, Leonie und Medina, sowie die Transportbox mit Dougi und Pinto dazugegeben. War das plötzlich ein Gewusel im Wohnzimmer!

Mara und Tweety sind jetzt im Laufstall in Quarantäne und dürfen dann auch noch ins Wohnzimmer, sollten wir sie nicht noch an eine andere Pflegestelle abgeben können.

Die Mini’s machen sich auch gut, sie dürfen in den nächsten Tagen in eine größere Transportbox umziehen. Sie nehmen stetig zu, die Augen sind auf und die Milchspritze wird immer gieriger gefordert. Leider können wir die Nachtfütterung noch nicht weglassen, aber das kann nicht mehr lange dauern. Brioche wiegt 68g, Hörnchen 80g, Corissant 82g und Quarki 91g.

02.07.2022

==> im Auswilderungsgehege Lina und Lino (ca. 10 Wochen)
==> im Wohnzimmer Lilly, Fee & Lotta (ca. 9 Wo), Sammy (ca. 7 Wo), Amelie & Fridolin (ca. 7 Wo)
==> im Laufstall: Roxy (w, 6 Wochen), Flocke, Leonie & Medina (w, 5 Wochen)
==> in der Transportbox: Quarki, Hörnchen, Brioche, Croissant (alle ca. 3 Wochen)
==> in der Transportbox 2. Dougi (m, 4 Wochen, Pinto (m, 4 Wochen)
==> in der Transportbox 3: Mara und Tweety (w, 4 Wochen)

Abschied auf Raten
Heute morgen war es so weit, Lina und Lino dürfen in die Freiheit des Wildwaldes ausziehen. Sie haben den Kindergarten und die Waldschule gemeistert und sind fit für das Leben im Wald. Es sind zwei überaus tolle Hörnchen und wir würden uns wünschen, dass sie noch ein paar Tage gemeinsam durch den Wald streifen und wir sie dabei beobachten können. Schauen wir mal. Wie immer sind wir traurig sie in die Freiheit gehen zu lassen, aber es ist richtig und wichtig für sie. Es sind Wildtiere und sie gehören nach „draußen“. Macht es gut ihr beiden!

Morgen haben auch Fee, Lilly und Lotta ihren letzten Wohnzimmertag. Sie ziehen dann am Sonntag in den Wildwald. Es wird ein rießiger Schritt für sie. Wenn sie auch immer noch AI und einen Schlafplatz haben, so müssen sie mit dem neuen Umfeld, den Geräuschen, Wind und Wetter zurecht kommen. Wir sehen sie dann nur noch ein Mal am Tag, meistens sehr früh morgens bevor wir selbst arbeiten gehen. So entfremden sie sich dann schon ein bisschen von uns. Insbesondere Lilly ist uns sehr ans Herz gewachsen. Durch ihr Schädelhirntrauma, dass zum Teil noch sichtbar ist, sind wir uns zum einen nicht sicher, ob sie in der Freiheit klar kommt, andererseits ist sie so ein liebes Eichhörnchen. Gehen wir aus der Wohnung, bleibt sie auf der kleinen Kratztonne am Wohnzimmereingang liegen und shcaut, bis wir wiederkommen. Morgens begrüßt sie uns um 4.15 Uhr immer als Erste und kommt noch mal „kuscheln“. Puh, der Sonntag wird also ein erster kleiner Abschied.

… ganz selten, 6 Hörnchen auf einem Foto!

Im Wohnzimmer zurück bleiben Amelie, Fridolin und Sammy. Fridolins Gesundheitszustand hat sich merklich gebessert, man hört ihn nachts im Schlaf nicht mehr atmen, so dass wir davon ausgehen können, dass das Wasser aus der Lunge weitestgehend verschwunden ist. Die Drei schlafen morgens meist ein bisschen länger und toben eher zu Dritt, ab und zu haben sie sich auch unter „die Großen“ gemischt.

Jetzt werden sie „die Großen“ sein, denn am Sonntag zieht dann die MädchenWG (Roxy, Flocke, Leonie und Medina) aus dem Laufstall, wie auch die BubenWG aus der Transportbox (Dougi & Pinto). Wer aufmerksam mitliest, hat gemerkt, dass Medina und Pinto neu in der Päppelstelle sind. Medina kam hier aus Unna-Hemmerde, ein Geschwister rennt immer noch dort durch die Gärten, hat sich bisher aber so gut geschlagen, dass es offensichtlich noch keine Hilfe nötig hat. Pinto ist an einer Fahrschule aufgetaucht und wurde dort mitgenommen und übergeben. Er ist jetzt dann der Jüngste und Kleinste im Wohnzimmer, aber wir sind uns sicher, dass die beiden Jungs da klar kommen. Sollte es zu stressig für sie werden, dann gehen sie noch eine Woche in den Laufstall und kommen später ins Wohnzimmer nach.

Unsere vier Mini’s „Hörnchen, Brioche, Croissant und Quarki“ wachsen und gedeihen. Wir hätten nie damit gerechnet, dass wir alle so weit aufpäppeln können. Sie haben jetzt fast alle alle Augen auf und sehen schon mal verschwommene Umrisse von ihren Spritzenhaltern. Bis zum „klaren“ Sehen, dauert es noch ein paar Tage. Gleichzeitig öffnen sich jetzt auch die Ohren, so dass sie sich in den nächsten Tagen erst mal an die häusliche Lärmkulisse gewöhnen müssen. Interessant ist vor allem Brioche, die 3 weiße Pfoten hat und aussieht, als hätte sie Socken an. Ihr Bruder Hörnchen hat eine weiße Pfote. Da sind wir gespannt, wie das später im Jugendalter aussieht.

Zusätzlich sind heute noch 2 Hörnchen hier eingetroffen: Tweety aus Bergkamen und Mara aus Hamm. Sie sind beide erstversorgt, haben schon ihre erste Milch geschlabbert. Insbesondere Mara war eine ordentliche Floh- und Milbenherberge. Da wir beide Hörnchen gleich zusammen gesetzt haben, damit sie die erste Nacht nicht alleine verbringen müssen, haben wir natürlich beide behandelt und zusätzlich mit Kokosöl eingerieben, unsere berühmten Rafaellohörnchen. Für diese beiden suchen wir jetzt noch eine Pflegestelle.

Das Hörnchenkarusell dreht sich also munter weiter, es wird auf- und abgestiegen und wir sind mittendrin.

28.06.2022

==> im Auswilderungsgehege Lina und Lino (ca. 10 Wochen)
==> im Wohnzimmer Lilly, Fee & Lotta (ca. 9 Wo), Sammy (ca. 7 Wo), Amelie & Fridolin (ca. 7 Wo)
==> im Laufstall: Roxy (w, 6 Wochen), Dougi (m, 4 Wochen),
Flocke (w, 5 Wochen), Leonie (w, 5 Wochen)
==> in der „Vogel“-Transportbox: Quarki, Hörnchen, Brioche, Croissant (alle ca. 3 Wochen)
==> in der Transportbox 2 ==> Medina, 5 Wochen

Hörnchenbahnhof
Leider hat sich die Hörnchenlage bisher noch nicht erheblich entspannt, wenn sie auch nicht mehr so „chaotisch“ wie vor einer Woche ist. Es kommen immer noch täglich Anrufe und Hörnchen in die Station, die -da alle Stationen schon mehr als überfüllt sind – irgendwie untergebracht werden müssen. Primär nehmen wir die Hörnchen erst mal an, führen eine Erstversorgung durch (einschließlich Besuch beim TA, sofern notwendig) und kümmern uns, wenn wir sie nicht selbst aufnehmen können, um eine andere Pflegestelle. Das klappt bisher ganz gut, es ist noch kein Hörnchen „hängen geblieben“. Die Alternative, den Findern sagen zu müssen: “ Tut mir leid, sie müssen das Tier wieder aussetzen, wir haben keinen Platz mehr“, ist für uns definitiv keine Alternative. Schlichtweg, es gibt viel zu wenige Päppelstellen für die Massen an Tieren, die gefunden werden und hilfebedürftig sind. Und ja, früher war das natürlich nicht so, da hatten wir noch intakte Wälder mit einem reichhaltigen Nahrungsangebot für die Eichhörnchen, da hatten sie keinen Grund in Wohngebiete vorzudrängen, in denen mittlerweile sehr häufig Vögel ganzjährig gefüttert werden. Da fällt für die Eichhörnchen dann meist auch was ab. Das ist aber nur einer der Gründe, die Weiteren zu erläutern, würde den Rahmen des Blogs sprengen und wir wollen ja auch über unsere Tiere brichten.

Auswilderungsgehege im Wildwald Vosswinkel
Lino und Lina sind nach wie vor gut drauf, beide schon leicht „stereo“; so dass es Zeit wird für die Beiden in die Freiheit zu gehen. Den genauen Zeitpunkt wissen wir noch nicht, wir achten immer ein bisschen auf die Wetterlage, sie sollen weder bei Sturm und Gewitter, noch bei über 30 Grad ihre ersten Tage verbringen. Sie müssen sich am ersten Tag nicht nur ihr Futter schon organisieren (bzw. die Futterkobel finden) und die Gegend um das Gehege erkunden, sondern auch einen Unterschlupf für die Nacht finden. Wir gehen aber davon aus, dass die Hörnchen, die vorher in die Freiheit gelassen wurden, einige Behausungen gebaut und jetzt schon verlassen haben, wenn sie tiefer in den Wald vorgedrungen sind.
Die Tage haben wir an den Futterstationen auch 2 „Minieichhörnchen“ gesehen, d.h. Eichhörnchen, die definitiv kleiner sind, als unsere, wenn wir sie in die Freiheit entlassen. Das muss also „Nachwuchs“ sein, der im Wildwald geboren wurde. Schöne Aussichten!

Wohnzimmergruppe
Tobt wie eh und je und entwickeln sich zu Nussvernichtungsmaschinen, wobei sie das nicht sehr ökonomisch tun: aus den abendlich zusammengekehrten Nusshäckseln könnte man täglich einen Kuchen backen, wir hoffen, dass davon trotzdem das ein oder andere Stück in den Magen der Eichhörnchen gelangt. Fee ist unglaublich schnell, Lotta -das Leichtgewicht – unglaublich wendig und quirrlig und Lilly ist einfach nur das liebste Eichhörnchen, das wir je hatten, das ist wirklich unglaublich, sie ist auch nach wie vor sehr anhänglich. Sie springt sehr elegant, immer ein bisschen im Parabelbogen, kommt aber da hin, wo sie hinmöchte. Im Auswilderungsgehege müssen wir sie sehr genau beobachten, bei ihr sind wir uns nach wie vor unsicher, ob sie in Freiheit kann.

Laufstallgruppe
Die Gruppe Roxy, Leonie, Flocke und Dougi sind am Sonntag in den Laufstall gezogen. Die Softbox wurde allmählich zu klein und insbesondere Roxy wollte klettern, kann sie jetzt. Der Laufstall hat einen Durchmesser von ca. 1,20 m, mit Netz am Dach und an den Seiten, an dem die Krallenkletterer hochkraxeln, sich runterhängenlassen können oder schon die ersten spielerischen Verfolgungsjagden üben können. Das tun sie für ein paar Stunden am Tag ausgiebig, der Rest des Tages wird noch ordentlich verschlafen. Dougi hat mittlerweile auch die Augen auf und findet jetzt noch schneller den Sauger mit der Milch.

Unsere vier Minis nehmen jetzt konstant zu, die Fütterungen gehen meist recht zügig. Sie bleiben auch erst mal in der kleinen „Vogel“-Softbox bis sie ihren Aktionsradius selbst erweitern möchten. Der ein oder andere der Vier schafft es schon aus dem Kuschelnest herauszuklettern.

Neuzugang aus Unna:

Gestern morgen ein Anruf aus Unna-Lünern, kleines Eichhörnchen, gesichert, hat die Tochter auf dem Weg zum Kindergarten im Buggy besucht, schaute sich auch im Kindergarten um und folgte dem Papa dann bis nach Hause. Dort dann gesichert, denn das Verhalten ist ja nun mal überhaupt nicht normal. Auf dem Weg zu diesem Eichhörnchen ereilte uns ein 2. Anruf, gleicher Ortsteil, keine 10 Meter davon entfernt, noch ein verlassenes Eichhörnchen (Geschwisterkind), das herumirrt, Futter sucht und auf den Balkon und über Füße krabbelt. Leider konnten wir das 2. noch nicht sichern, es hatte sich dann irgendwo versteckt. Hörnchen 1, mit dem Namen Medina, ist bei uns natürlich angekommen und in der langweiligen Quarantäne. Eine kleine Eichkatze, sehr lieb und wird in die Gruppe Roxy, Flocke, Leonie und Dougi integriert.

Ein neues Video haben wir auch noch online gestellt!

Abschließend noch ein großer Dank an Elke aus Unna, die uns für unsere Nussaufbewahrung im Keller mit zusätzlichen Boxen ausgestattet hat.

24.06.2022

Ein bisschen „Emotionales“

Wie gestern hier geschrieben, machen wir uns quasi permanent „zeitlichen Pläne“, wie und wo die Tiere verweilen, wann sie um-/ über-/ ausgesiedelt werden usw.. Klar, Planung ist alles, die Durchführung eine ganz andere Sache. Wir hatten „geplant“, dass wir die Midigruppe (Roxy, Leonie, Flocke und Dougi) am Wochenende aus der „für uns“ zu kleinen Transportbox (mit Balkon!) in den Laufstall übersiedeln. Da die Transportbox auch „grundgereinigt“ werden musste, dachten „wir“, super Zeitpunkt. Nur hatten wir die Rechnung ohne die Hörnchen gemacht. Die Hörnchen im Badezimmer aus der Transportbox „rausgeschmissen“ waren sie sehr, sehr weit davon entfernt das Badezimmer zu erkunden. Nein, entweder man strebte direkt wieder in die Transportbox oder kletterte auf der Reinigungskraft herum und behinderte die Arbeiten. Auch mehrmaliges „Aussetzen“ auf den Badezimmerboden ergab das gleiche Bild. Da müssen wir natürlich nicht lange überlegen. Die Vier sind noch nicht „reif“ für den Laufstall, sie brauchen „ihre“ Transportbox, wenn auch mit Balkon, an dem sie schon klettern üben können. Im Gegenteil, sie haben eine -wie auch immer geartete- „Angst“ davor, so dass ihnen der Mensch dann näher steht. Heißt wie immer für uns: wir können planen, aber die Hörnchen geben den Takt und das weitere Vorgehen an. Es tut gut, wenn die Hörnchen das so offensichtlich zeigen wie heute abend. Die Verständigung funktioniert weder über Sprache noch über Handzeichen, wir können nur versuchen, ihr Verhalten so gut es geht zu „deuten“, aber das war heute abend „eindeutig“. Die Transportbox ist grundgereinigt, in ein paar Tagen versuchen wir es wieder. Sie bekommen alle Zeit, die sie benötigen, sie sollen in Sicherheit und nicht in Angst aufwachsen.

Bilder? Fehlanzeige. Wenn ein Hörnchen (Dougi) im Nacken liegt, Leonie und Flocke jeweils auf den Unterarmen und Roxy auf dem Oberschenkel, keine Chance für Bilder. Aber, es war uns wichtig dieses Erlebnis mit Euch zu teilen!

23.06.2022

Diverse Krisen überwunden!

Seit dem letzten Samstag sind zwei weitere Hörnchen hier gestrandet, die aber morgen in Richtung Pflegestelle Dortmund das Haus wieder verlassen. Zwei sind angekommen, die wir leider nicht mehr retten konnten. So ein kleines Eichhörnchen gestern aus Unna-Massen, es war schon sehr kalt und blass, auch wenn wir es nur noch Minuten „lebend“ erleben durften, so tut es dennoch weh, nichts mehr für das Hörnchen tun zu können. Die Finder wurden gebeten, nach weiteren Findlingen Ausschau zu halten. Auch heute kamen wieder einige Notrufe rein, die wir zum Teil an andere -näher liegende – Pflegestellen verwiesen haben, z.T. wurde eine Rückführung versucht, deren Ergebnis wir noch nicht haben.

Unsere Wohnzimmerbesatzung (Maxi’s) gestaltet sich aufregend agil, sogar Fridolin mischt jetzt mehr mit und er kann fauchen, wie ein Löwe. Wir haben ein Video, bei dem wir gar nicht wissen, warum er faucht (wird demnächst veröffentlicht, wir kommen wie immer nicht hinterher). Andere Hörnchen waren nicht in der Nähe. Vielleicht faucht er, weil die Nuss ihre Frucht nicht hergeben will? Einfach nur herrlich und es sind die Momente, die uns ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern. Dass Fridolin immer agiler wird, freut uns natürlich sehr. Er muss für sich (mit seiner Wasserlunge) entscheiden, wann er Pause braucht und wann er toben kann. Wir denken, unsere Wildtiere wissen besser als wir Zweibeiner, was und wie viel für sie gut ist.

Die Wunden (gezogene Nähte) von Roxy verheilen gut, sind unter ihrem wachsenden Fell fast nicht mehr zu sehen. Die gesamte Miditruppe (Roxy, Flocke, Leonie und Dougi) sitzt aktuell noch in der Transportbox, dürfen aber am Wochenende in den Laufstall umziehen, sie müssen so langsam ihre Kletterkünste trainieren. Das Zimmer, in dem sie residieren werden, ist noch unklar. Wir haben mehrere zur Auswahl, aber wir möchten ja auch noch das ein oder andere Zimmer ohne Hörnchen belegen. Leonies Blasenentzündnung ist zwar geheilt, dafür gibt es von den homöopathischen Mitteln ein bisschen Durchfall, aber das sollten wir binnen 48 Stunden im Griff haben. Flocke ist total problemlos, ein ganz liebes, ruhiges Hörnchen. Roxy ist ein kleiner Draufgänger und Dougi hat immer noch nicht die Augen auf (wir haben schon die Befürchtung, dass er uns gar nicht sehen will). Für uns ist es nach wie vor -auch nach 4-5 Jahren – immer spannend, die Charaktere der Hörnchen zu „erleben“. Und ja, sie sind nicht alle gleich, auf keinen Fall. Es gibt „zurückhaltend,vorsichtig“, „draufgängerisch“, „lieb-kuschelig“ usw., usw. Das zu erkennen und dann entsprechend die Hörnchen zu „behandeln“, ihnen einen „schöne“ Kindheit zu geben, obwohl sie Mama und meist auch Geschwister verloren haben, ist unser Ziel. Es gibt auch „unbequeme“ Hörnchen, aber da müssen wir dann „nachhelfen“, wir versuchen ihnen das Vertrauen zu geben, dass hier ihre Grundbedürfnisse befriedigt werden. Aktuell ist nicht ein Hörnchen dabei, das nicht gerne mit uns kuschelt. Man darf auch mal Glück haben und wir genießen es!

Unsere Mini’s Hörnchen, Croissant, Brioche und Quarki sind auch noch alle beisammen. Brioche nimmt ganz, ganz langsam zu, trinkt jetzt besser, lässt aber auch mal gerne eine Fütterung aus, geht eigentlich gar nicht.

Lino und Lina sind nach wie vor fit unterwegs, manchmal kommen sie noch kuscheln und toben auf uns herum, manchmal kommen sie kaum aus dem Kobel um uns zu begrüßen. Da sind sie wieder, unsere Charaktere mit ihrem eigenen Willen und Launen.

So langsam brauchen wir auch einen weiteren „Umzugsplan“. Wir gehen davon aus, dass Lino und Lina in der nächsten Woche in die Freiheit entlassen werden. Dann würden -voraussichtlich- Fee, Lilly und Lotta den Weg ins Auswilderungsgehege nehmen. Amelie, Fridolin und Sammy würden noch 2-3 Wochen im Wohnzimmer bleiben, bekommen dann aber Zuwachs mit Roxy, Flocke, Leonie und Dougi, der allerdings noch die Augen zu hat. Also, alles in Ruhe geplant, wir müssen immer schauen, dass wir die Hörnchen weder über- noch unterfordern.

20.06.2022 – Update

Kleines Update zum TA-Besuch heute:
Fridolin wurde noch mal bezüglich Wasser in der Lunge untersucht, es ist noch was „drin“, deshalb wird er sich auch noch schonen, wir müssen „auf Zeit“ spielen. Medikamente können wir weiter nicht mehr geben, das ist sonst schädlich für den kleinen Eichkater. Da er ab und zu tobt, sich aber dann recht schnell auch zurückzieht, hoffen wir, dass er selbst am Besten weiß, was und vor allem „wie viel“ Toben für ihn gut ist.

Bei Roxy sollten die Fäden gezogen werden. Leider fanden wir die Fäden und auch das Geschwulst nicht. Tja, falsches Hörnchen mitgenommen!!! Also wieder zurück, Leonie aus der Box, Roxy in die Box und wieder zur TA (sind aber nur 5 km zu fahren). Roxy tat uns beiden leid, sie hat gequiekt, gejammert und „tierisch“ Angst gehabt, weil sie ja nicht wusste, was passiert. Fäden alle gezogen, die Geschwulst ist ein Überstand von der Naht und wird irgendwann hoffentlich abfallen. Dass sie bis heute ein bisschen „unrund“ gelaufen ist, hängt damit zusammen, dass sie vor 10 Tagen, als sie genäht wurde, nur die Hälfte an Gewicht hatte wie heute. Die Nähte müssen „geziept“ haben und dass sie dann bestimmte Bewegungen vermeidet, ist völlig verständlich. Die nächsten Tage werden es zeigen. Ich glaube, sie war sehr erleichtert, als wir sie wieder bei Leonie, Dougi und Flocke in die Transportbox gesetzt haben. Sie hat sich sofort dazugekuschelt.

Für uns, erst mal keine Katastrophen, wir hatten schon böse Befürchtungen!