04.05.2026 (Teil 2)

Am Samstag kamen noch 2 Notfälle, leider konnte ich beiden nicht mehr helfen, sie verstarben in der Nacht. Sind beide hier begraben, „Rocket“ und „Ahli“, die Finder sind bei Ahli sogar aus Ahlen nachts noch hierher gefahren, leider kam bei beiden die Hilfe zu spät. Vielen Dank an die ‚Finder:innen für die Unterstützung!

Dann haben unsere Vereinsmitglieder aus Dortmund noch im Rombergpark ein schwaches Jungtier entdeckt, konnten es leider aber nicht einfangen. Habe ich dann am Sonntag versucht, habe es aber nicht gesehen. Das Treiben im Rombergpark ist aber schon „sehenswert“!

Am 02.05. wieder ein Anruf aus der „Lorzingstraße“ hier in Unna, der Kleine ist in einem Regenfallrohr abgestürzt. Regenfallrohr ist in sofern immer doof, dass Eichhörnchen in den Röhren keine Chance haben sich so zu drehen, dass sie auf den Pfoten landen. Der kleine „Zappel“, ca. 7-8 Wochen, ist komplett auf die Nase gefallen und und hat sich ein SHT zugezogen (SHT=Schädel-Hirn-Trauma), sprich, der dreht sich im Kreis, wie ein Kreisel. So, und da sind wir dann auch mal wieder bei so einer Sache. Den zu versorgen ist echt schwierig: füttern ist fast gar nicht möglich und Zappel bräuchte gerne ein paar mehr Gramm auf den Rippen, also muss ich ihm zumindest Flüssigkeit ins Fell spritzen. Da bräuchte man 4 Hände, festhalten und spritzen, mit 2 Händen fast unmöglich, aber da muss ich mir jetzt mit Tricks helfen, geht, aber nicht schön. Zappel ist aktuell in einer Minibox untergebracht, er soll und darf sich möglichst nicht bewegen, das Gehirn muss zur Ruhe kommen, für mich gruselig anzusehen, aber es ist seine einzige Chance! Er steht bei Lina in der Quarantänestation, der ruhigste Bereich, aber auch da in der kleinen Box, obwohl mit einem dunklen Handtuch abgedeckt, er dreht und dreht sich. Der Kopf muss zur Ruhe kommen, vorher habe ich keine Chance. Wir hatten schon mehrere dieser Hörnchen Triesel, meine geliebte Lilly usw., das dauert … Sorge bereitet mir sein Gewicht, er ist zu dürre, wie alle Hörnchen.

Dann kam heute noch überraschend Robby. Ich wohne im Föhrenweg, Robby kam aus dem Föhrenweg, allerdings Straßenseite Kirschbaumallee. Patricia hatte mit ihrem Hund den Kleinen gesehen, Peter war sofort auch zur Stelle und ein mir nicht bekannter Nachbar machte den Kleinen im Garagehof dann ausfindig. Was soll ich sagen, auf die Nase gefallen, Microhörnchen (6 Wochen, 54 g, klapperdürr). Wir haben eine Idee, wo der Kobel ist (Spechthöhle in einer Birke) und werden das beobachten, ob da noch mehr rumflitzen. Rückführung bei der blutigen Nase brauchen wir gar nicht versuchen. Herzlich willkommen Robby ….

Über alle anderen Hörnies in der Station berichte ich morgen (wenn ich diese elendigen Probleme mit dem neuen WordPress-Update auf die Reihe bekomme, 1.500 Bilder auf der Kamera, die wollen aber nicht rüberwandern usw., usw.), die nächsten Fütterungen stehen an, die Hackschnitzellieferung ging heute leider schief, ist jetzt für morgen anvisiert. Morgen um 5 Uhr geht es via Wildwald, schauen, was die Auswilderer machen. Und ich bleibe bei allem gaaaannnnzzz ruhig …. Keep Calm!!!

Aber, an alle Finder:innen: es geht allen gut! Mehr morgen!