14.05.2026
… kurz vor dem „Auszug“ …
2 Sachen, die gestern mal „so eben“ passierten:
Noch vor Dienstbeginn ein Anruf, aus einer Kita in Lünen, da soll ein ehemaliges Spechtloch zugemacht werden, in dem sich „danach“ ein Eichhörnchen eingenistet hat und das offensichtlich jeden Tag da ein und aus geht. Nachwuchs? Nicht erkennbar, in 5 Meter Höhe. Gemeldet als Gebäudeschaden, korrekt, ist der Mieter verpflichtet dazu! Die erste Metallplatte wurde von der Stadt (Gebäudeeigentümer) an die Holzkonstruktion geklebt und fiel wieder ab, Gott sei Dank!. Also wir (Pflegestelle Flo in Lünen-Brambauer auch befragt) interveniert: Ordnungsamt, Veterinäramt, Untere Naturschutzbehörde etc… und argumentiert, es gibt nun mal § 17 TSchutzG (NRW 50.000€ einen Kobel von Eichhörnchen zu zerstören). Irgendwann nachmittags der „erlösende“ Anruf. Loch bleibt bis Oktober auf und wird erst dann verschlossen. Danke an alle Beteiligten!
Lina hat sich in den 2. Kobel in der Quarantänestation begeben und ging nicht mehr zurück zu den Kleinen. Ist sie schon in den 2. größeren Kobel umgezogen? Sie darf sie doch nicht verhungern lassen! Da schrillten in der Mittagspause die Alarmglocken. Ok, hilft nichts, kontrollieren…. Lina im 2. größeren Kobel, ich hole mir den kleineren Kobel (Geburtskobel) raus. Alle 3 lebendig, ganz kurzes Foto, wie sie gewachsen sind und sehen richtig gut aus.

Ganz schnell wieder zurück. Dauervideoüberwachung mit Aufnahme (meine Festplatte ächzt bei den Datenmengen) und siehe da, wenige Stunden später geht sie wieder zurück zu ihren Kindern. Ufzh…. Lina, du bist klasse!!! Jedes Mal bevor ich das Badezimmer betrete, schaue ich auf die Webcam. Wenn Lina draußen ist, am fressen oder trinken, ist das absolute Tabuzone! Ich glaube, das ist eine gute Strategie. Maximales „in Ruhe lassen“!

Dann noch ein großes Dankeschön an Sebastian für die Lieferung der Seegraskobel, 2 wandern heute gleich mit nach Husen, mit hoffentlich den richtigen Hörnchen. So, jetzt heißt es Transportboxen richten und sie davon überzeugen da rein zu gehen …
Und noch eine kurze Meldung: Blonko, die Backe ist jetzt richtig dick und wandert zum Kinn, sprich, der Abszess reift, die neuen ABs scheinen besser zu wirken. Jetzt kann ich nur hoffen, dass er sich das selbst „aufkratzt“, wie in der Natur, dann muss ich/wir nicht mehr eingreifen. Sobald ich das sehe kommt Manukasalbe darauf, dann ist vielleicht alles durch. Armer Blonko, sehr tapfer und der Kampf morgens um 5 Uhr mit den Medies ist für uns beide Stress pur, aber hilft nix, du sollst und willst in die Freiheit.
Und, wie ich das schreibe, kommt gerade Lina aus dem Geburtskobel, frisst, trinkt … braves Mädchen! Bitte, bitte, mach weiter!!!
12.05.2026
... und weiter …. ein bisschen durcheinander
Blonko: leider wird seine eitrige Backe nicht besser, er selbst ist von mir schon so „angep…“ und pfeift mich regelrecht aus! Fotos unmöglich. Ich konnte für meine TA wenigstens ein Video drehen, dass sie sich die Backe ansehen konnte, jeder Transport zu ihr ist unheimlicher Stress für ihn, das wollen wir in der aktuellen Situation vermeiden. Wir wechseln das AB und warten, ob es eine Besserung gibt. Offensichtlich hat sich ein Teil des Abszesses verkapselt, d.h. den würden wir dann nur mit OP aufbekommen. Das Problem: diese „durchgeknallte Knalltüte“ schlafen zu legen wird spannend, vor allem so lange, dass wir mit aufschnippeln, durchspülen, Wunde versorgen … fertig sind…. Deshalb, ABWechsel in der Hoffnung, dass das Wirkung zeigt.
Robby, zusammen mit Mike, macht sich langsam, ganz langsam. Kot untersucht, nix drin, er ist halt einfach klein. Immerhin Robby bei 72g, Mike bei 86 g … es geht gaaaannnnzz langsam aufwärts.



Lina: ihr Nachwuchs wird am Donnerstag 3 Wochen alt. Aktuell frisst sie sehr gut, also muss ich davon ausgehen, dass der Nachwuchs auch ordentlich versorgt ist. Manchmal liegt sie mit dem „Schwanz nach draußen“ im Kobel. Wird der Kobel zu eng? Der 2. Kobel ist größer, dann müsste sie nur umziehen. Abwarten, mehr kann ich nicht tun. Frischfutter mag sie gar nicht …
Holly, Fluffy und Sofie (Mrs. Sofie auch genannt)
sitzen oben noch im Laufstall, warten auf den Auszug im Wohnzimmer. Moment, da war was heute: Irgendwann hörte im Dienst „komische“ Geräusche … um 16.30 Uhr gehe ich in den ehemals, derzeit nicht genutzten Sportraum, hopst Holly außerhalb des Laufstalls. Wie auch immer sie wieder rausgekommen ist, sie war draußen und hat mal ordentlich Unrat verteilt. Einfangen? Also mit Hektik gar nicht, da braucht man viel Geduld. Kescher aus dem Keller, Leckerlie da rein und gewartet…. als sie drin war, durfte sie direkt ins Wohnzimmer umziehen, Fluffy und Mrs Sofie werden am Donnerstag folgen. Und da sind wir schon beim Wohnzimmer:
Die stellen die Bude auf den Kopf, egal, fitte Eichies, hier gibt es einfach nur eine Bildershow:




































Für einen Teil von ihnen heißt es am Donnerstag „Auszug“, wie ich das gestemmt bekomme, wer geht, wer nach Husen und wer noch in den Wildwald geht, entscheide ich am Donnerstag. Morgen ist erst mal ein „letzter“ Tag im Kindergarten Föhrenweg!
Und da sind wir in den Auswilderungsgehegen: in Husen sind ja die Hackschnitzel von Heiko & Susanne verteilt worden. Den Rest haben wir dann in den Wildwald transportiert. Dank des Supports von Anneli und dem Wildwaldteam, musste ich nicht vom Parkplatz schleppen, denn sie haben es mit ihren „Wägelchen“ nach hinten gebracht. Vielen Dank dafür. Alles neu eingestreut. Amy, Fridolin und Frodo fanden das nicht so toll, dass ich da „rumgewerkelt“ habe, verzogen sich aber recht schnell in ihre Kobel, dann war alles gut …



Und auch Lina hat einen Schwung in der Quarantänestation abbekommen:

Bamboo & Simba werden mit dem Auszug von Fluffy und Mrs. Sofie in den großen Laufstall wechseln. Aktuell sieht alles sehr gut aus, aber durch die Kryptos braucht es hier eine strengere „Überwachnung“. Bilder dann erst aus dem großen Laufstall.
Und wenn man denkt, so ein Blog ist ja mal eben geschrieben, nein leider nicht: ich hatte über 800 Bilder auf der Kamera, dazu noch die Bilder/Videos auf dem Handy. Muss alles aussortiert, gesichtet, umbenannt und mit Wasserzeichen versehen werden. Die Software, die ich habe, ist eigentlich gut, aber ich glaube, bei den Mengen kommt sie langsam an ihre Grenzen, zumindest die Freewareversion. Ab und zu fliegt dann mal das Handy und die Funkmaus durch das Zimmer – aber immer in Richtung der Stoffhörnchen, passiert also nix!
Nächster Blog erst am Wochenende!
10.05.2026
... an der Grenze …
heute kamen 4 Eichies hier in die Station, 2 mit Schnappatmung, 2, deren Rettung „augenscheinlich“ noch möglich war. Bei Schnappatmung/Maulatmung, können wir quasi nichts mehr tun, sie sind schon über der Regenbogenbrücke, sie bekommen eine ruhige Box, ggfs. Schmerzmittel und dürfen gehen.
Sammy ging schon innerhalb einer Stunde, erst unauffällig, dann Schnappatmung, übervoll mit Zecken und Milben. Trotz Erstversorgung und Zeckenmittel, da waren die Blutsauger schneller als ich.
Dann Hope, ist blöderweise in ein Katzengehege „eingebrochen“ und wurde gepackt. Eine tiefe Wunde, rechte Vorderpfote nicht benutzbar, ansonsten sah er gut aus. Blutung gestillt, alles ausgespült und eine Erstversorgung durchgeführt. Den geplanten Käfig für ihn habe ich „links liegen gelassen“, denn es war klar, dass er die Pfote erst mal nicht nutzen soll/kann. Die Katze hat direkt in die Vorderpfote/Gelenk reingehauen.
Nächste Fütterung, (obwohl er auf einem Wärmepad lag), „eiskalt“. Pflegehörnchen, oder überhaupt Hörnchen, müssen sich immer „wärmer“ auf unserer Hand anfühlen. Wenn ich jetzt schreibe „eiskalt“ bedeutet das, kälter als meine Hand. Also, ab in den Keller, Inkubator hoch und Hope rein. Bei der nächsten Fütterung …. Hope immer noch kalt, trotz Inkubator…. versucht in ein bisschen warmzurubbeln, Kreislauf in Schwung zu bekommen, er verstarb 20 Minuten später in meiner Hand…






Ich versucht „runterzukommen“ … und meine liebe Kollegin Flo angerufen, noch völlig aufgelöst von dem Tag… und während wir telefonieren, verliert sie selbst ein Eichhörnchen !!! … Krämpfe und Regenbogenbrücke, Shari hatte sich wärend des Telefonats um das Hörnchen gekümmert.
Klar, wir wissen alle, dass wir nicht alle Eichhörnchen retten können, auch so sehr wie wir es uns wünschen! Aber, bei 4 Eichhörnchen, die ich jetzt alle begraben werde, fragt man sich „Habe ich eigentlich genug Ahnung? Habe ich was falsch gemacht? Was habe ich nicht gesehen?“ Die Selbstzweifel sind in dem Moment das Schlimmste! Klar, sie sind richtig und notwendig, denn wir müssen unsere Fachkompetenz immer wieder überprüfen. Qualifizierte Wildtierschulungen gibt es leider nicht viele, da ist viel Eigenstudium auch gefragt… ich wüsste nicht, wo ich hier bei der Erst-/Notfallversorgung einen Fehler gemacht haben könnte.
Flo sagte einfach nur: „Schau mal in dein Wohnzimmer, 10 super fitte Eichhörnchen“! Und ja, da sind sie und gehen bald nach Husen … 10 Gerettete…. ein Tropfen auf dem berühmten heißen Stein! Aber es zeigt, wie auf meiner Seite „Pflegestelle“ erläutert, Resilienz gehört verdammt noch mal dazu!
Danke Dir Flo!
09.05.025
… mir fällt keine Überschrift für das Chaos ein …
Gestern kamm noch Mia zu mir, Jungtier, aber der Schwanz schon schön aufgepuschelt. Wurde mir von Kristin gebracht, sie waren vorher sogar noch bei der TA Praxis Hohmann in Menden. Es wurden Kokzidien festgestellt, ansonsten war Mia aber auch schon sehr schwach, vielmehr als ich sie in ihre Quarantänestation umgestetzt hatte. Sie verstarb leider in der Nacht. Kokzidien sind häufig eine Sekundärinfektion, die vor allem auch durch Stress ausgelöst wird. Auch z.B. wenn man Eichies von „zu Hause“ in die „Auswilderungsvolieren“ bringt, das bedeutet ja wie für uns ein „Umzug“, und ich glaube wir wissen alle, was das für ein Stress sein kann und die Hörnies müssen keinen Hausrat und Möbel schleppen. Mia musste also auch noch eine andere Erkrankung gehabt haben, oder die Kokzidien hatten sich schon in der Leber angesiedelt. Schade um Mia, sie war eine wunderschöne Eichkatze, aber da muss noch mehr als die Kokzidien gewesen sein. Mach es gut Kleine, und habe immer eine Nuss zu viel. Grüße die anderen da oben! Und ein großes Dankeschön an Kristin, die mir mit ihrem Gatten die kleine Maus gebracht hat!


Akion „Hackschnitzel“ … Dank Claudis Hilfe haben wir die Hackschnitzel vom Gehege in Husen in mein Auto bzw. die „Luxusgarage“ abtransportiert. Die müssen jetzt „nur noch“ in den Wildwald Vosswinkel wandern. Anneli vom Wildwald hat schon signalisiert, dass sie helfen können, da es vom Parkplatz bis zum Gehege doch eine Strecke zu laufen ist. Schauen wir mal, da bin ich aber dran… dann müssen auch noch die Paletten und BigPacks zurück zu Scheipers Mühle!

Der positive Effekt: in der Garage und im Auto riecht es richtig schön nach „Wald“!!!
Heute morgen natürlich auch wieder Frodo, Amy und Fridolin besucht. Bilder, unmöglich, das Video, total chaotisch, weil die nur noch vor mir wegrennen, eindeutig nicht menschlich „fehlgeprägt“! Voraussichtliche Auswilderung am nächsten Wochenende, je nach Wetterlage. Daneben natürlich noch die Futterstationen aufgefüllt, Schleuse aufgeräumt usw…



Wie geht es in Husen weiter? Ich liefere heute noch neue Kobel, die Alten nehme ich mit zum reinigen und desinfizieren. Seile & Futter liefere ich heute auch noch an und dann kann es da losgehen. Mindestens 5 Hörnies sollten das Wohnzimmer verlassen und machen Platz für die Nächsten.
Und in der Station:
Leider Sorgenkinder Blonko und Robby …
Blonko, trotz Medigabe bleibt die Backe noch „geschwollen“; sprich, der Eiter läuft nicht richtig ab. Ich muss ja jetzt eh bis Montag warten und beobachte das, evtl. muss doch noch eine „OP“ das Ganze richten, abwarten.
Robby, das kleine Microhörnchen, das bei seinem Bruder Mike sitzt, kommt irgendwie nicht vorwärts. Das Gewicht steigt zwar, aber nur sehr, sehr langsam. Ich habe deshalb eben um 9 Uhr seine Milchzusammensetzung „geändert“, die hat er sehr gerne getrunken. Insgesamt ist er aber nach wie vor von der Körpertemperatur zu kalt. Deshalb hat die Box jetzt eine Wärmeplatte darunter und steht teilweise in der Sonne, dort sitzt er auch gerne. Die Augen sind „glasig“ und nicht klar. Da brütet was. Wenn die Baumaffen mir doch mitteilen könnten, was ihnen fehlt, das würde es sehr viel einfacher machen.
Beide brauchen gedrückte Daumen.
Dem Rest hier geht es gut. Es ist Wochenende und dann habe ich Zeit auch mal wieder Bilder zu machen.
Ach, jetzt hätte ich fast Lina vergessen. Lina sehe ich normalerweise auf der WebCam, mit Ausnahme der letzten 48 Stunden. Die Kleinen habe ich auch nicht gehört, der Futternapf nur mäsig abgefressen. Hm, also eben auch die berühmte „Reissleine“ gezogen, nachschauen, nicht dass alle nicht mehr leben! Lina flitzte sofort aus dem Kobel, Kobel kurz aufgemacht, es sind definitiv 3 und wie sie gewachsen sind! Ein einziges Foto und dann Deckel wieder zu!!! Unscharf, kaum zu erkennen, aber ich will Lina nicht stören, ich musste jetzt einfach wissen, ob die Familienbande noch lebt! Das tut sie, jetzt gibt es wieder absolute Ruhe und …. gleich bekommt Lina noch Hackschnitzel in ihre Station, dann riecht es auch im Bad nach „Wald“, frische Tannenzweige kommen dann auch noch rein.

Aber jetzt, ab an die Arbeit!
07.05.2026
… zu viel zu berichten ….
Als Erstes möchte ich von Quiara berichten. „Quiara“ ist ein ELO wie „Dickel“ und lebte mit Wenke bei Ilona & Wolfgang (Mitglieder im Verein Aktion Eichhörnchen), gut behütet, betütelt, einfach nur ein schönes Umfeld. Die Beiden haben uns damals zu „Dickel“ verholfen … Quiara leidete an der sog. Kupferspeicherkrankheit und wurde jetzt 9 Jahre. Die Krankheit war wahrscheinlich nicht die ursächliche Todesursache, aber ein geschwächter Körper zieht alles Mögliche nach. Ilona und Wolfgang mussten sie letzte Woche Mittwoch gehen lassen. Was für ein schlimmer Schritt und was für ein Ärztehopping, das sie und Quiara in den Tagen davor durchgemacht haben, immer zwischen „Hoffen & Bangen“. Es ist leider vorbei und ich danke Ilona, dass sie mich heute persönlich informiert hat. Es tut mir sehr leid. Hier meine Lieblingsbilder von Quiara


Jetzt zu den Hörnchennachrichten, die sich hier wahrlich „stapeln“:
Den 3 Auswilderern im Wildwald Vosswinkel (Amy, Fridolin, Frodo) geht es gut, ich habe sie heute in der Mittagspause besucht, das Buffet ist geplündert, also alles nachgefüllt, Frodo war sogar in der Mittagspause aktiv und rapste durch das Gehege. Bilder, sorry, hatte die Kamera vergessen … hole ich am Wochenende nach, muss am Wochenende öfters in den Wildwald, aber dazu später!
Vor ein paar Tagen hatte ich ja noch geschrieben, dass ich nicht verstehe, warum in den Welpenlaufställen die Zipper der Reissverschlüsse sowohl von innen als auch von außen angebracht sind. Gestern habe ich es verstanden! In meiner aktuellen 3erMädels-Gruppe (Holly, Fluffy und Sofie) ist Holly, will eigentlich keine Milch mehr (nicht schlimm), muss aber noch „Pipi gemacht kriegen“, kann sie nicht alleine. Die Dame ist nicht sehr zugänglich. Also nur eine Chance, ich rein in den 1,5m Laufstall, Zipper von innen zu und die Dame in die Hände kriegen. Klappt! Also dafür sind die Zipper von innen!!! Und Videos, nein, das wäre zu peinlich, aber bestimmt lustig!



Blonko ist und bleibt leider ein kleines Sorgenkind. Ich war am Mittwoch noch mal mit ihm bei der TA, aber auch, weil seine Backe anschwillt. Er hat einen Abszess, der aber „inwändig“ schon abläuft. Er braucht 10 Tage Antibiotika und Medies, damit der Eiter besser abläuft. Kauen ist im Moment für ihn wahrscheinlich nicht so toll, aber ein Butterkeks geht immer. Er ist von Holly, Fluffy und Sofie deshalb aktuell getrennt, bis wir mit der Behandlung durch sind. Sollte die Backe nicht komplett abschwellen, muss er sediert werden und die Backe, oder vielmehr der Abszess von außen geöffnet werden. Kenne ich schon, Alexa war 2018 die erste, die durch diese Tortour musste, aber sie war später auch wildbahnfähig. Seine unteren Schneidezähne sehen besser aus, auch wenn einer wieder „abgebrochen“ ist, aber sie stehen schon „fast“ nebeneinander. Leider ist er auch ein ganz zappeliger, eben ist er mir mal wieder durchgegangen und bei den Degus „eingebrochen“, da konnte ich ihn relativ schnell wieder einfangen.

Neuzugänge:
„Zappel“, das Hörnchen aus der Regenrinnenröhre mit dem SHT, hat es leider nicht geschafft. Trotz spritzen, füttern wollte er nie trinken bzw. abschlucken, wurde immer schwächer und ist dann eingeschlafen und über der Regenbogenbrücke. Ich vermute, da war mehr „kaputt“ als ich gesehen habe, bei Tieren können wir nur „symptomatisch“ arbeiten, sie können uns nun mal nicht erzählen wo es „zwickt“ oder was „weh tut“. Mach’s gut mein Kleiner, du hattest so wunderschöne Ohrpüschel, die hätte ich gerne lebend irgendwo in einem Auswilderungsgehege gesehen. Hat leider nicht geklappt!

Neuzugang„Nussi“, leider auch kein „leichter“ Kandidat: Zecken, Flöhe und vor allem Milben, ganz kritisch, Pfotenballen schon weiß, hat die Nacht nicht überstanden, obwohl ich ihn noch gespritzt habe. So langsam gehen mir die Kanülen aus, aber Ersatz ist jederzeit in der Apotheke beschaffbar, Logistik „on demand“. Vielen Dank an die Finder, die den weiten Weg auf sich genommen haben und vor allem auch für die Spende!!!

Und der nächste Neuzugang „Mike“ aus dem Föhrenweg, sprich aus meiner Straße! Bruder zu Robby. Auch er Microhörnchen, immerhin 10g schwerer als sein Bruder. Trinkt auch sofort super gut. Ich habe mir noch mal den „vermutlichen“ Baum angesehen, in dem der Kobel sein sollte. Spechtloch. Wie da eine trächtige oder erwachsene Eichhörnchenmama rein- und rauskommen soll, ist mir völlig schleierhaft. Der Ort ist nur eine Vermutung. Aber, Robby hat seinen Bruder Mike …. und das zählt!



Und der Rest?
Bamboo und Simba im Laufstall, wollen auch keine Milch mehr …. extreme Selbstversorger, wollen nichts mehr von mir wissen und meckern mich an/aus, wenn ich sie in die Parkgarage setzen muss, weil das Gehege eine Reinigung braucht!
Das Wohnzimmer? Ein einziges Chaos …. da habe ich noch die meisten Bilder …. alle topfit. Sobald Husen „steht“, gehen die Ersten nach Husen (Jaan, Inge, Don, Nepp, Schnuffel). Sie einfangen … wird lustig … also 5 aus 10 …(Fips, Speedy, Fritz, Frieda, Freddy bleiben noch). Entweder ganz viel Geduld, unendlich Leckerlies oder ich muss „nachts“ zuschlagen oder vielmehr „zugreifen“. Ich werde berichten! Aber wie gesagt, allen geht es super!



























Was ist mit Lina? Lina hat jetzt einen 2. Kobel in die Quarantänestation bekommen. Seit heute müssten die Kleinen 2 Wochen alt sein. Wie viele? Mindestens 3, könnten auch mehr sein. Sie selbst frisst sehr gut, ab und zu höre ich die Kleinen. Eichhörnchenmamas ziehen nach einer gewissen Zeit aus dem Geburtskobel in einen anderen Kobel, weil der Geburtskobel nicht mehr „sauber“ genug ist. Deshalb hat sie jetzt einen 2. Kobel.

Ich muss abwarten. Ich habe keine Bilder, ich störe sie nicht. Sie bekommt täglich frisches Futter und Wasser, mehr kann ich aktuell nicht für sie tun. Absolute Ruhe, Tür immer zu, Überwachung nur per WebCam.
Und sonst … Hackschnitzel nach Dortmund-Husen geliefert und Heiko und Susanne haben schon verteilt. Ein Teil blieb übrig, der soll in den Wiwa, Anhänger leihen? Keine Chance, nicht kurzfristig, also hole ich/wir (Claudi) das „portionsweise“ am Wochenende ab, nehmen dann auch noch die 2 Holzpaletten mit, lagere in der Garage (was ich nicht darf, weiß ich) und dann gesammelt in den Wildwald bzw. zurück zu Scheipers Mühle in Dortmund. Danke wieder an Heiko & Susanne …



Und, mal auch so nebenbei:
Heute kam das Ergebnis: der bei mir gestrandete Feldhase hat keine Tularämie, also auch da alles im grünen Bereich:

Unsere Vereinsbuchführung geht voran. Claudi hat jetzt ihre eigene Bankkarte, d.h. ich schubse die Belege nur noch zu ihr rüber und sie macht den Rest. Eine „Zeiterleichterung“, und so nebenbei steht dann von ihr was vor der Tür! Danke Dir!!!!
04.05.2026 (Teil 2)
Am Samstag kamen noch 2 Notfälle, leider konnte ich beiden nicht mehr helfen, sie verstarben in der Nacht. Sind beide hier begraben, „Rocket“ und „Ahli“, die Finder sind bei Ahli sogar aus Ahlen nachts noch hierher gefahren, leider kam bei beiden die Hilfe zu spät. Vielen Dank an die ‚Finder:innen für die Unterstützung!
Dann haben unsere Vereinsmitglieder aus Dortmund noch im Rombergpark ein schwaches Jungtier entdeckt, konnten es leider aber nicht einfangen. Habe ich dann am Sonntag versucht, habe es aber nicht gesehen. Das Treiben im Rombergpark ist aber schon „sehenswert“!
Am 02.05. wieder ein Anruf aus der „Lorzingstraße“ hier in Unna, der Kleine ist in einem Regenfallrohr abgestürzt. Regenfallrohr ist in sofern immer doof, dass Eichhörnchen in den Röhren keine Chance haben sich so zu drehen, dass sie auf den Pfoten landen. Der kleine „Zappel“, ca. 7-8 Wochen, ist komplett auf die Nase gefallen und und hat sich ein SHT zugezogen (SHT=Schädel-Hirn-Trauma), sprich, der dreht sich im Kreis, wie ein Kreisel. So, und da sind wir dann auch mal wieder bei so einer Sache. Den zu versorgen ist echt schwierig: füttern ist fast gar nicht möglich und Zappel bräuchte gerne ein paar mehr Gramm auf den Rippen, also muss ich ihm zumindest Flüssigkeit ins Fell spritzen. Da bräuchte man 4 Hände, festhalten und spritzen, mit 2 Händen fast unmöglich, aber da muss ich mir jetzt mit Tricks helfen, geht, aber nicht schön. Zappel ist aktuell in einer Minibox untergebracht, er soll und darf sich möglichst nicht bewegen, das Gehirn muss zur Ruhe kommen, für mich gruselig anzusehen, aber es ist seine einzige Chance! Er steht bei Lina in der Quarantänestation, der ruhigste Bereich, aber auch da in der kleinen Box, obwohl mit einem dunklen Handtuch abgedeckt, er dreht und dreht sich. Der Kopf muss zur Ruhe kommen, vorher habe ich keine Chance. Wir hatten schon mehrere dieser Hörnchen Triesel, meine geliebte Lilly usw., das dauert … Sorge bereitet mir sein Gewicht, er ist zu dürre, wie alle Hörnchen.


Dann kam heute noch überraschend Robby. Ich wohne im Föhrenweg, Robby kam aus dem Föhrenweg, allerdings Straßenseite Kirschbaumallee. Patricia hatte mit ihrem Hund den Kleinen gesehen, Peter war sofort auch zur Stelle und ein mir nicht bekannter Nachbar machte den Kleinen im Garagehof dann ausfindig. Was soll ich sagen, auf die Nase gefallen, Microhörnchen (6 Wochen, 54 g, klapperdürr). Wir haben eine Idee, wo der Kobel ist (Spechthöhle in einer Birke) und werden das beobachten, ob da noch mehr rumflitzen. Rückführung bei der blutigen Nase brauchen wir gar nicht versuchen. Herzlich willkommen Robby ….

Über alle anderen Hörnies in der Station berichte ich morgen (wenn ich diese elendigen Probleme mit dem neuen WordPress-Update auf die Reihe bekomme, 1.500 Bilder auf der Kamera, die wollen aber nicht rüberwandern usw., usw.), die nächsten Fütterungen stehen an, die Hackschnitzellieferung ging heute leider schief, ist jetzt für morgen anvisiert. Morgen um 5 Uhr geht es via Wildwald, schauen, was die Auswilderer machen. Und ich bleibe bei allem gaaaannnnzzz ruhig …. Keep Calm!!!
Aber, an alle Finder:innen: es geht allen gut! Mehr morgen!
04.05.2026 (Teil1)
… arbeitsreiches Wochenende …
Wir fangen mal bei Freitag an … Freitag haben Claudi und ich das Gehege im Wildwald Vosswinkel auf Vordermann gebracht. Claudi fegte noch mal alles Laub vom Dach, ich machte den „Innenausbau“, Wolle rein, Seile rein, Futterschalen verteilt etc…





Am Samstag dann Tag des „Umzugs“ …
Plan A war, die 3 (Frodo, Amy und Fridolin) in Transportboxen zu bringen. Und wie es halt so ist, auch Wildtiere merken sehr schnell, wenn irgendwas im Tagesablauf „komisch“ ist. So auch die 3. Einfangen, keine Chance. Kurzerhand auf Plan B umgeschwenkt. Da sie alle in Laufställen saßen, Laufställe „eingeklappt“ und ab ins Auto damit:






Dort die Laufställe ausgeklappt und gewartet, bis sie freiwillig rauskommen, was dann auch, nachdem ich den Deckel aufgemacht habe, nicht lange gedauert hat. Video folgt!
Amy hat mich dabei aber auch so leicht in den Wahnsinn getrieben. Während Fridolin und Frodo schon das Gehege erkundeten, fand ich Amy nicht mehr. Die Laufställe standen noch in der geschlossenen Schleuse. Also, alles durchsucht. Nichts, keine Amy, raus konnte sie auch nicht sein, war ja alles zu. Also auf meine kleine Leiter gesetzt und gewartet. Keine Amy. Wieder alles abgesucht, … nichts …. irgendwann hörte ich es scharren und da war sie, sie hatte sich zwischen Sandbuddelkiste und Gehegegitter versteckt. Ufzh … da habe ich sie dann „zwangsweise“ rausgescheucht und sie traf auf Frodo und Fridolin. Dann war für sie auch wieder alles gut und sie rannte den beiden „hinterher“. Deshalb, so wichtig, dass die Eichies in den Gruppen, in denen sie aufgewachsen sind, auch in die Auswilderung gehen!


Zurück zu Hause mussten natürlich die Laufställe & Stoffhörnchen erst mal in die „Ozonschleuse“ ….

Und währendessen haben Heiko und Susanne schon das Gehege in Dortmund Husen auf Vordermann gebracht: alte Hackschnitzel raus, Kobel und die Seile raus, alles durchgekämmt, denn heute, am Montag, kommen neue Hackschnitzel. Diese Hilfe von den Beiden – unbezahlbar. Vielen Dank dafür!




Teil 2 vom Wochenende kommt dann heute abend, auch mit dem Neuzugang Zappel und den beiden Neuzugängen, die es leider nicht über die erste Nacht geschafft haben. Am Wochenende kamen sehr viele Notrufe an, was aber auch „wetterbedingt“ ist. Jeder genießt die Natur und findet dabei Wildtiere, die Hilfe brauchen. In der Woche nimmt das merklich ab. Das ist einfach so.
01.05.2026
Jaan& ICH, ein fiktives Gespräch, das auf Verhaltensstatsachen beruht …
Jaan: “ Warum bist du so traurig?“
ICH: „Morgen verlassen uns Amy, Fridolin und Frodo in Richtung Wildwald!“
Jaan: „Aber das ist doch toll, sie haben es geschafft, sie hatten alle 3 Würmer, sind jetzt top fit!“
ICH: „Aber haben sie alles gelernt? Sind sie fit für draußen? Geht es ihnen wirklich gut?“
Jaan: “ Sie haben doch noch Zeit, sich an „draußen“ zu gewöhnen. Du und Claudi habt heute das Gehege fertig gemacht, sie werden sich über den Platz freuen, mitten unter den Bäumen, in der Natur mit Kobel, Futter und Wasser, eine neue Erfahrung, direkt hinter der Waldschule!“
ICH. “ Ja, und trotzdem bin ich unsicher. Es sind immer die ersten Hörnchen, die im Jahr „ausziehen“ und die letzten Hörnchen, die im Jahr „ausziehen“, da fühlt man sich nicht gut, traurig, alleingelassen oder vielmehr, man lässt seine Hörnchen alleine!“
Jaan: „Aber ich bin doch noch hier, schau, wie gerne ich mit dir Blödsinn mache und freue mich, wenn du ins Zimmer kommst!“
ICH: „Ja, aber für dich heißt es ja auch bald Abschied nehmen …!“
Jaan: “ Ja, aber das ist nunmal der Weg! Ich freue mich auf draußen …. vor allem, wenn ich nicht alleine ziehen muss, sondern viele Freunde mitnehmen darf!“
… Jann kuschelte sich ein paar wenige Minuten in meine Hand und verzog sich in ihren Stoffkobel ….
30.04. / 01.05.2026
„Tag der Arbeit“
Ja, der 01.05. wird ein Tag der Arbeit, die Liste ist schon lang. Aber dazu gleich. Wie sieht es aktuell aus:
Quarantänestation: Lina, adult, sie scheint ihren Nachwuchs zu versorgen, ich sehe sie nur sehr selten und wenn dann ganz kurz auf der Webcam. Das Futter lege ich ihr „geordnet“ in ihre Schale, so dass ich erkennen kann, ob sie frisst. Geräusche sind fast keine zu hören, stören will ich sie auch nicht. Wenn der Nachwuchs „gestorben“ wäre, würde sie ihn aus dem Kobel werfen und das ist nicht, also gehe ich davon aus, dass sie ihren Job tut. Ich hoffe so lange wie möglich. Das ist echt eine „Wackelkiste“. Es ist einfach sehr selten, dass Eichhörnchen in Gefangenschaft ihre Kinder bekommen, sie annehmen und – hoffentlich – auch versorgen. Sie hat alles, ich störe sie so gut wie gar nicht und hoffe, dass sie ganz lange weitermacht! So sind die Kleinen viel besser versorgt, das könnte ich nicht leisten. Geschweigedessen, es gibt nichts besseres als Muttermilch!
Wohnzimmer: Jaan, Inge, Don, Nepp, Schnuffel, Fips, Speedy, Fritz, Frieda, Freddy
Die Truppe hat super zusammengefunden, das ist ein ordentliches Gewusel im Wohnzimmer, die ersten Tapetenreste kann ich abends auch schon zusammenfegen, vom „Leergut“, mal ganz abgesehen …
Laufstall 1: Amy & Fridolin ihre Hinterlassenschaften sehen mittlerweile sehr gut aus, sie sind sehr scheu, eher „Wildtiere“, aber dann soll das auch so sein!
Laufstall 2: Frodo, dieser verrückte Eichkater, ein absoluter Charakterkopf. Wehe wenn ich was im Laufstall mache, werde ich angemeckert! Habe ich ein Leckerlie in der Hand, dann ist er so lang wie die „längste Praline der Welt“ und schnappt sich ganz schnell das Leckerlie und zischt ab. Und er frisst alles, Salat, Gurke, Möhre, Avocado, Butterkeks, Knäckebrot, Nüsse und … seine geliebten getrockneten Mehlwürmer, aber dazu gleich …
Laufstall 3: Fluffy, Holli, Sofi, Blonko auch die Vier machen sich gut, toben schon ordentlich durch den Laufstall. Sie werden in einen großen Laufstall umziehen.
Laufstall 4: Bamboo & Simba: Bamboo konnte sich von den Kryptos freitesten, Simba ist mittlerweile „zeckenfrei“, also zusammengesetzt, ist zwar „Risiko“, aber beide getrennt und alleine aufziehen ist keine Alternative.
Alle hier in der Station sind „Selbstversorger“ sprich, es gibt noch die ein oder andere Milch, morgens und abends, wird aber nur noch mit „langen Zähnen“ genommen, allerdings muss bei den „Laufställern“ noch eine Pipikontrolle erfolgen, nicht jede/r kann schon alleine Pipi machen.
Was bedeutet das jetzt für den Tag der Arbeit?
- morgen wird erst mal das Gehege im Wildwald Vosswinkel komplett eingerichtet: Kletterseile rein, Alpakawolle in die Kobel, Futter dort hingebracht (das muss ich erst noch „zusammenklöppeln“; bedeutet, z.B. Frodo hat eine absolute Vorliebe für getrocknete Mehlwürmer, Amy und Fridolin für Cashew und Haselnüsse ….)
- wieder ganz viele Bilder/Videos machen, die fehlen hier im aktuellen Blog, dazu fehlt mir in der Arbeitswoche einfach die Zeit, geht nicht!
- Videos April für Youtube zusammenschnipseln und veröffentlichen
- die Renovierung für das Auswilderungsgehege in Dortmund-Husen vorbereiten: Hackschnitzel sind schon bestellt, Seile müssen geflochten werden, das ein oder andere Klettergerüst muss noch getauscht werden, Alpakawolle, Futter etc. dorthin gebracht werden (auch zusammenklöppeln!)…
- dringende Futterbestellungen, die fressen mir gerade sämtliche Vorräte weg …SBKs (Sonnenblumenkerne), Futtermischung Eichies, diverse Medikamente, …..)
- dazu natürlich die Selbstversorger „versorgen“, Futter, Wasser, Laufställe säubern, betüteln, kontrollieren, dass es allen gut geht
- und für MICH: das Treiben im Wohnzimmer einfach nur genießen: HörnchenTV!!!
Und so nebenbei, schaut doch mal hier auf der Homepage vorbei:
Ich wünsche Euch ein wunderschönes, langes Wochenende!
29.04.2026
.. ein ungewöhnlicher Tag …
Die beiden Eichhörnchen sind erwartungsgemäß in der Nacht verstorben, gemeinsam in ihrer Box eingeschlafen. Es tut mir so leid, dass ich euch nicht mehr helfen konnte!

Der Feldhase hat es leider auch nicht geschafft. Aber, es besteht die Gefahr, dass er z.B. Tularämie hatte … deshalb habe ich hier bei mir am Stellplatz des Käfigs, im GästeWC, ab 5.30 Uhr das „Ozon-Gerät“ gestartet: alles so gut es geht abgedichtet und los geht es….Stand 17.30 Uhr ==> puh, das ist immer noch ein „beißender“ Geruch, muss warten, bis ich da wieder die Tür aufmache …

Meine TA habe ich auch schon um 5 Uhr über den Tod informiert (ansonsten hätte sie unter den ensprechenden Hygienemaßnahmen den Hasen euthanasiert), dazu auch das VetAmt in Hamm, wo der Hase gefunden wurde und das VetAmt in Unna, wo der Hase aktuell war. Super schnelle Reaktionen und dann flogen nur so die Mails zwischen VetAmt Hamm und VetAmt Unna so daher. Im Endeffekt: ich sollte bis 12.20 Uhr das Häschen in die Platanenallee zum Gesundheitsamt in Unna bringen, denn von dort startet der Kurier zum CVUA Arnsberg. Passte von der Zeit natürlich super, direkt in der Mittagspause.
Wie geht es jetzt weiter? Das Häschen wird dort nach der Todesursache untersucht: Tularämie, Rattengift etc… und dann folgen die weiteren Schritte. Ich, wie auch die Finderin, werden entsprechend vom CVUA informiert, denn die Ansteckung von Tularämie (Zoonose!) will keiner haben, von dem abgesehen ist Tularämie eine anzeigepflichtige Krankheit! Hier heißt es jetzt abwarten!
Und, hier seien auch mal lobende Worte erlaubt: sowohl das VetAmt in Hamm wie auch in Unna waren super hilfsbereit. Es gab viel Lob für mein Handeln und das meiner TA, den ein oder anderen Kritikpunkt aber auch, quasi, was man hätte besser machen können. Nehme ich sehr gerne an! Aber, es steht immer der Eigenschutz im Vordergrund und der war gewährleistet! Danke an die beiden Veterinärämter, auch für die „unkomplizierte“ Übergabe des Häschens!
Und, noch was „Positives“ zum Abschluss: kaum sind die Hörnchen aus dem Auswilderungsgehege in Husen „ausgezogen“, kommen die Rehe in den Garten! Tolle Schnappschüsse, danke an Susanne!!!


Hm, wie kommen die da rein? Springen die über das Gartentor? Respekt!

