„Hochs“ & „Tiefs“ …
Fangen wir mit den Tiefs an: gestern kam ein Eichkater von einer TA-Praxis in Unna hier an. Er wurde von einer unbekannten Finderin gebracht, angeblich, von einer Katze „angeliefert“, Kratz-/Maulspuren der Katze waren erst mal nicht ersichtlich, wenn man genauer hingeschaut hat, dann doch. Ich holte das Hörnchen in der TA-Praxis ab. Er war sehr schlapp und müde, ist aber nicht unüblich, wenn sie hier ankommen. Er bekam erst mal nur Elektrolyte, das ein oder andere Zähnchen war abgebrochen, auch das im Normalfall kein Problem. In der Nacht hörte ich mein so ungeliebtes Geräusch: hier übergibt sich ein Eichhörnchen. Das schlimmste Geräusch, was man sich vorstellen kann, wenn man weiß, was es bedeutet, im Lauf der Jahre kennt man Eichhörnchengeräusche! Also erst mal rausfinden, wer er ist. Es war der Kleine aus der TA-Praxis. Was hat er alles rausgebrochen: gelblich-weißer Schleim, aufgeschäumt, er hat jämmerlich gelitten und gejammert. In den frühen Morgenstunden ist er verstorben. Da er bei mir nur Elektrolyte bekommen hat, scheint es sich hier mal wieder um einen Selbstversuch des Päppelns mit Kuhmilch gehandelt zu haben, die für Eichhörnchen absolut tödlich ist. Siehe dieses Beispiel. Deshalb, bitte lasst doch diese Selbstversuche!!! Er war ein wunderschöner Eichkater, das kurze Leben hat er durch den Selbstversuch nicht verdient!!! Ein ganz großer Appell an alle Finder:innen!!!
Mach’s gut Kleiner, ich konnte dir leider nicht mehr helfen (am verklebten Mäulchen sieht man das Ausmaß des Erbrechens):

Ein kleines „Hoch“ , wenn auch nur ein „Hoffnungsschimmer“ …
Bamboo hat am 5. und 6. Tag seiner Behandlung fast gar nicht mehr gefressen, es ging wirklich nichts mehr, jede 2. Fütterung war ein Sitzbad fällig (was ihm natürlich gar nicht gefiel, aber irgendwann hat er es über sich ergehen gelassen). Das Letzte gestern gegen 17 Uhr. Um 20 Uhr keine weiteren Durchfälle, um 23 Uhr begrüßte mich ein Bamboo mit völlig fluffigem Fell, keinen Verklebungen und einem enormen Hunger! Häää? Träume ich jetzt? Ok, gefüttert, Pipi gemacht und dann erst mal Ruhe für alle (Hörnies, Degus und mich) bis 5 Uhr. Am Morgen gleiches Bild, Bamboo völlig unverklebtes Fell, enormen Hunger und die ersten „geformten“ Köttel lagen in seiner Box, die ich in der Nacht natürlich noch völlig neu mit Einmalunterlagen und frischen Kuscheltüchern (die ich natürlich alle wegwerfe, um das Infektionsrisiko für die Nachfolgenden zu minimieren) ausgekleidet. Im Lauf des Tages hat sich die Sache „stabilisiert“. Er trinkt gut, Pipi gut, er fängt auch wieder selbst an zu knabbern und klettert ab und zu auch in der Box rum. Ein kleiner Lichtblick. Er ist noch lange nicht durch. Die Behandlung dauert mindestens noch 6 Tage, eine enorme Belastung für Magen, Darm und Leber. Aber man freut sich über jeden Lichtblick!!!
Weiter so mein kleiner Kämpfer!!!


Und noch ganz kurzfristig ein „Tief“, der Kleine wurde in Holzwickede in der „Schönen Flöte“ aufgegriffen und von dem sehr netten Finder zu mir gebracht. Leider war er schon in der „Schnappatmung“ und verstarb in der Aufnahme, er hatte auch seine Beinchen hinter sich hergezogen. Vielen Dank an den Finder, für die Empathie, für’s bringen und das nette Gespräch. Mach es gut Kleiner, es war der denkbar schlechteste Start!

