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Speedy (19.05.2019 bis 02.06.2019):

19.05.2019
Um 21.30 Uhr schellt das Telefon: "In Bockum-Hövel hat ein aufmerksamer Hundegassigänger ein  Hörnchen aus dem Maul einer Katze befreit". Ins Auto, ab nach Bockum-Hövel in ca. 25 Minuten, den netten Hörnchenrettern ein kleines, ungefähr 6 Wochen altes, Mädel abgenommen - toll, dass sie so geistesgegenwärtig waren und dass ihnen das Schicksal eines kleinen Hörnchens nicht egal war.

Ab nach Hause, Ruhe einkehren lassen, einen kleinen improvisierten Drink aus Wasser, wenig Salz und Zucker angeboten und Arnikaglobuli (hat sie auch genommen), Hörnchen ein wenig getrocknet (sie war pudelnass), Licht aus, Ruhe.
Hoffentlich lebt die Kleine noch, wenn wir morgen nachsehen.

20.05.2019
Vormittags frei genommen, ab zur Rettungsstation Dortmund/Kreis Unna und unseren Notfall vorgestellt; das rechte Auge ist geschlossen, es gibt eine kleine offene Wunde am Bauch, vielleicht von einem Katzenzahn, außerdem noch eine verkrustete Kopfwunde, vielleicht von einem Vogel und schon älter. Außerdem treiben sich Parasiten herum, aber scheinbar nur äußerlich.
Nach Gabe von Glukoselösung und einigen Globuli heimwärts, Diagnose: nichts akut lebensbedrohliches, das Tierchen ist natürlich schwer traumatisiert und braucht viel Zuwendung und Geduld. Trotzdem kann eine Attacke von Freßfeinden immer alles mögliche auslösen, Bakterienbefall, Viren, was auch immer.
Die Kleine möchte hauptsächlich schlafen, nimmt so recht noch nichts zu sich, reagiert auf jede Bewegung und jedes Geräusch sehr schreckhaft. Wir tragen sie am Körper und versuchen immer wieder, etwas Päppelmilch (Fox Valley 32/40) anzubieten, irgendwann lässt sie sich darauf ein und schlabbert ein wenig. Urinstimulation klappt, Pipi ist wenig und recht dunkel, das wird aber an der geringen Flüssigkeitsaufnahme liegen.
Wir lassen sie bis abends in Ruhe, versuchen dann noch einmal, etwas Milch zu geben, das Spritzenpatent (ohne Sauger) hat sie jetzt verstanden, es geht aufwärts.

21.05.2019
Ihr Auge macht uns Sorge, es ist nach wie vor geschlossen und vereitert. Wir beschliessen, mit Eufrasia zu behandeln und den Schleim zu entfernen, damit sie das Auge auch aufbekommt, wenn sie möchte. Ausserdem suchen wir intensiv nach Parasiten und -nestern, weil immer noch einige Krabbeltiere unterwegs sind. Scheinbar scheuchen wir dabei einiges auf, wir sammeln alles ab, Nester finden wir nicht, das Problem scheint gelöst.
Die Kleine trinkt jetzt ganz ordentlich ihre Milch aus der Spritze, knabbern mag sie noch nichts, das liegt vielleicht an den oberen Schneidezähnen, die gerade durchbrechen, jedenfalls beschäftigt sie sich ständig damit. Wir lassen sie mal im Wohnzimmer herumhopsen, sie hat dabei scheinbar ne Menge Spaß, nur freiwllig zurück in den Kobel mag sie nicht, aber sie ist ja noch klein und ein wenig tapsig, da können wir sie ohne Probleme einfangen.
Nach der letzten Fütterung um 23 Uhr sieht das schon anders aus, leider entwischt sie uns, erschreckt durch eine Bewegung oder ein Geräusch, und wir müssen uns was einfallen lassen, um sie zu schnappen. Jetzt bekommt sie auch einen Namen: "Speedy".

22.05.2019
Morgenfütterung um 5.30 Uhr, Pipi und Augenbehandlung findet im Bad statt, wir wissen warum. Außer einer steigenden Abneigung gegen die Harnstimulation ist alles gut, sie trinkt gut (mit Pausen, jedes Geräusch unterbricht) und selbst die Augenbehandlung klappt. Den Vormittag verbringt Speedy noch in ihrer Tragebox, nach der Mittagsfütterung darf sie nach einer Kuschelzeit im Wohnzimmer herumlaufen, jeden Schritt begleitet sie mit vielen "Öcks"; schnell erkundet sie alle Ecken, erklimmt die Gardinenstange und diverse Möbel (das haben ihre Vorgänger in dem Alter noch nicht geschafft), und schließlich muss sie von der Gardinenstange gerettet werden - das Zimmer war nach der letzten Auswilderung wieder von einem Hörnchen- in ein Wohnzimmer zurückverwandelt worden, Speedy hat uns recht unerwartet gefunden, das hat auch damit zu tun, dass die Rettungsstation Dortmund/Kreis Unna derzeit von einem Virus heimgesucht wird.
Speedy ist ein tolles Hörnchen, sie macht uns ganz viel Spass, und wir sind bereits heftigst verliebt; wenn solch ein Tier erst einmal einen Namen hat...trotzdem, sie soll in den Wald, dort gehört sie hin und dafür geben wir alles.
Das Einfangen geht etwas leichter als am Abend zuvor, wir versorgen sie wie gewohnt und sind ein Stück zuversichtlicher, dass Speedy ein Waldhörnchen wird. Sie nächtigt in ihrer Transportbox und wir können ruhig schlafen.

23.05.2019
Mit viel "Geöcke" und einem kurzen Quietscher lässt sie sich aus der Box holen, wir sind natürlich wieder aus Gründen der Vorsicht im Bad, Morgenfütterung und Morgentoilette sowie die obligatorische Augenbehandlung verlaufen unspektakulär. Nach dem Frühstück gehts runter ins Wohnzimmer, dort kommt sie auf "Papa-Öcks" Bauch und bleibt, obwohl sie nicht festgehalten wird, im Schutze seiner Hände ruhig liegen, kuschelt sich an, scheint Ruhe, Nähe und den sich hebenden und senkenden Bauch zu genießen. Irgendwann beginnt die Morgentoilette und dann erwacht auch das Interesse für die Umgebung - die Entdeckungstour beginnt, jeder Hopser wieder von Geräuschen begleitet.
Bis mittags darf sie sich austoben, zwischendurch traut sie sich auch an ihre Pflegeltern heran, wenn sie denn mal im Wohnzimmer auftauchen, krabbelt auf deren Rücken oder an der Hose und der Fleecejacke hinauf bis auf die Schulter, aber wehe es erfolgt eine Bewegung mit der Hand oder ein lautes Geräusch...schwupp und weg, so schnell kann man gar nicht gucken.
Speedy beginnt, sich "selbst zu verpflegen", d.h. sie nimmt von einem "Buffet" ein Walnussfilet, also ein geschältes Stück Nuss, und knabbert das Ding mit viel Geschmatze. Uff, wieder einen Schritt weiter, bisher hatte sie jede Nahrung außer Milch verweigert.
Den Mittagsschlaf läutet sie selbständig ein, legt sich in eine lauschige Ecke unter eine Stoffente, aber sobald wir uns der Behausung nähern, stürmt sie heraus und verschwindet. Schade.
Nach der Pause soll sie noch einmal Milch und vor allem eine Augenbehandlung erhalten, Pipi hat sich nach den Pipipfützen, die wir im Zimmer finden, vermutlich erledigt; aber natürlich hört sie uns wieder und macht sich von dannen. ABER: das rechte Auge ist einen Millimeter auf!!!!! Es ist zwar noch feucht und verschleimt, aber es ist eindeutig auf und Speedy wischt sich immer wieder mit den Pfoten drüber und verteilt den Eiter in ihrem Fell. Egal, wir haben auf einmal ein richtig gutes Gefühl, dass die Süße doch in den Wald kommt und nicht in einem Gnadengehege landet.
Schlussendlich bekommen wir sie doch zu fassen, sie trinkt wenig Milch, das Auge bekommt noch einmal einen Tropfen Eufrasia, der Versuch eines nachmittäglichen Kuschelns schlägt leider fehl, also geht sie wieder auf Hopsertour. Irgendwann kommt sie zur Ruhe und verzieht sich in einen Kuschelsack, der zu ihrem Pech nur einen Ausgang besitzt, also können wir sie am frühen Abend wieder mit Milch und Eufrasia versorgen, Pipi wird auch gemacht, aber Speedy ist schwer beleidigt und zieht sich sofort wieder in ihren Schlafsack zurück und kommt auch nicht mehr heraus.
Zwischenzeitlich haben wir einen Katzenkratzbaum aufgebaut, der bei unseren anderen Hörnchen immer die Attraktion war, alle haben ihn geliebt und genutzt. Außerdem hat ein Betreiber der nächsten Station für Speedys Lebenslauf angerufen, denn wir fahren bald in den Urlaub und können sie nicht bis in den Wald begleiten; sie geht im Anschluß in die Nähe von Wuppertal, wird aber erst noch etwas Gewicht zulegen müssen.
Zur Nacht noch einmal Speedy aus der Sackhöhle geholt, versorgt und ab in die Tragebox. Gute Nacht!



  Speedy aus Hamm-Bockum-Hövel
24.05.2019
Speedy um halb sechs geweckt, jedenfalls war sie noch nicht wirklich wach - sie lässt das Ritual nur widerwillig über sich ergehen, rollt sich zusammen und beklagt sich lautstark. Wir beschliessen, sie nicht weiter zu quälen, weil ihr Auge auch schon einen Spalt auf ist und wir ihr ein wenig Pipi entlocken konnten. Sie darf auf "Papa Öcks" Bauch, der so schön weich ist und sich hebt und senkt, und obwohl sie einfach aufstehen und flüchten könnte, bleibt sie, kuschelt sich in die auf dem Bauch gefalteten Hände und nickt wieder ein. Dabei rutscht sie erst zur linken Seite herunter, rappelt sich wieder hoch und rutscht dann kopfüber Zentimeter für Zentimeter zur rechten Seite herunter, direkt in den offenstehenden Ärmel. Das gefällt ihr scheinbar gut, und so rutscht sie immer weiter, bis sie komplett im Ärmel verschwunden ist. Innen gehts weiter hoch Richtung Schulter, dann wieder zurück, und irgendwann gehts raus ans Licht zur Entdeckung des neuen Tages. In Kürze hat sie den Kratzbaum erforscht, es ist kein Problem für sie, in Sekunden an den höchsten Punkt zu kommen.
Nach einiger Zeit steht wieder eine Fütterung an, obwohl sich die Kleine schon geknackte Nüsse hat schmecken lassen. Die Trinktechnik aus der Schale haut noch nicht so hin, und so wollen wir eine Dehydrierung vermeiden. Nur wie bekommen wir die Milch in sie herein? Mama Öck hält ihr mit gaaaanz viel Geduld immer wieder die Spritze vor die Nase und tatsächlich- die Kleine kommt irgendwann und trinkt. Wow! Der Rest des Tages verläuft ruhig, Speedy hopst und klettert und frisst und ruht (unter Plüschhörnchen auf einer Kommode) und nimmt später noch mal Milch freiwillig aus einer hingehaltenen Spritze. Leider ist ihr Auge wieder zu, und auch eine Pipipfütze haben wir noch nicht gefunden. Entweder hat sie
eine diskrete Stelle in unserem Wohnzimmer für ihr Bedürfnis gefunden oder sie braucht doch noch Unterstützung dabei - das bedeutet anfassen, festhalten und stimulieren und das ist für sie nicht akzeptabel.
Abends zieht sie wieder in ihre Transportbox um, ihr Schlafplatz auf der Kommode hinter einem Plüschhörnchen erleichtert uns das procedere.

25.05.2019
Morgens das altbekannte Ritual, Speedy beschwert sich, rollt sich zusammen, beisst aber nicht und nach Milch und Pipi und Augentropfen bleibt sie noch auf Papa Öcks Bauch liegen. Danach gehts in die weite Welt des Wohnzimmers, meistens aber unter den Eckkommoden, sie muss schon herausgelockt werden. Milch nimmt sie freiwillig, wenn man ihr die Spritze hinhält (ein bißchen Geduld brauchts schon, aber das klappt schon prima), und ansonsten frisst sie angeknackte Nüsse und versucht, aus der Schale zu trinken. Sie nimmt die Balkonhörnchen wahr, aber sie reagiert nicht besonders heftig auf sie. Das Auge ist einen Spalt breit offen und eitert nicht so sehr, es wird...
Speedy entdeckt den Holzkobel, er wird ihr bevorzugter Aufenthaltsort. Abends wollen wir sie dort abholen, aber schon beim Aufklappen des Deckels entwischt sie mit einem beherzten Satz und lässt sich nicht mehr fangen. Blöd, weil Pipiflecken sehen wir nirgends auf dem Fussboden. Ist jetzt aber nicht mehr zu ändern.

26.05.2019 Europawahlsonntag
Speedy hat im Holzkobel genächtigt, ist aber schon auf, als wir ins Wohnzimmer kommen. Also können wir sie, ansonsten ist es ein eher unspektakulärer Tag, die Kleine macht immer reichlich Pausen, das Auge wird besser, alles ist gut. Zur Nacht beschliessen wir, am Kobel die Schotten zu schließen und sie samt ihrer Behausung ins Bad zu tragen und dort zu behandeln (Augentropfen, Pipi und allgemeine Untersuchung)- das klappt wunderbar, sie beschwert sich zwar, aber alles läuft perfekt. Anschließend bringen wir sie im Holzkobel nach unten, öffnen die Klappen wieder und verschwinden nach oben.




  Speedy


27.05.2019
Morgens ist unsere Mitbewohnerin schon auf, nimmt etwas Milch, tagsüber passiert nix, abends wiederholen wir das Ritual vom Vorabend, klappt wieder bestens. Ihr Auge eitert nicht mehr und ist immer länger und weiter auf, aber die Beule auf ihrem Kopf kommt uns recht bedrohlich vor - das müssen wir weiter beobachten.
Die neuen Pflegeltern haben sich gemeldet, wollen alles wissen und stellen fest, dass ihnen gesagt wurde, je eher die Kleine umzöge desto besser. Naja, sagt sich so einfach, sie ist uns jetzt ans Herz gewachsen

28.05.2019
Arbeitstag mit Außendienst für uns beide. Speedy ist morgens bereits auf, nimmt ein wenig Milch und turnt im Verlaufe des Tages etwas mehr als an den letzten 2 Tagen. Auge ist wieder weiter auf.

29.05.2019
Speedy ist morgens wieder auf, scheint uns schon zu erwarten und nimmt regen Anteil am Leben draußen, Auge ist noch ein Stück weiter auf, die verkrusteten Wunden heilen. Sie kommt jetzt auch zu uns, wenn wir das Zimmer betreten und traut sich, an uns herauf zu klettern. Mit den neuen Pflegeeltern war vereinbart, dass wir Speedy morgens am nächsten Tag in ihr neues Heim (mit Außengehege!) bringen, aber leider gibts ein Kommunikationsproblem, wir sagen den Termin ab. Damit bleibt erst einmal alles beim alten.


  Speedy



30.05.2019 Feiertag
Speedy ist tagsüber munter, tobt herum, toll. Abends fällt uns auf, dass sie unter dem rechten Auge eine kreisrunde kahle Stelle hat und mittendrin ein Stippen. Also die Kleine ins Bad expediert und dort genau untersucht mit Taschenlampe, Lupe und Pinzette - sie lässt das ganz ruhig mit sich geschehen, ich kann sie mit einer Hand locker halten, Steffi leuchtet mit der Lampe und ich kann die Pinzette ansetzen und den Stippen entfernen. Tapfere Speedy. Die nähere Untersuchung unter der Lupe ergibt keinen Zeckenbefund, scheint einfach nur eine Kruste gewesen zu sein. Speedy hatte insgesamt einen guten Tag, war aktiv, hat ihre Grenzen weiter ausgetestet, sie macht einen superfitten Eindruck, das Auge ist jetzt dauernd zu 80 % geöffnet.
Mit den neuen Pflegeeltern wurde der 02.06. als neuer Transfertag vereinbart.

31.05.2019
Anstrengender Arbeitstag, viel zu tun, vor der Arbeit noch Speedy versorgen (Milch hinstellen, Nussbuffet und Frischebuffet auffüllen), nachmittags wirds wärmer, Speedy tobt herum, wie das ein junges Hörnchen tun soll. Plötzlich fällt uns auf, dass sie am Bauch kahle Stellen hat. Rettungsstation anrufen, den Fall schildern, Diagnose: vermutlich Parasiten, Therapie: Stronghold" zwischen die Schultern. Medikament also geholt, Speedy abends mit dem Holzkobel überlistet (als sie schlief die Schotten geschlossen und ins Bad transportiert, dort kann sie nicht weit entfleuchen), in sicherer Umgebung herausgeholt (leichte akustische Beschwerde, keine Gegenwehr), einen Tropfen in den Nacken, wo sie ihn nicht sofort wegschlabbern kann, fertig. Speedy wieder runtergebracht, keine weitere Beschwerde.
Gute Nacht.

01.06.2019
Wir haben viel zu erledigen, sind viel unterwegs - um 13.00 Uhr der Anruf, dass ein Hörnchen aus einem Kobel gefallen ist und die Mutter es nicht zurückholt. Steffi hin, Hörnchen holen, erstversorgen, weiteren Verbleib klären (wir wollen ja bald in den Urlaub). Abends auf die Festa Italiana, eine Erdbeerbowle - um 21.30 Uhr bimmelt das Handy, ein weiteres Hörnchen ist aus demselben Kobel gefallen. Festabesuch abbrechen, nach Hause, Transportbox und Auto holen, Hörnchen mitnehmen, erstversorgen, weiteren Verbleib klären (natürlich bei seinem Geschwister), kein Problem.
Zur Nacht die beiden Kleinen noch mal Pipi machen lassen und ein wenig Flüssigkeit geben, Speedy mit dem Holzkobel austricksen und in die andere Transportbox umsiedeln. Sie beschwert sich, wehrt sich aber nicht.
Liebes Mädchen, feines Hörnchen. Die Kruste auf der Stirn ist weg, die hat sie sich scheinbar weggekratzt, die kahlen Stellen am Bauch sind nicht größer geworden, die unter dem rechten Auge ist zugewachsen.
Alles o.K. für die Fahrt morgen früh.

02.06.2019
Früh aufstehen, die gesamte Hörnchenschar in ihren 2 Transporttaschen ins Auto, Speedy hat frische Blutspuren auf der Stirn (vielleicht die juckende verheilende Kruste aufgekratzt?), ab zur Rettungsstation, dort zwei weitere Hörnchen aufgenommen, dann ca 1 Stunde weiter Richtung Wuppertal, dort alle Hörnchen abgeliefert, kurzer netter Austausch mit den dortigen "Hörnchenverrückten" und wieder zurück nach Hause - Mensch, ist die Wohnung leer.
Wir vermissen Speedy arg und wünschen ihr viel Glück auf dem weiteren Weg.

Hörnchenpäppeln ist eine arge Gratwanderung zwischen Empathie und Distanz - ohne Einsatz und Hingabe wird es schwierig, ein "kleines Opfer" zu pflegen und wiederherzustellen, zu viel Nähe schafft Probleme bei der obligatorischen Trennung. Speedy kam als nasses, klebriges Häuflein zu uns mit einer unklaren Prognose (gerade Katzen übertragen allen möglichen Mist), und schon nach zwei Wochen ist sie ein tolles lebhaftes und super liebenswertes Hörnchen. Sie hat am Anfang viel Ruhe und Zuwendung gebraucht, wir haben sie viel in einer Tasche auf dem Herzen getragen oder mal auf dem Bauch ein paar Kuschelminuten eingelegt, wenn sie sie haben wollte, dabei hat sie unsere Herzen immer mehr erobert. Sie kam zu uns zu einem Zeitpunkt, als wir uns eigentlich in Ruhe auf unseren Urlaub vorbereiten wollten, es war also klar, dass wir ihren Weg nicht
sehr weit begleiten konnten, vermutlich ist es auch besser so, weil ihr eine enge Bindung an ihre Pflegeeltern im Wald auch nicht geholfen hätte.




 Speedy

 










 


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